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Bundesweite Kampagne "Zurück ins Leben" würdigt Leistungen der Intensivmedizin„Die Intensivstation ist ein Schlüsselelement im deutschen Krankenhauswesen, das mit seinen unterschiedlichen Aufgabengebieten und Leistungen viele große operative Eingriffe und Therapien nach schweren Verletzungen und Erkrankungen erst ermöglicht“, erklärt Prof. Thea Koch, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie.
08. Juni 2017

Bundesweite Kampagne "Zurück ins Leben" würdigt Leistungen der Intensivmedizin

Uniklinikum informiert am 10. Juni in der Dresdner Altmarktgalerie über das Potenzial der Intensivmedizin

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne „Zurück ins Leben“ des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. In diesem Rahmen gibt die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Samstag, dem 10. Juni, in der Altmarktgalerie Dresden Einblicke in die Leistungen und medizinische Versorgung auf einer Intensivstation (ITS). Von 10 bis 21 Uhr präsentieren Ärzte der Klinik einen ITS-Behandlungsplatz mit Überwachungsmonitoren und Beatmungsgerät und beantworten Fragen von Interessierten. Durch die Aktion im Erdgeschoss der Altmarktgalerie soll über die Möglichkeiten der Intensivmedizin, die in Deutschland tagtäglich Leben rettet, aufgeklärt und Missverständnissen einer vorgeblich anonymen Apparatemedizin ausgeräumt werden.

„Die Intensivstation ist ein Schlüsselelement im deutschen Krankenhauswesen, das mit seinen unterschiedlichen Aufgabengebieten und Leistungen viele große operative Eingriffe und Therapien nach schweren Verletzungen und Erkrankungen erst ermöglicht“, beschreibt Prof. Thea Koch, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, die Rolle der Intensivmedizin in Deutschland. „Die engmaschige und individuelle Betreuung der Patienten durch Ärzte und Pflegepersonal ist auf einer ITS einmalig - auf keiner anderen Krankenhausstation steht der Mensch so sehr im Mittelpunkt“, erklärt die Anästhesistin. Entgegen weit verbreiteter Vorstellungen ist lediglich ein Teil der Patienten auf Intensivstationen in einem künstlichen Koma  und dies nur solange wie z.B. eine Beatmung erforderlich ist. Vielfach können die Patienten je nach Schwere ihrer Erkrankung die Station bereits nach ein bis drei Tagen wieder verlassen. „Allein dieser Umstand zeigt, wie weit entfernt die abstrakte Angst vor einer anonymen Apparatemedizin ist. Auf Intensivstationen arbeiten Pflegekräfte und Ärzte engagiert daran, Patienten in kritischen Situationen solange beizustehen, bis sich ihr Organismus wieder stabilisiert hat. Um das öffentliche Bewusstsein hierfür weiter zu stärken und die Abläufe der Intensivmedizin bekannter zu machen, haben wir entschieden, uns an der Kampagne „Zurück ins Leben“ zu beteiligen“, erklärt Prof. Thea Koch.

Den offenen Umgang mit dem Thema „Intensivmedizin“ können Besucher der Altmarktgalerie sowie Interessierte am Samstag, dem 10. Juni, ausführlich am Aktionsstand des Uniklinikums Dresden erleben und sich über vorhandene intensivmedizinische Technik und die klinikumsinternen Abläufe informieren. Im Erdgeschoss in Richtung des Ausgangs zum Postplatz stellen Ärzte und Pflegende unter anderem ein intensivmedizinisches Bett mit Überwachungsmonitoren, Beatmungsgerät einen externen Herzschrittmacher sowie Spritzenpumpen an einer Simulationspuppe vor und informieren zu individuellen Fragen.

„Zurück ins Leben“

Die Kampagne „Zurück ins Leben“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Abläufe auf einer Intensivstation transparent zu erläutern und so über die Intensivmedizin in deutschen Krankenhäusern aufzuklären. Von den rund 2.000 Akutkrankenhäusern in Deutschland weisen 1.200 Kliniken Intensivbetten aus. Mit 27.500 Intensivbetten ist ihre Anzahl heute rund 20 Prozent höher, als noch vor zehn Jahren. Jährlich werden in Deutschland 1,3 Millionen Patienten auf Intensiveinheiten behandelt. Die Intensivmedizin konnte in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Erfolgen vorweisen - so wurde etwa  eine für die Lungen schonendere Beatmung bis hin zum temporären Lungenersatzverfahren etabliert, die die Versorgung erheblich verbesserte. Um der vorherrschenden Unsicherheit beim Thema „Intensivmedizin“ zu begegnen, finden sich auf www.zurueck-ins-leben.de eine Vielzahl an Informationen, die von den Abläufen auf Intensivstationen und Therapiemöglichkeiten bis zur Patientenverfügung reichen.

Weiterführende Informationen
www.zurueck-ins-leben.de
www.uniklinikum-dresden.de/ane

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie
Direktorin: Prof. Dr. Thea Koch
Telefon: 0351 / 458 4110
E-Mail:
www.uniklinikum-dresden.de/ane