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Gastrointestinaltrakt

Speicheldrüsenfunktionsszintigraphie

Wann wird die Untersuchung durchgeführt (Indikationen)?

Darstellung und Bewertung der regionalen und globalen Speicheldrüsenperfusion und -funktion (Exkretion):

  • bei Speichelabflußstörung (Steine im Ausführungsgang)
  • zur Abklärung einer verminderten Speichelproduktion (z.B. nach Strahlentherapie) oder im Rahmen von Systemerkrankungen (z.B. Sjögren-Syndrom)
  • bei Verdacht auf sog. „Sicca-Syndrom“ (Mundtrockenheit)
  • zur Differenzialdiagnostik der Zungengrundstruma (ektopes Schilddrüsengewebe)

Organisatorisches:

  • Untersuchung arbeitstäglich möglich, jedoch vorherige Terminabsprache erforderlich
  • Anmeldung schriftlich an unsere Klinik oder telefonisch unter 0351- 458 2313 (Mo – Fr 07:30 h – 15:30 h)
  • Ort: Hauptgebäude Klinik für Nuklearmedizin im UKD, Hs. 7 (Eingang Straßenseite)
  • Patienten bringen bitte Versichertenkarte und relevante Vorbefunde (MRT, CT) mit
  • ambulante Patienten: Überweisung mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • im UKD stationäre Patienten: elektronische Anmeldung im ORBIS-System durch behandelnden Arzt mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • spezielle Vorbereitung: Patient muss nüchtern sein (auch keine Getränke)! Absetzen von Medikamenten, die den Speichelfluss beeinflussen (Psychopharmaka, Antihypertensiva, Pechlorat)

Untersuchungsablauf:

  • Untersuchungsdauer max. 45 min.
  • intravenöse Bolusinjektion des Radiotracers am unter der Gammakamera liegenden Patienten
  • Sequenzielle (planare) Aufnahmen bis 20 min. p.i., nach sialem Reiz (Zitronensaft) weitere sequenzielle (planare) Aufnahmen bis 30 min. p.i.
  • je nach Anamnese ggf. zusätzliche Schilddrüsenaufnahme (Dauer: 5 min.), da ohne zusätzliche Strahlenexposition möglich
  • semiquantitative Auswertung über Funktionskurven mit ROI über den vier großen Kopfspeicheldrüsen (Gll. parotides und submandibulares)
  • ggf. Berechnung von Funktionsparametern (z.B. Ejektionsfraktion, Entleerungshalbwertszeit u.a.)

Radiotracer:

74 MBq 99m Tc-Pertechnetat i.v.

Strahlenexposition (typische effektive Dosis):

0,0094 mSv/MBq, d. h. bei 74 MBq = 0,69 mSv (Kuwert, Grünwald, Haberkorn, Krause. Nuklearmedizin, 4. Auflage 2008)

Beispielszintigraphie: Darstellung der Funktion der Speicheldrüsen mit quantitativer Auswertung

Ösophagusszintigraphie

Wann wird die Untersuchung durchgeführt (Indikationen)?

  • Darstellung und Bewertung der regionalen und globalen Transportfunktion des Ösophagus:
  • zur Abklärung einer verminderten Transportfunktion des Ösophagus im Rahmen von Systemerkrankungen wie Myotonia dystrophica, Myasthenia gravis, Kollagenosen (progressive systemische Sklerodermie, Lupus erythematodes u.a) sowie der Neurogastroenteropathie bei Diabetes mellitus
  • bei Verdacht auf gastroösophagealen Reflux

Organisatorisches:

  • Untersuchung arbeitstäglich möglich, jedoch vorherige Terminabsprache erforderlich
  • Anmeldung schriftlich an unsere Klinik oder telefonisch unter 0351- 458 2313 (Mo – Fr 07:30 h – 15:30 h)
  • Ort: Hauptgebäude Klinik für Nuklearmedizin im UKD, Hs. 7 (Eingang Straßenseite)
  • Patienten bringen bitte Versichertenkarte und relevante Vorbefunde (MRT, CT) mit
  • ambulante Patienten: Überweisung mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • im UKD stationäre Patienten: elektronische Anmeldung im ORBIS-System durch behandelnden Arzt mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • spezielle Vorbereitung: Patient muss 4 h nüchtern sein! Halbfeste (Test-)Mahlzeit (Joghurt ohne feste Bestandteile wie Nüsse, Fruchtstücke o.ä.) mitbringen!

Untersuchungsablauf:

  • Untersuchungsdauer max. 10 min.
  • Applikation per os (einmaliges Schlucken) von 1 Eßlöffel (Kinder: 1 Teelöffel) der mit dem Radiotracer markierten Testmahlzeit am vor der Gammakamera stehenden (ggf. sitzenden) Patienten
  • sofortige Wiederholung (ggf. 3 oder 4 x) der Untersuchung nach reichlich Trinken (250 ml)
  • Sequenzielle (planare) Aufnahmen bis 1 min. p.o.
  • Ggf. inklusive Refluxprüfung mittels sequenzieller (planarer) Aufnahmen im Liegen über 2 min. unter Anwendung einer Abdominalmanschette zur moderaten Druckerzeugung
  • semiquantitative Auswertung über Funktionskurven mit ROI über den thorakalen Ösophagusdritteln und dem Magen (bei Refluxnachweis)
  • Berechnung von Funktionsparametern (z.B. transportierte Fraktion der Testmahlzeit in einem Zeitintervall, gaströsophageal refluxierende Fraktion)

Radiotracer:

40 MBq 99m Tc-Pertechnetat p.o.

Strahlenexposition (typische effektive Dosis): 0,02 mSv/MBq, d. h. bei 40 MBq = 0,8 mSv (Kuwert, Grünwald, Haberkorn, Krause. Nuklearmedizin, 4. Auflage 2008)

Beispielszintigraphie: Verzögerte Nahrungspassage im mittleren und distalen Ösophagusdrittel

Magenentleerungsszintigraphie

Wann wird die Untersuchung durchgeführt (Indikationen)?

Darstellung und Bewertung der Magenentleerung:

  • Verdacht auf Störungen der nervalen Innervation des Magens (z.B. bei Diabetes mellitus)
  • bei Magenausgangsstenose
  • bei Verdacht auf „Dumping-Syndrom“ (beschleunigte Entleerung nach Magen-OP)

Organisatorisches:

  • Untersuchung arbeitstäglich möglich, jedoch vorherige Terminabsprache erforderlich
  • Anmeldung schriftlich an unsere Klinik oder telefonisch unter 0351- 458 2313 (Mo – Fr 07:30 h – 15:30 h)
  • Ort: Hauptgebäude Klinik für Nuklearmedizin im UKD, Hs. 7 (Eingang Straßenseite)
  • Patienten bringen bitte Versichertenkarte und relevante Vorbefunde (MRT, CT) mit
  • ambulante Patienten: Überweisung mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • im UKD stationäre Patienten: elektronische Anmeldung im ORBIS-System durch behandelnden Arzt mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • spezielle Vorbereitung: Patient muss 4 h nüchtern sein! Cholinesterase­hemmer, Metoclopramid, trizyklische Antidepressiva wenn möglich absetzen.
  • Halbfeste (Test-)Mahlzeit (250 g Joghurt ohne feste Bestandteile wie Nüsse, Fruchtstücke o.ä.) mitbringen!

Untersuchungsablauf:

  • Untersuchungsdauer 1 h (bei verlangsamter Entleerung bis max. 4 h mit Ruhepausen)
  • ggf. Beginn als Ösophagusszintigraphie (siehe dort), danach zügige Aufnahme (p.o.) der gesamten mit dem Radiotracer markierten Testmahlzeit (250 g)
  • sequenzielle (planare) Aufnahmen am liegenden Patienten bis 1 h p.o.
  • je nach Entleerungsgeschwindigkeit einzelne Spätaufnahmen (a 5 min) im Abstand von je 1 h bis 4 h p.o.
  • semiquantitative Auswertung über Funktionskurven mit ROI über Gesamtmagen, Fundus, Antrum, ggf. Dünndarm
  • Berechnung von Funktionsparametern (Entleerungshalbwertszeit, retenierte Fraktion der Testmahlzeit)

Radiotracer:

40 MBq 99m Tc-Pertechnetat p.o.

Strahlenexposition (typische effektive Dosis):

0,02 mSv/MBq, d. h. bei 40 MBq = 0,8 mSv (Kuwert, Grünwald, Haberkorn, Krause. Nuklearmedizin, 4. Auflage 2008)

Beispielszintigraphie: Magenentleerung über die Zeit mit quantitativer Auswertung

Magenentleerung

Gastrointestinale Blutungsquellensuche

Wann wird die Untersuchung durchgeführt (Indikationen)?

  • Verdacht auf eine gastro- und/oder koloskopisch nicht auffindbare, rezidivierende Blutungsquelle

Organisatorisches:

  • Untersuchung arbeitstäglich möglich, jedoch vorherige Terminabsprache erforderlich
  • Anmeldung schriftlich an unsere Klinik oder telefonisch unter 0351- 458 2313 (Mo – Fr 07:30h – 15:30h)
  • Ort: Hauptgebäude Klinik für Nuklearmedizin im UKD, Hs. 7 (Eingang Straßenseite)
  • Patienten bringen bitte Versichertenkarte und relevante Vorbefunde (MRT, CT) mit
  • ambulante Patienten: Überweisung mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • im UKD stationäre Patienten: elektronische Anmeldung im ORBIS-System durch behandelnden Arzt mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • spezielle Vorbereitung: Untersuchung muss morgens (ideal ist 07:30 Uhr) mit nüchternem Patienten beginnen!

Untersuchungsablauf:

  • Untersuchungsdauer bis Blutungsquelle lokalsiert (max. 24 h mit Ruhepausen)
  • intravenöse Bolusinjektion des Radiotracers am unter der Gammakamera liegenden Patienten
  • Sequenzielle (planare) Aufnahmen bis 60 min. p.i., danach planare Zusatzaufnahmen bis max. 24 h p.i. (zwischendurch ist Nahrungsaufnahme möglich)
  • visuelle Auswertung

Radiotracer:

600 MBq 99m Tc-DTPA i.v.

Strahlenexposition (typische effektive Dosis):

0,0049 mSv/MBq, d. h. 2,3 mSv bei 600 MBq (Kuwert, Grünwald, Haberkorn, Krause. Nuklearmedizin, 4. Auflage 2008)

Beispielszintigraphie: Blutungsquelle im Dünndarm im Unterbauch

Suche nach einem Meckel-Divertikel

Wann wird die Untersuchung durchgeführt (Indikationen)?

  • Verdacht auf ein Meckel’sches Divertikel

Organisatorisches:

  • Untersuchung arbeitstäglich möglich, jedoch vorherige Terminabsprache erforderlich
  • Anmeldung schriftlich an unsere Klinik oder telefonisch unter 0351- 458 2313 (Mo – Fr 07:30 h – 15:30 h)
  • Ort: Hauptgebäude Klinik für Nuklearmedizin im UKD, Hs. 7 (Eingang Straßenseite)
  • Patienten bringen bitte Versichertenkarte und relevante Vorbefunde (MRT, CT) mit
  • ambulante Patienten: Überweisung mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • im UKD stationäre Patienten: elektronische Anmeldung im ORBIS-System durch behandelnden Arzt mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • spezielle Vorbereitung: nüchterner Patient!

Untersuchungsablauf:

  • Untersuchungsdauer 1 h
  • intravenöse Bolusinjektion des Radiotracers am unter der Gammakamera liegenden Patienten
  • Sequenzielle (planare) Aufnahmen bis max. 60 min. p.i., ggf. planare Zusatzaufnahmen zur besseren Lokalisation
  • visuelle Auswertung

Radiotracer:

400 MBq 99m Tc-Pertechnetat i.v.

Strahlenexposition (typische effektive Dosis):

0,013 mSv/MBq, d. h. 5,2 mSv bei 400 MBq (Kuwert, Grünwald, Haberkorn, Krause. Nuklearmedizin, 4. Auflage 2008)