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WiZen

Wirksamkeit der Versorgung in onkologischen Zentren

WiZen (Wirksamkeit der Versorgung in onkologischen Zentren) ist eine durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Studie (Förderkennzeichen: 01VSF17020). Sie wird vom Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV), dem Tumorzentrum Regensburg - Institut für Qualitätssicherung und Versorgungsforschung der Universität Regensburg (TZR), der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e. V. (ADT), dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden durchgeführt.

Ziel von WiZen ist es, die Versorgung in zertifizierten Krebszentren im Vergleich zu nicht zertifizierten Kliniken zu beurteilen.

Hintergrund:

Krebs ist bereits heute die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt zudem stetig an. Neue Erkenntnisse und Fortschritte in der Krebsbehandlung verbessern die Überlebenschancen der Betroffenen. Damit alle Betroffenen von diesen Fortschritten profitieren, regelt die Bundesregierung im Nationalen Krebsplan unter anderem die Bildung von onkologischen Behandlungszentren mit einheitlichen Qualitätsstandards. Zertifizierungsprogramme sollen dabei einheitlich fachgebiets- und sektorenübergreifende Anforderungen für die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität definieren und die Umsetzung evidenzbasierter Behandlungsleitlinien sicherstellen. Dabei berücksichtigen die Zertifizierungsanforderungen u.a. leitlinienbasierte Qualitätsindikatoren spezifisch für diverse Tumorentitäten. Die Entwicklung entsprechender Programme zur Zertifizierung erfolgt u.a. durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO).

Warum WiZen?

Die Studie beantwortet offene Fragen zur Versorgung von Krebspatienten und zur Wirksamkeit der Versorgung in zertifizierten Zentren. Die Antworten auf diese Fragen sind relevant für Betroffene, Leistungserbringer, Kostenträger, die Gesundheitspolitik und damit die gesamte Gesellschaft. Denn der Erkenntnisgewinn aus WiZen ermöglicht eine Verbesserung und Weiterentwicklung der onkologischen Versorgung in Deutschland, nach dem Stand der Wissenschaft.

Wie läuft die Studie ab?

Das Projekt WiZen untersucht die Wirksamkeit der Versorgung in onkologischen Zentren anhand folgender Krebserkrankungen: Brustkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Dickdarmkrebs sowie Tumoren des Zentralnervensystems, des Kopf-Hals-Bereiches und gynäkologische Tumoren. Untersucht wird, wie viele Erkrankte überleben, wie ihre Prognosen lauten und welche Komplikationen jeweils auftreten. Die Patienten der zertifizierten Krankenhäuser werden dabei mit Patienten verglichen, welche in einem nicht zertifizierten Krankenhaus behandelt wurden.

Datengrundlage für die Bewertung sind routinemäßig erhobene Abrechnungsdaten des WIdO sowie Daten der vier klinischen Krebsregister Regensburg, Dresden, Erfurt und Berlin-Brandenburg. Beide Quellen geben Aufschluss über Diagnostik und Behandlungserfolg bei Krebs. Angaben, ob und wann die betrachteten Kliniken zertifiziert waren, werden von den zertifizierenden Institutionen bereitgestellt. Zur Sicherstellung aller datenschutzrechtlichen Belange wurde für WiZen eine Vertrauensstelle bei der ADT eingerichtet und das zugehörige Datenschutzkonzept durch die Datenschutzbeauftragte des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden geprüft. Zudem wird das Studienkonzept durch die Ethikkommission der Technischen Universität Dresden geprüft.

Für weitere Informationen zu WiZen:

Studienleiter
Prof. Dr. med. Jochen Schmitt, MPH
Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
0351 458 6493

Studienkoordination
Dr. rer. nat. Olaf Schoffer
Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
 0351 458 6494