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Spezialsprechstunden

Glaukomsprechstunde

Liebe Patientin, lieber Patient,

die Glaukomsprechstunde hat ihren festen Platz in unserer Poliklinik. Die Sprechstunde wird von OÄ Dr. med. Karin Pillunat geleitet.

Im Rahmen der Glaukomsprechstunde werden Patienten mitbetreut, die uns von niedergelassenen Augenärzten überwiesen werden. Dabei kann es um verschiedenste Aspekte der Glaukomerkrankung gehen. So kann z.B. ein Verdacht auf ein Glaukom vorliegen und die Diagnose muss durch weitere Spezialuntersuchungen gesichert oder ausgeschlossen werden. Häufig geht es auch darum, ob eine medikamentöse Therapie ausreicht, geändert werden soll oder ggf. eine Operation notwendig ist.

Die Glaukomsprechstunde ersetzt also nicht die Betreuung durch Ihren Augenarzt, sondern unterstützt diese mit zusätzlichen Untersuchungen und Empfehlungen. Da es sich bei der Glaukomerkrankung um eine langsam fortschreitende chronische Erkrankung handelt, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Ihrem Augenarzt und der Klinik von ganz besonderer Wichtigkeit.

Aus diesem Grunde werden von uns in der Glaukomsprechstunde nur Patienten betreut, die von ihrem Augenarzt mit einem gültigen Überweisungsschein in unsere Klinik überwiesen werden. Wenn Sie selbst wünschen, sich einmal in der Glaukomsprechstunde vorzustellen, sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt. In der Regel stellt er Ihnen dann eine Überweisung aus. Ihr Augenarzt leitet den Überweisungsschein an uns weiter und wir vereinbaren dann mit Ihnen einen entsprechenden Termin.

Wenn Sie einen Termin in der Glaukomsprechstunde haben, melden Sie sich bitte in der Anmeldung. Nach der Anmeldung bei den Schwestern wird zunächst Ihre Sehschärfe überprüft. Nach einer Voruntersuchung durch einen Assistenzarzt werden ggf. weiterführende Untersuchungen im Glaukomlabor veranlasst. Anschließend werden dann erhobenen Befunde mit dem Oberarzt besprochen und mit Ihnen das weitere Vorgehen festlegt. Selbstverständlich erhält Ihr behandelnder Augenarzt einen ausführlichen Bericht.

Um Sie bestmöglich betreuen zu können, möchten wir Sie bitten, uns bei Vorstellung einige Informationen von Ihrem Augenarzt mitzubringen. Hierfür haben wir ein Formular vorbereitet, dass Sie bitte ausgefüllt zur Untersuchung mitbringen. Das Formular können Sie herunterladen. Zusätzlich wäre es sehr hilfreich, wenn Sie uns die letzte Gesichtsfeldprüfung in Kopie mitbringen könnten. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Wenn Sie noch weitere Informationen über wichtige Aspekte der Glaukomerkrankung und insbesondere über unser Leistungsspektrum bezüglich Diagnostik und Therapie des Glaukoms an der Universitäts-Augenklinik Dresden haben möchten, klicken Sie bitte auf unsere Informationsseiten für Glaukompatienten. Wir hoffen, dass diese Informationen für Sie hilfreich sind. Sollten Sie Fragen oder Anregungen bezüglich der Glaukomsprechstunde haben, so nutzen Sie bitte das .

Weitere Informationen

Kontaktlinsensprechstunde

Die Möglichkeit der Kontaktlinsenanpassung in unserer Klinik steht grundsätzlich allen Patienten offen. Anpassungen erfolgen bei uns sowohl aus kosmetischen Gründen als auch aufgrund medizinischer Indikationen. Patienten können sich auf eigenen Wunsch hin bei uns melden oder werden aus der Klinik bzw. Poliklinik vorgestellt.

Beim Vorliegen einer medizinischen Indikation können die Kontaktlinsen teilweise bzw. vollständig über die Krankenkasse abgerechnet werden. Erfolgt die Anpassung aus kosmetischen Gründen, sind die entstehenden Kosten vom Patienten selbst zu tragen. Eine Abrechnung erfolgt erst nach erfolgreicher Anpassung. Die Höhe der Kosten richtet sich entscheidend nach dem angepassten Kontaktlinsentyp.

Im Rahmen einer Kontaktlinsenanpassung erfolgt beim ersten Termin eine Untersuchung der vorderen Augenabschnitte und damit die Abklärung, ob aus medizinischer Sicht das Tragen von Kontaktlinsen möglich ist. Gleichzeitig erhalten Sie eine Beratung und Aufklärung über die zur Anpassung möglichen Kontaktlinsen, ihre Handhabung und Pflege. Danach werden alle für die Anpassung notwendigen Daten erhoben (Vermessung der Hornhaut, Prüfung des Tränenfilms, Refraktionsbestimmung usw.). Daraus werden dann die Werte für die erste Probelinse ermittelt. Diese wird dann aus den vorhandenen Kontaktlinsenanpasssätzen ausgewählt bzw. bei komplizierteren Geometrien als Leihlinse beim Hersteller bestellt.

Anhand der Probelinse wird der Sitz der Kontaktlinse beurteilt. Je nachdem wie gut diese erste Kontaktlinse zentriert und bewegt, müssen eventuell noch weitere Probelinsen aufgesetzt werden. Ziel der Anpassung ist es, die Probelinse zu ermitteln, die einen optimalen Sitz aufweist. Dabei spielt die Rückflächengeometrie der Kontaktlinse die Hauptrolle. Über diese bestangepasste Probelinse erfolgt eine sogenannte Überrefraktion, bei der die notwendige Stärke (in dpt) für die bestmögliche Sehschärfe ermittelt wird. Diese Optik wird dann bei der Bestellung der Rezeptlinse realisiert.

Angepasst werden im Rahmen der Sprechstunde:

  • weiche Kontaktlinsen (Tageslinsen, Monatslinsen, Jahreslinsen - sphärisch und torisch)
  • formstabile gasdurchlässige Kontaktlinsen (in verschiedenen Geometrien)
  • Speziallinsen (z.B. Keratokonuslinsen, Babylinsen bei Linsenlosigkeit)

Die Räumlichkeiten für die Kontaktlinsenanpassung befinden sich in der Sehschule. Termine werden nach Absprache vergeben.

 

Babykontaktlinsen

Der Hauptgrund für die Anpassung von Kontaktlinsen bei Babys und Kindern ist die Linsenlosigkeit (Aphakie). Wird bei einem Neugeborenen eine angeborene Eintrübung der Augenlinse (kongenitale Katarakt) diagnostiziert, erfolgt in der Regel in den ersten 6 Lebenswochen eine operative Entfernung der Linse. Dies ist notwendig, da eine normale Entwicklung der Sehschärfe mit eingetrübter Linse nicht möglich ist. Eine Nichtbehandlung hätte eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) des Auges zur Folge. Die Eintrübung kann sowohl ein- als auch beidseitig auftreten. Auch im späteren Lebensalter können verschiedene Faktoren zur Eintrübung der Augenlinse führen.

Die Entstehung der angeborenen Linsentrübung kann verschiedene Ursachen haben. Genetische, infektiöse, medikamentöse und idiopathische Pathomechanismen führen zur Veränderung der klaren Proteine der Augenlinse. Die Erkrankung tritt besonders in Zusammenhang mit frühembryonalen Schädigungen wie zum Beispiel durch Röteln (40 - 60%), Mumps (10-22 %), Hepatitis (16 %) und Toxoplasmose (5 %) oder wird vererbt.
Da die Entfernung der Augenlinse zu einer starken Fehlsichtigkeit führt, wird bei Kindern im Schulalter bzw. bei Erwachsenen nach der Entfernung der eingetrübten Linse eine sog. Intraokularlinse eingesetzt. Bei Babies und Kleinkindern wird dieser innerhalb der ersten 2 bis 3 Lebensjahre nicht durchgeführt, da noch ein starkes
Augenwachstum erfolgt. Die Größenzunahme der Augen führt zu starken Differenzen der notwendigen Korrektion. Eine "starre" intraokulare Linse kann dabei keinen korrekten Ausgleich der Fehlsichtigkeit über einen längeren Zeitraum bieten. Auch die Korrektion mit der Brille bringt einige Nachteile mit sich. Sie führt zu einer starken Bildvergrößerung um 20 bis 30 %, zu Gesichtsfeldeinschränkungen (Ringskotomen), zu Abbildungsfehlern und bei einseitiger Katarakt zu einem Bildgrößenunterschied, der vom Gehirn nicht ausgeglichen werden kann. Weiterhin sind Brillengläser in diesen Korrektionswerten sehr schwer und durch ihre starke Mittendicke kosmetisch auffällig. Kontaktlinsen dagegen haben nur eine Bildvergrößerung von 8 bis 12 % und bieten keine Gesichtsfeldeinschränkungen. Mit ihnen ist eine schnelle Korrektionsänderung möglich.

Die Anpassung der Kontaktlinsen erfolgt möglichst in den ersten zwei Wochen nach Entfernung der Augenlinse. Zur Anpassung stehen verschieden Kontaktlinsentypen zur Auswahl, die je nach Alter, Gestalt der Hornhaut und Korrektionswerten ausgewählt werden.
Die Akzeptanz und Mitarbeit der Eltern ist dabei Voraussetzung für das erfolgreiche Anpassen und Langzeittragen von Kontaktlinsen bei Kindern.
Die Entwicklung der Sehschärfe nach kongenitaler Katarakt hängt von verschiedenen Faktoren ab - z. B. Dauer der Linsentrübung bis zur operativen Entfernung der Augenlinse, Alter bei dem die Katarakt einsetzte, Alter zum OP-Zeitpunkt, Dichte der Eintrübung, ein- oder beidseitiges Auftreten.
Die Art und Genauigkeit der optischen Korrektur, sowie die Akzeptanz spielen dabei eine wesentliche Rolle. Mit Hilfe der Kontaktlinsen ist die Entwicklung einer guten Sehleistung möglich.

Sehbehindertensprechstunde

Was ist eine Sehbehinderung?

Die internationale Klassifikation der Behinderungen durch die Weltgesundheits-organisation (WHO 1980) beschreibt eine Behinderung folgendermaßen:

  1. Schädigung (impairment)
  2. Funktionelle Einschränkung (disability)
  3. Soziale Beeinträchtigung (handycap)

Man versteht somit unter Behinderung eine sich aus dem Schaden ergebende funktionelle Einschränkung. Im Jahre 2002 wurde die Sehbehindertenambulanz erweitert. Es wurde eine wöchentliche Sprechstunde eingerichtet. Inzwischen werden jährlich etwa 150 Patienten betreut.

In der Sehbehindertenambulanz werden Patienten vorgestellt, die aufgrund einer stark verringerten Sehschärfe und/oder Gesichtsfeldausfällen Schwierigkeiten haben, Dinge des täglichen Lebens zu bewältigen. Es werden Kinder und Erwachsenen betreut. Die Terminvergabe erfolgt nach Vorlage eines Überweisungsscheines oder durch Überweisung von Klinik und Poliklinik.

Wir verfügen über alle gängigen optischen Hilfsmittel (Lupen, Leuchtlupen, Fernrohrsysteme, Kantenfilter) sowie über elektronische Bildschirmlesegeräte, Fernsehlesegeräte und eine Videolupe.

Bei besonderen Fragestellungen (Computerarbeitsplatz für Sehbehinderte, spezielle Kamera für das Erkennen des Tafelbildes für Schulkinder) können wir nach Rücksprache mit den Herstellern Probestellungen vereinbaren. Nach einer genauen Funktionsprüfung der Augen und Diagnosestellung werden gezielte Maßnahmen eingeleitet. Zwei Hauptaufgaben des visuellen Systems sind für die Bewältigung der alltäglichen Aufgaben zu unterscheiden:

  1. Lesefähigkeit
  2. Orientierungsfähigkeit

Die Lesefähigkeit ist in Ausbildung und Beruf äußerst wichtig. Zahlreiche Tätigkeiten im Alltag (Post lesen, Kontoauszüge, Telefonbücher) sind nur mit Lesefähigkeit zu bewältigen.
Mit Hilfe von vergrößernden Sehhilfen und Trainingsmaßnahmen soll der Erhalt oder Wiedererlangung der Lesefähigkeit erreicht werden.

Jedes Hilfsmittel wird gemeinsam mit dem Patienten ausgewählt. An jede Anpassung schließt sich eine individuelle Beratung über weitere mögliche Hilfen an. Für Patienten mit Orientierungsstörungen erfolgt die Vermittlung von Orientierungs- und Mobilitätstraining.

Ausdrücklich möchten wir auf die Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband in Dresden hinweisen. Dort erhalten Sehbehinderte umfangreiche Unterstützung bei der Beantragung von finanzielle Unterstützungen. Es bestehen dort Freizeit- und Gruppenangebote für Betroffene und deren Angehörige. Weiterhin werden Weiterbildungen für Angehörige oder Einrichtungen angeboten, die sich mit der Problematik der Sehbehinderung beschäftigen. Es existiert ein Hilfsmittelkabinett, in dem der Umgang mit Hilfsmitteln geübt werden kann.

Erkrankungen der Lider und Tränenwege - plastisch rekonstruktive Eingriffe

In unserer Einrichtung werden pro Jahr etwa 800 Eingriffe an Lider und Tränenwegen –in der Regel im ambulanten Operationszentrum- durchgeführt. Tendenz steigend. Hierbei stehen die operative Korrektur von Lidfehlstellungen, die Entfernung von Lidtumoren und die chirurgische Beseitigung eines Abflusshindernisses im Bereich der Tränenwege im Vordergrund. Die Sprechstunde für Tränenwege, Lidfehlstellungen und Lidtumoren findet immer Dienstag und Donnerstag in unserer Poliklinik statt. Nachfolgend sind die häufigsten Erkrankungen und Operationsmethoden kurz aufgeführt.

Lider

Tränennasenwege

 

Vitrektomie-Sprechstunde

Die Vitrektomie-Sprechstunde findet jeweils Montag und Donnerstag in unserer Poliklinik statt. Zielstellung dieser gesonderten Sprechstunde ist die weitere Optimierung der perioperativen, ambulanten Betreuung unserer Patienten.

Dies bedeutet einerseits, dass in der Sprechstunde zunächst die Entscheidungen getroffen werden, ob bei speziellen Krankheitsbilden durch eine Vitrektomie (siehe unten) das Voranschreiten der Veränderungen gestoppt und, sofern diese bereits reduziert ist, die Sehleistung durch die Operation verbessert werden kann oder ob andere z.B. medikamentöse Therapiekonzepte bessere Erfolgsaussichten versprechen. Die operativen Therapieziele wie die objektiven Erfolgsaussichten müssen, wie immer im operativen Gebiet, gegen Operationsrisiken und theoretisch mögliche Komplikationen abgewogen werden.

Ist die Notwendigkeit zur Operation gegeben, wird in der Sprechstunde das weitere Vorgehen geplant. Hier müssen zunächst Fragen, wie: Wie dringlich ist der operative Eingriff (Notfall, aufgeschobene Dringlichkeit oder Operation innerhalb der nächsten 8-10 Wochen)? Kann in örtlicher Betäubung oder muss in Vollnarkose operiert werden? Sind neben der Vitrktomie weitere operative Schritte nötig (Kombination mit Katarakt-OP)? Müssen im Vorfeld der Operation ergänzende Untersuchungen (auf unserem Fachgebiet, durch andere Fachabteilungen oder durch den behandelnden Hausarzt) erfolgen?

Aber auch organisatorische Fragen sollten soweit dies bereits möglich ist konkret besprochen werden (genauer Ort/Station der stationären Aufnahme, wahrscheinliche Dauer des stationären Aufenthaltes, benötigte Papiere/Allgemeinmedikation während des stationären Aufenthaltes).

Zusätzlich werden Notwendigkeit wie Art der geplanten Operation erläutert, wobei speziell auf individuelle Besonderheiten und Risiken eingegangen wird.

Sind alle bestehenden Fragen, auch die seitens des Patienten, geklärt, und es besteht die Notwendigkeit einer zeitnahen stationären Aufnahme erhält der Patient zur ambulanten Vorstellung bereits den genauen Aufnahmetermin. Bei geplanten Operationen erfolgt eine schriftliche Benachrichtigung.

Als zweiter Arm der Sprechstunde sind ambulante Verlaufskontrollen von noch nicht "operationswürdigen" oder zunächst konservativ behandelten Befunden (Befundstabilität? Verschlechterung? neue Aspekte, die jetzt für eine Operation sprechen), und natürlich die Nachkontrollen nach erfolgter OP zu werten, wobei Zeitpunkt, Anzahl, Dauer dieser Nachkontrollen individuell sehr unterschiedlich sind und unter anderem von der zugrunde liegenden Erkrankung, dem individuellen Verlauf wie einer ausreichenden Befundstabilität abhängen.

Die postoperativen Nachsorgen umfassen hier auch jene Patienten nach einer weniger komplizierten Netzhautablösung mit einer "eindellenden" Operation (Plombe oder Cerclage) versorgt wurden, wie Patienten mit Langzeitendotamponaden (Silikonöl) zur Entscheidung über eine mögliche Entfernung der Silikonöltamponade.

 

Sprechstunde Endokrine Orbitopathie

Liebe Patienten,
Seit einigen Jahren haben wir in den Räumlichkeiten der Schielabteilung eine Sprechstunde für Patienten mit endokriner Orbitopathie eingerichtet.

Typisch für die endokrine Orbitopathie ist das oft als sehr störend empfundene Hervortreten der Augen. Schwellungen der Lider und störende Doppelbilder können ebenfalls auftreten. Oft klagen die Patienten über ein Fremdkörpergefühl, Druckgefühl am oder hinter dem Auge, Schmerzen bei Blickbewegungen und/oder eine Rötung der Augen.

Bei der endokrinen Orbitopathie handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, d.h. um eine körpereigene Entzündung, die nicht durch Erreger (Bakterien u.ä.) hervorgerufen wird. Durch diese Entzündung kommt es zu einer Volumenzunahme in der Augenhöhle und damit zum Hervortreten der Augen. Eine Verdickung der Augenmuskeln kann zur Bewegungseinschränkung der Augen und zu Doppelbildern führen. Die endokrine Orbitopathie geht oft mit einer Störung der Schilddrüsenfunktion einher. Aus diesem Grund ist zur Behandlung der Erkrankung die Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten bzw. mit dem Hausarzt erforderlich. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenwerte durch den behandelnden Hausarzt oder Internisten. Gegebenenfalls ist eine Radiojodtherapie in der Klinik für Nuklearmedizin oder eine Schilddrüsenoperation erforderlich um eine ausgewogene Einstellung der Schilddrüsenwerte zu erreichen. Wichtig ist zu wissen, das Rauchen die endokrine Orbitopathie verschlechtern kann, bzw. die Behandlung bei Rauchern wenig erfolgreich ist. Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Patienten das Rauchen aufzugeben. 

Welche Untersuchungen sind bei der endokrinen Orbitopathie erforderlich?

Neben der Prüfung der Pupillenreaktion, Bestimmung der Sehschärfe und Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitte sind einige Spezialuntersuchungen in Abhängigkeit von den bestehenden Beschwerden erforderlich. Hierzu gehören die Messung des Augendruckes bei Blick geradeaus und nach oben, eine Gesichtsfelduntersuchung, die Untersuchung des Farbensehens und eine VEP- Untersuchung, bei der die elektrische Antwort des Sehnerven geprüft wird. Bei Doppelbildern werden weitere Spezialuntersuchungen durchgeführt. Neben einer Ultraschalluntersuchung des Auges zur Bestimmung der Muskeldicke, kann eine Kernspintomografie bei einem Radiologen erforderlich werden.

Nach der Schwere der Erkrankung wird die endokrine Orbitopathie in verschiedene Stadien eingeteilt

 Stadieneinteilung der endokrinen Orbitopathie

  • Stadium I: Oberlidretraktion
  • Stadium II: Lidschwellung, Bindehautentzündung (rotes Auge)
  • Stadium III: Exophthalmus (Hervortreten der Augen)
  • Stadium IV: Motilitätseinschränkung , Doppelbilder
  • Stadium V: Hornhautbeteiligung
  • Stadium VI: Sehminderung durch Sehnervenkompression, grüner Star (Glaukom)

Wie kann die endokrine Orbitopathie behandelt werden?

Vorraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist eine Normalisierung des Schildrüsenstoffwechsels durch einen erfahrenen Internisten. Neben einer medikamentösen Einstellung kann eine Radiojodtherapie oder Schilddrüsenoperation erforderlich werden. Im Frühstadium der Erkrankung erfolgt die Behandlung mit Tränenersatzmitteln und Cortison. Oft führen wir eine Stoßtherapie mit Prednisolon durch. Hier wird über 3 Tage Prednisolon in einer hohen Dosis über eine Infusion verabreicht. Dazu ist eine stationäre Aufnahme erforderlich. Ein Vorteil dieser Behandlung ist, dass Prednisolon nicht über eine lange Zeit eingenommen werden muss und die Nebenwirkungen des Medikamentes (wie Stammfettsucht, Vollmondgesicht) verringert werden können. Eventuell muss diese Prednisolonbehandlung mehrfach wiederholt werden. Durch die verdickten Augenmuskeln kann es neben Doppelbildern auch zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes kommen. Die Gabe von augendrucksenkenden Augentropfen kann dann erforderlich werden.

Desweiteren besteht die Möglichkeit der Bestrahlung. Dies ist besonders bei Bewegungseinschränkungen der Augen erforderlich.

Störende Doppelbilder können häufig mit Prismen korrigiert werden. Mit Hilfe eines Prismas (geometrischer Körper) wird ein Lichtstrahl, der von einem weit entfernten Objekt ausgeht, auf seinem Durchgang durch das Brillenglas zur Basis gebrochen. Dadurch kann trotz Fehlstellung des Augenpaares ein ungestörtes binokulares Einfachsehen ermöglicht werden. Prismen gibt es als Folie, bei stabilen Abweichungen der Sehachsen können sie als Glas in die Brille eingearbeitet werden. Bei großen Abweichungen der Augen von der Parallelstellung ist eine Augenmuskeloperation möglich. Wenn gleichzeitig die Augen hervorstehen (Exophthalmus), muss vorher eine Entlastung der knöchernen Augenhöhle durchgeführt werden. Diese Operation wird in der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten durchgeführt, mit der wir eng zusammenarbeiten. Solch eine Operation wird auch erforderlich, wenn der Sehnerv durch die verdickten Augenmuskeln und die Volumenzunahme in der Augenhöhle komprimiert wird. Bei Druck auf den Sehnerven kann es zu einer Sehminderung mit Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung kommen, wenn keine Behandlung erfolgt.

Auch Fehlstellungen der Augenlider (nach oben gezogenes Augenlid) können durch operative Maßnahmen korrigiert werden.

 

Kataraktsprechstunde

Im Rahmen der Kataraktsprechstunde werden Patienten nach Zuweisung durch den behandelnden ambulanten Augenarzt hinsichtlich einer durchzuführenden Operation des „Grauen Stars“ beraten bzw. im Rahmen einer „Voruntersuchung“ auf diese vorbereitet. Hierbei erfolgen eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte, eine vollständige augenärztliche Untersuchung, eine (schmerzfreie) Vermessung der Augapfellänge mittels Ultraschall zur Berechnung der zu implantierenden Kunstlinse sowie eine umfassende Operationsaufklärung. Im Regelfall ist mit einer Untersuchungszeit (einschließlich Wartezeit) von ca. 1 Stunde zu rechnen.

Terminvergabe

Erfolgt automatisch nach Eingang des Überweisungsscheines von Ihrem ambulanten betreuenden Augenarzt. Bei ausdrücklichem Vermerk auf eine gewünschte ambulante Durchführung der Operation ist eine kurzfristigere Terminvergabe möglich.

Frühgeborenensprechstunde

In dieser Sprechstunde werden frühgeborene Kinder nachbetreut, die wegen einer entwicklungsbedingten Lungenfunktionsstörung eine Beatmung mit sauerstoffangereicherter Atemluft erhielten und in diesem Zusammenhang ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer sog. Retinopathia prämaturorum haben. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der unreifen Netzhaut, die zu schweren Defiziten des Sehvermögens in einigen Fällen sogar zur Erblindung führen kann und einer engmaschigen Kontrolle, gegebenenfalls auch einer operativen Behandlung bedarf.  Meist wird in diesem Zusammenhang eine Lasertherapie der Netzhaut oder eine Kältetherapie (Kryotherapie) durchgeführt. Selten ist eine komplizierte Operation erforderlich.

In den ersten Monaten nach der Geburt führen sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen erforderlich, um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen oder deren Verlauf zu überwachen. Wenn die Kinder bereits zu Hause sind, wird die Nachkontrolle vom ambulanten Augenarzt durchgeführt. Wenn das nicht möglich ist oder die Überwachung durch die Klinik erforderlich bleibt, bieten wir diese Sprechstunde an.

Bitte planen sie etwas Wartezeit ein , da für die Untersuchung die Pupillen mit Augentropfen erweitert werden müssen (ca. 30 min. bevor untersucht werden kann).

Die Anmeldung erfolgt im Universitätsklinikum zunächst durch die Kinderklinik bei Entlassung des Kindes aus der stationären Behandlung, ansonsten telefonisch durch die Eltern selbst oder durch den ambulantem Augenarzt oder Kinderarzt.

Blepharospasmussprechstunde

Die Blepharospasmussprechstunde findet in der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikum Dresden statt.

Fetscherstraße 74
01307 Dresden

  • Haus 27- Sockelgeschoss: jeden Mittwoch um 14-17 Uhr
  • Haus 11 A: jeden Freitag um 9-13 Uhr


Eine telefonische Anmeldung ist unter 0351/458–2067, Fax-Nummer 0351/458-5705 möglich.