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Aktive Doktorarbeiten

B

Charlotte Ballauf

Riechstörungen und das Mikrobiom in der Nase

Mikrobiomforschung im Bereich von Darm und Haut konnte Zusammenhänge zwischen der Bakterienzusammensetzung und bestimmten Erkrankungen zeigen. Da es bisher nur wenige Studien zum Mikrobiom der Nase und einen möglichen Zusammenhang zu Riechstörungen gibt, ist das Ziel der Studie  die Erfassung des Mikrobioms in der Nase bei 250 Probanden mit Riechstörung.

Anna-Luisa Bartmuß

Charakterisierung und topographische Verarbeitung von ereigniskorrelierten Potenzialen verschiedener sensorischer Stimuli auf der Zunge (Datenerhebung abgeschlossen)

Der „Geschmack“ als solches beinhaltet nicht nur die Wahrnehmung der Geschmacksrichtungen salzig, süß, sauer, bitter oder umami, sondern auch die Wahrnehmung der Temperatur und Textur der Nahrung. Das Ziel der Studie ist die Beschreibung und der Vergleich der Stimuli Kälte, Somatosensorik und Geschmack mittels ereigniskorrelierter Potentiale (EKPs) in Bezug auf Quelle und Verarbeitung der Stimuli im Gehirn um letztlich das Zusammenwirken von Geschmack, Temperatur und Textur bei der Geschmackswahrnehmung besser zu verstehen.

Cara Benzien

Zusammenhang von Depressivität und Riechstörungen – eine Längsschnittstudie

In Anlehnung an bereits durchgeführte Studien wird der Zusammenhang von Riechstörung und Depression im Rahmen einer Längsschnittstudie näher analysiert. Dazu werden Patienten erneut untersucht, deren erste Untersuchung bis zu 5 Jahren zurück liegt.

Amelie Betz (Datenerhebung und -auswertung abgeschlossen)

Veränderung der Hirnstruktur im Laufe der Zeit bei Patienten mit Riechstörung

In dieser klinischen Studien wird der Frage nachgegangen, wie sich die Hirnstruktur bei Patienten mit Riechstörungen verändert, sowohl im Rahmen einer Querschnittsstudie im Vergleich zwischen Gesunden, Patienten mit erworbenen Riechstörungen und Personen mit angeborener Anosmie, als auch im Längsschnitt bei Patienten mit erworbenen Riechstörungen im Vergleich mit Gesunden. Dazu wurden MRT-Aufnahmen des Gehirns durchgeführt. Die Studie soll klären, ob in der Magnet­resonanz­tomographie (MRT) bei Personen mit Riechstörungen und bei Riechgesunden Unterschiede im Gehirn auftreten.

Maxi Biermann

Riechvermögen bei Personen mit Hörminderung – Eine Pilotstudie (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Olfaktorische Defizite gehen neurodegenerativen Erkrankungen wie M. Alzheimer und M. Parkinson voraus. Es ist noch unklar, ob ein Zusammenhang zwischen Hörverlust, Riechstörungen und beeinträchtigten kognitiven Fähigkeiten besteht, was Gegenstand dieser Studie ist. Am Universitätsspital Basel wurden insgesamt 50 Teilnehmer mit einer sensorineuralen Innenohrschwerhörigkeit mit 50 hörgesunden Probanden verglichen. Es konnte eine Korrelation zwischen sensorineuraler Schwerhörigkeit, Geruchsbeeinträchtigung und leichten kognitiven Defiziten nachgewiesen werden.

Max Bode

Prädiktoren über die Tiefenunterschiede der olfaktorischen Sulci bezogen auf den olfaktorischen Verlust bei älteren Menschen: eine Bevölkerungsstudie (Datenerhebung abgeschlossen)

Sophie Burghardt

Beeinflussung der Nahrungswahrnehmung durch Riech- und Schmeckstörungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Ziel der Studie ist es, die Auswirkung von Riech- und Schmeckstörungen auf die subjektive Wahrnehmung von Speisen zu untersuchen. Bei Personen mit einer Beeinträchtigung der chemischen Sinne kommt es zur Beeinflussung des Zusammenspiels von Geschmack und Geruch, sodass Speisen abweichend und in anderer Qualität wahrgenommen werden. Im Fokus der Untersuchung liegen die vier Geschmackrichtungen süß, sauer, salzig und bitter. Eine Messung der Speichelproduktion vor und nach Stimulation durch verschiedene Essensgerüche, sowie die Einschätzung von Speisen bezüglich ihrer Vertrautheit, Anregung zum Verzehr und Intensität werden bei Patienten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe untersucht.

D

Janina Dimow

Olfaktorische Funktion bei Patienten vor und nach chirurgischer Gaumennahterweiterung

Die chirurgische Gaumennahterweiterung ist ein unverzichtbares chirurgisch-kieferorthopädisches Verfahren bei transversaler Hypoplasie des Oberkiefers. Mit dieser prospektiven klinischen Studie soll die Frage beantwortet werden, inwieweit durch die chirurgisch unterstützte forcierte Gaumennahterweiterung eine psychophysisch messbare Änderung der olfaktorischen Funktion und ob eine messbare Veränderung des Nasenvolumens bei den betreffenden Patienten auftritt.

Julia Draf

Aufmerksamkeit auf Düfte in der Schwangerschaft

Über ein besonderes Riechvermögen während der Schwangerschaft gibt es viele Berichte. In bisherigen Studien, in denen z.B. die Riechschwelle, die Identifikationsleistung oder die Hirnaktivität beim Riechen bestimmt wurden, fand dies keine Bestätigung.  Wir vermuten, dass schwangere Frauen vielleicht eine andere Aufmerksamkeit gegenüber Gerüchen haben. Es soll daher untersucht werden, wie aufmerksam schwangere Frauen auf Änderungen in der Geruchsumgebung sind und ob sich Unterschiede zu nicht-schwangeren Frauen feststellen lassen.

Runa Draskowski

Olfaktorische Wahrnehmung von Androstenon

Beschreibung: Mithilfe einer Gruppe von Probanden, die Androstenon im ersten Test nicht olfaktorisch wahrnehmen können, wird getestet, ob sich deren Geruchssinn für diesen Stoff durch ein dreimonatiges Training verbessert oder, ob die Fähigkeit diesen Stoff zu riechen, genetisch festgelegt ist.

E

Rosa Emrich

Untersuchung der peripheren und zentralen trigeminalen Aktivität bei Patienten mit Riechstörungen unterschiedlicher Genese und Gesunden nach intranasaler Reizung (Datenerhebung abgeschlossen).

In der Studie wird untersucht, inwieweit bei Patienten mit Riechstörungen unterschiedlicher Genese (idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS), postvirale Riechstörung) im Vergleich zu Gesunden ohne Riechstörung eine Beeinträchtigung der peripheren und zentralen Verarbeitung intranasaler trigeminaler Reize vorliegt. Dazu wird sowohl das periphere (durch die Ableitung des Negativen Mucosapotentials, NMP) als auch das zentrale (über EEG) trigeminale System untersucht. Basierend auf bisherigen Untersuchungen der zentralen trigeminalen Funktion gehen wir davon aus, dass bei Riechstörungen nicht-neurodegenerativer Genese (postviral) eine verminderte periphere und zentrale Aktivität vorliegt, während IPS- Patienten und Gesunde keine Beeinträchtigung der peripheren und zentralen trigeminalen Funktion aufweisen.

Verena Englmaier

Körpergewicht und Riechvermögen - Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Hyposmie/ Anosmie und dem Körpergewicht.

Die Arbeit zielt darauf ab, basierend auf den gesammelten Daten aus der HNO-Klinik festzustellen, ob und ggf. wie das Gewicht der Patienten mit den Werten der Sniffin‘ Sticks - Testergebnisse korreliert.

F

Franziska Fall

Korrelation zwischen olfaktorischer und trigeminaler Schwelle und dem Nasenvolumen (Datenerhebung abgeschlossen)

In der Untersuchung soll bei gesunden Personen die Frage beantwortet werden, inwieweit die Schwellenempfindung für trigeminale und olfaktorische Reizstoffe mit dem  durch akustische Rhinometrie ermittelten vorderen Nasenvolumen korreliert. Diese Fragestellung soll mithilfe von psychophysischer Verfahren untersucht werden. Die vorhandene Literatur deutet darauf hin, dass olfaktorische Schwellen nur einen geringen Zusammenhang mit der Anatomie der Nase zeigen, wohingegen trigeminale Schwellen sehr wohl  mit der Anatomie korrelieren, dass also eine Veränderung der Nasenanatomie mit einer Veränderung der trigeminalen Sensitivität einhergeht. Dies stellt möglicherweise auch ein bisher unbeobachtetes Problem bei postoperativen Beschwerden von Patienten dar.

Jessica Fischer

Untersuchung des Riechvermögens bei Patienten mit Chronischer Rhinosinusitis (CRS) mit Polypen (Datenerhebung abgeschlossen)

Eine Chronische Rhinusinusitis (CRS) ist eine chronische Entzündung der Schleimhäute in der Nase und den Nasennebenhöhlen. Sie kann mit oder ohne Polypen auftreten. In dieser Studie werden Patienten mit einer polypösen CRS auf ihre Riechfunktion und Nasenatmung hin getestet. Bei allen Patienten wird eine Polypektomie durchgeführt. Alle Testungen finden vor der Operation sowie erneut 3 Monate nach der Operation statt. Die erhobenen Daten werden anschließend mit einer Kontrollgruppe von gesunden Probanden verglichen. Im Detail betrachtet wird hier das Volumen des Bulbus Olfaktorius, welches sich aus den MRT-Aufnahmen gut bestimmen lässt.

Ziel der Studie ist es herauszufinden, inwieweit sich eine Polypektomie auf das Riechvermögen auswirkt. Methoden: Nasenendoskopie, Sniffin Sticks, MRT- Aufnahme (Bulbus Olfaktorius), Fragebögen, Rhinomanometrie.

Laura Fischer

Prädiktoren für das Riechvermögen nach Nasennebenhöhlenoperation bei Patienten mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung mit Polypen

Zu den Hauptbeschwerden bei Patienten mit chronischer, polypöser Nasennebenhöhlenentzündung gehört die Einschränkung des Riechvermögens. Da derzeit die Frage, ob sich das Riechvermögen nach der Nasennebenhöhlenoperation verbessert, nicht ausreichend genau beantwortet werden kann, ist es Ziel der Studie ebengenau diese Fragestellung zu beantworten. Dazu werden die Verlegung der Nasennebenhöhlen und der Riechrinne im Computertomogramm, die Riechschwelle (mittels Sniffin’ Sticks), die endonasalen Verhältnisse und der SNOT-22 Score jeweils einen Tag vor und 3 Monate nach der OP ermittelt und anschließend untersucht, ob diese Tests für die Voraussagbarkeit der Verbesserung des Riechvermögens nach der NNH OP herangezogen werden können. Zusätzlich wird untersucht, ob das verbesserte Riechvermögen unter Kortisongabe, die nicht studienbedingt erfolgt, auch einen Einfluss auf die Vorhersage der Verbesserung des Riechvermögens nach der NNH OP hat.

Patrick Fuchß

Perioperative Beeinflussung des olfaktorischen Systems durch Heparin (Datenerhebung abgeschlossen)

In Rahmen der Doktorarbeit soll untersucht werden, inwieweit bei chirurgischen Patienten durch perioperative Heparingabe die olfaktorische Funktion beeinflusst wird. Hierfür werden vor und nach operativer Therapie Messungen der Riechleistung mittels „Sniffin Sticks“ vorgenommen. Anschließend werden die erhobenen Daten zwischen Patienten, die perioperativ Heparin erhalten haben mit denen verglichen, die perioperativ kein Heparin erhalten haben.

G

Marie Georgi

Die Wahrnehmung von Umami bei Patienten mit Riech- und Schmeckstörung (Datenerhebung abgeschlossen)

Ziel der Studie ist es, die chemosensorischen Funktionen von 3 Patientengruppen zu vergleichen (Patienten mit Riechstörung, Patienten mit Schmeckstörung, Kontrollgruppe), und wie sich Störungen des olfaktorischen und gustatorischen Systems auf das Essverhalten auswirken. Außerdem, wird die Fähigkeit der Patienten und Probanden, umami zu schmecken, untersucht. Für die Erfassung der gustatorischen Funktion findet auch die Elektrogustometrie Anwendung.

Lisa Grzeschuchna

Verarbeitung gustatorischer Reize bei Patienten mit Schmeckstörungen im Vergleich zu gesunden Probanden (Kontrollgruppe) mithilfe ereigniskorrelierter Potentiale (Datenerhebung abgeschlossen)

Die objektive Evaluation der Schmeckfunktion stellt eine große Herausforderung für den klinisch tätigen Arzt dar. In der Regel wird die Wahrnehmung von süß, sauer, salzig und bitter bewertet: Erkennungsschwellen und das Identifikationsvermögen von überschwelligen Schmeckstoffen werden bestimmt sowie die Messung der elektrischen Wahrnehmungsschwelle mittels Elektrogustometrie veranlasst.  All diese Tests setzen jedoch die Mitarbeit der Probanden bzw. Patienten voraus, wodurch jene Methoden störanfällig und durchaus manipulierbar sind. Analog zu den olfaktorisch ereigniskorrelierten Potenzialen können gustatorisch ereigniskorrelierte Potenziale aufgezeichnet werden. Dies sind reizkorrelierte Potentialänderungen im Gehirn, deren Ableitung allerdings bisher keinen Stellenwert in der Routinediagnostik hat und weitgehend wissenschaftlichen Fragestellungen vorbehalten ist. Ziel dieser Studie ist daher, zu untersuchen, ob sich die Verarbeitung gustatorischer Reize bei Patienten mit Schmeckstörungen im Vergleich zu gesunden Probanden unterscheidet. Sie soll darüber hinaus der Etablierung normativer Daten für die klinisch, diagnostische Auswertung gustatorisch evozierter Potentiale dienen.

Nadine Gunder

Verbesserung des Riechvermögens durch die nasale Applikation von Zitratpuffer

Unter Annahme der Hypothese, dass die Reduktion von freien Kalzium-Ionen in der menschlichen Nasenschleimhaut zu einer Verbesserung der olfaktorischen Funktion führt, wird in dieser Studie eine Natrium-Zitratpuffer-Lösung zur intranasalen Applikation angewendet. Es wird die Wirksamkeit des Zitratpuffers bei Patienten mit einer postviralen Riechstörungen untersucht. Es soll überprüft werden, in welchem Maß die Anwendung zu einer signifikanten Besserung der Riechfunktion führt. Über einen Zeitraum von 14 Tagen applizieren sich 60 Probanden zweimal täglich eine Natrium-Zitratpuffer-Lösung in ein Nasenloch. Vor und nach Anwendung der Lösung werden eine seitengetrennte Riechtestung, mithilfe der „Sniffin‘ Sticks“, und eine Befragung der Patienten durchgeführt.

H

Rebecca Habel

Untersuchung der Riechschwellen von Probanden verschiedener Kulturen/Länder mittels Sniffin Sticks

Da es zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen unterschiedliche Wahrnehmung von Düften gibt,  soll die Riechempfindlichkeit in 14 verschiedenen Ländern für zwei verschiedene Düfte ermittelt werden.

Franziska Herrmann

Trigeminale Reizung und Quellenlokalisation im EEG bei Migränepatienten (Datenerhebung abgeschlossen)

Es ist bekannt, dass der N. trigeminus eine wichtige Rolle im pathophysiologischen Geschehen der Migräne einnimmt. So wird viel geforscht, welche Hirnareale während einer Migräneattacke involviert sind. Die Studienlage bzgl. der Verarbeitung nicht schmerzhafter trigeminaler Reize von Migränikern zwischen Migräneattacken ist jedoch sehr gering. In dieser Studie gab es deshalb folgende Fragestellung: Gibt es Unterschiede zwischen Migränikern und Gesunden in der Verarbeitung nicht schmerzhafter trigeminaler Reize? Und falls es Unterschiede gibt, ist dann die Art der Migräne (mit Aura und ohne Aura) ausschlaggebend und werden verschiedene Reizarten unterschiedlich verarbeitet?

Theresa Herrmann

Primär zentrale Verarbeitung olfaktorischer Stimuli bei Depressionen


Bei 30 Patienten mit Major Depression als auch 30 gesunden Kontrollprobanden erfolgt nach psychophysischer Überprüfung des Riechvermögens eine fMRT Messung zur Bestimmung der Aktivierung im Bulbus olfactorius (BO). Dabei soll zunächst überprüft werden, ob Gerüche bei gesunden Probanden und bei Depressiven zu einer reliablen Aktivierung des BO führen. Sensitivität und Spezifität der Aktivierungsmuster werden analysiert, sowie weiterführend der Einfluss des BO Volumens auf die Aktivierung im BO untersucht.

Franziska Heyne

Analyse von Emotionen, die durch Düfte hervorgerufen/moduliert werden

Ziel ist es, mittels Video- und Tonaufzeichnungen, sowie geeigneter Software herauszufinden, ob verschiedene Düfte messbare Veränderungen in Mimik und Stimme auslösen und inwiefern Eigenschaften der Düfte, sowie das persönliche Empfinden den Effekt beeinflussen.

Eileen Hoffmann

Einfluss der Glasform auf die sensorische Wahrnehmung von Cola (Datenerhebung abgeschlossen)

Aufgrund vorangegangener Studien darf angenommen werden, dass die gustatorische und olfaktorische Wahrnehmung von Speisen und Getränken durch eine Vielzahl von Kontextfaktoren beeinflusst wird.  In der Untersuchung soll bei gesunden Probanden festgestellt werden, inwieweit die Form eines Glases Einfluss auf Hedonik, Geruchs- und Geschmacksintensität eines nichtalkoholischen Getränkes hat. Hierzu werden Geruchs- und Geschmacksbewertungen verschiedener Getränke, insbesondere Cola, in unterschiedlichen Gläsern vorgenommen.

Franziska Hösl

Untersuchungen zur Zeit-Frequenz-Analyse olfaktorischer Aktivierungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Die objektive Einschätzung des Riechvermögens mittels olfaktorisch ereigniskorrelierter Potentiale (OEP) ist im klinischen Alltag relevant, aber teilweise fehleranfällig und technikintensiv. Eine EEG-Datenauswertung mittels Zeit-Frequenz-Analyse ist vergleichsweise weniger fehleranfällig und benötigt weniger strikte Reizparameter. Ziel der vorliegenden Studie ist es zu untersuchen, ob die Zeit-Frequenz-Analyse auch mit preisgünstigen, einfachen Mitteln im klinischen Alltag zur Beurteilung des Riechvermögens geeignet ist. Die optimalen Versuchsbedingungen wurden in einer vorangegangenen Studie bereits untersucht und festgelegt.

Folgende Fragestellungen sollen nun genauer untersucht werden:

  • Ist ein einfach zu benutzendes, billiges Olfaktometer im klinischen Alltag nützlich?
  • Mit welcher Spezifität und Sensitivität ist bei vorgegebenen Versuchsbedingungen die Differenzierung zwischen Normosmikern und Hyp- bzw. Ansomikern, möglich?
  • Welche Test-Retest-Reliabilität kann der Versuchsaufbau bei Normosmikern sicherstellen?

Elisabeth Huhn

Der Effekt von Riechtraining unter verschiedenen Trainingsbedingungen

Man kann das Riechvermögen trainieren. In dieser Studie wird über einen Zeitraum von einigen Monaten ein Riechtraining durchgeführt, in dem die Probanden zweimal täglich an mehreren Riechfläschchen schnuppern. Verschiedene Trainingsmethoden sollen verglichen werden, um zu klären, mit welchem Ansatz bessere Ergebnisse zu erzielen sind. Die Teilnehmer werden zufällig den Gruppen mit unterschiedlichen Trainingsverfahren zugeordnet, deren Wirkung durch Riechtests und Fragebögen vor und nach der Trainingsperiode gemessen werden.

J

Anne Junghanns

Einfluss von Riechtraining auf die Kortexdicke von postviral anosmischen Patienten (Datenerhebung abgeschlossen)


Es ist bereits bekannt, dass regelmäßiges Training des Geruchssinns zu morphologischen Veränderungen im Bulbus olfactorius und weiteren Arealen des Hirns führen kann. Diese Studie untersucht die Kortexdicke (cortical thickness) bei Patienten mit postviraler Riechstörung die über 6-9 Monate täglich Riechtraining durchführten und vergleicht diese mit der Kortexdicke gesunder Kontrollprobanden.

K

Christopher Knauer

Untersuchung des Schmecksinns bei Patienten vor und nach einer Cochlea-Implantat-Operation (Datenerhebung abgeschlossen)

Zielsetzung: Die Cochlea-Implantation (CI), die Standardtherapie zur Wiederherstellung von schwerem bis tiefgreifendem Hörverlust, weist als mögliche postoperative Komplikation eine Schmeckdysfunktion auf. Ziel dieser Studie war es, mögliche postoperative Veränderungen im Schmeckvermögen bei CI-Kandidaten zu untersuchen.

Methodik: Es wurden 61 Patienten (32 Männer, 29 Frauen), die sich einer CI-Operation unterziehen wollten, und 23 gesunde Kontrollpersonen (8 Männer, 15 Frauen) in die Studie aufgenommen. Die Schmeckfunktion wurde unter Verwendung eines chemosensorischen Schwellenwert -Tests ("Taste strips") und Elektrogustometrie (EGM) gemessen. Um mögliche Geruchsbeeinflussungen auszuschließen, wurde die Geruchsfunktion mit dem Geruchsidentifikationstest  ''Sniffin 'Sticks'' getestet. Darüber hinaus wurde die Dichte der fungiformen Papillen (fPAP) analysiert. Messungen wurden vor und 2-4 Wochen nach der Operation vorgenommen.

Ergebnisse: Die präoperative Schmeckfunktion und die fPAP-Dichte waren bei CI-Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe reduziert. Die fPAP-Dichte korrelierte signifikant mit dem Gesamt-Schmeck Ergebnis, den EGM-Werten und dem Alter. Die postoperative Schmeckfunktion nahm signifikant ab (p = 0,023), während sich die EGM-Werte und die fPAP-Dichte nicht signifikant änderten. Auch die Riechfunktion bei CI-Kandidaten war verringert, während nach der Operation keine signifikante Veränderung der Riechfunktion festgestellt wurde.

Fazit: CI-Kandidaten zeigten bereits präoperativ Schmeck- und Riechstörungen. Außerdem wurde eine signifikante Abnahme der Schmeckwerte nach einer CI-Operation festgestellt.

Dorothea Eleonore Kretschmann

Effektivität der Akupunktur bei Nicht-Allergischer-Rhinitis (NAR)

Mit der einfachverblindeten, placebokontrollierten, randomisierten Studie soll erforscht werden, ob Akupunktur die Symptome der NAR verbessert und somit eine weitere Therapiemöglichkeit bei Refrakterität auf medikamentöse Behandlung darstellt. Die Patienten erhalten zwölf Akupunkturbehandlungen (verum oder sham Akupunktur) und drei Sniffin‘ Sticks Tests. Zur Objektivierung der Symptome werden die Patienten weiterhin gebeten, bei vier Visiten folgende Fragebögen: RQLQ; Nasal-Symptom-Score; und BDI (nur 1. Visite) auszufüllen; es wurde ebenfalls im Verlauf mehrfach ein VAS-Score zur Beschwerdesymptomatik erhoben.

Friederike Kunkel

Prä- und postprandialer Vergleich der Geruchsschwelle

Ich vergleiche die Geruchsschwelle mithilfe des PEA Geruchsschwellentests bei 400 Probanden in einer Cafeteria, um eine mögliche Empfindlichkeitsab- oder zunahme nach dem Essen feststellen zu können.  Frühere Studien zeigten, dass Hunger die Geruchsschwelle für Nicht-Lebensmittel steigert, jedoch nicht für Lebensmittel.  Es gilt also nun auch herauszufinden, ob sich die Geruchsschwelle zu Lebensmittel- oder Nicht-Lebensmittelgerüchen verändert.

L

Julius Letzel

Subjektive und objektive Beurteilung der Nasenatmung und des Riechvermögens vor und nach operativer Septumkorrektur

Die Nasenatmung kann infolge verschiedener Ursachen gestört sein. Neben angeborenen Schiefstellungen verschiedener nasaler Strukturen können Nasentraumata, allergische oder andere entzündliche Prozesse der Nasenschleimhaut zu einer Verschlechterung der Nasenatmung führen. Zur Beurteilung der Nasenatmung wurden bisher die Angaben des Patienten, die HNO-ärztliche Untersuchung sowie die Rhinomanometrie in Kombination mit der Rhinoresistometrie und der akustischen Rhinometrie eingesetzt. Die genannten Messmethoden ermöglichen jedoch nur eine Momentaufnahme der Nasenatmung, welche z.B. einer Schwankung durch den Nasenzyklus unterworfen ist. Eine gestörte Nasenatmung, sowie eine begleitende Riechstörung, sind häufig der Grund für eine operative Nasenseptumkorrektur. Bei der Langzeitrhinoflowmetrie handelt es sich um eine neuartige Messmethode, welche zur Evaluation der Nasenatmung zum Einsatz kommt. Dabei wird seitengetrennt der nasale Flow bis zu 24 Stunden aufgezeichnet. Die Messung erfolgt vor sowie 3 Monate nach der Operation. Die Ergebnisse werden anschließend mit validierten Riechtests und Patientenfragebögen korreliert.

Kyri Lindner

Zusammenhang zwischen posttraumatischen Riechstörungen und Konzentrationsleistungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Posttraumatische Riechstörungen können nach verschiedenen, unterschiedlich schweren Verletzungen entstehen. Kommt es zu schweren Schädel-Hirn-Traumata kann das Riechvermögen einerseits über den Abriss der Fila olfcatoria beeinträchtigt sein, andererseits können von Blutungen oder Ischämien auch zentrale olfaktorische Strukturen betroffen sein. Diese Verletzungen führen aber auch zu Schäden anderer Funktionen des Gehirns. Die Idee der Studie ist es, die Riechleistung und das Konzentrationsvermögen von Patienten mit posttraumatischen Riechstörungen sowie von Patienten mit  Riechstörungen anderer Genese auf einen möglichen Zusammenhang zu untersuchen und zu vergleichen. Dazu werden Sniffin Sticks, ein retronasaler Riechtest und mehrere Konzentrations- und Aufmerksamkeitstest wie z.B. der Wisconsin Card Sorting Test oder der d“-Test verwendet.

Ana Loureiro

Volumetrische MRT-Veränderungen bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom (Datenerhebung abgeschlossen)

Patienten, die am idiopathischem Parkinson-Syndrom leiden, weisen eine Störung des Riechvermögens auf. Diese tritt bereits Jahre vor Erstmanifestation der Erkrankung in Erscheinung. Aus vielen Studien ist bekannt, dass olfaktorische Störungen diverser Genese mit einer Volumenreduktion des Bulbus olfactorius einhergehen. Allerdings zeigen sich in aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen kontroverse Ergebnisse bezüglich des Volumens des Bulbus olfactorius bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom.

Ziel der vorliegenden Studie ist es deshalb, den Bulbus olfactorius von Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom hinsichtlich seines Volumens zu untersuchen. Somit soll herausgefunden werden, ob dieser sich von gesunden Kontrollen unterscheidet. Der Bulbus olfactorius wird dazu mit der Magnetresonanztomographie dargestellt und anschließend mit einer spezialisierten Software vermessen. Im Rahmen dieser Studie werden des Weiteren Hyposmiker idiopathischer und kongenitaler Genese hinsichtlich derselben Fragestellung untersucht.

Timo Ludwig

Untersuchung der Wirkung angenehmer und unangenehmer Gerüche auf die lateralisierte Verarbeitung von Sprachreizen (Datenerhebung abgeschlossen)

Üblicherweise findet die Verarbeitung von Sprache hauptsächlich in der sogenannten sprachdominanten Hirnhälfte statt; das ist bei der Mehrheit der Bevölkerung die linke Hemisphäre. Mit dem so genannten DL-Test (englisch „Dichotic Listening“ = dichotisches Hören) kann die seitenbetonte Wahrnehmung akustischer Reize untersucht werden. Dabei werden beiden Ohren über Kopfhörer gleichzeitig unterschiedliche Konsonant-Vokal-Silben dargeboten, und die untersuchte Person gibt in einer Mehrfachauswahl an, welche Silbe wahrgenommen wurde. Da unter verschiedenen Aufmerksamkeitsbedingungen Verschiebungen der Lateralisierung beobachtet werden, soll in der Studie untersucht werden, ob die Darbietung von angenehmem oder unangenehmem Geruch während des DL-Tests die Aufmerksamkeit bezüglich der akustischen Reize und damit die Seitenbetonung der Sprachwahrnehmung verändert.

M

Stephanie Mann

Wahrnehmung von trigeminalen Komponenten von Zingber officinale und Piper nigrum - eine fMRT-Studie (Datenerhebung abgeschlossen)

Ingwer und Pfeffer sind Gewürze, die eine scharf riechende und schmeckende Komponente besitzen. Hauptsächlich wurden dafür die Stoffe Gingerol (Ingwer) und Piperin (Pfeffer) verantwortlich gemacht. Allerdings werden Ingweröl und Pfefferöl, die nicht die Stoffe Gingerol und Piperin enthalten, ebenfalls mit trigeminalen Eigenschaften assoziiert. Es wurde untersucht wie sich Gingerol und Ingweröl bzw. Piperin und Pfefferöl in Ihrer Wahrnehmung und Lateralisierbarkeit unterscheiden. Dabei wurde bei 20 Probanden mittels fMRT untersucht, welche Gehirnareale beim Riechen der Stoffe aktiviert werden. Erfragt wurden Intensität, Irritabilität und Hedonik der Düfte. In einer weiteren Sitzung wurde getestet, ob die Düfte bei einseitiger Präsentation einer Seite zugeordnet werden konnten.

Linda Mehler

Einfluss von Riechstörung auf Sexualität, Partnerschaft und Eltern-Kind Beziehung (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Anhand anonymer Fragebögen wird untersucht, ob und wie Riechstörungen das sexuelle Verlangen sowie die Partnerschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird die Stimmung, sowie die soziale Vernetzung abgefragt, um auch dort Zusammenhänge herauszufinden.

Es wurden 100 Patienten mit Riechstörung aus der Sprechstunde für Riechen und Schmecken im Alter zwischen 18 und 50 Jahren befragt. Zum Thema Sexualität sollten Personen in einer Beziehung sowie Alleinstehende Auskunft geben. Es wird eine Riechananmnese sowie ein Riechtest mit Schwellen-, Diskriminations- und Identifikationstest durchgeführt. Weiterhin gibt es eine gesunde Vergleichsgruppe mit 50 Personen zwischen 18 und 50 Jahren.

Susanne Menzel

Wie aufmerksam können wir riechen? - Eine klinische Studie zum Vergleich olfaktorischer und visueller Reizwahrnehmung im „change detection test“ (Datenerhebung abgeschlossen)

Der menschliche Geruchssinn ist sehr sensitiv und präzise. Jedoch vertrauen wir Menschen unserem Riechvermögen wenig und verlassen uns eher auf das Sehen als auf das Riechen, wenn es darum geht, Veränderungen in der Umwelt wahrzunehmen.

Im Rahmen dieser Studie wurden visuelle und olfaktorische Reize in einem von uns entwickelten „1-back-Test“ miteinander verglichen. Die Probanden wurden aufgefordert, Reizänderungen so schnell und sensitiv wie möglich zu detektieren. Die Ergebnisse der olfaktorischen Stimuli wurden weiterhin hinsichtlich der individuellen Konzentrationsleistung, des Riechvermögens, der Empfindlichkeit gegenüber Umweltreizen, dem generellen Interesse an Gerüchen, sowie der Lateralisierbarkeit von Düften betrachtet.

Martina Musch

Veränderungen der Hirnstruktur im Laufe der Zeit bei Patienten mit erworbener Riechstörung sowie Vergleich der Hirnstruktur von Patienten mit Choanalatresie und Probanden mit Normosmie.

Ziel des ersten Teils der Arbeit ist es, die Veränderung der Hirnstruktur bei Patienten mit erworbener Riechstörung mit Hilfe von zwei im Abstand von 6-9 Monaten erfolgenden Magnetresonanztomographie-Untersuchungen zu erfassen. Die Probanden erhalten in der Zeit zwischen beiden Terminen ein Riechtraining, wobei zweimal täglich an vier Düften (Rose, Zitrone, Eukalyptus und Gewürznelke) für jeweils 20s pro Duft gerochen werden soll. Außerdem findet im gleichen Abstand die zweimalige Testung mittels "Sniffin´Sticks" statt, um eine Veränderung des Riechvermögens zu beurteilen.

Im zweiten Teil werden Probanden mit angeborener Choanalatresie, welche im frühen Lebensalter behoben wurde, im MRT untersucht. Herausgefunden werden soll, ob die fehlende Exposition mit Düften auf der betroffenen Nasenseite in jungen Jahren das Riechvermögen im Erwachsenenalter beeinflusst und dies auch in der Hirnstruktur nachweisbar ist.

N

Jan Noltus

Riechvermögen vor und nach Nasenoperation bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen - eine fMRT Studie (Datenerhebung abgeschlossen)

Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen beeinträchtigen das Riechvermögen durch Obstruktion des nasalen Lumens und durch chronisch inflammatorische Prozesse, die das Riechepithel schädigen. Nach erfolgloser konservativer Therapie verspricht eine Operation Abhilfe. Ziel dieser Studie ist es die Auswirkung dieser Operation auf das Riechvermögen zu evaluieren. Dies geschah mittels Sniffing Sticks und Fragebögen sowohl prä-, als auch 3 Monate postoperativ. Zusätzlich wurden den Patienten im fMRT verschiedene Düfte angeboten um die möglichen Auswirkungen der Operation auf die neurophysiologische Duftverarbeitung zu messen.

O

Annegret Oelschlägel

Einfluss einer Nasenclip-Beduftung auf die intranasale Empfindlichkeit bei Patienten mit sinunasalen Riechstörungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Getestet werden 60 Patienten, welche sich aus 30 Patienten mit sinunasaler Riechstörung und 30 Patienten mit idiopathischer Riechstörung zusammensetzen. Untersucht werden der Einfluss von Pfefferminz- und Eukalyptusöl auf die olfaktorische und trigeminale Wahrnehmung, sowie deren Auswirkung auf das Nasenvolumen. Dazu tragen die Patienten für 30 Tage je 3 Stunden einen Nasenclip, der diese Öle enthält. Folgende Methoden kommen dabei zur Anwendung: Sniffin‘ Sticks (SDI), CO 2 -Schwelle, akustische Rhinometrie.

P

Luise Pabel

Olfactory training with patients suffering from depressive disorders (Datenerhebung abgeschlossen)

My doctoral thesis focusses on two research questions concerning the superordinate topic of olfaction and depression:

First question: Depressive patients often express a reduced olfactory capacity, although previous studies exhibited mixed results. However, research focused mainly on psychiatric inpatients, and potential influence variables were rarely considered. In a first step, we therefore examined the influence of severity, course and duration of depression on olfactory function. Our results support the idea that depression is not uniformly related to olfactory impairment, but depends on duration and course of depression. The results generate the hypothesis that reduced olfactory identification is caused by cognitive impairment in recurrent depression. Moreover, the relation between olfactory threshold and depression might be partially caused by a cumulative damage of the olfactory epithelium after frequent respiratory diseases.

Second question: People with major depression often exhibit a reduced olfactory function, which recovers in the course of psychotherapy. As it has been shown that daily short-term exposure to olfactory stimuli improves subjective well-being in a sample of elderly participants, we tested whether a training of olfactory function also facilitates recovery from depression in a clinical sample.

Regarding the relatively low compliance and the lack of efficacy, our data suggest not recommending the training as a useful treatment option for depressive outpatients. Different methods of olfactory stimulation might be more effective in a group of severely depressed inpatients.

Dahae Park

Änderungen der Lebensqualität durch Riech- und Schmeckstörungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Es werden 200 Patienten untersucht, die anhand verschiedener Ursachen Riech- und bzw. oder Schmeckstörung aufweisen. Anschließend werden 6 unterschiedliche Fragebogen  durch die Befragten ausgefüllt. Methoden: Sniffin Sticks, Schmeckspray, Schmeckstreifen, Schmeckpulver. Fragenbogen: Beck-Depressions-Inventar, SF36, Positivitätsskala, Lebenszufriedenheitsfragen, Parosmien-Fragebogen, AD8.

Bob Pellegrino

Psychological and physiological aspects of the olfactory and trigeminal systems in humans (Datenerhebung abgeschlossen)

The olfactory and trigeminal systems (branches V1 and V2) are both present within the nasal cavity, representing the sense of smell and touch respectively, and contribute to the perception of an odor. To better understand responses from these two system, a review and two studies were performed. The review looked at the phenomenon of habituation and the mechanism that underlies it, adaptation, in relation to odors within humans. In our first study, we examined individuals with partial, but not complete, impairment of the olfactory system using functional magnetic resonance imaging (fMRI) to understand neurological processes involved in their perception compared to healthy controls.  In the second study, we look at the constituent parts of intransal odor perception by exposing healthy subjects to odorants alone (unimodal) or with a “cooling” trigeminal component (bimodal) at sub- and supra-threshold concentrations.

Per Peters

Untersuchung des Riechvermögens von Patienten und Probanden mittels olfaktorisch evozierter Potentiale bei einseitiger und beidseitiger Reizdarbietung (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Idee der Studie: Die Ableitung olfaktorisch evozierte Potentiale mittels Olfaktometer und EEG ist ein etabliertes Verfahren, um objektiv Riechstörungen zu diagnostizieren. Olfaktorisch evozierte Potentiale sind allerdings oft nicht einfach abzuleiten und häufiger nicht gut zu verwerten. Ziel der Studie ist es, an gesunden Probanden und Patienten zu untersuchen, ob durch eine beidseitige Reizdarbietung im Vergleich zu einer bisher üblichen einseitigen Reizdarbietung am Olfaktometer deutlichere Potentiale und ein besseres Signal/Rauschverhältnis zu erhalten sind.

Diana Pietrowski

Körpergeruch und Partnerschaft (Datenerhebung abgeschlossen)

In Anlehnung an die Studie von Frau Jana Kromer soll diese Studie den Zusammenhang zwischen dem HLA-Typus eines Menschen und der Attraktivität seines Körpergeruchs zeigen. Es wird insbesondere die Hypothese „bevorzuggte Wahl eines Partners mit unterschiedlichem HLA-Typen" untersucht.
Dazu sollen 100 Paare, im Alter zwischen 18 und 40 Jahren, welche mehr als die Hälfte der Woche beieinander übernachten, zuvor bereitgestellte T-Shirts 2 Nächte hintereinander tragen und diese zum Studientermin mitbringen. Nachdem eine Riechanamnese sowie ein Schwellen- und Identifikationstest vorgenommen wurden, sollen dann im Hauptteil 4 verschiedene gegengeschlechtliche T-Shirts (inklusive dem des eigenen Partners) nach der Attraktivität ihres Geruchs bewertet werden.

R

Laura Rambacher

Modulation der Ergebnisse von Riechtests (Datenerhebung abgeschlossen)

Der Riechschwellentest ist aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Die sogenannten Sniffin´ Sticks fidnen in der Diagnostik und Forschung alltägliche Anwendung.

Was wäre jedoch, wenn der Schwellentest durch andere Variablen wie etwa die Umgebungsgerüche beeinträchtigt und in seinen Ergebnissen beeinflusst werden würde? In der Arbeit sollte deshalb die mögliche Beeinflussbarkeit des Schwellentestes durch Umgebungsdüfte untersucht werden.

Hierfür wird die Prüfung des Geruchssinnes in einem klimatisierten, stetig durchlüfteten Raum durchgeführt. Die mit Duftstoffen angereicherte Umgebungsluft wird dabei mit Baumwollhandschuhen, die mit verschiedenen Duftstoffen versetzt sind, simuliert. Der Schwellentest wird mit jedem Studienteilnehmer in drei Versuchsanordnungen durchgeführt:

a) der Testgeruch stimmt mit dem Umgebungsgeruch überein,

b) der Testgeruch unterscheidet sich vom Umgebungsgeruch,

c) der Testgeruch wird ohne Umgebungsgeruch dargeboten.

Die Ergebnisse dieser drei Versuchsabläufe werden verglichen, um so einen möglichen Einfluss der Umgebungsluft auf das Testergebnis des Schwellentestes erkennen und bestimmen zu können.

Felix Riedel

Einfluss der Konditionierung mit negativen Verstärkern auf die Geruchshabituation (Datenerhebung abgeschlossen)

Dass wir uns auch an intensive Gerüche gewöhnen, verdanken wir auch unserem Gehirn. Diese Studie beleuchtet das Habituationsphänomen bei unterschiedlichen Geruchsreizen, basierend auf der EEG-basierten Messung olfaktorisch-ereigniskorrelierter Potentiale (OERP) und hat zum Ziel, Unterschiede der Habituation zwischen einfachen und negativ konditionierten Gerüche zu untersuchen.

S

Katharina Schoen (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Gegenüberstellung von Essensdüften und Blumendüften im Hinblick auf deren Einfluß aufs mesolimbische System -eine fMRT-Studie-

Bereits in vorherigen Studien wurde der Zusammenhang zwischen Duftstoffen aus dem Lebensmittelbereich und der Stimulation bestimmter Gehirnareale, insbesondere des mesolimbischen Systems, dargestellt. Ziel meiner Arbeit ist jene Gerüche mit nicht lebensmittelassoziierten Düften zum einen in ihren Eigenschaften zu vergleichen und zum anderen die Gehirnaktivität des Probanden im MRT zu analysieren, mit besonderem Augenmerk auf die Area tegmentalis ventralis.

Anica Schunke (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Messung der olfaktorischen Adaption an monomolekulare Düfte mit Hilfe des Elektroolfaktogramms

Vielen ist aus eigener Erfahrung bekannt, dass Gerüche mit zunehmender Zeit an Intensität verlieren. Betritt man einen Raum, in dem es z.B. nach Schweiß riecht, nimmt man diesen nach einer Weile nicht mehr wahr. Das ist ein typischer Prozess unseres Riechsystems, welcher dafür sorgt, dass wir uns nicht auf Reize (Gerüche) fokussieren, die für uns keinen Informationsgehalt haben.  Die neuronalen Prozesse, die diesem Phänomen zugrunde liegen sind bisher jedoch nur wenig erforscht.
Es gibt zwei Ebenen auf denen es zu solchen Veränderungen kommen kann. Zum einen in Form der Gewöhnung „Habituation“ auf der Ebene des zentralen Nervensystems und zum anderen im peripheren Nervensystem (Riechsinneszellen) in Form der Anpassung „Adaption“.
In dieser Studie wird mit Hilfe des EOGs geschaut, ob es auf der Ebene der Riechsinneszellen bei zunehmender Stimulation zur olfaktorischen Adaption in Form einer Veränderung der evozierten olfaktorischen Oberflächenpotentiale kommt (abnehmende Amplitude, zunehmende Latenz). Dabei werden 30 Probanden 3 verschiedene Düfte angeboten, bei denen in einer früheren Studie ein unterschiedlich stark ausgeprägtes Gewöhnungsverhalten ermittelt wurde (keine Gewöhnung, schwache Gewöhnung, starke Gewöhnung).

Georg Stupka

Elektrophysiologische Untersuchung des Potentials an der Riechschleimhaut bei Patienten mit Riechstörungen und Gesunden (Datenerhebung abgeschlossen)

Rim Salloum

Olfaktorisch ereigniskorrelierte Potentiale bei Patienten mit Riechstörungen

In der Untersuchung soll geprüft werden, ob die (Rest-) Riechfunktion bei Hyposmikern aller Ursachen anhand chemosensorisch evozierter Potentiale objektiviert werden kann. Klinisch lässt sich häufig beobachten, dass Patienten mit einer Riechverminderung von sogenannten "olfaktorischen Flashs" berichten: Die Patienten riechen im ersten Atemzug (fast) normal, können dies aber beim zweiten riechen nicht reproduzieren. Dieses Phänomen soll elektrophysiologisch untersucht werden. Außerdem soll die klinisch und elektrophysiologisch gut dokumentierte Interaktion zwischen trigeminalen und olfaktivem System auf Ihre Verwendbarkeit als Quantifikationsinstrument der Hyposmie getestet werden.

Elena Schäfer

Mediale Geruchsräume: Präsenzerleben und Emotionsinduktion durch die Kombination audiovisueller und olfaktorischer Reize

Forschungsfrage: Wie verändert sich die Rezeption audiovisueller Medien durch die Zugabe olfaktorischer Stimuli?

Hintergrund: Gerüche spielen für Medien im Normalfall kaum eine Rolle. Allerdings gibt es historisch betrachtet diverse Versuche, Gerüche in Medien zu implementieren und damit das mediale Erleben zu erweitern (Stichwort "Geruchskino").

Eine Studie mit 200 Probanden soll Erkenntnisse über die mediale Rezeption von Gerüchen und deren Auswirkung auf das Präsenzerleben sowie auf die emotionale Wirkweise geben.

Die Arbeit ist interdisziplinär angelegt und wird ebenfalls durch den Medienpsychologen Herrn Prof. Ohler der TU Chemnitz betreut und mit Hilfe des Fraunhofer Instituts Erlangen umgesetzt.

Timo Schultheiss

Auswirkungen eines trigeminalen Trainings auf die Funktion des  Nervus Trigeminus und der subjektiv empfundenen Nasendurchgängigkeit (Datenerhebung abgeschlossen)

Der Nervus Trigeminus ist einer von zwei Nerven, welcher die Funktion der Nase maßgeblich bestimmen. Neben einer, etwas spezialisierten „Riechfunktion“ für vorwiegend "scharfe" Gerüche, dient der Trigeminus unter anderem als "Drehzahlmesser" in der Nase. Das heißt, er sendet Informationen in das Gehirn über den gefühlten Luftdurchstrom der Nase. Dabei korreliert der subjektiv empfundene Luftstrom nicht zwingend mit dem objektiv messbaren. Die vorliegende klinische Studie beschäftigt sich mit der Frage ob es möglich ist, den Nervus Trigeminus durch eine wiederholte, gezielte Exposition zu Trigeminusreizstoffen (Trigeminales Training) über einen Zeitraum von zwei Monaten zu sensibilisieren (trainieren). Außerdem wird untersucht ob das Training zu einem erhöhten subjektiven Nasendurchfluß führt. An der Studie nehmen Patienten und eine gesunde Kontrollgruppe teil. In der Konsequenz könnten sich neue, nicht invasive Therapiemöglichkeiten für Menschen mit subjektiv, oder auch objektiv behinderter Nasenatmung ergeben.

Anne-Kathrin Schulz

Erfassung des Riechvermögens bei Patienten nach operativer Entfernung eines Olfaktoriusmeningeoms

Nach der operativen Entfernung des olfaktorischen Meningeoms ist zumeist eine deutliche Beeinträchtigung des Riech- und teils auch des Schemckvermögens zu verzeichnen.

Viele Patienten erleiden bereits schon vor der Operation einen Riechverlust. In der Studie soll die Frage geklärt werden, inwieweit sich diese Riechstörung im Verlauf ändert. Hierfür soll anhand von Riechstiften (,,Sniffin Sticks“) die Riechschwelle, Unterscheidung und Identifizierung von Gerüchen getestet werden. Zusätzlich werde die präoperativen MRT- Bilder ausgewertet, um eine evtl. Korrelation zwischen Meningeomgröße, -lage, etc. und dem Verlauf der Riechstörung zu analysieren.

Sebastian Seurig

Die Wirkung der Akupunktur auf Patienten mit Phantosmie

Ziel der Studie ist es zu testen, ob sich eine Akupunkturbehanldung (Vergleich zwischen traditionell-chinesischer Akupunktur, Yamamotos neuer Schädelakupunktur, Ohrakupunktur nach Nogier und  Scheinakupunktur) bei Patienten, die an einem Phantomgeruch leiden, positiv auswirkt, um das Behandlungsspektrum für Patienten mit Riechstörungen bestenfalls um eine nebenwirkungsarme Therapiemethode erweitern zu können.

Lisa-Marie Sparing-Paschke (Datenerhebung und -auswertung abgeschlossen)

Einfluss kognitiver und psychologischer Parameter auf die olfaktorische Testung im Kindes- und Jugendalter

Die Leistung in olfaktorischen Tests steigt von der Kindheit bis zum Jugendalter. Geht man von einer frühen Entwicklung der Riechfunktion aus, stellt sich die Frage, ob diese Steigerung der Testleistung auf eine Zunahme der Riechfunktion oder auf andere Faktoren zurückzuführen ist. Die nun vorgestellte Studie zielt darauf ab, einen Einfluss kognitiver und psychologischer Parameter auf das Riechvermögen von Kindern und Jugendlichen auszumachen.

Franz Paul Stiller

Voxel-basierte Morphometrie: Veränderte Dichte der grauen Hirnsubstanz bei subjektiv gesteigertem Riechvermögen (Datenerhebung abgeschlossen)

In Zusammenarbeit mit der Universität Aarhus (DK) untersuchen wir mittels MRT Unterschiede und Muster der strukturellen Konnektivität olfaktorischer Areale zwischen verschiedenen Gruppen (Normosmiker, "subjektive Hyperosmiker", congenitale Anosmiker, idiopathische Anosmiker). Erste Ergebnisse weisen auf eine Lateralisierung bei vermeintlich verbessertem Riechvermögen im Vergleich zu Normosmikern hin. Diese Unterschiede zwischen den beiden Gruppen sollen auch mittels VBM-Analyse der grauen Substanz untersucht werden.

T

Maria Taut

Adaption des „Sniffin‘ Sticks“ Riechidentifikationstests für Ägypten (Datenerhebung abgeschlossen)

Für die Diagnostik von Riechstörungen ist ein kulturell angepasster, validierter Riechtest unablässig, da Menschen nicht überall mit den gleichen Gerüchen vertraut sind. Für den ägyptischen Kulturkreis gab es einen solchen Test bisher nicht. Ziel dieser Studie ist den deutschen „Sniffin‘ Sticks“-Identifikationstest so zu modifizieren, dass er für ägyptische Probanden angewendet werden kann. Weiterhin sollten erste normierte Daten erhoben werden.

Ezgi Sanem Tekin

Erholung von der Gewöhnung an monomolekulare Riechsubstanzen mit verschiedenen chemischen und physikalischen Eigenschaften (Datenerhebung abgeschlossen)

In der geplanten Studie soll mithilfe psychophysischer Verfahren bei gesunden Personen untersucht werden, inwieweit sich verschiedene physikalische und chemische Eigenschaften riechender Substanzen, wie z.B. Löslichkeit, Molekulargewicht, Anzahl der Rezeptorbindungen und Anzahl der der C-Atome im Molekül auf die Erholung von der Gewöhnung an den Duft auswirken.

Ramona Theilen

Dishabituation des Riechsystems durch olfaktorisch – trigeminale Mischreize (Datenerhebung abgeschlossen)

An gleichartige, aufeinander folgende Reize gewöhnen wir uns schnell. Ändern sich diese Reize nicht, werden diese nicht mehr richtig wahrgenommen. So verhält es sich auch mit unserem Geruchssystem. Ein Beispiel dafür ist in unserem Alltag zu finden. Sprühen wir uns mit unserem Lieblingsparfüm ein ist der Duft zunächst intensiv. Nach wenigen Minuten nimmt man den Duft jedoch nicht mehr wahr, da sich unser Geruchssystem an diesen Duft gewöhnt hat. Diesen Gewöhnungseffekt nennt man Habituation. Der Prozess der Habituation kann durch das Auftreten neuer - die Langeweile durchbrechende - Reize aufgehoben werden. Diese „Entwöhnung“ bezeichnet man als Dishabituation.

In der Studie „Dishabituation des Riechsystems durch olfaktorisch-trigeminale Mischreize“ sollen verschiedene Zusammensetzungen von bestimmten Geruchsmixturen im Hinblick auf ihre „entwöhnende“ Eigenschaft untersucht werden. Dazu werden einerseits direkte Beurteilungen der Riechreize durch den Probanden herangezogen und andererseits Reaktionen des Gehirns auf die Riechreize, die aus dem EEG abgeleitet werden. Insgesamt werden 30 Probanden an der Studie teilnehmen.

Anne Toth

Impact of ortho vs retronasal delivery of aroma on the odor-induced taste perception: quantitative measures of neuronal integration, in human, with electroencephalography

Diese Arbeit beruht auf einer Kooperation zwischen dem INRA, CSGA in Dijon und dem Arbeitsbereich Riechen und Schmecken der TU Dresden. An Probanden soll mithilfe von EEG-Parametern untersucht werden, ob es Unterschiede der Wahrnehmung und Verarbeitung von Aromen gibt, je nachdem ob diese ortho- oder retronasal appliziert werden.

Khang Tran

Einfluss verschiedener Therapieansätze auf die olfaktorische und gustatorische Funktion bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (Datenerhebung abgeschlossen)

In dieser Querschnittstudie soll an etwa 200 Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) untersucht werden, inwieweit die Riech- und Schmeckfunktion einerseits durch die RA als eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis selbst beeinflusst wird. Andererseits soll untersucht werden, ob die langzeitige Einnahme verschiedener Antirheumatika wie Methotrexat, Glucocorticoide, TNF-Blocker und NSAR ebenfalls Einfluss auf den Geruchs- und Geschmackssinn ausüben. Bereits in vergangenen Studien wurde dargestellt, dass Patienten mit systemischen Autoimmunerkrankungen wie z.B. dem systemischen Lupus Erythematodes oder der Granulomatose mit Polyangiitis (Morbus Wegener) eine verminderte olfaktorische und gustatorische Funktion aufweisen. Dieser Zusammenhang soll anhand dieser Studie nochmals genauer beleuchtet werden."

U

Manja Unrath

Umami (Datenerhebung abgeschlossen)

Die Studie befasst sich mit der Bekanntheit des Umamigeschmacks und der neurophysiologischen Verarbeitung des Geschmacks mittels fMRT. Es wird zunächst die allgemeine Geschmackswahrnehmung von Umami an ca. 400 Probanden getestet und anschließend die Ursache für ein nicht oder schlechtes Wahrnehmen des Umamigeschmackes im Geschmackslabor untersucht. Der zweite Teil der Studie befasst sich mit der neurophysiologischen Verarbeitung des Umamigeschmacks und vergleichend mit  der Rezeptoraktivierung durch Inosinmonophosphat und Guanosininmonophosphat.,

V

Marvin Verhees

Elektrophysiologische Untersuchung der Nasenscheidewand und EEG-Aufzeichnung bei Stimulation mit Pfefferdüften an Gesunden. (Datenerhebung abgeschlossen)

In meiner Studie wird anhand von Pfefferdüften der Frage nachgegangen, inwieweit sich die Verarbeitung von Düften, die eine sogenannte „trigeminale“ Komponente besitzen oder nicht (d.h., ob ein Duft nicht nur das Riechsystem aktiviert, sondern auch das Fühlsystem in der Nase, den sogenannten Nervus trigeminus, der Empfindungen wie Bitzeln, Kribbeln und Stechen vermittelt) durch Assoziation mit den trigeminalen Empfindungen verändern lässt. Dazu sollen neben der Bewertung von Gerüchen elektrophysiologische Verfahren verwendet werden.

Olivia Vogt

Spezifische Anosmie bei Kindern (Datenerhebung abgeschlossen)

Untersucht werden soll das Vorkommen der spezifischen Anosmien bei Kindern in unterschiedlichen Altersstufen. Der Begriff „Spezifische Anosmie“ beschreibt das Fehlen bestimmter Geruchseindrücke.  Die Studie wird in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum durchgeführt.

Dorothe von Koskull

Verlaufsbeobachtung von Patienten mit Schmeckstörungen (Datenerhebung abgeschlossen)

In der Studie soll der Krankheitsverlauf und Therapieerfolg von idiopathischen Schmeckstörungen untersucht werden. Dabei soll der mögliche Zusammenhang zwischen der Dichte der fungiformen Papillen und der Speichelflussrate, sowie Speichelzusammensetzung bei idiopathischen Dysgeusien genauer erklärt werden. Hierfür wurden in einem Abstand von 1-2 Jahren Patienten untersucht.

W

Luise Wacker

Benutzerunabhängig Erfassung von Riechstörungen mit Hilfe von EEG Parametern (Datenerhebung abgeschlossen)

Für diese Arbeit wurden ungefähr 650 EEGs von hyposmischen und anosmischen Patienten mit MATLAB analysiert. Von ca. 200 verbleienden nutzbaren Daten wird nun folgend ein Computerprogramm erstellt, was basierend auf der vorangegangen Datenanalyse, die EEGs benutzerunabhängig hinsichtlich der Aussage  bewerten kann, ob eien Riechfunktion vorhanden ist oder nicht.

Antjke Walke

Wirksamkeit der sublingualen Immuntherapie bei allergischer Rhinokonjunktivitis

Retrospektive Studie zu Daten von Probanden, die im Zeitraum von 2003 bis 2006 eine Hyposensibilierung mittels sublingualer Immuntherapie erhielten. Zusätzlich bekommen die Probanden Fragebögen zugesandt, die das Befinden direkt nach der Therapie und heute, 10 Jahre später, erfassen sollen.

Catharina Weber

Hirnaktivität nach Darbietung von Düften, die an Aminrezeptoren binden (Datenerhebung abgeschlossen)

Im menschlichen Riechepithel werden Amin-bindende Rezeptoren (TAAR-Rezeptoren, trace amin associated receptors) exprimiert, wobei wahrscheinlich nur eine Gruppe dieser Rezeptortypen als funktional angesehen werden kann.

Das Ziel der Studie ist die Untersuchung der spezifischen Reaktionen im Gehirn auf die Registrierung der TAAR-bindenden Düfte (bspw. Triethylamin) sowie die Analyse der cerebralen Verarbeitung dieser Wahrnehmung im Vergleich zu ähnlich riechenden Düften, die jedoch nicht an die genannten Rezeptortypen binden. Als Mittel der Wahl werden zum einen psychophysische Tests und zum anderen funktionelle Magnetresonanztomographie-Untersuchungen durchgeführt.

Stefanie Weise

Untersuchung  olfaktorischer Informationsverarbeitung mittels Zeit-Frequenzanalyse (Datenerhebung abgeschlossen)

Durch die Messung von olfaktorisch evozierten Potentialen kann wertvolle Information über die Riechfunktion und die Verarbeitung von Gerüchen erlangt werden. Allerdings ist die Messung mit einem hohen technischen Aufwand verbunden.

Ziel der Studie ist es ein Messverfahren zur Beurteilung olfaktorischer Aktivierung zu etablieren, welches technisch einfach und kostengünstig ist. Hierfür sollen gesunde Probanden mit normalem Riechvermögen sowie Patienten mit bekannter Riechstörung untersucht werden. Jeder Proband/ Patient absolviert eine Riechtestung mit Hilfe der „Sniffin´ Sticks“ zur Beurteilung der Riechfunktion. Daran schließen sich die elektrophysiologischen Messungen an. Während der Präsentation von Gerüchen wird ein EEG abgeleitet. Die erhobenen Daten werden mit Hilfe der Zeit – Frequenzanalyse ausgewertet. Ziel ist es bei Geruchswahrnehmung eine Frequenzänderung  beobachten zu können.

Gudrun Winter (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Der Einfluss akuter Rhinitis auf Riechen und Schmecken

Das Phänomen der Riech- und Schmeckstörungen bei akuter Rhinitis ist bekannt, allerdings noch nicht ausreichend untersucht und quantifiziert. Es werden 60 erkältete Probanden mit weiteren 60 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Methoden: Nasenendoskopie, Akustische Rhinometrie, Sniffin Sticks, Schmeckpulver, Schmeckstreifen, Trigeminale Testungen (CO2-Schwelle, Menthol-Lateralisierung), Intensität und Hedonik von Nahrungsmitteln

Vivien Willgeroth (Datenerhebung abgeschlossen)

Charakterisierung von olfaktorischen und trigeminalen Dimensionen der Wahrnehmung bei Gerüchen mit unterschiedlichen chemischen Eigenschaften

Als Teilabschnitt des DFG-Projektes MEROD ging es in dieser Riechstudie darum, eine Auswahl von 40 Duftstoffen mit bekannten chemischen Eigenschaften hinsichtlich 8 perzeptuellen Kriterien zu beurteilen: Hedonik, Wärme, Kühle, Intensität, Essbarkeit, Reizung, Schmerz und Vertrautheit. Ca. 100 Probanden und 65 Patienten haben jeweils ein Set von 10 Gerüchen in diesen trigeminalen und olfaktorischen Dimensionen mit Hilfe einer visuellen Analogskala charakterisiert. In der noch ausstehenden Auswertung wird untersucht, ob und inwieweit festgelegte physikochemischen Eigenschaften einen Einfluss auf die Perzeption nehmen.

Florian Wrage

Determinanten der Unterscheidung von Düften

Z

Laura Zaranek

Einfluss eines Riechtrainings bei Kindern und Jugendlichen mit Kopfschmerzen (Datenerhebung abgeschlossen)

In der Studie wird geprüft, ob bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Kopfschmerzen ein regelmäßiges Riechtraining mit angenehmen Düften einen Einfluss auf die Intensität und Häufigkeit ihrer Kopfschmerzen hat. Begleitend wird der Effekt auf ihre Riechfunktion überprüft.

Dafür werden 80 Kinder und Jugendliche mit chronischer Migräne und Spannungskopfschmerzen im Rahmen der Kopfschmerzsprechstunde des UniversitätsSchmerzCentrums Dresden in die Studie aufgenommen. Bei 40 Kindern wird ein regelmäßiges Riechtraining für mindestens 3 Monate durchgeführt und weitere 40 Kinder werden ohne Riechtraining nach 3 Monaten noch einmal einbestellt, um die Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung und dem Kopfschmerzverlauf in dieser Zeit zu kontrollieren.

Stefanie Zelder

Untersuchung der "Contigent Negative Variation" bei akustischen Reizpaaren unter verschiedenen Bedingungen olfaktorischer Stimulation

In der Studie soll gestetet werden, ob die durch gepaarte Tonreize ausgelöste CNV durch Begleitreizung mit anregenden und beunruhigenden Düften beeinflusst werden kann. Dabei soll die Alters- und Geschlechtsabhängigkeit geprüft werden.