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Trauer

Trauer ist eine universelle menschliche Erfahrung. Für die meisten Menschen dauert Trauer um einen wichtigen Menschen zwischen zwei und sechs Monaten und bedarf keiner Behandlung. Auch, wenn die Anzeichen einer leichten depressiven Verstimmung ähneln können (z.B. Traurigkeit, Schlaflosigkeit), wird üblicherweise keine klinische Störung diagnostiziert. Trauer ist immer individuell und weist auch kulturell große Unterschiede auf.

Trauer und Depression

Manchmal ist es nicht leicht, Trauer von einer depressiven Störung abzugrenzen.  Es ist jedoch bekannt, dass manche Beschwerden, die bei einer Depression von Bedeutung sind (z.B. niedriger Selbstwert, Gefühle der Wertlosigkeit) bei Betroffenen der verlängerten Trauerreaktion nicht im Vordergrund stehen. Auch das Risiko für Suizidalität wird bei der Depression deutlich höher eingeschätzt, als bei der Trauerreaktion. Ein aufmerksames Abwarten, um zu erkennen, ob sich Betroffene von ihrer gesunden Trauer erholen oder in Richtung einer Depression gehen, ist essenziell