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Zahnbehandlungsangst

Die präoperativen Ängste von Patienten spielen eine wichtige Rolle für das OP-Outcome. Im Rahmen der Forschungsarbeiten der Forschungsgruppe konnte dies in zahlreichen Themenfeldern, wie z. B. der Onkologie oder Orthopädie, gezeigt werden. Dabei wurde u.a. die Amsterdam Preoperative Anxiety and Information Scale (APAIS) ins Deutsche übertragen und validiert. Die Forschungen wurden in den letzten Jahren intensiviert und insbesondere auch im Bereich der Zahnheilkunde durchgeführt. Psychologische und psychosoziale Inhalte spielen derzeit im Pflichtcurriculum der Zahnmedizin aufgrund der Approbationsordnung aus den 1950er Jahren keine Rolle. Es zeigen jedoch klinische Erfahrungen und zahlreiche Studien, dass sich die Behandlungsängstlichkeit insbesondere von Zahnarztpatienten deutlich auf Inanspruchnahme, Compliance und letztlich auf den Behandlungserfolg auswirkt. Daher beschäftigt sich die Forschungsgruppe auch intensiv mit Einflussfaktoren auf Zahnbehandlungsangst. In einem ersten Schritt dazu erfolgten die Validierung, Adaptation und erneute Erprobung der APAIS in verschiedenen zahnmedizinischen Stichproben. Weitere Forschungen beschäftigen sich mit dem Beanspruchungserleben von Patienten im Verlauf einer zahnärztlichen Behandlung. Dazu wurden z. B. in Form einer Sequenzstudie vor der Behandlung im Wartezimmer, vor der Behandlung auf dem Behandlungsstuhl und nach der Behandlung Daten zur subjektiven Befindlichkeit erhoben. Weitere Studien beschäftigten sich mit dem Einfluss von verschiedenen Musikuntermalungen während der Behandlung auf die Zahnbehandlungsangst von Patienten. Ebenfalls untersucht wurde Zahnbehandlungsangst bei Kindern und deren Zusammenhang mit der elterlichen Zahnbehandlungsangst als möglicher Entstehungsfaktor im Sinne eines Modelllernens.

Kontakt:

Prof. Dr. Hendrik Berth

Tel.: 0351 4584028

E-Mail: hendrik.berth@uniklinikum-dresden.de