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Forschung

Objektive Messverfahren des Spracherwerbs bei CI-versorgten Kindern (in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig)

Frau Dr. Hahne

EEG 1 Bevor ein Kind seine ersten Wörter und Sätze sprechen kann, muss es bereits viel über seine Muttersprache gelernt haben: Welche Laute gehören zur eigenen Muttersprache und wie können diese Laute kombiniert werden? Welche Sprachmelodie hat die Muttersprache? Wie werden aus Lauten Wörter und wie werden schließlich Wörter zu Sätzen kombiniert? Indem das Kind viel Sprache hört, lernt sein Gehirn nach und nach die Muster der Muttersprache kennen. Kinder mit einem CI sind in Hinsicht auf die Sprachentwicklung daher EEG 2 vor eine besondere Herausforderung gestellt, denn ihre Hörerfahrung unterscheidet sich stark von anderen Kindern. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, den Spracherwerb mit CI zu objektivieren. Da die unbewussten Sprachlernprozesse bei Babys und Kleinkindern „von außen“ nicht beobachtbar sind, werden neurophysiologischer Messverfahren (EEG) angewandt, mit denen sich die Vorgänge des Gehirns während der wichtigen Schritte des Lautspracherwerbs erfassen lassen.

Prozesse der auditiven Wahrnehmung und des Sprachverstehens bei erwachsenen CI-Trägern (in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig)

Frau Dr. Hahne

In diesem Forschungsprojekt werden die Prozesse der auditiven Verarbeitung bei CI-Trägern genau beleuchtet. Mittel neurokognitiver Messmethoden können Prozesse wie Tpn- und Geräuschwahrnemungen, das Verstehen von Wörtern oder Sätzen oder auch die Verarbeitung von Musik, objektivierbar gemacht werden. Diese Methoden werden genutzt, um festzustellen, wie das Gehirn den veränderten Höreindruck auf höheren Ebenen verarbeitet und ob die reduzierte sprachliche Information zusätzliche Verarbeitungsressourcen benötigt, um ein Verstehen zu erreichen.

Digitale Volumentomografie (DVT)

Frau Dr. Franke-Trieger

cochlearimplantat.jpg Die Digitale Volumentomografie (DVT) hat sich als effektive radiologische Untersuchungsmethode zur postoperativen Lagekontrolle des Cochlea-Implantates etabliert. In dem Forschungsprojekt soll weiteres, bislang nicht ausgeschöpftes Informationspotential dieser radiologischen Methode untersucht werden, welches eine verbesserte Beschreibung der Implantation und zusätzliche Informationen für den Prozess der Sprachprozessoranpassung ermöglichen kann. Dazu zählt die Analyse der Position des Elektrodenträgers im Bereich der Hörschnecke zur Beurteilung der Skalenlage, sowie der Lage der Elektroden relativ zur Schneckenachse und zur Schneckenwandung. Desweitern stellt die DVT ein geeignetes Werkzeug zur Bestimmung der Insertionstiefe des Elektrodenträgers dar.

Folgende Publikationen sind dazu erschienen:

http://journals.lww.com/otology-neurotology/Abstract/2011/01000/In_Vivo_Measurements_of_the_Insertion_Depth_of.27.aspx

http://journals.lww.com/otology-neurotology/Abstract/2014/01000/Insertion_Depth_Angles_of_Cochlear_Implant_Arrays.10.aspx

http://link.springer.com/article/10.1007/s00405-014-3352-4