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Chronische Wunden

Wir stehen für Kompetenz

Eine tragende Säule der Plastischen Chirurgie ist das umfangreiche Gebiet der Rekonstruktion. In der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Universitätsklinikum Dresden werden Sie von ausgewiesenen Spezialisten des Fachgebietes der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie, sowie Handchirurgie beraten und behandelt. In der Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie des Universitätsklinikums Dresden erhalten Sie höchste Kompetenz und höchstes Engagement nach höchsten wissenschaftlichen Standards zu Anwendung und Sicherheit.

Chronische Wunde – was ist das?

Wunden werden als chronisch bezeichnet, wenn sie über einen längeren Zeitraum trotz optimaler Behandlung keine Heilungstendenz zeigen. Verschiedene Krankheiten können zu einer Chronifizierung von Wunden führen, z.B.

  • Diabetes mellitus
  • Durchblutungsstörung (Erkrankung von Venen und Arterien)
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Schlechter Ernährungszustand
  • Dauernde Druckbelastung

Fremdkörper oder Infektionen stellen weitere Faktoren dar, die zu einer erschwerten Heilung führen. Neben dem Pflegeaufwand einer offenen Wunde treten zusätzlich Wundgeruch und Wundschmerzen auf.

wunde1.jpgWenn Sie an einer schlecht heilenden Wunde leiden, ist eine ärztliche Vorstellung notwendig. Eine Eigenbehandlung mit diversen Cremes, Honig, Zucker, Alkohol oder gefärbten Tinkturen sind nicht empfehlenswert und können die Situation verschlechtern.

Welche Behandlungskonzepte bei chronisch Wunden gibt es?

Bei der Behandlung einer chronischen Wunde ist ein interdisziplinärer Behandlungsansatz notwendig. Eventuelle Begleiterkrankungen oder Ursachen wie z.B. schlecht eingestellter oder sogar entgleister Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen der Beine  oder Mangelernährung sollten abgeklärt und ggf. medikamentös behandelt werden. Dafür ist eine umfangreiche Diagnostik mit Blutentnahmen, anfertigen von Röntgenbilder oder CT- Aufnahmen, Urintest, Angiographie oder Sonographie der Beine notwendig. Eventuell ist eine Vorstellung in einer Spezialabteilung z.B. zur Überprüfung der Durchblutung der Beine notwendig.

Neben dieser notwendigen Umfelddiagnostik ist eine genaue Begutachtung der Wundverhältnisse unabdingbar. In dieser Wundbegutachtung wird in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Dermatologie ein Therapieregime festgelegt. Die meisten Wunden lassen sich mit konservativen Maßnahmen wie Wundreinigung und modernen Wundauflagen therapieren.

Bei Erfolglosigkeit der konservativen Maßnahmen oder primär operationsbedürftigen Wunden erfolgt eine Vorstellung in der Plastischen und Handchirurgischen Sprechstunde zur Planung der Operation.

Welche operativen Maßnahmen gibt es?

wunde4.jpg

Das Spektrum der plastischen Chirurgie bietet umfangreiche Therapieoptionen zur Behandlung von chronischen Wunden. Initial erfolgt eine Wundsäuberung. Anschließend kann je nach Wunde eine plastische Deckung  erfolgen mittels:

  • zeitweiser Unterdrucktherapie
  • Hauttransplantation
  • Lokale Lappen

Bei ausgedehnten und sehr tiefen Wunden oder bei Gefahr eines Extremitätenverlustes kann eine freie Gewebetransplantation notwendig sein. Dieses sehr aufwendige OP-Verfahren ist oftmals die letzte Hoffnung für ausgedehnte Wunden an den Extremitäten. In ganz seltenen Fälle kann eine Amputation trotz allen Bemühungen nicht vermieden werden.