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Skelett

Konventionelle Skelettszintigraphie

Wann wird die Untersuchung durchgeführt (Indikationen) ?

Darstellung des Knochenstoffwechsels:

  • bei Knochenmetastasen (hier vorzugsweise osteoplastische Metastasen bei Mamma-, Prostata-, Bronchial-, Nieren- und Schilddrüsenkarzinom)
  • bei primären Knochentumoren (Differenzierung maligne / benigne)
  • zur Unterscheidung von Arthritis (Entzündung) und Arthrose (Abnutzung): bei Rheumatoider Arthritis, Psoriasis, aktivierter Arthrose, ggf. Indikation zur Radiosynoviorthese prüfen
  • bei Verdacht auf Lockerung von Endoprothesen (z.B. Knie- und Hüft-TEPs)
  • bei Frakturen, Pseudarthrosen
  • bei Osteomyelitis, Spondylitis, Osteonekrose
  • Spezielle Fragestellungen: M. Sudeck (komplexes regionales Schmerzsyndrom, CRPS, Algodystrophie), M. Paget

Organisatorisches:

  • Untersuchung arbeitstäglich möglich, jedoch vorherige Terminabsprache erforderlich
  • Anmeldung: schriftlich an unsere Klinik oder telefonisch unter 0351 – 458 2313 (Mo – Fr 7:30 – 15:30 Uhr)
  • Ort: Hauptgebäude Klinik für Nuklearmedizin im UKD, Haus 7 (Eingang Straßenseite)
  • Patienten bringen bitte Versichertenkarte, relevante Vorbefunde (Röntgen, CT, MRT) und ca. 1 Liter Getränk mit
  • Ambulante Patienten: Überweisungsschein mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • Im UKD stationäre Patienten: elektronische Anmeldung im ORBIS-System durch behandelnden Arzt mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • Eine spezielle Vorbereitung des Patienten ist nicht erforderlich

Untersuchungsablauf:

  • Untersuchungsdauer:  ca. 4 Stunden (mit Pausen)
  • Bei 3-Phasen-Skelettszintigraphie (z.B. bei Endoprothesenlockerung, M.Sudeck, Osteomyelitis):
    • intravenöse Radiotracerinjektion an der Gammakamera mit injektionssynchroner Aufnahme der Perfusion, anschließend Einzel- und planare Ganzkörperaufnahme
    • ca. 2 Stunden Pause, in der der Patient reichlich trinken sollte (ca. 1 Liter, um Radiotracer aus den Weichteilgeweben zu spülen)
    • Danach: erneute planare Einzel- und Ganzkörperaufnahmen, ggf. Aufnahmen in SPECT-Technik
  • Bei 2-Phasen-Skelettszintigraphie (z.B.: Differenzierung Arthritis/Arthrose):
    • Intravenöse Radiotracerinjektion, anschließend planare Einzel- und Ganzkörperaufnahmen
    • Nach ca. 2 Stunden Pause: erneute planare Einzel- und Ganzkörperaufnahmen an der Gammakamera, ggf. Aufnahmen in SPECT-Technik
  • Bei Ganzkörperszintigraphie (Knochenmetastasen):
    • Intravenöse Radiotracerinjektion, nach ca. 2 Stunden Pause: planare Einzel- und Ganzkörperaufnahmen an der Gammakamera, ggf. Aufnahmen in SPECT-Technik

Radiotracer:


gewichtsadaptiert und abhängig von der Untersuchung, ca. 500 – 750 MBq 99m Tc-MDP i.v. (radioaktiv markiertes Phosphonat)

Strahlenexposition (typische effektive Dosis):

2,9 mSv bei 500 MBq (aus: Orientierungshilfe für bildgebende Untersuchungen. Empfehlung der Strahlenschutzkommission 2008)

Beispielbilder:

Knochenmetastasen bei Brustkrebs
Arthritis und Arthrose
Morbus Sudeck

Skelettszintigraphie mit PET

Wann wird die Untersuchung durchgeführt (Indikationen)?

Nachweis bzw. Ausschluss von Knochenmetastasen z.B. bei:

  • Prostatakarzinom
  • Mammakarzinom
  • Nierenzellkarzinom
  • Bronchialkarzinom

Organisatorisches:

  • Untersuchung arbeitstäglich möglich, jedoch vorherige Terminabsprache erforderlich
  • Anmeldung schriftlich an unsere Klinik oder telefonisch unter 0351 458 2313 (Mo – Fr 07:30 h – 15:30 h)
  • Ort der Untersuchung: PET-Zentrum Haus 44
  • Patienten bringen bitte Versichertenkarte und relevante Vorbefunde (MRT, CT) mit
  • ambulante Patienten: Überweisung mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • im UKD stationäre Patienten: elektronische Anmeldung im ORBIS-System durch behandelnden Arzt mit Angabe der Indikation bzw. Fragestellung
  • spezielle Vorbereitung des Patienten ist nicht notwendig.

Untersuchungsablauf:

  • Untersuchungsdauer etwa 2-3 h (mit Ruhepausen)
  • Intravenöse Radiotracerinjektion, anschließend etwa 20-40 min Pause
  • Aufnahmen mit der PET(/MRT)-Kamera erfolgen im Liegen, Dauer ca. 60 min
  • Keine Einschränkung der Fahrtauglichkeit, keine Nebenwirkungen

Radiotracer:

300 MBq 18 F-NaF i.v.

Strahlenexposition (typische effektive Dosis):

7,2 mSv bei 370 MBq (aus: Orientierungshilfe für radiologische und nuklearmedizinische Untersuchungen. Empfehlung der Strahlenschutzkommission 2006)

Beispielbild:

PET Skelettszintigraphie mit Fluorid