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Eltern-Kind-Seminar auf dem Bauernhof 2016

Eltern-Kind-Seminar auf dem Bauernhof 2016

Auch in diesem Jahr gestalteten wir ein Eltern-Kind-Seminar auf dem Kinder- und Jugend-Bauernhof in Dresden-Nickern. Als Thema standen diesmal Wege und Möglichkeiten der schulischen Integration für unsere hörgeschädigten Kinder im Fokus. Für viele Eltern ist das Thema Schule mit Hoffnung, aber auch mit Angst verbunden. Bis zur Einschulung hoffen die Eltern oft, dass ihr Kind ausreichend Hören und Sprechen gelernt hat, damit es eine Beschulung in der Regelschule schafft.

  

Wir konnten freundlicherweise als fachkundige Experten Frau Werner aus der Beratungsstelle der Georg-Götz-Schule-Schule für Hörgeschädigte in Chemnitz und Frau Knobloch aus der Förderpädagogische Beratungsstelle an der Johann-Friedrich-Jencke-Schule in Dresden gewinnen. Des Weiteren freuten wir uns, mit Frau Wolf eine Schulleiterin aus einer Grundschule in Heidenau gewinnen zu können, die ganz aktuell ein Kind mit beidseitiger CI-Versorgung in die 1.Klasse integriert.

  

 

 Die Eltern erhielten einen guten Überblick über die Abläufe bei einer gewünschten Integration in Sachsen. Dieser Weg beginnt mit einem Antrag zur Feststellung des Sonderpädagogischen Förderbedarfs und endet dann nach einer Reihe von Anträgen und der Begutachtung des Kindes mit einem Schulfeststellungsbescheid der Sächsischen Bildungsagentur. Maximal 1,5 Förderstunden pro Woche gibt es zurzeit für ein hörbeeinträchtigtes Kind in der Regelschule und zusätzlich 0,5 Stunden durch die Beratungslehrer der Förderschule. Die anwesenden Eltern hatten viele Fragen und konnten auch Informationen zum Nachteilsausgleich bekommen. Obwohl es ein recht bürokratischer Aufwand für erschreckend wenig Einzelförderung ist, waren doch die meisten Eltern sehr dankbar für diese Möglichkeit. Es bleibt abzuwarten, welche Veränderungen das neue Schulgesetz bringen wird. Wir haben unseren Referenten schon angekündigt, dass wir sie bei einer erneuten Veranstaltung wieder mit Fragen löchern werden.

 

 Die Kinder erkundeten in der Zeit mit zwei Therapeutinnen und einem Mitarbeiter des Bauernhofes die Tiere und das Gelände. Der Rundgang über den  Bauernhof begann im Hühnerstall. Ein besonders zahmes Huhn saß beim Mitarbeiter auf dem Arm und ließ sich streicheln. Nachdem alle Kinder den Hühnern Körner hingeworfen hatten, ging es weiter zu den Hasen und Meerschweinchen. Oh, hatten die ein schönes weiches Fell! Die Pferde standen auf dem Paddock und dösten. Im Stall fingen die Ziegen an zu meckern. Das war ganz schön laut! Draußen auf der Weide konnten dann die Schafe und Ziegen gestreichelt werden. Der Ziegenbock hatte große Hörner. Das war nicht allen Kindern ganz geheuer… zum Glück waren noch die Schafe da. Sie ließen sich füttern und streicheln. Und in dem dicken Fell der Schafe konnte man seine Hände verstecken!  Nach den aufregenden  Erlebnissen mit den Tieren ging es weiter auf den Spielplatz. Und dann dauerte es auch nicht mehr lange bis die Eltern vom Seminar zurückkamen.

  

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen gab für Kinder und Erwachsene es die Möglichkeit sich anzufreunden und auszutauschen. Wir denken, es war für alle eine gelungene Veranstaltung. Fortsetzung folgt.