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Mit innovativen Konzepten eigene Position stärken und in der Region Versorgungsgerechtigkeit schaffen
27. August 2021

Mit innovativen Konzepten eigene Position stärken und in der Region Versorgungsgerechtigkeit schaffen

Jahresbericht des Uniklinikums stellt fünf Visionen für eine zukunftsfeste Krankenversorgung in der Lausitz vor. Auf konsequenter Digitalisierung basierende Versorgungs- und Therapiestrategien sorgen für Entwicklungsimpulse. Initiativen zur Weiterentwicklung der Hochschulmedizin Dresden sichern langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Neuland erobern“ lautet der Titel des in dieser Woche vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden herausgegeben Jahresberichts 2020. Im Mittelpunkt der 100-seitigen Broschüre stehen fünf Visionen für moderne, auf einer konsequenten Digitalisierung beruhende Versorgungs- und Therapiestrategien. Sie sollen den anstehenden Wandel in der Gesundheitsversorgung begleiten. Der Fokus dieser Initiativen liegt auf den ländlich geprägten Regionen, die für alle Generationen attraktiv bleiben müssen. Im Hinblick auf den sich weiter verschärfenden Wandel der Lausitzer Braunkohleregion will das Uniklinikum deshalb gemeinsam mit Partnern vor Ort hochschulmedizinisches Neuland betreten. Diese Innovationen verleihen nicht nur wichtige Entwicklungsimpulse für die Region, sondern tragen auch zur Weiterentwicklung der Hochschulmedizin Dresden bei. Ziel ist es, das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät der TU Dresden voranzubringen. Nur so bleiben beide Institutionen langfristig wettbewerbsfähig und können weiterhin ihrer Rolle als exzellenter Standort für Krankenversorgung, Forschung und Lehre sowie als wichtiger Arbeit- und Impulsgeber für die Region gerecht werden.

Der Jahresbericht 2020 des Dresdner Uniklinikums präsentiert fünf ganz unterschiedliche Visionen für die Lausitz. Den Anfang macht das Beispiel des Biopharming: Aus Tabakpflanzen werden Antikörper zur Therapie von neurodegenerativen oder stoffwechselbedingten Erkrankungen prozessiert. In dem Kapitel zum „Europäischen Kolleg für Heilberufe“ wird die Vision einer Institution skizziert, die für die Region eine neue Generation Pflegender ausbildet, deren akademische Fähigkeiten künftig die Innovationsschübe in der Medizin begleiten soll. Im Jahresbericht vorgestellt werden weiterhin das „Med-Tech-Zentrum Saxony“, das digitale Medizinanwendungen für mehr Versorgungsgerechtigkeit in ländlichen Regionen entwickelt, oder das „Versorgungsnetzwerk Lausitz“, das standortunabhängige Lösungen für die universitäre Spitzenmedizin offeriert. Das ebenfalls für die Region vorgesehene „Managementzentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene“ soll schließlich neue Strategien entwickeln, um Epidemien wirksamer als bisher zu begegnen.

„Mit diesen Visionen wollen wir den anstehenden Wandel in der Gesundheitsversorgung aktiv gestalten“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums: „Dabei gehen wir davon aus, dass der Ballungsraum Dresden robust genug ist, die notwendigen Umbrüche in Eigenregie zu meistern. Die ländlich geprägte Lausitz dagegen benötigt mehr Unterstützung, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten und attraktiv für alle Generationen zu bleiben. Um das zu schaffen, gilt es, Neuland zu erobern. Die Hochschulmedizin Dresden möchte dieses ambitionierte Vorhaben ganz gezielt begleiten.“

Auch im Berichtsjahr 2020 konnte das Dresdner Uniklinikum die Erlöse aus Krankenhausleistungen vor allem durch Preisanpassungen moderat steigern. Diese Zuwächse blieben jedoch unter dem zu verzeichnenden Anstieg des Personal- und Sachaufwands. Zudem sorgte die Corona-Pandemie dafür, dass sich die dynamische Leistungsentwicklung der Vorjahre nicht fortsetzen ließ: Im Vergleich zu 2019 verringerten sich die stationären Leistungen aufgrund der notwendigen Vorhaltung von Betten für SARS-CoV-2-infizierte Patientinnen und Patienten. Dadurch mussten zahlreiche elektive Eingriffe verschoben werden. Um diese Rückgänge zu kompensieren, beschlossen Bundes- und Landesregierung zahlreiche Maßnahmen – etwa die Leerbettenpauschale und zusätzliche Vergütungen, um pandemiebedingte Mengen- und Preissteigerungen abzufedern. „Trotz dieser finanziellen Hilfen sowie weiterer Gegensteuerungsmaßnahmen ließen sich die gestiegenen Aufwendungen für Personal und Sachbedarf nur teilweise kompensieren“, sagt Frank Ohi, der im April 2021 die Position des Kaufmännischen Vorstands übernommen hat. Der Jahresbericht des Dresdner Uniklinikums weist für das Geschäftsjahr 2020 ein Betriebsergebnis vor investitionsbedingten Effekten in Höhe von -5,6 Millionen Euro aus. Das Jahresergebnis beläuft sich auf -9 Millionen Euro.

Link zum Jahresbericht 2020
https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/jahresberichte/ukd_jb20-21-08c_dig.pdf

Kontakt für Medienschaffende
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Holger Ostermeyer, Pressesprecher
Tel. 0351/ 4 58 41 62
E-Mail: pressestelle@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de