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Hochschulmedizin Dresden auf Platz 2 im Klinikwegweiser 2019 des Nachrichtenmagazins „Focus“

Hochschulmedizin Dresden auf Platz 2 im Klinikwegweiser 2019 des Nachrichtenmagazins „Focus“

14 Fachgebiete erhalten die Auszeichnung „TOP Nationales Krankenhaus“

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ist in der Spitzengruppe deutscher Krankenhäuser um einen weiteren Platz nach oben geklettert: Nachdem das Uniklinikum in den vergangenen fünf Jahren als Drittplatzierter gerankt worden war, steht es nun unmittelbar nach der Berliner Charité auf dem zweiten Platz des am heutigen Dienstag (23. Oktober) erschienenen und vom Nachrichtenmagazin „Focus“ herausgegebenen Klinikwegweisers 2019. Die in dem Sonderheft „Gesundheit“ komplett veröffentlichte Bestenliste platziert das Dresdner Uniklinikum damit für seine medizinische und pflegerische Qualität in die Spitzengruppe der Kategorie „TOP nationales Krankenhaus“. Die Dresdner Hochschulmedizin erreicht damit in Sachsen wie bisher souverän den ersten Platz. Bereits zum siebenten Mal initiierte der „Focus“ den Qualitätsvergleich deutscher Krankenhäuser. Ein Rechercheteam wertete dafür über Monate eine Vielzahl unabhängiger Quellen aus. Dazu zählt eine Befragung von Ärzten aus ganz Deutschland, die um ihre Klinik-Empfehlungen gebeten wurden. Hinzu kommen Qualitätsberichte der Kliniken sowie Patientenumfragen der Techniker Krankenkasse. Insgesamt stellte der Focus 1.170 Krankenhäuser auf den Prüfstand.

Ein Grund für das Aufrücken auf den zweiten Rang der „Klinikliste 2019“ ist die große Zahl der hervorragend bewerteten Kliniken des Dresdner Uniklinikums. Das Nachrichtenmagazin beurteilte einschließlich der vom Klinikum selbst nicht vorgehaltenen Kardiologie und Kardiochirurgie insgesamt 23 Krankheitsbilder – das sind vier mehr als im Vorjahr. Dabei schafften es die Kliniken des Uniklinikums 14 Mal in die jeweilige Spitzengruppe (im vorhergehenden Ranking war dies bei elf Indikationen der Fall). Von den vier neuen Indikationen Leukämie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Gallen-OP schafften es drei in die Spitzengruppe.

„Dass wir im aktuellen Ranking noch einen Platz weiter nach oben geklettert sind, ist ein Beleg dafür, welches Potential im Universitätsklinikum als Ganzes und seiner hochqualifizierten und motivierten Belegschaft steckt. Zusammen mit meinem Vorstandskollegen Wilfried Winzer bin ich stolz darauf, diese ebenso dynamische wie erfolgreiche Einwicklung zu begleiten und dabei immer wieder neue Impulse setzen zu können“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums. „Ungeachtet des wirtschaftlich komplexen Umfelds im deutschen Gesundheitswesen medizinische Spitzenleistungen zu erbringen und als Klinikum gleichzeitig schwarze Zahlen zu schreiben, ist ebenfalls ein großer Erfolg. Um diesen Kurs weiterfahren zu können, setzen wir auf ein ambitioniertes Investitionsprogramm, zu dem das noch in diesem Jahr in Betrieb gehende Chirurgische Zentrum ebenso gehört, wie der Neubau des derzeit in der Planung befindlichen Zentrums für Seelische Gesundheit“, sagt der Kaufmännische Vorstand Wilfried Winzer.

Folgende Kliniken werden in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Focus Gesundheit als Top-Klinik gelistet: Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Brustkrebs), Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Darmkrebs, Gallenblasen-Operationen), Medizinische Klinik I (Darmkrebs, Leukämie), Neurochirurgie (Hirntumoren), Urologie (Prostatakrebs), Medizinische Klinik III (Diabetes), Psychotherapie und Psychosomatik (Angststörungen), Psychiatrie und Psychotherapie (Depression), Neurologie (Parkinson, Multiple Sklerose), sowie das UniversitätsCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie (Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie). Eine Top-Note gab es auch in der Kategorie „Patientenzufriedenheit“: Mit 88 Punkten erreichte das Dresdner Uniklinikum auch hier die Spitzengruppe und ließ die im Gesamtranking davorliegende Charité (86 Punkte) hinter sich.

In den aktuellen Klinikwegweiser des Focus´ floss unter anderem die Auswertung der Angaben aus den Qualitätsberichten der Krankenhäuser ein. Auf dieser Basis wurden unter anderem die Erfahrung in Form von Fallzahlen beziehungsweise Therapieformen ebenso berücksichtigt wie die Behandlungserfolge und Komplikationsraten bei Operationen. Außerdem fragte der Focus eine Vielzahl niedergelassener Haus- und Fachärzte sowie Chefärzte, welche Krankenhäuser sie ihren Patienten empfehlen. Zudem sind die technische Ausstattung und die Anzahl der betreuenden Ärzte ebenso in die Bewertung eingeflossen, wie die Qualifikation der Krankenschwestern und Pfleger. Ergänzt wurden diese Daten durch einen detaillierten Fragebogen, den die Krankenhäuser zu beantworten hatten.

Eine wesentliche Stärke der Dresdner Hochschulmedizin liegt darin, dass hier die Krankenversorgung mit der Forschung eng verknüpft ist. Eines von vielen Beispielen dafür ist die Krebsmedizin, die sich vor allem bündelt im Nationalen Cen-trum für Tumorerkrankungen (NCT) und dem damit verschmelzenden Universitäts KrebsCentrum (UCC). Klinikum und Fakultät wurden 2015 neben Heidelberg zum einzigen NCT-Partnerstandort ernannt. Die damit verbundene Förderung durch den Bund leistet einen wichtigen Beitrag, Patienten im Rahmen von Studien individualisierte Therapien anbieten zu können. Das NCT Dresden eröffnet 2020 auf dem Klinikums-Campus ein neues Domizil, in dem künftig patientennahe Forschung und Krankenversorgung unter einem Dach stattfinden werden. Weitere medizinische Leuchttürme der Dresdner Hochschulmedizin sind unter anderem die Universitäts ProtonenTherapie, die Diabetologie – für diesen Bereich entsteht ab Dezember ein neues Forschungsgebäude – und die neurodegenerativen Erkrankungen – hier starten derzeit mehrere Projekte zur besseren Versorgung von Parkinsonpatienten.