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Gefäßambulanz sichert nahtlosen Übergang zwischen Internisten und ChirurgenArbeiten in der Gefäßambulanz des UGC Hand in Hand: Gefäßchirurg Prof. Christian Reeps (links, stellvertretender UGC-Direktor) und Angiologe Prof. Norbert Weiss, Direktor des Universitäts GefäßCentrums (UGC).
10. Juni 2016

Gefäßambulanz sichert nahtlosen Übergang zwischen Internisten und Chirurgen

Neue Räume im Universitäts GefäßCentrum optimieren Schnittstellen-Funktion zwischen ambulanter und stationärer Versorgung

Kürzere und direktere Wege im Universitäts GefäßCentrum (UGC) des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden: Ab sofort werden Gefäßpatienten, die für eine Operation vorgesehen sind, in zusätzlichen Ambulanzräumen betreut. Hierfür richtete das Klinikum zwei zusätzliche Räume in Haus 9 als Teil der Gefäßambulanz ein und stattete sie entsprechend aus. Neben der lange etablierten Versorgung von Patienten mit Erkrankungen von Arterien, Venen und Lymphgefäßen durch internistische Gefäßmediziner sind nun auch Gefäßchirurgen für die Patienten im UGC vor Ort. Vor notwendigen Operationen untersuchen die Spezialisten hier die Patienten, klären sie auf und bereiten sie für die Operationen vor. Auch die ambulante Nachsorge frisch operierter Patienten findet in diesen neuen Räumen statt. Damit verbessert sich die interdisziplinäre vor- und nachstationäre Beurteilung und Versorgung gefäßmedizinischer Patienten. Leiter der neuen gefäßchirurgischen Ambulanz ist der im vergangenen Jahr aus München ans Dresdner Uniklinikum gewechselte Gefäßchirurg Prof. Christian Reeps.

Mit dem bereits vor elf Jahren gegründeten Universitäts GefäßCentrum etablierte das Dresdner Uniklinikum eine fachübergreifende Behandlung aller Gefäßleiden: Welcher Patient wie untersucht und behandelt wird, entscheidet seitdem eine Ärztekonferenz, in der unterschiedlichen Disziplinen – das sind neben der Angiologie, Gefäßchirurgie und Radiologie auch Fächer wie Neurologie und Herzchirurgie – vertreten sind. Im ambulanten Bereich jedoch gab es diese Einheit bisher nicht durchgehend: Für eine OP vorgesehene Patienten oder Patienten mit chirurgischen Problemen mussten sich zum Teil zu den in Haus 59 gelegenen Ambulanzräumen der Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie begeben. Ebenso diejenigen, die nach einem Eingriff im UGC ambulant chirurgisch weiterbetreut werden.

Ziel des Gefäßzentrums ist es aber, Patienten umfassend und interdisziplinär zu betreuen, unabhängig davon, welche Behandlungsform für sie geeignet ist: Also „Gefäßmedizin aus einer Hand“. Die interdisziplinäre Gefäßambulanz ist die zentrale Anlaufstelle für Patienten und Zuweiser, unabhängig von der Art der Gefäßerkrankung und der notwendigen Behandlungsmethode. Dies beinhaltet auch chirurgische Patienten entsprechend auf einen Eingriff vorzubereiten. – Dies ist notwendig, um der zunehmenden Komplexität der Eingriffe gerecht zu werden. Hierzu gehören zum Beispiel Ultraschall-Untersuchungen und ausführliche Patientengespräche. Da die Gefäßpatienten oft betagt und zudem von mehreren Erkrankungen betroffen sind, ist es unter Umständen notwendig, weitere Experten hinzuzuziehen, um eine OP vorzubereiten. Neben Anästhesisten sind dies je nach Schwere der Erkrankungen unter anderem Herzspezialisten und Nuklearmediziner. Die von Prof. Weiss als internistischer Gefäßmediziner und von Prof. Reeps als chirurgischer Gefäßmediziner geleitete Ambulanz stellt dabei eine kontinuierliche und fächerübergreifende Versorgung sicher: Hier arbeiten Spezialisten eng zusammen, die in allen Behandlungsverfahren von Gefäßerkrankungen Erfahrung haben: medikamentöse, katheterinterventionelle und operative Verfahren. Durch diese Personalunion ist es in bestimmten Fällen möglich, Gefäßpatienten früher als bisher aus dem Klinikum zu entlassen. In der Ambulanz werden auch Patienten betreut, die nach einem Eingriff – zum Beispiel Amputationen – an Wundheilungsstörungen leiden.

Schonende OP-Verfahren verbessern die Versorgung von Gefäßpatienten
Um Patienten mit krankhaft veränderten Blutgefäßen jenseits des Herzens so schonend und erfolgsversprechend wie möglich zu versorgen, wendet das Universitäts GefäßCentrum seit langem neben den etablierten, offenen Operationen häufig kathetergestützte Behandlungsverfahren an. Mit der Neuberufung des Gefäßchirurgen Prof. Christian Reeps verfügt das Dresdner Uniklinikum über einen ausgewiesenen Experten für eine Kombination von offen operativen mit katheterinterventionellen Behandlungsverfahren sowie für minimal-invasive, mit einem Katheter vorgenommene Operationen an der Hauptschlagader mit Stents oder Stent-Prothesen.

Die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie operiert seit vergangenem Jahr verstärkt Patienten mit komplexen und gravierenden Gefäßproblemen. Dazu stehen dem Spezialbereich für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie zwei OP-Säle und eine gefäßchirurgisch-medizinische Station mit insgesamt 28 Betten zur Verfügung. Eine wichtige Perspektive für die Gefäßchirurgie bietet das derzeit in Bau befindliche Haus 32. Hier entsteht unter anderem ein Operationssaal, der mit einer speziellen Röntgenanlage zur Darstellung der Gefäße ausgestattet ist. Bis dahin nutzt das Team um Prof. Reeps einen solchen Hy­brid-OP im benachbarten Herzzentrum.

Kontakt für Patienten und Zuweiser
Die interdisziplinäre Gefäßambulanz ist erreichbar unter Telefon:
0351 / 458 2236 oder E-Mail: ugc@uniklinikum-dresden.de.

Für stationäre Aufnahme ist das Patientenmanagement der Klinik ist erreichbar unter Telefon: 0351 / 458 5400 oder E-Mail: klinikportal-vtg@uniklinikum-dresden.de