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Metastasenchirurgie

Bei Vorliegen einzelner Metastasen, die entweder bei Erstdiagnose einer Tumorerkrankung (primäre Metastasen) oder bei Wiederkehr nach initial heilendem Therapieansatz (sekundäre Metastasen) diagnostiziert werden, kann je nach Herkunft des Tumors die operative Metastasenentfernung eine sinnvolle Therapieoption sein. Dies trifft insbesondere für das Nierenzellkarzinom und ferner für das Prostatakarzinom zu. Hierfür ist zuvor eine aufwendige bildgebende Diagnostik notwendig, um das Vorliegen weiterer Metastasen auszuschließen. Bei Verdacht auf Prostatakarzinommetastasen steht hierbei eine molekulare Bildgebung mittels PSMA-PET/CT im Vordergrund. Je nach Art der Metastase (Lymphknoten, Viszeralorgane oder Knochen), erfolgt die operative Entfernung der Metastasen in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Kollegen der Viszeral- und Thoraxchirurgie, Tumororthopädie und Neurochirurgie. Als Besonderheit bieten wir beim Prostatakarzinom die Gammasonden-gesteuerte Lymphknotenentfernung an. Hierbei macht man sich das für die Prostata spezifische PSMA zunutze (sog. Die PSMA-radioguided Surgery). Ob eine Metastasenchirurgie bei Ihnen möglich und onkologisch sinnvoll ist, ist von vielen Faktoren abhängig. Daher werden alle Fälle, bei denen eine solche Therapieform in Frage kommt, in einem interdisziplinären Tumorboard im Expertenkreis diskutiert und das Ergebnis im Anschluss mit den Betroffenen individuell besprochen (Link). Einen wichtigen Stellenwert hat die Metastasenchirurgie auch beim metastasierten Hodentumor. Je nach Ansprechen der initialen Chemotherapie kann die Notwendigkeit für eine Entfernung der verbliebenen Metastasen bestehen. Dies erfolgt nach interdisziplinärer Abstimmung in Zusammenarbeit mit der Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie, Tumororthopädie und Neurochirurgie.