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Ferienlager 2017

Ferienlager 2017

In diesem Jahr brachen wir mit der Tradition. Nicht nur, dass das Ferienlager erstmals in Halbendorf an der Spree stattfand, nein es war auch eine altersgemischte Gruppe von 6 bis 18 Jahren, die eine Woche gemeinsam viel erlebte und eine Menge Spaß hatte.

Das Ferienlager wurde in der letzten Sommerferienwoche vom 30.7. bis 4.8.2017 veranstaltet. 17 CI-versorgte Kinder und ein normalhörendes Kind nahmen am Ferienlager teil. Betreut wurden die Kinder und Jugendlichen von Frau Papesch, Frau Kirschstein, Frau Tinten (selbst CI-Trägerin), Frau Türk und Herrn Mattheus. Laura Göckeritz, die die Jahre zuvor als Teilnehmerin des Ferienlagers mitgefahren war, übernahm als Älteste der Gruppe auch Betreuungsaufgaben und unterstützte damit die Mitarbeiter des SCIC sehr.

Am 30.7. bezogen wir unsere Unterkunft, Haus 1, im Waldschulheim in Halbendorf an der Spree. Der Ort liegt mitten im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide-und Teichlandschaft.

Ein Fotoprojekt bildete die Hauptthematik des Ferienlagers. Für das Projekt wurden zwei Altersgruppen gebildet. Die Gruppe mit den Jugendlichen wurde durch Frau Kirschstein geleitet und die kleineren Teilnehmer konnten Erfahrungen mit der Fotografie bei Frau Papesch sammeln.

Nachdem die ersten Heimwehtränchen getrocknet waren und ein Kennlernabend am Sonntag mit Spielen dazu beitrug, dass schon ein paar Namen der Teilnehmer und Betreuer gefestigt wurden, startete am Montag das Fotoprojekt.

Die jüngere Altersgruppe lernte die Perspektiven Frosch- und Vogelperspektive kennen und die Großen wurden langsam an ihr spezielles Fotoprojekt herangeführt. Sie sollten nicht nur Perspektiven kennenlernen, sondern sich auch mit ihren Fotos auseinander setzen. Bilder wurden betrachtet und interpretiert. Es gab Körperübungen zum Thema Foto. Einer war der Fotograf, der das Motiv auswählte, der andere der Fotoapparat.

Ziel für die jüngere Altersgruppe war die Ich- Darstellung. Wie lautet mein Name, was ist meine Lieblingsfarbe, wie alt bin ich, wie sehe ich aus wenn ich unterschiedliche Emotionen ausdrücke, was ist mein Berufswunsch…

Die ältere Gruppe sollte am Ende der Woche eine Reihe von „übersinnlichen“ Fotomontagen erstellen, die sich im Lauf der Woche immer weiter entwickelten. Die Thematik der Motive war: „Ich kann alles schaffen, sogar das Unmögliche.“ Sie lernten auch sich vom reinen „Knipsen“ zu lösen und ihre Fotos bewusster zu gestalten oder Motive selbst zu arrangieren.

Durch die Projekte lernten sich die Kinder- und Jugendlichen besser kennen und entwickelten als Team zusammen Ideen.

Aber es wurde nicht nur kräftig „gearbeitet“, es fanden auch Freizeitaktivitäten statt.

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Am Montag konnte nach „erfolgreicher Fahrradprüfung“ an den Olbasee geradelt werden.

Eine kleine Gruppe von Betreuern und Kindern fand es dabei schön, besonders lange unterwegs zu sein und den See auch mal von der anderen Seite kennenzulernen. Aber sie erreichte dennoch das Ziel und alle genossen das kühle Nass. Am Abend fand ein Vortrag von Frau Tinten über „Das Hören“ statt. Beim Brainstorming fielen den Kinder- und Jugendlichen viele Begriffe ein, die die Leistung der Ohren beschreiben und mit dem Hören in Zusammenhang stehen.

Am Dienstag wurde von uns das Biosphärenreservat erkundet. Wir trafen uns am „Haus der tausend Teiche“ in Wartha. Dort wurden wir in Form einer „Teich-Ralley“ über den Naturlehrpfad geführt. Nach erfolgreicher Beantwortung der Fragen konnten ein paar Preise und ein Kinogutschein für den Donnerstag ergattert werden.

Der Saurierpark in Kleinwelka bei Bautzen wurde am nächsten Tag angesteuert. Mit einem kleinen, gemieteten Bus wurden wir direkt von Tür zu Tür gebracht. Im Saurierpark konnte viel entdeckt werden. Es wurde geklettert, geschaukelt und fotografiert. An einer Stelle bewegten sich sogar die Erde und ein Bäumchen, da die Dinosaurier so „schwer auftraten“.

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Der Abend schloss durch einen Wellnessveranstaltung. Es wurde noch frische, alkoholfreie Melonenbowle zubereitet und ein paar Masken z.B. eine Schokomaske zum Aufessen. Die Masken wurden dann großflächig auf die Gesichter verteilt, was sehr lustig aussah. Sogar die Jungs machten fleißig mit.

Nun ganz entspannt, begannen wir den Donnerstag. Wie jeden Morgen wurden ein paar Warm-ups durchgeführt, damit auch die müdesten Teilnehmer frisch in den Tag starteten. Vormittags arbeiteten alle fleißig am Fotoprojekt und am Mittag ging es mit dem Bus nach Bautzen. Dort wurde der Film „Ich - Einfach unverbesserlich 3“ angeschaut, begleitet von leckerem Popcorn und Softdrinks. Die kleinen gelben Minions brachten nicht nur die Kleinen zum Lachen. Abends wurde eine Disko mit DJ Maik vom Waldschulheim organisiert, die durch ein paar Mädchen und die Betreuerinnen genutzt wurde. Die anderen Kinder bevorzugten lieber die Handyzeit oder verbrachten ihre Freizeit in der Außenanlage.

Der Freitag brach an. Die Großen radelten noch einmal an den Olbasee zum Baden. Dann wurde der Abschlussabend vorbereitet. Denn es stand eine Präsentation des Fotoprojekts an. Laura, Anna und Vivien studierten mit Hannah ein Lied von Adel Tawil in Gebärdensprache ein: „Ich bin wie ich bin“.

Am späten Nachmittag reisten die Eltern und Familien der Kinder- und Jugendlichen an. Das Abendprogramm bestand u.a. aus der szenischen Darstellung der Ferienlagererlebnisse, sowie der Präsentation der Fotomontagen. Die Kleinen stellten sich vor, anhand von Bildern zu ihrem Namen, ihrem Alter und ihrem Berufswunsch. Den Abschluss bildete das gebärdete Lied von Adel Tawil, wo natürlich auch lautsprachlich kräftig mitgesungen wurde.

Die Grillmeister kümmerten sich um die lecker Steaks und Grillwürste, die dann gemeinsam mit Brot und Salaten verspeist werden konnten.

Nachdem der Austausch und die Plaudereien einen Ausklang fanden, machten sich alle nach und nach auf die Heimreise.

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Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr mit Euch und danken allen Sponsoren und Helfern des SCIC-Ferienlagers für ihre Unterstützung.