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Neuer Teilnehmerrekord: 384 Hobbysportler rudern am 3. September in Dresden für KrebspatientenVollen Einsatz für die Benefiz-Ruderregatta zeigen Antje Herrmann (Sonnenstrahl e.V.), Ingrid Andersch (SERV), Dr. Engmann und Holger Ostermeyer (Uniklinikum), Dr. Kretzschmar (DIU), Dr. Stölzel (UCC) sowie Klaus Schrott (Stiftung Leben mit Krebs).
25. August 2016

Neuer Teilnehmerrekord: 384 Hobbysportler rudern am 3. September in Dresden für Krebspatienten

„Rudern gegen Krebs“ vereint 96 Vierer-Teams auf der Elbe / Aktionsstand wirbt am 27. August auf dem Dresdner Neumarkt für die Benefizregatta

Bereits das sechste Jahr in Folge steigen am 3. September 2016 vor allem Dresdner Firmenteams in die Boote, um bei der Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ Spenden für Krebspatienten zu sammeln. Die von der Stiftung Leben mit Krebs initiierte Benefiz-Regatta wird in Dresden vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, der Dresden International University sowie dem Sächsischen Elbe-Regattaverein e.V. (SERV) organisiert. Mit einem bunten Rahmenprogramm im Sportzentrum Blasewitz bieten die Organisatoren nicht nur den teilnehmenden Hobbyruderern, sondern auch den Zuschauern ein Unterhaltungsprogramm für die gesamte Familie. Um möglichst viele Zuschauer und Spendende für die Benefizregatta zu gewinnen, werden am Sonnabend, dem 27. August, der Sonnenstrahl e.V., der SERV und das Uniklinikum mit einem Informationsstand auf dem Dresdner Neumarkt vertreten sein. Blickfang ist das vom „Europäischen Institut für postgraduale Bildung“ (EIPOS) gesponserte Vierer-Ruderboot, das am 3. September mit an den Start gehen wird. Wie im Vorjahr kommen die Spenden unterschiedlichen Angeboten für Krebspatienten zugute. Neben einem Sportprogramm für Kinder und Jugendliche, das der Sonnenstrahl e.V. organisiert, sind es auch Yoga- und Kochkurse, die im Universitäts KrebsCentrum des Dresdner Uniklinikums stattfinden.

24.000 Euro erzielte die Benefiz-Regatta im Sommer 2015 – eine Summe, die nach Möglichkeit auch dieses Jahr wieder eingespielt werden soll. Die langjährige Oberbürgermeisterin von Dresden, Helma Orosz, die bereits zum fünften Mal die Schirmherrschaft der Regatta übernimmt, setzt auf die weiter wachsende Strahlkraft der Ruder-Aktion: „Mir liegt die Schirmherrschaft für ‚Rudern gegen Krebs‘ ganz persönlich am Herzen, denn eine Krebserkrankung kann jeden treffen und Sport ist neben einer guten medizinischen Versorgung und einer bewussten und gesunden Ernährung ein wichtiges Element, um seinen Körper gesund zu halten oder wieder gesund zu werden.“

Noch nie waren die Regattaboote so schnell wie in diesem Jahr vergeben: Bis Ende Juli hatten sich 96 Vierer-Teams mit insgesamt 384 Hobby-Ruderern angemeldet. Das bedeutet für Dresden eine neue Höchstmarke. Für jedes Boot nehmen die Organisatoren 300 Euro ein, die sich aus einer 200-Euro-Spende für die Stiftung Leben mit Krebs und 100 Euro Aufwandsentschädigung zusammensetzen. Gestartet wird in unterschiedlichen Wettkampfklassen: Frauen- / Männer- / Mixed-Mannschaften, Klinik-Cup und Meisterklasse. Alle für die Benefiz-Regatta angemeldeten Teams fit zu machen, ist eine Herausforderung, der sich die Elb-Rudervereine zwischen Pirna und Meißen im nunmehr sechsten Jahr stellen. Das vom Sächsischen-Elbe-Regattaverein koordinierte Ausbildungsprogramm mit drei bis vier Trainingseinheiten pro Team wird ebenso vom ehrenamtlichen Engagement der Rudervereine getragen wie der Wettkampfbetrieb selbst. Am 3. September sorgen mehr als 150 Ehrenamtliche dafür, dass die Teams sicher an den Start gehen und die 62 Läufe in dem eng gestrickten Zeitplan reibungslos absolviert werden können.

Die Regatta lebt nicht nur von den Ruder-Teams, die in den Läufen die besten ihrer jeweiligen Klasse ausmachen, sondern auch vom begeisterungsfähigen Publikum. Denn mit diesem Tag wird ein Zeichen für die an Krebs erkrankten Menschen gesetzt. Um noch mehr Zuschauer für Regatta und Rahmenprogramm auf dem Gelände des an der Oehmestraße 1 gelegenen Sportzentrums Blasewitz zu gewinnen, gibt es am Sonnabend, dem 27. August, einen Aktionsstand auf dem Dresdner Neumarkt. Dort informieren nicht nur das Uniklinikum und der SERV über den Regattatag, sondern Mitglieder des Sonnenstahl e.V. geben gegen eine Spende mit Helium gefüllte Luftballons ab. Die mit einer Karte versehenen Ballons werden in den Himmel steigen und können den Absendern oder Findern der Karte Glück bringen. Denn unter den an die Stiftung Leben mit Krebs zurückgesandten Karten wird als Hauptpreis ein Tablet-PC verlost. Diese Aktion ist Teil eines Luftballonwettbewerbs der Stiftung, der im Zusammenhang mit den Benefizregatten an mehreren Orten stattfindet.

Am Sonnabend, dem 3. September können sich die Zuschauer dann vor der Kulisse des Blauen Wunders sowohl mit dem Geschehen auf dem Wasser, als auch mit dem Rahmenprogramm an Land gut unterhalten. Vom Start des ersten Rennens um 9.30 Uhr bis zur Siegerehrung gegen 17.00 Uhr warten auf dem Gelände des Sportzentrums Blasewitz Stände der Sponsoren und Kooperationspartner wie der Stiftung Leben mit Krebs, des Uniklinikums, der Dresden International University, der Techniker Krankenkasse, des Europäischen Collegs für Osteopathie, des dm-Drogeriemarkts, von Merck sowie der Dresden Titans auf Gäste. Sie informieren rund um die Themen Bildung, Sport, Prävention und Krebs. Weitere Aktionen runden das Programm ab. Dazu gehören beispielsweise eine Tombola mit attraktiven Preisen für Groß und Klein, Ruderergometer, Massage sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Tanzdarbietungen und aktuellen Interviews. Unterhaltung für die ganze Familie bieten zudem ein Kinderspielparadies mit Hüpfburg, Sport- und Spielgeräten, Kinderschminken sowie mit einem Clown. Im Blutspende-Mobil des Deutschen Roten Kreuz´ kann nicht nur Blut gespendet, sondern auf Wunsch auch eine Typisierung für die Deutsche Stammzellspenderdatei DSSD Ost vorgenommen werden. Zur Siegerehrung werden August der Starke in einer historischen Gondel und der Fanfarenzug Dresden erwartet.

Mit den Erlösen werden Yoga- und Kochkurse sowie ein Skikurs finanziert
Das gesammelte Geld wird in diesem Jahr drei Projekten zur Verfügung gestellt. Zum einen werden die Yogakurse für Brustkrebs-Patientinnen des Uniklinikums fortgeführt. Das zweite am Klinikum angesiedelte Programm startet Ende September und richtet sich an Krebspatienten und ihre Partner. Im Rahmen der Aktion „Aktiv in der Nachsorge“ bietet das Präventions- und Bildungszentrum des Universitäts KrebsCentrums Dresden (UCC) die ersten Kurse eines neu konzipierten Ernährungsprogramms für Patienten an, die ihre Krebstherapie abgeschlossen haben und sich in der Nachsorge befinden. Da es in dieser Phase besonders wichtig ist, durch einen gesunden Lebensstil wieder Kraft und Lebenszufriedenheit zu gewinnen, bietet der Kurs den Betroffenen und ihren Partnern Hilfen an, Wege zu einer ausgewogenen und gesunden Kost zu finden. Ziel ist es, das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden zu fördern. Gerade während und nach der Krebsbehandlung kann dies den weiteren Genesungsprozess unterstützen.

Jugendliche können trotz körperlicher Einschränkungen Skifahren lernen
Erstmals durch die Erlöse der Benefiz-Regatta gefördert wird ein Nachsorge-Projekt des Sonnenstrahl e.V. Dresden, das ehemals an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt. „Wir möchten mit den Geldern aus der Veranstaltung ‚Rudern gegen Krebs‘ unser AktivCamp für ehemalige Patienten im Februar 2017 finanzieren. 14 ehemals an Krebs erkrankte Jugendliche bekommen unter anderem die Möglichkeit, trotz körperlicher Einschränkungen das Skifahren zu erlernen. Das Stärken des Selbstbewusstseins, der Glaube an die eigenen körperlichen Fähigkeiten und das Miteinander sind wichtige Erfahrungen, von denen die Jugendlichen noch lange Zeit nach dem Camp profitieren“, sagt Antje Herrmann, Geschäftsführerin des Sonnenstrahl e.V..

Statement von Klaus Schrott, Vorstandsvorsitzender Stiftung Leben mit Krebs
„Mit der Umsetzung der Benefizregatten „Rudern gegen Krebs” war stets auch die Idee der körperlichen Bewegung und der sportlichen Aktivität für Patienten mit Krebserkrankungen verbunden. Durch die Regatta-Veranstaltungen hat die Stiftung es geschafft, Sport und Bewegung als sinnvolle onkologische Therapie bekannt zu machen und dies vielerorts schon als festen Bestandteil etabliert. Mit den Einnahmen aus Startgeldern der Benefizregatten und den Zuwendungen von Spendern und Sponsoren unterstützt die Stiftung Leben mit Krebs seit 2005 Sportprojekte in onkologischen Zentren in Deutschland. Aktuell werden 24 Sportprojekte unterstützt. Die Zielsetzung der Förderprojekte der Stiftung Leben mit Krebs war dabei immer: Patienten mit Krebserkrankung, unabhängig von ihrer sozialen Situation, den Zugang zu einem regelmäßigen, medizinisch kontrollierten Sportangebot zu ermöglichen und damit zu helfen, therapiebedingte Nebenwirkungen zu vermindern, Wege aus der sozialen Isolation zu öffnen und mehr Lebensqualität zu schaffen. Wir sind stolz, dass wir auch dank der Unterstützung durch die Institutionen vor Ort allein im vergangenen Jahr zwölf Regatten mit 3.820 Teilnehmern – das waren 955 Teams – ausrichten konnten. Dabei haben über 1.600 freiwillige Helfer für einen reibungslosen und sicheren Ablauf gesorgt.“

Statement von Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums
„Ein gesundes Körpergewicht sowie eine nährstoffreiche Ernährung in Verbindung mit einem aktiven Lebensstil – das ist auch für Krebspatienten wichtig, um langfristig Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern. Mit dem vom Universitäts KrebsCentrum initiierten Projekt ‚Aktiv in der Nachsorge‘ und dem in diesem Rahmen startenden Ernährungsprogramm erweitert das Universitätsklinikum seinen Handlungsspielraum um eine weitere Facette. Denn die Aufgabe eines Krankenhauses der Maximalversorgung beschränkt sich eigentlich darauf, durch Operationen und medikamentöse Therapie Tumore zu entfernen oder einzudämmen. Wir möchten jedoch, dass die Erfolge der Behandlungen so nachhaltig wie möglich sind. Und dabei spielt eben auch der Lebensstil der Patienten nach der eigentlichen Therapie eine wichtige Rolle. Das Präventions- und Bildungszentrum des Universitäts KrebsCentrums Dresden hat deshalb nicht einfach einen Kochkurs konzipiert, sondern ein Angebot, das gezielt die Partner der Tumorpatienten einbezieht. Denn die psychosoziale Dimension spielt ganz besonders bei der Nachsorge und der Gestaltung des Lebens nach überstandener Krebserkrankung eine entscheidende Rolle. Dadurch ist der im neuen Projekt des KrebsCentrums genutzte Ansatz richtungsweisend. Doch um solche Projekte auf den Weg zu bringen, ist die Hochschulmedizin Dresden auf finanzielle Unterstützung durch Spenden angewiesen. Deshalb engagieren wir uns für die Benefiz-Regatta und freuen uns über die große Resonanz in der Bevölkerung und bei den Sponsoren.“

Statement von DIU-Geschäftsführer Dr. Reinhard Kretzschmar
„Als die Dresden International University (DIU) 2011 die Initiative für die Benefizregatta in Dresden ergriff, waren die Resonanz und der nachhaltige Erfolg keineswegs sicher. Eines war jedoch klar: Das Anliegen der Veranstaltung ist zeitlos und bedarf einer stabilen Basis für Vorbereitung und Durchführung. Dies war Konsens derer, die damals den ersten Versuch wagten – die Stiftung Leben mit Krebs selbst, das Uniklinikum, die Hauptsponsoren … und auch die DIU. Eine besondere inhaltliche Motivation für dieses Engagement gab es durch unseren Studiengang ‚Palliativmedizin‘. Denn wir wollten nicht nur Menschen akademisch weiterbilden, sondern etwas Konkretes selbst dazu beitragen. Heute ist ‚Rudern gegen Krebs‘ ein fester Termin im Kalender der Dresden International University und vieler Mitarbeiter und Studierender. Auch zukünftig werden wir dabei sein und weitere Freunde und Förderer für die Benefizregatta werben. Der Kreis, der sich dem Geist und Zweck von ‚Rudern gegen Krebs‘ verschreibt, kann nicht groß genug sein.“

Rudern gegen Krebs
Die Benefiz-Regatta – eine Initiative der Stiftung Leben mit Krebs – wird bundesweit seit elf Jahren in Kooperation mit lokalen Rudervereinen und onkologischen Therapieeinrichtungen ausgetragen. Bisher haben insgesamt 75 „Rudern gegen Krebs“-Regatten in 23 deutschen Städten mit über 20.000 Teilnehmern stattgefunden. Auch in diesem Jahr sind die „Rudern gegen Krebs“-Regatten neben Dresden in zehn weiteren Städten zu Gast.

Unterstützer werden weiterhin gesucht
„Rudern gegen Krebs“ kann nur dank großzügiger Sponsoren und Spender stattfinden. Deshalb suchen die Organisatoren der Dresdner Benefizregatta weitere Unterstützer. Nähere Informationen gibt Dr. Susanne Engmann, Telefon: 0351 / 458 50 46, E-Mail rudern-gegen-krebs@uniklinikum-dresden.de oder auf www.rudern-gegen-krebs.de.

Kontakte
Stiftung Leben mit Krebs
                                    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Projektkoordinator                                               
Stefan Grünewald-Fischer                                    Dr. Susanne Engmann
Tel.: 06134 / 753 81 37                                         0351 / 458 50 46
E-Mail:info@stiftung-leben-mit-krebs.de          rudern-gegen-krebs@uniklinikum-dresden.de
www.rudern-gegen-krebs.de                               www.uniklinikum-dresden.de

Sonnenstrahl e.V. Dresden
Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche
Geschäftsführerin
Antje Herrmann
Tel.: 0351 459 61 61
E-Mail: A.Herrmann@sonnenstrahl-ev.org
www.sonnenstrahl-ev.org