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Dr. Dr. de With
Dr. Dr. de With

Die Infektiologie versteht sich primär als klinisch orientiertes Fachgebiet, welches sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Infektionserkrankungen befasst. Eine Besonderheit dabei ist ihr interdisziplinärer Charakter, da Infektionserkrankungen ganz verschieden sind bzw. alle Organe und Organsysteme eines Patienten betreffen können. Infektionen kommen somit in allen medizinischen und operativen Fachgebieten vor.

In Abhängigkeit des Erregers besitzen Infektionskrankheiten darüber hinaus die Fähigkeit, sich in der Bevölkerung auszubreiten. Sie stellen weltweit eine der häufigsten Todesursachen dar und Antibiotika gehören aus diesem Grund zu den meistgebrauchten Arzneimitteln in der Medizin. Eine Folge des intensiven, aber auch übermäßigen Antibiotikaeinsatzes ist eine zunehmende Resistenzentwicklung der Erreger gegenüber den aktuell verfügbaren Substanzen, welche sich besonders im Krankenhausbereich in der Behandlung von Infektionspatienten bemerkbar macht. Als erstes deutsches Universitätsklinikum ging Dresden in dieser Diskussion einen ungewöhnlichen Weg und etablierte 2013 neben den Zentralbereichen Krankenhaushygiene sowie Qualitäts- und Risikomanagement zusätzlich einen Zentralbereich Klinische Infektiologie. Für weitere Informationen: ZEFQ 2015

Die Klinische Infektiologie bietet für das gesamte Klinikum einen Konsildienst zur Beratung von infektiologisch erkrankten Patienten an und führt infektiologische Visiten auf Intensiv- und Normalstationen durch. Ihr interdisziplinäre Charakter zeigt sich in der Kooperation mit der Klinik-Apotheke, dem Institut für Mikrobiologie und Hygiene, dem Zentralbereich für Krankenhaushygiene und dem Zentralbereich für Qualitäts- und Risikomanagement in der Entwicklung und Durchführung von Projekten, die die qualitativ hochwertige Betreuung von Patienten mit Infektionskrankheiten und die Infektionsprävention sicherstellen.  Die Klinische Infektiologie fördert die Versorgungsforschung zu Antibiotic Stewardship (ABS), indem sie in Kooperation mit dem Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung die lokalen ABS-Maßnahmen wissenschaftlich auswertet.