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Ungarn bedankt sich mit Ritterkreuz fürs Engagement in der Versorgung von SpaltkindernDer Gesandte der ungarischen Botschaft in Berlin, András Izsák, überreichte Prof. Tomasz Gedrange das ungarische Ritterkreuz. Foto: Ungarische Botschaft Berlin
14. Oktober 2016

Ungarn bedankt sich mit Ritterkreuz fürs Engagement in der Versorgung von Spaltkindern

Botschaft überreicht dem Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie Verdienstorden / Arzt und Wissenschaftler unterstützt seit zwei Jahrzehnten Budapester Spezialklinik

Der Gesandte der ungarischen Botschaft, András Izsák, überreichte Prof. Tomasz Gedrange, Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, am gestrigen  Donnerstagmittag das Ritterkreuz des Verdienstordens von Ungarn. Das Land zeichnet damit das langjährige Engagement des Arztes und Wissenschaftlers für die Kinder aus, die mit einer Lippen-, Kiefer- Gaumenspalte geboren wurden und in Ungarn behandelt werden. Durch die hohen Fallzahlen haben die ungarischen Ärzte eine große Expertise in der Behandlung der in unterschiedlichen Formen auftretenden Spalte. Prof. Gedrange unterstützt die ungarischen Kieferorthopäden seit knapp 20 Jahren bei der Entwicklung von Konzepten zur optimalen Versorgung der Kinder, die mit einer solchen Fehlbildung geboren werden. Dieser Erfahrungsaustausch kommt vor allem den kleinen Patienten des Dresdner Uniklinikums zu Gute, die an einer seltenen Form der LKG-Spalte leiden.

Ein deutscher Kieferorthopäde mit polnischen Wurzeln erhält einen ungarischen Orden. Diese etwas ungewöhnliche Konstellation ist auch der Initiative der Eltern zu verdanken, deren Kinder in Ungarn mit einer Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte geboren wurden. Denn bevor die Chirurgen damit beginnen können, die offene Lippenpartie und Teile des Gaumens zu verschließen, sorgen die Kieferorthopäden gemeinsam mit Zahntechnikern dafür, dass das nachträgliche Zusammenwachsen der Gaumensegmente möglichst ungehindert passieren kann und die Kinder trotz des offenen Gaumens gut trinken können. Mit einer sogenannten Trinkplatte wird die Spalte provisorisch verschlossen und die Zunge daran gehindert, das Zusammenwachsen der Spaltsegmente zu beeinträchtigen. Wann, wo, in welcher Form die Platte angefertigt und eingesetzt wird, spielt eine wichtige Rolle bei der möglichst effizienten und dennoch erfolgreichen Therapie der Säuglinge.

„Die Verleihung des ungarischen Ritterordens ist für mich eine sehr besondere Auszeichnung. Seit 1997 arbeite ich mit den ungarischen Kollegen hervorragend zusammen. Ich freue mich, dass wir in dieser Zeit so vielen Kindern helfen konnten und es ehrt mich besonders, dass der Vorschlag zur Verleihung von den Eltern meiner Patienten stammt – ein schöneres Kompliment gibt es nicht“, beschreibt Prof. Tomasz Gedrange die Überraschung, von der er im September 2016 erfahren hatte. Auch in Dresden leistet die Klinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Dresden seit Jahren eine exzellente Versorgung von Spaltkindern. Durch den Erfahrungsaustausch mit Ungarn verfügt die Poliklinik für Kieferorthopädie am Dresdner Universitätsklinikum über einen breiten Erfahrungsschatz und kann so auch seltene Formen der LKG-Spalte erfolgreich behandeln.

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Poliklinik für Kieferorthopädie

Direktor: Prof. Dr. med. dent. habil. Tomasz Gedrange
Tel. 0351 458-2718
Fax +49 351 458-5318
E-Mail Sekretariat: Mareen.Penzel@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de/kfo