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Tagesklinik für Somatoforme Störungen (PISO)

Die PISO Tagesklinik für somatoformen Störungen bietet ein achtwöchiges spezialisiertes Behandlungsprogramm für Patienten an, die an körperlichen Beschwerden ohne erkennbare Ursache oder an Krankheitsängsten leiden. „PISO“ steht dabei für die Psychodynamisch Interaktionelle Therapie bei Somatoformen Störungen. Das Behandlungsprogramm beinhaltet eine differenzierte Diagnostik und bei Bedarf eine kontinuierliche Nachbetreuung und eine Auffrischungswoche nach ca. neun Monaten, damit die Behandlung erfolgreich sein kann.

Unsere Behandlungsschwerpunkte

Somatoforme Störungen unter Berücksichtigung komorbider depressiver Symptome und Ängste

Therapieangebote

Die Behandlungseinheiten beinhalten:

Gruppenpsychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Gruppenpsychotherapie zielt auf den Gesprächsaustausch innerhalb der Patientengruppe unter Moderation eines Psychotherapeuten ab. Themen sind hier beispielsweise der Umgang mit den aktuellen Beschwerden und das emotionale Erleben. Es wird an einem bio-psycho-sozialen Krankheitsverständnis gearbeitet und ein Bezug zwischen den körperlichen Beschwerden zu Stress und Belastungen sowie zu Beziehungserfahrungen hergestellt.

Einzelpsychotherapie

Einmal pro Woche finden Einzelgespräche mit dem Bezugstherapeuten statt. Hier wird Raum geboten für eine Nachbesprechung der Erfahrungen in der Gruppe und alle persönlichen Themen, über die der Patient sprechen möchte.

Körpertherapie

Gegenstand der Körpertherapie ist das Arbeiten mit dem eigenen Körper. Hier besteht die Möglichkeit, Gefühle in Bewegung zu bringen und miteinander ohne Worte zu kommunizieren. Bisherige Handlungs- und Beziehungsstrategien können sich zeigen, reflektiert und durch Üben in Bewegung verändert werden. Ziel ist es außerdem, die Beziehung zum eigenen Körper zu stärken und die Selbstwahrnehmung zu verbessern.

Kunsttherapie

Ein weiteres nicht sprachgebundenes Therapieverfahren ist die Kunsttherapie, in der Patienten die Möglichkeit haben, persönliche Themen mit gestalterischen Mitteln zum Ausdruck zu bringen und einen Zugang zur eigenen Kreativität, zu persönlichen Ressourcen und neue Sichtweisen und Möglichkeiten zu finden. Vorgeschlagene Themen sollen den Teilnehmer anregen, eigene innere Bilder entstehen zu lassen sowie eigene Lösungswege zu finden.

Psychoedukation

Ziel der Psychoedukation ist es, ein Verständnis für die eigenen Beschwerden zu entwickeln, Zusammenhänge zwischen dem eigenen Erleben, Verhalten und körperlichen Reaktionen zu erkennen und den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit zu fördern. Dies geschieht durch Wissensvermittlung sowie durch den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern.

Biofeedback

Das Biofeedback ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, bei dem körperliche Prozesse, die nicht oder nur ungenau wahrgenommen werden, rückgemeldet und damit bewusst gemacht werden können. So entzieht sich beispielsweise der Blutdruck unserer bewussten Wahrnehmung und auch bestimmte Muskelanspannungen werden oft nur ungenau wahrgenommen. Beim Biofeedback werden die mit technischer Hilfe registrierten physiologischen Prozesse in graphischer oder akustischer Form am Computer dargestellt. Ziel der Biofeedback-Therapie ist die Wahrnehmung und gezielte Beeinflussung physiologischer Prozesse. Somit kann es als Unterstützung im Entspannungstraining, in der Haltungsschulung oder in der spezifischen Symptomreduktion (z.B. bei Migräne) eingesetzt werden.

Gruppentraining sozialer Kompetenzen

Im Rahmen dieses Trainings werden soziale Kompetenzen, das heißt Fertigkeiten, die für die Interaktion mit anderen Menschen nützlich sind, vermittelt, geübt und vertieft. Abgestimmt auf das jeweilige Stundenthema werden hilfreiche, bewährte Strategien erlernt, Erfahrungen untereinander ausgetauscht und Erlerntes in Rollenspielen ausprobiert.

Progressive Muskelentspannung nach E. Jacobson

Diese leicht erlernbare, effektive Entspannungsmethode stellt eine Alternative bzw. Ergänzung zu anderen Entspannungstechniken dar. In einer bestimmten Reihenfolge werden verschiedene Muskelgruppen des Körpers jeweils einzeln für einige Sekunden angespannt und unmittelbar danach wieder entspannt. Ziel dieser Form der Entspannung ist es, den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung wahrzunehmen und dadurch Anspannung abzubauen und einen möglichst intensiven Entspannungszustand zu erleben.

Achtsamkeit

Das Achtsamkeitstraining besteht aus Übungen, die auf eine achtsame Selbstwahrnehmung abzielen. Der Übende nimmt dabei eine Beobachterrolle ein und achtet auf die eigenen Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle, die möglichst wertfrei wahrgenommen werden.

Genusstraining

Im Mittelpunkt stehen hier die positiven Aspekte des Lebens. Dabei sollen auch Dinge, die uns täglich begegnen, entsprechend wertgeschätzt werden, indem Zeit für das intensive Wahrnehmen mit allen Sinnen und das daraus resultierende Genusserlebnis gegeben wird. Ziel ist es, wieder oder neu zu entdecken, wie man sich selbst etwas Gutes tun kann.

Körperliche Aktivierung

Ein bewährter und wichtiger Therapiebaustein ist die körperliche Aktivierung. Patienten werden zu täglicher regelmäßiger moderater Aktivität angehalten. Einmal wöchentlich findet eine angeleitete Sportgruppe statt.

Weitere Informationen und Downloads

Das Team der Tagesklinik für Somatoforme Störungen (PISO)

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Dr. rer. medic. Christoph Schilling

Leiter

Telefon: 0351 458 2525


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Anke Mann-Stoppel

Sekretariat

Telefon: 0351 458 7084
FAX: 0351 458 7286


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M. Sc.-Psych. Katrin Konold

Psychologin

Telefon: 0351 458 2205


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Claudia Potreck

Körpertherapeutin

Telefon: 0351 458 19785


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Anne Walther

Kunsttherapeutin

Telefon: 0351 458 4599


Pflegeteam:

Sandra Richter
Mandy Schlegel


PiP-ler:

Dipl.-Psych. Lena Richter