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Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Infektionsepidemiologie, Ausbruchserkennung und Krisenmanagement
  • Health in All Policies (HiAP) und gesundheitliche Chancengerechtigkeit
  • Schnittstellen Öffentlicher Gesundheitsdienst und ambulante Gesundheitsversorgung
  • Evidence-based Public Health im Öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Forschungsbereich Training und Ausbildung im Öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Global Health, Gesundheitsindikatoren und Evidenz in humanitären Krisen

Ausgewählte Forschungsprojekte

Beispiele aktueller Forschungsprojekte aus fünf Schwerpunktbereichen:

  • TREAT-Tb - Risikofaktoren einer nicht erfolgreichen Tuberkulose-Therapie

Mixed-methods Studie zur Identifizierung von Risikofaktoren für nicht-erfolgreiche Tuberkulosebehandlungen in Sachsen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Gesundheit und Prävention in Dresden und Chemnitz, dem Gesundheitsamt Leipzig, der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen sowie der Professur für Öffentliche Gesundheit Leipzig durchgeführt. Zudem besteht eine Kooperation mit der Postgraduiertenausbildung für angewandte Epidemiologie (PAE) am Robert Koch-Institut. Weitere Informationen finden Sie in der Studienregistrierung als nicht-interventionelle Studie im Deutschen Register Klinischer Studien.

  • Projekt TAT - Together against Tuberculosis

Pilotprojekt zur Verbesserung von Tuberkulosebehandlungsergebnisse durch die studentische Begleitung von Tuberkulosepatient:innen in Kooperation mit dem Bereich Allgemeinmedizin an der TU Dresden und dem Amt für Gesundheit und Prävention Dresden. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Allgemeinmedizin. Im Mai 2026 gewann das studentische TAT-Team mit dem Beitrag „Die unsichtbare Gefahr: Tuberkulose“ den Jurypreis Bester Pitch bei der StuFoExpo "Science on Stage" der TU Dresden.

  • AAR-lokal - After Action Reviews in Sachsen

Etablierung des Krisenmanagementzyklus im kommunalen ÖGD: Skalierung von Intra- und After Action Reviews in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern in Sachsen.

  • RESILIENT

Der Dresdner Gesundheitsindex ist ein kleinräumiges Monitoring des Gesundheitsstatus, Gesundheitsverhaltens und des Zugangs zur Gesundheitsversorgung (Kurztitel: RESILIENT), das in Kooperation mit dem Amt für Gesundheit und Prävention Dresden durchgeführt wird.

  • AhaSachsen - Anwendung des Health in All Policies Ansatzes in sächsischen Gesundheitsämtern

Gesundheit ist nach dem Health in All Policies Ansatz (HiAP) als eine politik-, ressortübergreifende und gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen. Inwiefern dieser Ansatz, Gesundheit in allen Politikbereichen zu berücksichtigen, in Gesundheitsämtern angewendet wird, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten oder zu verbessern, soll das qualitative Forschungsprojekt beleuchten. Dazu werden Leitfadeninterviews in den sächsischen Gesundheitsämtern durchgeführt, die sich an der Methodik des Appreciative Inquiry orientieren.

  • Hitze und Mortalität in Sachsen

Analyse des Einflusses von Hitze auf Mortalität und Rettungsdiensteinsätze in Zusammenarbeit mit dem Amt für Prävention und Gesundheit Dresden.

  • Asyl-Gesund

Auswertung von Routinedaten zur Erstuntersuchung für Asylsuchende in Dresden in Hinblick auf die Aussagefähigkeit der Daten zu Impflücken, Prävalenz von Infektionskrankheiten und Weiterversorgung sowie eine Bestandsaufnahme des Informationsmanagements. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gesundheit und Prävention Dresden durchgeführt.

  • Leitlinienentwicklung mit dem ÖGD

Im Rahmen einer Förderung durch den G-BA leitet die Professur Öffentliche Gesundheit seit Januar 2026 die Entwicklung einer S3-Leitlinie mit dem ÖGD für evidenzbasiertes infektionsepidemiologisches Management von Ausbrüchen in Gemeinschaftsunterkünften. Es handelt sich um eine der ersten Leitlinienentwicklungen für und mit dem ÖGD.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite des Innovationsausschusses sowie im Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.

Zur Unterstützung der systematischen Evidenzrecherche für die Entwicklung von wissenschaftlich fundierten Empfehlungen führen wir eine erste Sichtung der internationalen Evidenzlage zu Ausbrüchen in Gemeinschaftsunterkünften im Rahmen einer Übersichtsarbeit durch.

  • Forschungsbedarfe und Forschungsprioritäten im ÖGD

Für das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg führen wir im Rahmen des Forschungsprojekts „Evidenzlücken, Forschungsbedarfe und Forschungsprioritäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst “ eine Bestandsaufnahme von Forschungsstrategien im ÖGD durch. Es werden in einem Mixed-Method Studiendesign Evidenzlücken identifiziert sowie Forschungsbedarfe und Prioritäten erhoben, sowohl in Baden-Württemberg als auch bundesweit. Das Forschungsvorhaben trägt dazu bei, prioritäre Forschungsbedarfe im ÖGD systematisch mit dem ÖGD zu identifizieren.

  • Schnittstellen in der Versorgung im Bereich sexuelle Gesundheit

Im G-BA-geförderten Projekt Linkage to Care erarbeitet die Professur Öffentliche Gesundheit seit April 2026 gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut sowie dem öffentlichen Gesundheitsdienst in sechs Regionen Ansätze zur Verbesserung der STI-Versorgung für vulnerable Gruppen. Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite des Innovationsausschusses.

Außerdem führen wir seit Mitte 2025 ein qualitatives Forschungsprojekt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Frauen in der Sexarbeit in Dresden durch.

  • Perspektiven der Zusammenarbeit von Primärversorgung und Öffentlichem Gesundheitsdienst

In diesem Forschungsprojekt wird mittels qualitativer Methoden erforscht, wie der kommunale Öffentliche Gesundheitsdienst mit Primärversorgungszentren strukturiert kooperieren kann.

  • Anvertraubare Professionelle Tätigkeiten im PJ ÖGW

Mit dem Institut für Didaktik und Lehrforschung in der Medizin, der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen und Kolleg:innen aus dem bundesweiten ÖGD entwickeln wir kompetenzbasierte Lehrangeboten im ÖGD weiter durch die gemeinsame Erstellung von Anvertraubaren Professionellen Tätigkeiten (APT) für das PJ im Fach Öffentliches Gesundheitswesen (ÖGW).  Weitere Informationen finden Sie in Publikationen hier und hier.

  • Infektionsepidemiologisches Trainingsprogramm für den öffentlichen Gesundheitsdienst

Schaffung einer Evidenzgrundlage zur Entwicklung eines effektiven und kompakten infektionsepidemiologischen Trainingsprogramms für den öffentlichen Gesundheitsdienst in einem Kooperationsprojekt mit dem Robert Koch-Institut und der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (Kurztitel: FEPT4ÖGD).

  • Kartierung der Fächerinhalte ÖGW im Curriculum Humanmedizin

Das Fach Öffentliches Gesundheitswesen (ÖGW) ist bisher nur an einzelnen Fakultäten als Wahlfach und noch seltener als eines der Pflichtfächer im Medizinstudium verankert. Die Professur Öffentliche Gesundheit kartiert deshalb im Nationalen Kompetenzorientierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) alle Lernziele, die zu einem Fach ÖGW gehören sollten, um einen Orientierungsrahmen für Studierende, Lehrende und Prüfende zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen und zahlreichen Kolleg:innen aus dem ÖGD wird auf der Basis eines systematischen Konsensusprozesses eine umfassende Fächerempfehlung für das Fach ÖGW im NKLM erstellt.