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Krisensituation auf dem Campus: Uniklinikum ist gut gerüstet
26. Januar 2019

Krisensituation auf dem Campus: Uniklinikum ist gut gerüstet

Großübung mit über 200 Beteiligten / Klinik, Polizei und Feuerwehr proben Zusammenarbeit / Struktur und Organisation von Chirurgischer Notaufnahme bewährt sich

Innerhalb kurzer Zeit umstellen Einsatzkräfte der Polizei am Sonnabendvormittag (26. Januar) das neu errichtete Chirurgische Zentrum (Haus 32) des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden. Auch Einsatzwagen der Feuerwehr bestimmen zwischen 11 und 14 Uhr das Bild auf dem Klinikumsgelände. Die von langer Hand vorbereitete Großübung hat das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Uniklinikum Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zu stärken, indem zwei Szenarien von möglichen Gefahrenlagen möglichst authentisch durchgespielt werden. Das Resümee fällt positiv aus: Sowohl die Krankenhauseinsatzleitung des Uniklinikums wie die Einsatzstäbe von Polizei und Feuerwehr ziehen nach der insgesamt fünfstündigen Übung eine positive Bilanz. Die an diesem Tag gesammelten Erfahrungen gaben allen Beteiligten dennoch wertvolle Hinweise, wie sich das Vorgehen im Detail optimieren lässt. – Überraschend kommt das nicht: Pflegepersonal, Ärzte, Verwaltungsmitarbeiter und Einsatzkräfte betreten im Vorfeld der kompletten Inbetriebnahme von Haus 32 Neuland: Das Chirurgische Zentrum geht derzeit schrittweise in Betrieb: Die ersten Stationen sind in dieser Woche eingezogen und der OP-Trakt mit 17 hochmodernen Operationssälen sowie die Chirurgische Notaufnahme folgen im März.

„Bereits bei der Planung des neuen Chirurgischen Zentrums haben wir darauf geachtet, dass auch im Falle sehr unwahrscheinlicher Situationen die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter bestmöglich sichergestellt wird. Dazu gehört die rund um die Uhr gewährleistete Präsenz des Sicherheitsdienstes, für deren Mitarbeiter im Eingang ein eigener Bereich geschaffen wurde. Um diese und weitere bauliche wie organisatorische Maßnahmen zu testen, haben wir die Übung anberaumt. Unser Dank gilt auch Polizei und Feuerwehr, die uns von Anfang an bei diesem Anliegen unterstützt haben. Die Erfahrungen aus der Übung gibt uns allen das gute Gefühl, so gut wie möglich auf Gefahrensituationen vorbereitet zu sein“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums.

In beiden Übungsszenarien geht es um Situationen in der neuen Chirurgischen Notaufnahme. Dabei werden Patienten beziehungsweise Angehörige sowie Klinikumsmitarbeiter bedrängt und schließlich kommt es auch zu Tätlichkeiten. Bei einem Szenario ist der Täter bewaffnet und verschanzt sich im hinteren Bereich der Notaufnahme. In beiden Situationen üben die Beteiligten, wie die Polizei alarmiert wird, sich Mitarbeiter und Patienten in Sicherheit bringen und danach die betroffenen Bereiche evakuiert werden können. Auch der Fall, dass es Verletzte gibt, wird bei der Übung durchgespielt. Sie werden in der konservativen Notaufnahme im Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrum zusätzlich zum regulären Betrieb versorgt. Diese innerklinischen Abläufe konnten in der neuen Konstellation von Haus 32 erstmals geübt werden. Wie in solchen Krisensituationen üblich, wird die Krankenhauseinsatzleitung (KEL) einberufen. Vertreter des Klinikumsvorstandes, Ärzte, der Katastrophenschutzbeauftragte sowie Mitarbeiter aller in dieser Situation relevanten klinikumsinternen Verwaltungsbereiche kommen zusammen, um die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren.

Die Polizei übt am Sonnabend, wie Einsatzkräfte das Chirurgische Zentrum sichern können, den Täter aufspüren und in Gewahrsam nehmen. Im Rahmen der Übung werden auch Spezialkräfte der Dresdner Feuerwehr gerufen, denn das Szenario simuliert, dass die Gasversorgung beschädigt wurde. In diesem Rahmen wird es auch notwendig, die im darüber liegenden Stockwerk befindliche Intensivstation zu evakuieren. Sie ist derzeit noch nicht in Betrieb, die bei einer Evakuierung notwendigen Maßnahmen werden jedoch bereits im Vorfeld der Inbetriebnahme realitätsnah geübt.

Von Seiten des Dresdner Uniklinikums sind am Sonnabendvormittag gut 100 Personen an der Übung beteiligt. Dies sind vor allem Pflegekräfte, Ärzte, Verwaltungspersonal und der Sicherheitsdienst. Ebenfalls dabei sind Studierende der Medizinischen Fakultät, weitere Freiwillige sowie mehrere Hilfsorganisationen, die unter anderem das Schminken der vermeintlichen Verletzten übernehmen. Die Polizei ist mit knapp 90 Personen vor Ort – darunter ein Viertel Einsatzkräfte – sowie die Feuerwehr mit 20 Einsatzkräften.

Kontakt
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