Benutzerspezifische Werkzeuge

Mika kämpft mit Drachen gegen den Krebs: Spenden ermöglichen Kunsttherapie

Erlös der Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ unterstützt Kunsttherapeuten in der Kinderonkologie des Uniklinikums

Im Bereich Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden werden die jungen Krebspatienten nicht nur nach dem neuesten Stand der Medizin behandelt und gepflegt, sondern erhalten darüber hinaus psychologische Hilfe und werden bei Bedarf unterrichtet. Ergänzend dazu können die Kinder und Jugendlichen auch spielerische und kreative Angebote nutzen. Doch die Finanzierung dieser Arbeit wird nicht von den Krankenkassen übernommen, so dass das Klinikum dafür selbst keine Mitarbeiter beschäftigen kann. Diese Aufgabe übernimmt seit vielen Jahren der Sonnen­strahl e.V., der sich für krebskranke Kinder und Jugendliche in Dresden engagiert.  Um die Kunsttherapie am Uniklinikum auch weiterhin sicherstellen zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Deshalb hat er die Kunsttherapie bei der „Stiftung Leben mit Krebs“ als Förderprojekt für 2018 eingereicht. Das Geld soll im Rahmen der diesjährigen, zum siebenten Mal ausgetragenen  Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ gesammelt werden. Die Kunsttherapie für die Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist damit eines von drei regionalen Projekten, die Krebspatienten zugutekommen. Dank der künstlerischen Arbeit können die im Uniklinikum behandelten Kinder und Jugendlichen neues Selbstbewusstsein aufbauen und sich trotz ihrer schweren Erkrankung selbstbestimmt ausdrücken.

Mika ist acht, als er die Diagnose Leukämie erhält und im Uniklinikum Dresden behandelt werden muss. Nach einem Jahr hat der Junge die Therapie gegen den Blutkrebs endlich überstanden. Geholfen hat ihm während seines Krankenhausaufenthaltes auch Diplom-Kunsttherapeutin Uta Zimmer, die bereits seit 2001 im Auftrag des Sonnenstrahl e.V. an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin tätig ist. „Die Kunsttherapie ist für die Patienten ein Rückzugsort, den sie auf unterschiedlichste Art nutzen“, erklärt die Kunsttherapeutin. „Beim Gestalten können sich die von ihrer Erkrankung verunsicherten Kinder und Jugendlichen wieder neu finden. Wir schaffen ihnen einen Ausgleich, denn vielen fehlt das Sporttreiben oder Toben. Auch können sie beim kreativen Arbeiten herausfinden, was sie trotz der Krankheit noch schaffen können.“ Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist die Therapeutin eng in die medizinischen und pflegerischen Abläufe auf Station und Ambulanz eingebunden. Auch mit den Psychologen, Musiktherapeuten, Erziehern und Lehrern tauscht sie sich aus.

„Immer wieder kommt es vor, dass sich die kleinen Patienten zurückziehen. Das ist angesichts der schweren Krankheit nicht verwunderlich. Dann hilft es mir sehr, sich mit anderen Professionen auszutauschen. Wenn ein allgemeiner Rückzug vorliegt – der sich nicht nur das Angebot der Kunsttherapie bezieht –, können alle Therapeuten gemeinsam Hilfe anbieten“, erläutert die Therapeutin, die die Patienten mit einem Rollschrank verschiedenster Materialien auf den Stationen besucht. Von einem innerlichen Rückzug ist Mika nichts anzumerken. Was im Umgang mit dem Jungen auffällt, ist der Stolz auf die selbst geschaffenen Drachen mit ihren beweglichen Flügeln. „Die im Rahmen der Therapie entstehenden Arbeiten sind immer unterschiedlich. Aber die Kinder entwickeln schnell positive Gefühle für das selbst geschaffene Werk. Dabei hilft auch, dass die Kunst immer verschiedene Interpretationswege zulässt. So legen wir in der Therapie einen besonderen Fokus auf die Stärken der Patienten und festigen sie mental für die weitere Behandlung“, betont Uta Zimmer. „Im Gegensatz zur medizinischen Behandlung, auf die die Kinder ja wenig Einfluss nehmen können, haben die Patienten bei uns aber auch mal die Möglichkeit, ‚nein‘ zu sagen – schon das allein kann ihnen Sicherheit zurückgeben.“

Rudern gegen Krebs
Finanziert wird die Kunsttherapie 2018 durch einen Teil der Erlöse der mittlerweile siebten Dresdner Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“, die am 2. September 2017 vor der Kulisse des Blauen Wunders stattfindet. Initiator ist die „Stiftung Leben mit Krebs“; Kooperationspartner sind das Dresdner Uniklinikum und der Sächsische Elbe-Regattaverein. Bereits 82 Teams haben sich in diesem Jahr angemeldet – noch bis 24. Juli ist das Meldeportal geöffnet. Im Vorjahr kam dank der Teilnehmer, Sponsoren und Gäste der Benefizregatta eine Spendensumme von 25.000 Euro zusammen, durch die drei die Krebstherapie begleitende Projekte am Universitätsklinikum Dresden unterstützt werden können. Damit auch in diesem Jahr eine möglichst hohe Fördersumme ausgeschüttet werden kann, haben auch Nicht-Ruderer die Möglichkeit, unter IBAN DE65 5107 0021 0014 6001 09 (Stiftung Leben mit Krebs / Dresden) zu spenden.

Am Regattatag sitzen jeweils vier Ruderer pro Boot und kämpfen unterstützt von einem erfahrenen Steuermann um die vorderen Plätze der Benefiz-Regatta. Insgesamt fünf Rennklassen – Frauen, Männer, Mixed, Meisterklasse und Klinikcup – gehen an den Start. Das Startgeld setzt sich pro Boot aus 100 Euro Aufwandsentschädigung und 200 Euro Spenden zusammen. Auch an Land wird den Besuchern einiges geboten – Tombola, Bühnen- und Kinderprogramm sorgen für eine unterhaltsame Atmosphäre. Infostände sowie ein weit gefächertes Angebot an Speisen und Getränke runden die Veranstaltung ab.

Die Benefizregatta – eine Initiative der Stiftung Leben mit Krebs – wird bundesweit seit zwölf Jahren in Kooperation mit lokalen Rudervereinen und onkologischen Therapieeinrichtungen ausgetragen. Bisher haben bundesweit insgesamt 81 „Rudern gegen Krebs“-Regatten an 23 Veranstaltungsorten stattgefunden. Auch in diesem Jahr sind die „Rudern gegen Krebs“-Regatten neben Dresden in neun weiteren Städten zu Gast. „Rudern gegen Krebs“ kann nur dank großzügiger Sponsoren und Spender stattfinden. Deshalb suchen die Organisatoren der Dresdner Benefizregatta weitere Unterstützer. Für nähere Informationen steht Projektkoordina­torin Dr. Susanne Engmann unter Telefon: 0351 / 458 50 46 oder  E-Mail: rudern-gegen-krebs@uniklinikum-dresden.de zur Verfügung.

Weiterführende Informationen
www.rudern-gegen-krebs.de
www.uniklinikum-dresden.de
www.sonnenstrahl-ev.org

Spendenmöglichkeit
IBAN DE 65 5107 0021 0014 6001 09
Stiftung Leben mit Krebs / Dresden

Kontakte
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Unternehmenskommunikation
Pressesprecher: Holger Ostermeyer
Telefon: 0351 / 458 4162
E-Mail: presse@uniklinikum-dresden.de