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Tiefenpsychologisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapie

Die tiefenpsychologisch-interaktionelle Gruppensychotherapie ist zentraler Bestanteil des Therapieangebotes der Gruppenpsychotherapiestation PSO-2b.

Um den Einstieg in die Gruppensituation zu erleichtern, möchten wir Ihnen vor Beginn der Gruppensitzungen noch einige Informationen geben:

Die Gruppe besteht aus Mitgliedern mit unterschiedlichen Beschwerden. Die Zusammensetzung der Gruppe wird durch Neuaufnahme und Entlassung von Patienten wechseln.

Im Moment wird Ihnen vielleicht noch manches schwierig erscheinen, vor allem der Gedanke, im Kreis von mehreren Menschen über ihre Probleme zu sprechen. Die Therapie in einer Gruppe ist nicht „weniger“ als eine Einzeltherapie, sie ist nur „anders“. Wir verstehen darin weniger eine Therapie in der Gruppe, als vielmehr eine Therapie durch die Gruppe, denn die Gruppe als solche hat eine Reihe von „Wirkungen“, die über die Möglichkeiten einer Einzeltherapie hinausgehen. Es kann sogar einfacher sein, sich in der Gruppe auf seine Gefühle einzulassen. Die Mitglieder sind sich bald nicht mehr fremd, sondern können einander vertrauen. Der Gruppenleiter wird Ihnen dabei helfen, die Prozesse besser zu verstehen, so dass jeder seinen Nutzen daraus ziehen kann.

Zusammen mit anderen Patienten werden in Form der Gruppenpsychotherapie persönlich bedeutsame Themen besprochen mit dem Ziel, die Bereitschaft und die Fähigkeit zu erproben, sich mit Problemen auseinanderzusetzen, die durch die unmittelbare Begegnung miteinander im Stationsalltag und im Gruppenprozess entstehen.

Das eigene Erleben bewusster wahrzunehmen, auszudrücken und in seinen Bedingungen zu klären, ist ebenso Zielrichtung wie für die zugrundeliegenden Konflikte oder Lebensthemen Veränderungs-schritte zu entwickeln. Die Gruppenmitglieder helfen einander über Rückmeldungen, Erfahrungs-austausch, Anfragen oder auch Kritik. Solidarisch werden die Gemeinsamkeiten des Erlebens betont, aber auch die Individualität und Unterschiedlichkeit herausgearbeitet. (Als parallele Arbeitsebene wird die Erfahrung des Einzelnen mit der Gruppe und einzelnen Teilnehmern genutzt. Das Verhalten des einzelnen und seine Beziehungen zu anderen Gruppenteilnehmern spiegeln häufig Facetten seines Beziehungsverhaltens außerhalb der Klinik, beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder in der Ehe bzw. Familie wieder.) Daher bietet die Gruppe jedem Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit seelisch bedingten Symptomen und Beschwerden, die als Folge von Beziehungsproblemen auftreten können, auseinanderzusetzen.

Zum Ablauf der Gruppe:
Der Gruppenleiter wird Sie lediglich begrüßen. Wie Sie die Gruppenzeit von dreimal wöchentlich 90 Minuten gestalten, liegt von da an in Ihrer Hand. Jede von Ihnen gewählte Form der Begegnung untereinander ist als Lösung einer Gruppenspannung zu verstehen, und somit eine kreative Lösung ihrerseits. 

  • Wenn Sie etwas bemerken, was Sie stört und daran hindert, dem Gespräch zu folgen, sollten Sie sich nicht scheuen, dies auszusprechen. Das kann zum Beispiel Ärger sein, Langeweile, körperliche Beschwerden, Unkonzentriertheit, ein aktueller Vorfall auf Station usw. Danach ist es oft leichter, sich wieder dem Thema und den anderen Gruppenteilnehmern zuzuwenden.
  • Da manchmal sehr persönliche und intime Fragen besprochen werden, bitten wir Sie, auch zu Ihrem eigenen Schutz, auf besondere Diskretion zu achten und Stillschweigen zu wahren über das, was in den Sitzungen gesprochen wird, auch über das spätere Ende der Therapie hinaus. Nur so können sich die einzelnen Gruppenmitglieder geschützt fühlen und die notwendige Offenheit mitbringen.

Wir wünschen Ihnen wichtige Erfahrungen bei der Teilnahme an der Gruppe.

Die Mitarbeiter der Klinik