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Uniklinikum erneut als umweltfreundliches Krankenhaus ausgezeichnetProf. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (rechts) und Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. (Mitte) übergaben die Auszeichnung an die Umweltbeauftragte des Uniklinikums, Monika Brandt (links).
20. Mai 2016

Uniklinikum erneut als umweltfreundliches Krankenhaus ausgezeichnet

„Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.“ vergibt Preis „Das ökologische Krankenhaus“ nach Dresden

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden setzt auch bundesweit Maßstäbe beim Umweltschutz: Dank der innovativen Konzepte und einer fachbereichsübergreifenden Koordination ist es dem Krankenhaus der Maximalversorgung gelungen, die benötigten Ressourcen trotz seines Wachstumskurses sparsam und umweltschonend einzusetzen. Nach dem Gewinn des vom Sächsischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Umwelt vergebenen Sächsischen Umweltpreises 2015 zeichnet die „Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.“ das Umwelt-Engagement des Uniklinikums mit dem ersten Preis des Wettbewerbs „Das ökologische Krankenhaus“ in der Kategorie „mittelgroße Kliniken“ aus. Der Preis wurde  am Donnerstag (19. Mai 2016) in den Räumen des Bundesamts für Naturschutz in Bonn überreicht. Die Stiftung würdigt damit die zahlreichen Projekte, mit denen es dem Universitätsklinikum gelingt, den Verbrauch an umweltrelevanten Ressourcen wie Energie und Verbrauchsmaterialien so effizient wie möglich zu gestalten.

Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der „Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.“ hob in seiner Laudatio hervor, dass sich alle Preisträger in herausragender Weise in ganzheitlichem und ökologischem Sinne engagiert haben. Vor allem die ersten Preisträger in den drei Kategorien seien insbesondere durch ihre zum Teil hohen Energieeinspareffekte aufgefallen, die letztendlich auch ausschlaggebend für die Vergabe der Preise gewesen seien.

Mit jährlich rund 330.000 stationär, tagesklinisch sowie ambulant versorgten Patienten und als einer der größten Arbeitgeber in der Region ist es für das Dresdner Uniklinikum eine besonders große Herausforderung, den Ressourcenverbrauch trotz weiteren Wachstums zu senken oder unterdurchschnittlich steigen zu lassen. Denn das Klinikum steht in einer hohen Verantwortung – gegenüber seinen Patienten und als regionaler Wirtschaftsfaktor. „Ungeachtet dessen sehen wir uns in der Pflicht, ökologische und ökonomische Unternehmensziele intelligent miteinander zu verbinden. Dafür gibt es aber kein Patentrezept, das sich per Handstreich erfolgreich umsetzen lässt. Deshalb haben wir uns früh für das Konzept entschieden, Umweltthemen von einem fachbereichsübergreifenden Team koordinieren zu lassen. Denn was am Uniklinikum in der Krankenversorgung seit über 15 Jahren hervorragend funktioniert, ist ein gutes Vorbild für andere Aufgabenbereiche. Dank eines engagierten, sehr eigenständig agierenden Teams haben positive Ergebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Darauf sind wir als Vorstand ebenso stolz wie auf den von der Stiftung verliehenen Preis“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums.

Abschaltung von OP-Klimaanlagen in betriebsfreier Zeit spart viel Energie
Mit einem deutschlandweit einmaligen Leuchtturmprojekt zum ressourcenschonenden Umgang mit Energie bewies das Dresdner Uniklinikum, dass Energieeffizienz auch im hochsensiblen Bereich der Operationssäle unter Berücksichtigung der dort geltenden hohen Anforderungen an die Raumluftqualität ohne Abstriche realisierbar ist. Durch die bedarfsabhängige Abschaltung von Klimaanlagen in der operationsfreien Zeit werden derzeit in elf OP- Sälen rund 90.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr eingespart. Die Ergebnisse dieses „Dresdner Modells“ fanden großes Interesse in der Fachwelt. Zahlreiche andere Klinikbetreiber haben sich bereits vor Ort über Umsetzungsdetails informiert. Dieses Projekt spielte deshalb auch eine wichtige Rolle bei der Begründung der Jury für die Preisvergabe.

Weitere Informationen
www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/jahresberichte/ukd-umweltbericht-2014-2015.pdf
www.stiftung-oekologie-u-demokratie.de

Kontakt für Journalisten
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Zentralbereich Krankenhaushygiene und Umweltschutz
Monika Brandt, Umweltbeauftragte
Tel.: 0351 458 3680
E-Mail: