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Forschungsschwerpunkt Molekulare Gynäkologische Onkologie

Trotz Fortschritten in der Behandlung erleiden immer noch etwa 30 % der Patientinnen mit einem Mammakarzinom, bzw. etwa 70 % der Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom ein Rezidiv, was die Etablierung neuer Biomarkerkonzepte äußerst wünschenswert macht. In diesem Zusammenhang widmet sich unsere Arbeitsgruppe unter der klinischen Leitung von Frau Prof. Dr. med. Pauline Wimberger und unter der molekularbiologischen Leitung von Herrn Dr. rer. nat. Jan Dominik Kuhlmann der Identifizierung neuer Biomarkerkonzepte für Prädiktion und Individualisierung der Prognose bei gynäkologischen Malignomen. Hauptschwerpunkt unserer Arbeit soll sein, molekulare Biomarker zu identifizieren, die uns Aufschluss über entscheidende klinische Parameter, wie etwa Resistenz gegenüber platinbasierter Chemotherapie, Ansprechen auf antiangiogene Therapiekonzepte, Tumorzelldisseminierung ins Knochenmark oder Rezidiventwicklung und Prognose liefern.

Untersuchung des Primärtumors

Im Rahmen dieser Fragestellung fokussieren wir uns zunächst auf molekularbiologische Veränderungen im Primärtumor, die wir nachfolgend mit dem Krankheitsverlauf und den klinischen Parametern der Patientinnen korrelieren. Da der Primärtumor jedoch ausschließlich zum Zeitpunkt der Primärdiagnose zur Verfügung steht, sollen im Weiteren experimentelle Strategien zur Biomarkeridentifikation auf ein blutbasiertes System übertragen werden.

Untersuchung im peripheren Blut im Sinne einer „Real-Time-Liquid-Biopsy“

Durch gezielte Untersuchungen soll ebenso geprüft werden, inwieweit das Blut der Patientinnen im Sinne eines „Therapiemonitoring“ nutzbar sein kann. In diesem Zusammenhang beschäftigen wir uns zum einen mit der immunomagnetischen Anreicherung zirkulierender Tumorzellen (ZTZ) aus dem Blut sowie mit der molekularen Charakterisierung dieser Zellen im Hinblick auf die Expression platinresistenzassoziierter, epithelspezifischer und stammzellassoziierter Gentranskripte.
Neben der Charakterisierung intakter ZTZ im Blut interessieren wir uns weiterführend für die molekularbiologische Analyse von Blutserum, bzw. die Charakterisierung zellfreier zirkulierender Nukleinsäuren. Hier wollen wir uns zum einen auf die Detektion tumorassoziierter Alterationen in zirkulierender DNA fokussieren. Zum anderen gilt unser Interesse zirkulierenden microRNA. Hierbei handelt es sich um negativ-genregulatorische RNA-Moleküle, die nachweislich in das Netzwerk tumorbiologisch relevanter Signalwege involviert sind. Unser Ziel ist es, das Expressionsprofil zirkulierender microRNA im Blut gynäkologischer Tumorpatienten zu untersuchen und die klinische Relevanz der gewonnen Erkenntnisse im Sinner nicht-invasiver diagnostischer Verfahren zu prüfen.

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