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Palliative Schmerztherapie bei Knochenmetastasen

> Therapie mit Xofigo ®

> Samarium-Therapie

Behandlung mit XOFIGO

(Alpharadin, Ra-223-dichlorid)

Option zur Behandlung von Knochenmetastasen bei kastrationsresistentem Prostata-Karzinom:
Bitte sprechen Sie Ihren behandelnden Urologen an! Wenn diese Therapie für Sie in Frage kommt, wird er Sie zu uns überweisen.

Bei der ambulant erfolgenden Behandlung  wird das Präparat 6 mal im Abstand von jeweils 4 Wochen intravenös injiziert.

Das enthaltene 223 Radium reichert sich im Knochen bevorzugt in den Metastasen an, umgebende Zellen werden durch Alphastrahlung zerstört. Die Therapie kann Schmerzen lindern; eine Lebensverlängerung von ca. 3 Monaten konnte nachgewiesen werden.

Samarium-Therapie

Wann wird die Therapie durchgeführt (Indikationen)?

  • Bei schmerzhaften Knochenmetastasen (auch bei multiplen), meist vom Prostata- oder Brustkrebs, die mit einer medikamentösen Schmerztherapie oder Bestrahlung von außen nicht zufriedenstellend behandelbar sind.

Organisatorisches:

  • Ein aktueller Befund muss vorhanden sein: Skelettszintigraphie, nicht älter als 3 Monate, aktuelles Blutbild, entweder aus der (hausärztlichen) Praxis oder über unsere Organambulanz
  • Nach Anmeldung zur Schmerztherapie (durch den behandelnden Arzt, z.B. Hausarzt, Urologen, Gynäkologen) erfolgt die Terminvergabe schriftlich per Post (an Patienten und an behandelnden Arzt), ggf. zusätzlich nach telefonischer Rücksprache mit dem Patienten
  • Ort: Hauptgebäude Klinik für Nuklearmedizin im UKD, Hs. 7 (Eingang Straßenseite), 1. Etage, Station NUK S1 (Telefon: 0351 458 2226)
  • Bitte Krankenhauseinweisungsschein mitbringen
  • Auf Station befinden sich unentgeltlich: Wasserautomat (mit/ohne Sprudel), Apfelsaft, Tee, Kaffee, Milch, Buttermilch

Therapieablauf:

  • Durchführung der Therapie mit 153 Samarium-EDTMP: die Therapiesubstanz wird wie das Medikament zur Durchführung der Skelettszintigraphie einmalig über einen venösen Zugang (Flexüle) injiziert. Nach der Injektion des Radiopharmakons wird am gleichen oder nächsten Tag eine Ganzkörper-Verteilungsszintigraphie an der Gammakamera durchgeführt – Gerät und Untersuchung analog der Skelettszintigraphie.
  • Der stationäre Aufenthalt dauert 48 Stunden; die Entlassung erfolgt morgens gegen 8.00 Uhr nach dem Frühstück
  • Der Behandlungserfolg, im Sinne einer Reduktion der Schmerzen, setzt etwa nach 4 Wochen ein. Achtung: nach etwa 2 Wochen kann es – muss aber nicht! – zu einer Schmerzverstärkung kommen, die durch eine kurzfristige Steigerung der medikamentösen Therapie behandelt wird.
  • Die Therapie kann, wenn nötig, mehrmals durchgeführt werden.

Radiotracer: 153 Sm-EDTMP

Dies ist ein sogenannter Beta-Strahler, dessen Strahlung im Gewebe maximal 1 – 2 mm weit reicht – der Strahler reichert sich an den Knochenmetastasen an, so dass diese einer „Bestrahlung von innen“ ausgesetzt sind. Das umliegende Gewebe wird auf Grund der kurzen Reichweite der Strahlung geschützt.