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Neue Angiographie-Plattform weist Radiologen intuitiv und schonend den Weg durch den KörperProf. Ralf-Thorsten Hoffmann, stellvertretender Direktor des Instituts für Radiologische Diagnostik sowie Prof. Jennifer Linn, Direktorin des Instituts für Neuroradiologie, behandeln Patienten mit der innovativen Angiographieanlage.
22. Februar 2017

Neue Angiographie-Plattform weist Radiologen intuitiv und schonend den Weg durch den Körper

Weltpremiere in Dresden: modernste Technologie und Software optimiert Katheter-Eingriffe über die Blutgefäße

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden gehört zu den weltweit ersten Kliniken, die die von Philips entwickelte Angiographie-Plattform „Azurion“ im regulären Betrieb nutzt. Um Ärzten anderer Krankenhäuser die Leistungsfähigkeit der neu entwickelten Gerätegeneration zu demonstrieren, findet am heutigen Mittwochnachmittag (22. Februar) die offizielle Präsentation des Geräts für das Anwendungsgebiet der interventionellen Radiologie im Dresdner Uniklinikum statt. Bei den über die Gefäße vorgenommenen Eingriffen profitieren Patienten wie Radiologen mehrfach. Die neue Anlage liefert Bilder in höchster Auflösung und ist dennoch strahlungsärmer als die vorhergehende Gerätegeneration. Dank eines eigens für die „Azurion“-Plattform entwickelten, leistungsstarken Betriebssystems verringern sich die Eingriffs- und Wartezeiten, da unterschiedliche Anwendungen parallel genutzt werden können. Zudem lassen sich die Anlage sowie die gewünschten Anwendungen über einen Touch-Screen steuern. Die intuitive Bedienung und der Monitor mit einer Bilddiagonale von knapp 1,5 Metern erleichte rn die Arbeit der Ärzte ebenso wie die räumliche Darstellung und die vielen zusätzlichen Funktionen – etwa die Möglichkeit einer Navigation durch das Gefäßsystem oder das Messen des Blutflusses.

„Mit der neuen Angiographie-Anlage verfügt das Universitätsklinikum über die derzeit modernste Gerätegeneration der interventionellen Radiologie. Dass uns der Hersteller eines der ersten Geräte geliefert und als Gastgeber der Weltpremiere ausgewählt hat, ist ein Beleg für das große Vertrauen und die Expertise, die das Klinikum auf diesem Gebiet hat“, sagt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums. Neben der Versorgung von Gefäßpatienten nutzen die Radiologen die Anlage schwerpunktmäßig in der Krebstherapie für Kathetereingriffe. Von der neuen Angiographie-Plattform profitiert zudem das Institut für Neuroradiologie, in dem es auf zusätzliche Kapazitäten zur Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten zurückgreifen kann.

So eine Stimmung hat es in den Räumen der Radiologie des DINZ mit Sicherheit noch nie gegeben: Eingetaucht in kräftige Rot- und Blautöne traten eine Geigerin und ein Rapper vor dem neuen Gerät auf. Erst nach der zehnmiütigen Show wurde der Monitor mit einem Bilddurchmesser von 150 Zentimetern vor den geladenen Gästen enthüllt.

So eine Stimmung hat es in den Räumen der Radiologie des DINZ mit Sicherheit noch nie gegeben: Eingetaucht in kräftige Rot- und Blautöne traten eine Geigerin und ein Rapper vor dem neuen Gerät auf. Erst nach der zehnminütigen Show wurde der Monitor mit einem Bilddurchmesser von 150 Zentimetern vor den geladenen Gästen enthüllt.

„Die hochmoderne Bildgebung ist ein wichtiges Element bei der Versorgung von Krebspatienten, das die führende Position der Dresdner Hochschulmedizin in der Tumortherapie auch ausstattungsseitig unterstreicht. Mit dieser Angiographie-Plattform erfolgt die Krankenversorgung auf höchstem technologischem Niveau. Dies weiter zu optimieren, ist Aufgabe der Forschungsinfrastruktur, die derzeit durch den Aufbau des Partnerstandorts Dresden des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen entsteht: Ab 2019 werden in unmittelbarer Nachbarschaft des Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrums Wissenschaftler innovative Formen der Bildgebung zur besseren Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen entwickeln“, so Wilfried Winzer weiter.

Die innovative Angiographie-Anlage von Philips setzt am Dresdner Uniklinikum neue Impulse in der Versorgung schwerstkranker Patienten. Dafür sorgt unter anderem die Navigationsfunktion. Sie weist den Radiologen den Weg durch das Gefäßsystem zu den zu behandelnden Körperregionen. „Die extrem gute Bildqualität lässt uns beispielsweise erkennen, wo wir eine Metastase genau treffen müssen, um sie mit einem Embolisationsverfahren vollständig zerstören zu können,“ sagt Prof. Ralf-Thorsten Hoffmann, Leiter des Bereichs Interventionelle Radiologie am Institut für Radiologie des Dresdner Uniklinikums. Während des Eingriffs liefert die Angiographie-Plattform dreidimensionale Bilder, durch die sich die dargestellten Organe von allen Seiten betrachten lassen. Nach Einschätzung der Radiologen erreichen sie dadurch nahezu die Qualität von Aufnahmen eines Computertomographen (CT). Auch der Blutfluss einzelner Gefäße lässt sich mit dem neuen Gerät bestimmen. Dies nutzt das Team der interventionellen Radiologie unter anderem dazu, um Eingriffe an den Gefäßen vorzunehmen, die den zweiten Einsatzschwerpunkt bilden. Die Spezialisten halten unter anderem mit Stents Gefäße offen, die zu verstopfen drohen oder unterstützen Gefäßchirurgen, in dem sie nach der Implantation großer Gefäßprothesen möglicherweise auftretende Undichtigkeiten verschließen.

Ein über dem Patienten beweglicher Monitor mit einer Bilddiagonale von knapp 1,5 Metern hilft den Radiologen, die Angiographie-Anlage schnell und präzise zu bedienen. Auf ihm sind neben den Röntgenaufnahmen alle relevanten Informationen zu sehen. Zusammen mit einer intuitiven Steuerung, deren Benutzeroberfläche einem Tablet-PC oder einem Smartphone ähnelt, sorgt der Hersteller für höchstmögliche Patientensicherheit.

Interventionelle minimal-invasive Eingriffe, die dank modernster Angiographieanlagen zunehmend an Bedeutung gewinnen, haben für Patienten entscheidende Vorteile: Es sind keine großen Schnitte nötig, was weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung bedeutet. Davon profitieren vor allem ältere Patienten, für die eine konventionelle Operation ein zu großes Risiko darstellen würde. „Azurion“ stellt für  Philips die wichtigste Produkteinführung im Bereich der bildgeführten Therapie in der Geschichte des Unternehmens dar. Sie ist das Ergebnis einer siebenjährigen Entwicklungszeit, in der Philips eng mit einem internationalen und interdisziplinären Expertenteam zusammengearbeitet hat. Mit dem neuen Gerät können auf diese Eingriffe spezialisierte Krankenhäuser wie das Dresdner Uniklinikum das Potenzial interventioneller minimal-invasiver Verfahren voll ausschöpfen. Die nun erstmals der Weltöffentlichkeit präsentierte „Azurion“-Plattform hat in der Testphase ihre Leistungsfähigkeit, Benutzerfreundlichkeit und insbesondere ihre Stärken in der Verbesserung von Arbeitsabläufen weltweit bereits in 20 führenden Krankenhäusern bei über 2.000 Eingriffen unter Beweis gestellt.

Prof. Jennifer Linn, Direktorin des Instituts für Neuroradiologie, erklärt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums, die innovativen Funktionen der neuen Angiographieanlage.

Prof. Jennifer Linn, Direktorin des Instituts für Neuroradiologie, erklärt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums, die innovativen Funktionen der neuen Angiographieanlage.

Kontakte für Journalisten

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Institut für Radiologische Diagnostik
Prof. Dr. med. Ralf-Thorsten Hoffmann
Tel.: 0351 458 51 15
E-Mail:
www.uniklinikum-dresden.de/rad