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„Rope of Solidarity“ - Film erzählt über den Gipfelsturm von Brustkrebs betroffener FrauenFoto: Peter Dammann
04. November 2014

„Rope of Solidarity“ - Film erzählt über den Gipfelsturm von Brustkrebs betroffener Frauen

Dokumentarfilm der Schweizer Regisseurin Gabriele Schärer wird am 21. November erstmals in Dresden aufgeführt

Im Dokumentarfilm „Rope of Solidarity“ von Regisseurin Gabriele Schärer steigen 100 von Brustkrebs betroffene Frauen auf einen auf 4.000 Meter liegenden Gipfel. Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum, unterstützt den Film, da er etwas sehr Wertvolles für Patientinnen zeige: „Körperliche Aktivitäten spielen eine wichtige Rolle im Genesungsprozess der von Brustkrebs betroffenen Frauen und geben ihnen Vertrauen in den eigenen Körper zurück“, erklärt die Krebsexpertin. Der Film zeigt die Ängste, aber vor allem den Enthusiasmus der Betroffenen. Das „Kino in der Fabrik“ lädt am 21. November um 17 Uhr zur Dresden-Premiere ein.

100 Frauen aus ganz Europa hatten sich 2011 zusammengefunden, um das 4.162 Meter hohe Breithorn bei Zermatt in der Schweiz zu besteigen – jede von ihnen litt unter Brustkrebs oder hatte die Therapie gerade hinter sich. Die Regisseurin Gabriele Schärer begleitete diese beeindruckenden Gruppe und erzählt in dem Dokumentarfilm „Rope of Solidarity“ von den Herausforderungen Erfahrungen der Frauen bei und vor dem Gipfelsturm.

Am Freitag, dem 21. November, um 17 Uhr feiert der Film die Dresden-Premiere im Kino in der Fabrik (Tharandter Straße 33, 01159 Dresden). Regisseurin Gabriele Schärer zeigt in atemberaubenden Panoramabildern den Aufstieg der Seilschaft. Die 15 Frauen, die in dem Film ihre persönliche Geschichte erzählen, kennen extreme Herausforderungen und die Erfahrungen, an körperliche und psychische Grenzen zu gehen. Sie schildern, wie eine lange und schwere Krankheit das Leben verändert: Vor allem ihren Körper, ihre Beziehungen und ihre Arbeit. Doch am Ende zeigt sich ihr wunderbarer Hunger auf Leben.

Die Diagnose „Krebs“ versetzt die Betroffenen nach wie vor in einen Ausnahmezustand – daran konnte der enorme Fortschritt in der Krebstherapie nichts ändern. Zwar sind Tumorerkrankungen heute in vielen Fällen heilbar oder mit einer langen Überlebenszeit verbunden, doch die Behandlung belastet die Patienten weiterhin erheblich – trotz zunehmend geringerer Nebenwirkungen von Medikamenten und mitunter schonenderen OP-Verfahren. „Brustkrebspatientinnen stehen unter einem besonders hohen seelischen Druck. Durch die Diagnose ‚Brustkrebs‘ kann ihr Selbstwertgefühl leiden, was wiederum die psychische Bewältigung der Krankheit erschwert“, so Prof. Pauline Wimberger. Der Film sei ein Hoffnungsmacher und zeige, dass es sich lohnt aktiv zu sein.

Der Besuch der Premiere von „Rope of Solidarity“ kostet fünf Euro.