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Verstopfung, Obstipation

Verstopfung, Obstipation im Kindesalter

Hat mein Kind eine Verstopfung?

Die Verstopfung bzw. problematische Stuhlentleerung oder Obstipation ist im Kindesalter, insbesondere in der westlichen Welt, ein recht häufiges Symptom. Unbehandelt kann Sie zu starkem Aufstau von Stuhl und Ausmauerung des Darms führen, wodurch dann eine Entleerung sehr schwierig oder sogar unmöglich ist. In der Mehrzahl der Fälle liegt der Verstopfung keine angeborene Erkrankung zugrunde, sondern besteht in einer gestörten Funktion des Enddarms, welche mit einfachen Maßnahmen gut zu beheben ist. In seltenen Fällen liegt eine angeborene Ursache vor, welche mit einer ausführlichen Erhebung des Beschwerdeverlaufs sowie ggf. weiterer Diagnostik ausgeschlossen bzw. bestätigt werden kann.

Welche Zeichen sprechen für das Vorliegen einer Verstopfung?

  • Ihr Kind hat nach dem Erreichen der willkürlichen Kontrolle der Stuhlentleerung nur zweimal oder weniger pro Woche Stuhlgang auf Toilette oder dem Töpfchen?
  • Es geht nach dem Erreichen der Stuhlkontrolle trotzdem noch etwas Stuhl, die sogenannte „Bremsspur“, oder sogar größere Mengen von Stuhl in die Hose?
  • Ihr Kind verkneift sich sichtlich den Gang zur Toilette zur Stuhlentleerung?
  • Gibt es Episoden von sehr festem Stuhl oder Schmerzen bei Stuhlentleerung?
  • Es treten regelmäßig Schmerzen im linken Unterbauch auf oder der Bauch ist deutlich vorgewölbt?
  • Ihr Kind hat sehr voluminöse Stuhlgänge, welche die Toilette verstopfen können?

Dann ist es wahrscheinlich, dass Ihr Kind an einer Verstopfung leidet.

Wann kommt es zu einer Verstopfung?

Am Häufigsten ist die Ernährung des Kindes die Ursache die Verstopfung, allem voran der Verzehr von stopfenden Lebensmitteln wie Schokolade oder Banane und eine unzureichende Versorgung mit ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Gemüse. Aber auch andere Faktoren wie Kuhmilch-Eiweiß-Unverträglichkeit, psychische Belastungssituationen oder angeborene Fehlbildungen können ursächlich dafür sein.

Was kann man gegen die Verstopfung tun? In den meisten Fällen können bereits einfache Maßnahmen wie eine Ernährungs-umstellung, das Achten auf ausreichende Trinkmengen und regelmäßige Bewegung Linderung bringen. Zudem ist auf regelmäßige Toilettengänge nach den Hauptmahlzeiten zu achten.

Ist die Symptomatik hierdurch nicht zu beheben, sollte zunächst die Vorstellung beim Kinderarzt erfolgen. Eine ausführliche Befragung über  die bestehenden Beschwerden und eventuell bestehende weitere Erkrankungen Ihres Kindes kann bereits Hinweise auf die zugrundeliegende Ursache geben. Zur Unterstützung dienen dem Kinderarzt bzw. uns hierzu der von den Eltern ausgefüllte Stuhlkalender und ein Fragebogen bezüglich des Stuhl- und Harnentleerungsverhaltens des Kindes. Hiernach können sich, wenn notwendig, weitere Untersuchungen zum Ausschluss einer die Beschwerden verursachenden Erkrankung, anschließen.