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Klinikseelsorger bedanken sich mit einem Vespergottesdienst
23. November 2016

Klinikseelsorger bedanken sich mit einem Vespergottesdienst

Zum fünfzehnjährigen Jubiläum des Ökumenischen Seelsorgezentrums am Uniklinikum kommen am 1. Advent die Bischöfe Timmerevers und Dr. Rentzing

Anlässlich des fünfzehnjährigen Jubiläums vom Ökumenischen Seelsorgezentrum am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden findet zum ersten Advent (Sonntag, 27. November) ab 16.30 Uhr ein Vespergottesdienst in dem symbolkräftigen Bau statt. Mit dem Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, und dem evangelischen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing nehmen die höchsten Kirchenvertreter Sachsens an dem Gottesdienst teil. Im Rahmen dieser christlichen Vesper möchten sich die vier am Universitätsklinikum tätigen Seelsorger speziell bei denjenigen Menschen bedanken, die sie mit ihrer alltäglichen Arbeit unterstützen. Seit 2001 ist der Kirchenbau ein Ort für Patienten, deren Angehörige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums sowie Gästen. Das Haus steht allen Menschen offen zur inneren Einkehr und gibt ihnen den schützenden Raum um zu hoffen, sich zu trösten aber auch um zu trauern. Mehrmals in der Woche und zu jedem kirchlichen Feiertag laden die Seelsorger zu christlichen Andachten ein. Damit ist das Seelsorgezentrum zum festen Bestandteil des Dresdner Uniklinikums geworden.

„Für uns ist es wichtig, mit einem solchen Vespergottesdienst einen Höhepunkt für die Seelsorge am Universitätsklinikum zu schaffen und vielen Menschen zu zeigen, was in diesem Haus passiert“, sagt der evangelische Werner Rudloff stellvertretend für die beiden katholischen Krankenhauseelsorger Peter Brinker und Josef Tammer sowie Pfarrer Michael Leonhardi. Denn ein Großteil ihrer Zeit sind die vier Seelsorger direkt am Bett von Patienten. Dazu sind sie sieben Tage die Woche rund um die Uhr ereichbar. Trotzdem ist es wichtig, dass es ein würdiges wie repräsentatives Haus für das kirchliche und spirituelle Leben am Universitätsklinikum gibt. Mehrmals wöchentlich finden hier Andachten statt und zu jedem Sonntag sowie den kirchlichen Feiertagen werden Gottesdienste gefeiert. Zu den Gästen zählen nicht ausschließlich Patienten, deren Angehörige und Klinikumsmitarbeiter: Auch ehemalige Patienten und Anwohner haben das Gebäude und den die Geborgenheit der Arche symbolisierenden Raum der Stille für sich entdeckt. Zudem kommen regelmäßig Medizinstudierende in dem Ökumenischen Seelsorgezentrum zusammen und feiern beispielsweise Taizé-Andachten. Mit Michael Leonhardi, der viele Jahre Studenten­pfarrer in Dresden war, haben sie einen Ansprechpartner, mit dem sie auch einmal im Jahr einen Dankgottesdienst zu Ehren der Körperspender vorbereiten. Ohne diese Verstorbenen könnten sie einen wichtigen Teil ihres Studiums nicht absolvieren, bei dem es um die direkte Begegnung mit der Anatomie des Menschen geht.

Die Predigt des Vespergottesdienstes zum ersten Advent hältder evangelische Landesbischof  Dr. Rentzing, der in diesem Rahmen auch seine an den folgenden Tagen stattfindenden Visitationen der Seelsorgedienste eröffnet. Bischof Timmerevers wird die Gäste der Vesper mit einem Grußwort willkommen heißen.

Das Seelsorgezentrum braucht als Gebäude und als Institution auch die Unterstützung vieler fleißiger Hände. Sie helfen den vier Seelsorgern dabei, ihre Aufgaben zu erfüllen und sie stellen sicher, dass die Gäste des Gotteshauses eine ansprechende Atmosphäre vorfinden. Deshalb werden bei dem Vespergottesdienst unter anderem die Gärtner des Uniklinikums gewürdigt, die jeden Freitag den Altar mit frischem Grün vom Klinikumsgelände dekorieren, sowie Handwerker und Objektmanager, die sich um die Reparaturen kümmern oder die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, die regelmäßig vorbeischauen und dafür sorgen, dass die ersten Besucher schon morgens um sieben Uhr in den Raum der Stille aufsuchen können. Ein Dank geht beispielsweise auch an die Reinigungskräfte oder an die Koordinatorin der „Grünen Damen“ am Uniklinikum. Sie vermittelt den Seelsorgern immer dann Unterstützung, wenn sich einsame Patienten nicht nur spirituellen Beistand sondern darüber hinaus regelmäßige Gesellschaft wünschen. „Wir möchten diese Unterstützung würdigen und uns stellvertretend bei 15 dieser Mitarbeiter anlässlich des Vespergottesdienstes am ersten Advent bedanken“, sagt Pfarrer Rudloff auch im Namen seiner drei Kollegen. Den Rahmen dafür, dass Klinikumsmitarbeiter für das Seelsorgezentrum tätig sein können, schaffen die beiden Vorstände des Universitätsklinikums, Prof. Michael Albrecht und Wilfried Winzer. Sie bekennen sich wie ihre Vorgänger zum Bau und der Aufgabe der seelsorgerischen Betreuung des Klinikums und seiner Patienten.

Die Geschichte des Ökumenischen Seelsorgezentrums
Angeregt durch das damalige Leitungstrio des Dresdner Universitätsklinikums – bestehend aus dem Ärztlichen Direktor Prof. Manfred Wirth, dem Verwaltungs­direktor Dr. Jörg Blattmann sowie dem Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Thomas Herrmann, entstand 1997 die Idee, ein Gebäude für die Seelsorge am Klinikum zu errichten. Ein Verein wurde gegründet, der sich der Aufgabe annahm, ein ökumenisches Seelsorgezentrum zu finanzieren und den Bau auf den Weg zu bringen. Dieses Zentrum wurde auf den Fundamenten der früheren Krankenhaus­kirche errichtet. Genau einhundert Jahre nach dessen Weihe wurde es am 3. Dezember 2001 eingeweiht. In seiner Funktion wie auch in der Architektur repräsentiert es aber viel mehr als einen Wiederaufbau. Das Seelsorgezentrum – entworfen vom Architekturbüro „Kister-Scheithauer-Gross“ (Köln/Dessau) – ist ein Ort des persönlichen Gesprächs, der vertraulichen Kontakte zwischen Menschen, aber auch ein Ort des Zwiegesprächs mit Gott.

Der Raum der Stille ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet – hier ist es möglich, zu sich zu kommen, ein Licht zu entzünden, zu beten und nachzudenken

Kontakt für Journalisten
Evangelische Klinikseelsorge

Werner Rudloff, Michael Leonhardi, Tel. 0351 458 4229
Katholische Klinikseelsorge
Peter Brinker, Josef Tammer, Tel. 0351 458 3929

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Holger Ostermeyer, Pressesprecher
0351 458 4162
E-Mail: pressestelle@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de