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KIK-S2 Allgemeines zur Station

KIK-S2_005.jpg Pro Jahr werden ca. 50 bis 60 neue Patienten im Alter bis zu 18 Jahren mit bösartigen Erkrankungen medizinisch versorgt und über 500 Patienten in der ambulanten Therapie mit hämato-onkologischen Krankheitsbildern und hämostaseologischen Fragestellungen betreut. Eine enge Kooperation mit Nachbardisziplinen wie Kinderchirurgie, Neurochirurgie, Kinderradiologie, Pathologie, HNO, Orthopädie, Nuklearmedizin, Strahlenheilkunde, Transfusionsmedizin, Klinische Chemie und Labormedizin, Mikrobiologie und Virologie macht die erfolgreiche Therapie pädiatrischer Malignome im interdisziplinären Zusammenwirken erst möglich. Wegweisend für viele andere Fachdisziplinen wurde bereits 1979 ein pädiatrisches Tumorboard gegründet, in welchem Strahlentherapeuten und Kinderchirurgen gemeinsam mit den pädiatrischen Onkologen und regelmäßig und kontinuierlich sich treffen und konsiliarisch die beste Therapie entsprechend dem jeweiligen Kenntnisstand festlegen. Die Therapie erfolgt entsprechend den Therapieoptimierungsstudien der Gesellschaft für pädiatrische Hämatologie und Onkologie.

KIK-S2_010.jpg Räumlich findet sich in Haus 65 (Mildred-Scheel-Haus, Grundsteinlegung 27.06.2001) auf drei Etagen eine moderne und gute Infrastruktur für die hämato-onkologische Patientenversorgung. Im Bereich der stationären Versorgung in der obersten, zweiten Etage umschließt das Gebäude hufeisenförmig einen Innengarten, welchen die Patienten bei gutem Wetter zum Aufenthalt nutzen können. Insgesamt stehen hier 12 Betten zur Verfügung sowie bis zu 4 pädiatrische Betten für das Verfahren der Stammzelltransplantation (alle etablierten Verfahren wie autologe und allogene Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation, Nabelschnurblut-Transplantation, reduzierte Konditionierung, haploidentische Transplantation), welche gemeinsam mit den Kollegen der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Leitung: Direktor Herr Prof. Dr. med. Gerhard Ehninger; Stammzelltransplantation: Herr Prof. Dr. med. Martin Bornhäuser) durchgeführt wird. In der ersten Etage des Gebäudes befinden sich die Räume für die tagesklinische Versorgung mit fünf Betten sowie drei Zimmer für die ambulante Therapie. Im Erdgeschoss befinden sich die Laborräume, welche gemeinsam mit der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik genutzt werden. Durch die im Vergleich zur Pädiatrie absolut höheren Fallzahlen im Bereich der Erwachsenen-Hämato-Onkologie gelingt es vor Ort, ein breites Spektrum modernster Methodiken für eine erweiterte Diagnostik von Leukämien (Zytogenetik, Immunphänotypisierung, Molekulargenetik) vorzuhalten. Die speziellen Schwerpunkte umfassen die Hämostaseologie unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Ralf Knöfler und die Begleitforschung zur chronisch myeloischen Leukämie (CML im Kindesalter), welche Herr Prof. Dr. med. M. Suttorp als Studienleiter für diese seltene Entität im Rahmen eines Studienprotokolls der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie leitet.

KIK-S2_021.jpg Die Therapiedauer stationärer und tagesklinisch versorgter Patienten erstreckt sich mit Unterbrechungen über ein halbes bis dreiviertel Jahr; eine anschließende ambulante Nachsorge in kurzen Intervallen während der ersten Jahre nach der Erkrankung ist notwendig, woran sich wiederum eine Nachsorge in größeren Intervallen bis zum 18. Lebensjahr anschließt. Ein Team von 24 Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpflegern – zum großen Teil mit Weiterbildung in Hämatologie und Onkologie – trägt in Voll- und Teilzeitbeschäftigung (Stationsleitung Schwester Bianka Engelke) die mitunter schwere Aufgabe der Pflege der Patienten rund um die Uhr. Frau Diplom-Psychologin Dr. rer. nat. Andrea Kreisch gelingt es gemeinsam mit dem von ihr geleitetem sozialtherapeutischen Team, die hohe emotionale Belastung der Patienten und Familienangehörigen durch professionelle Hilfe abzumildern. Eine Musiktherapeutin und eine Kunsttherapeutin helfen durch Ihre Aktivitäten, die Kinder während des stationären Aufenthaltes mit sinnvollen Tätigkeiten zu beschäftigen und dabei auch von der Therapie und ihren Nebenwirkungen abzulenken. Engste Verbindung bestehen zum Verein Sonnenstrahl e. V. (Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche in Dresden), welcher in räumlicher Nähe zum Klinikum in der Goetheallee eine Villa mit Räumen für Familien mit krebskranken Kindern bereitstellt, um dort Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen und vielfältige Betreuungsangebote (Geschwisterbetreuung, Sport für ehemals krebskranke Kinder, Gesprächskreise, etc.) anzubieten. Eine wichtige Verzahnung und gute Kooperation besteht auch mit dem Brückenpflege-Team (Ärztliche Leitung: Frau Dr. Silke Nolte-Buchholz; organisatorische Leitung: Kinderkrankenpfleger Andreas Müller), welches in der Situation der palliativen Therapie onkologischer Patienten am Wohnort versorgt.

KIK-S2_025.jpg Die Heilungsrate über alle bösartigen Erkrankungen gemittelt beträgt gegenwärtig 75%. Somit gilt es in Zukunft für die Mehrzahl aller Kinder mit bösartigen Erkrankungen vor allem mögliche Spätfolgen der kurativen im Erwachsenenalter zu minimieren. In enger Kooperation mit niedergelassenen internistischen Hämato-Onkologen erfolgt in jährlichen Abständen eine lebenslange Nachsorge ehemaliger Patienten, um mögliche Spätfolgen der Behandlung frühzeitig zu erfassen, zu therapieren und auch zu dokumentieren.

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