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30.03.2017 - „Kannst du nicht“ war gestern – IKEA spendet für das Zirkusprojekt der KJP!

Eine Spende aus dem Erlös des IKEA-Kalenders trägt zur Finanzierung des „Circus ZappZarap“-Workshops unserer Klinik bei.

Das Geld wurde am Donnerstag vom IKEA-Team bestehend aus Dana Schlegel, Claudia Pfau - Leiterin des IKEA-Möbelhauses Dresden - und Hartmut Buse an Klinikdirektor Prof. Veit Roessner übergeben.

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Auch in diesem Jahr wird der „Circus ZappZarap“ im Spätsommer sein Zelt an der Haupteinfahrt des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden aufschlagen. Möglich wird dies unter anderem durch eine Spende von IKEA Deutschland, die am Donnerstagnachmittag (30. März) übergeben wurde. Mit den 5.000 Euro, die aus dem Verkaufserlös des 2016-er Adventskalenders von IKEA stammen, wird auch in diesem Jahr wieder das Zirkusprojekt unterstützt. In dem zweiwöchigen Workshop werden etwa 25 junge Patienten gemeinsam mit Zirkus-Pädagogen Kunststücke einstudieren. Sie erleben auf diese Weise die für sie fremde Zirkuswelt und üben sich in Artistik, Clownerie, Jonglage, Tanz sowie Zauberei. Aus der besonderen Umgebung sowie den ungewohnten Herausforderungen schöpfen die Patienten neues Selbstvertrauen.

Vom 29. August bis zum 8. September 2017 macht der „Circus ZappZarap“ bereits zum fünften Mal Station am Dresdner Uniklinikum. Während des Trainings und ganz besonders bei den beiden Abschlussveranstaltungen am Freitag, dem 8. September, haben die Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie die Gelegenheit, ihren Familien und der Öffentlichkeit zu zeigen, welche Fähigkeiten in ihnen stecken. „Auch wenn unsere Patienten während des Workshops und des Auftritts vor ihren Familien, Therapeuten und Betreuern vor allem den Spaß und die Faszination des Zirkus´ empfinden, so hat dies auch therapeutische Effekte“, erklärt Prof. Veit Roessner, Direktor unserer Klinik. „Sie lernen in einem ganz anderen Umfeld auf ein Ziel hinzuarbeiten, frustrierende Situationen durchzustehen, um schließlich den Stolz zu fühlen, etwas Besonderes geschafft zu haben. Das sorgt für neues Selbstvertrauen und gibt ihnen und ihrer Umgebung Kraft, ihre gravierenden Probleme zu meistern“, beschreibt Prof. Roessner die Effekte der Zirkus-Workshops und der beiden öffentlichen Vorstellungen, bei der die an verschiedensten seelischen Erkrankungen leidenden Kinder und Jugendlichen im Rampenlicht stehen werden.

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege, welche die Kinder und Jugendlichen im Stationsalltag sehr intensiv erleben, nahmen den positiven Einfluss des Projekts unmittelbar wahr. So berichten sie unter anderem: „Der Junge hatte offensichtlich sehr viel Freude beim Zirkusprojekt, er zeigte sich sehr einfallsreich, war kommunikativ und bewies ein gutes Sozialverhalten“. Über eine Patientin hieß es: „Sie arbeitet gut und aktiv im Zirkusprojekt mit, reagiert auf Lob mit Stolz; zeigt sich im Zirkus an Trapez und Seil sehr geschickt. Dabei nimmt sie auch ihr unangenehme Situationen in Kauf“. Immer wieder hieß es auch, dass die Patienten über sich hinauswachsen. Jessica Dittmann und Yvonne Schwalfenberg, Zirkuspädagoginnen vom „Circus ZappZarap“, werden die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder anleiten und ermutigen.

In den vergangenen Jahren ermöglichten neben IKEA Deutschland, die das Projekt nunmehr im dritten Jahr unterstützen, die Stiftung Lichtblick, sowie als Schirmherrin die Stiftung Hochschulmedizin Dresden den Patientenzirkus. Zudem leisten verschiedene Geschäftsbereiche des Dresdner Uniklinikums ihren Beitrag dafür, dass der Workshop im echten Zirkuszelt mit echter Manege im Dresdner Uniklinikum stattfinden kann. „Es ist für uns eine große Freude, das Zirkusprojekt für die jungen Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie dank der Förderungen der Stiftung Lichtblick, von IKEA und von Spenden der Besucher unserer Abschlussveranstaltungen bereits zum fünften Mal anbieten zu können. Es ermöglicht den Therapeuten neue Zugangswege zu den Patienten, die oftmals viele Wochen in Behandlung sind. Diese wiederum nehmen sich selbst wieder positiv wahr, trainieren Aufmerksamkeit und Konzentration. Dies alles stärkt das Selbstwertgefühl und sorgt schließlich für Freude und Erfolg in der Gemeinschaft. Derartige zusätzliche Therapieangebote zum Wohle der Patienten, die über die garantierte und von den Krankenkassen finanzierte Grundversorgung hinausgehen, zählen zu den besonderen Anliegen der Stiftung Hochschulmedizin Dresden, die sich für die Förderung von Krankenversorgung, medizinischer Forschung und Lehre engagiert“ sagt Prof. Michael Meurer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hochschulmedizin Dresden, die sich als Schirmherr des Zirkusprojekts engagiert.