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NCT/UCC Dresden: Neubau für innovative Krebsforschung eröffnet

NCT/UCC Dresden: Neubau für innovative Krebsforschung eröffnet

Gebäude verbindet Forschung und Krankenversorgung / Operationssaal der Zukunft eröffnet neue Perspektiven in der Krebschirurgie / Freistaat investierte 22 Millionen Euro

Nach rund dreijähriger Bauzeit wurde am 21. September in Gegenwart des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesforschungsministerium Thomas Rachel die Eröffnung des Neubaus des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) gefeiert. Damit öffnet ein hochmodernes Gebäude auf dem Gelände des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden seine Türen, das Wissenschaftler, Ärzte und Patienten unter einem Dach vereint. Mit einer einzigartigen Forschungsplattform mit Experimental-OP, modernsten Bildgebungs- und Strahlentherapie-Einheiten sowie molekularen und zellbiologischen Laboren bietet der Neubau optimale Voraussetzungen für klinisch-orientierte Krebsforschung auf internationalem Spitzenniveau. Eine fächerübergreifende Tagesklinik schafft zusätzliche Behandlungsplätze. Die Patienten sind zu hohen Anteilen immer gleichzeitig in wissenschaftliche Studien eingeschlossen.

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Eröffnung NCT/UCC-Neubau, v.l.n.r: Prof. Michael Baumann, Deutsches Krebsforschungszentrum; Thomas Rachel, Bundesministerium für Bildung und Forschung; Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen; Prof. D. Michael Albrecht, Universitätsklinikum Dresden; Prof. Heinz Reichmann, TU Dresden; Prof. Sebastian M. Schmidt, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf © Uniklinik Dresden/Thomas Albrecht

In dem Neubau verknüpft das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) die Erforschung von Krebserkrankungen und die Versorgung von Krebspatienten. Ziel ist es, wegweisende Ansätze aus der Krebsforschung schnell den Menschen zu Gute kommen zu lassen. Dafür stehen die Träger des NCT/UCC: das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Für die Errichtung des Gebäudes stellte der Freistaat Sachsen 22 Millionen Euro bereit, weitere gut 3 Millionen Euro kommen aus dem Bundeshaushalt sowie aus privaten Spenden.

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Ein integriertes Ganzkörpergerät für die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) steht im NCT/UCC-Neubau für die patientennahe Forschung zur Verfügung. © NCT/UCC/André Wirsig

Auf vier Etagen und über 3.000 Quadratmetern Nutzfläche arbeiten im Dresdner Neubau künftig rund 200 Wissenschaftler und forschende Ärzte. Zu den herausragenden Forschungsbereichen zählt der „Operationssaal der Zukunft“, in dem Instrumente und Geräte digital vernetzt sind. Wissenschaftler sammeln hier wichtige Daten zur Entwicklung roboter- und computergestützter Systeme für die Krebschirurgie. Der OP ist räumlich unmittelbar mit modernsten Bildgebungs- und Strahlentherapie-Einheiten verbunden. Mit ihrer Hilfe sollen im Rahmen klinischer Studien die Strahlentherapie verbessert, die Präzision minimalinvasiver Krebsbehandlungen erhöht und neue radioaktive Sonden für die PET-Bildgebung etabliert werden. In molekularen und zellbiologischen Laboren untersuchen Forscher zudem, wie sich Tumoren in ihrer Entstehung und in ihrem Wachstum beeinflussen lassen.

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Im „Operationssaal der Zukunft“ sammeln Wissenschaftler wichtige Daten zur Entwicklung roboter- und computergestützter Systeme für die Krebschirurgie. © NCT/UCC/André Wirsig

Kleeblatt als Gestaltungsmerkmal

Die zentralen Räume der Forschungsplattform sind in Form eines vierblättrigen Kleeblatts angeordnet. Als Gestaltungsmerkmal findet sich das Kleeblatt an verschiedenen Stellen im und am Gebäude wieder.
Der tagesklinische Bereich des Neubaus schließt räumlich unmittelbar an die bestehende Tagesklinik im Portalgebäude an. Er schafft 28 zusätzliche Behandlungsplätze, an denen medikamentöse Therapien verabreicht werden. Wesentliches Merkmal des Gebäudes sind auch mehrere Kommunikationsbereiche, in denen sich Mitarbeiter unterschiedlichster Fachrichtungen und Patienten begegnen und austauschen können.
Ausbau der obersten Etage gesichert

Während der Bauphase wurde das Gebäude um eine zusätzliche Etage erweitert. Hier entsteht ein ONCO-INNOVATION-LAB. Im Sinne einer Denkfabrik werden hier Arbeitsgruppen in den Bereichen digitale Technologien und Datenwissenschaften zusammenarbeiten und neue Strategien und Technologien gegen Krebs entwickeln. Ein besonderer Dank gilt der Stiftung von Beatrix und Heinz-Jürgen Preiss-Daimler, die mit 600.000 Euro die Basis für die Realisierung des Obergeschosses legte, sowie zahlreichen weiteren Spendern. Darüber hinaus stellt das DKFZ aus seinen Mitteln für das NCT/UCC Dresden insgesamt 2,5 Mio. Euro zur Verfügung, die von Bund und Freistaat Sachsen nach dem Helmholtz-Schlüssel 90:10 finanziert werden. Damit kann die zusätzliche Etage nun bis 2022 fertig gestellt werden.

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