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Kompetenzzentrum Traumaambulanzen in Sachsen

Koordinierungsstelle Kompetenzzentrum Traumaambulanzen – Projekt zur Forcierung der Implementierung von Traumaambulanzen in Sachsen

Projekthintergrund:

Kompetenzzentrum.jpgDer Freistaat Sachsen setzt sich seit 2013 intensiv dafür ein, dass für Opfer von Gewalttaten eineschnellere und qualifiziertere psychosoziale Unterstützung vorgehalten wird. Besonders Opfer von Gewalttaten nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) sind oftmals von starken psychischen Folgesymptomen betroffen. Deswegen benötigen sie zeitnahe Hilfe.

Das OEG regelt Entschädigungsleistungen für Opfer von Gewalttaten. Anspruch auf Versorgung nach dem OEG hat, wer infolge eines vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriffs gegen seine oder eine andere Person oder durch dessen rechtmäßige Abwehr eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat. Die antragsbearbeitende Stelle in Sachsen ist der Kommunale Sozialverband Sachsen (KSV).

In Traumaambulanzen nach dem OEG werden Menschen nach Gewalterfahrungen trauma-therapeutisch begleitet. Durch den unbürokratischen, schnellen und niedrigschwelligen Zugang können Betroffene die eigenen Reaktionen auf das Erlebte verstehen und einordnen. Ziel dieser Intervention ist die Verhinderung einer Chronifizierung von Beschwerden, die eine längerfristige Behandlung und damit einhergehende Folgekosten verursachen würden.

Seit 01.01.2021 wurde durch das Soziale Entschädigungsrecht (SER) der Anspruch auf zeitnahe, schnelle psychische Hilfe für die Berechtigten nach dem OEG gesetzlich verankert. Damit erhalten Erwachsene max. 15 Stunden sowie Kinder und Jugendliche max. 18 Behandlungsstunden.

Ziele des Kompetenzzentrums:

Seit 15.05.2013 erhält das Projekt Kompetenzzentrum Traumaambulanzen Förderung durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Projektleitung hat Dr. Julia Schellong inne, die als Oberärztin der Psychotraumatologie an der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Dresden tätig ist.

Das Kompetenzzentrum Traumaambulanzen in Sachsen verfolgt folgende Vision und Mission:

Vision:

Alle Menschen in Sachsen, die Opfer einer Gewalttat nach OEG geworden sind, erhalten niedrigschwelligen Zugang zu einer zeitnah beginnenden, leitliniengerechten, schnellen psychischen Hilfe, die in einer vom Wohnort in erreichbarer Entfernung gelegenen Traumaambulanz stattfindet. 

Mission:

Implementierung eines flächendeckenden Netzwerks an Traumaambulanzen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche in Sachsen sowie fachlich-organisatorische Unterstützung durch ein sachsenweit agierendes Kompetenzzentrum.

Derzeit existieren in Sachsen vier Traumaambulanzen für Gewaltopfer nach dem OEG. In Dresden, Chemnitz und Zschadraß stehen diese für erwachsene Gewaltopfer zur Verfügung. Außerdem ist in Dresden eine Traumaambulanz für Gewaltopfer im Kindes- und Jugendalter vorhanden. Wie in der Mission formuliert, ist dieser flächendeckende Ausbau von Traumaambulanzen das erklärte Ziel des Kompetenzzentrums Traumaambulanzen. Dazu unterstützen wir die Standorte bei der Gründung, Erweiterung und in ihrer täglichen Arbeit. Wir sind bei der Klärung von fachlichen und organisatorischen Anliegen behilflich, stärken die Standorte mit Fachinformationen und unterstützen bei der Öffentlichkeitsarbeit. Weiterhin übernehmen wir die wissenschaftliche Begleitforschung sowie Vernetzungsaufgaben mit verschiedensten Akteuren.

Kontakt:


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Dr. med. Julia Schellong

Leitende OÄ und OÄ Psychotraumatologie, Projektleiterin


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Marisa Böttcher M.Sc.

Wissenschaftliche Koordinatorin

+49 351 458 19255 
kompetenzzentrum.traumaambulanzen@ukdd.de 


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Susann Dietze

Administrative Koordinatorin

+49 351 458 19255 
kompetenzzentrum.traumaambulanzen@ukdd.de 


Laufzeit:

15.05.2013 bis 31.12.2014
01.08.2015 bis 31.12.2020
01.01.2021 bis 31.12.2022 beantragt

Förderung:
Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Weiterführende Projekte: