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Aktive Doktorarbeiten

A

Yehya Sheikh Alkar

Olfaktorische Wahrnehmung von Schwefelverbindungen bei Patienten mit Morbus Wilson

Die Riechfunktion von Patienten mit Morbus Wilson wird im Vergleich zu gesunden Personen geprüft. Die Hypothese wird geprüft, ob Patienten mit Morbus Wilson – im Vergleich mit einer Kontrollgruppe - ein spezifisch vermindertes Riechvermögen für schwefelhaltige im Vergleich zu nicht-schwefelhaltige Gerüche haben.

B

Charlotte Ballauf

Riechstörungen und das Mikrobiom in der Nase

Mikrobiomforschung im Bereich von Darm und Haut konnte Zusammenhänge zwischen der Bakterienzusammensetzung und bestimmten Erkrankungen zeigen. Da es bisher nur wenige Studien zum Mikrobiom der Nase und einen möglichen Zusammenhang zu Riechstörungen gibt, ist das Ziel der Studie  die Erfassung des Mikrobioms in der Nase bei 250 Probanden mit Riechstörung.

Cara Benzien

Zusammenhang von Depressivität und Riechstörungen – eine Längsschnittstudie

In Anlehnung an bereits durchgeführte Studien wird der Zusammenhang von Riechstörung und Depression im Rahmen einer Längsschnittstudie näher analysiert. Dazu werden Patienten erneut untersucht, deren erste Untersuchung bis zu 5 Jahren zurück liegt.

Amelie Betz (Datenerhebung und -auswertung abgeschlossen)

Veränderung der Hirnstruktur im Laufe der Zeit bei Patienten mit Riechstörung

In dieser klinischen Studien wird der Frage nachgegangen, wie sich die Hirnstruktur bei Patienten mit Riechstörungen verändert, sowohl im Rahmen einer Querschnittsstudie im Vergleich zwischen Gesunden, Patienten mit erworbenen Riechstörungen und Personen mit angeborener Anosmie, als auch im Längsschnitt bei Patienten mit erworbenen Riechstörungen im Vergleich mit Gesunden. Dazu wurden MRT-Aufnahmen des Gehirns durchgeführt. Die Studie soll klären, ob in der Magnet­resonanz­tomographie (MRT) bei Personen mit Riechstörungen und bei Riechgesunden Unterschiede im Gehirn auftreten.

Max Bode

Prädiktoren über die Tiefenunterschiede der olfaktorischen Sulci bezogen auf den olfaktorischen Verlust bei älteren Menschen: eine Bevölkerungsstudie (Datenerhebung abgeschlossen)

Laura Bottesi

Auswirkungen von Riechtraining auf das Riechvermögen und kognitive Funktionen bei Patienten mit Riechstörungen und gesunden Probanden

Der positive Effekt von Riechtraining als Therapiemethode bei Patienten mit eingeschränktem Geruchssinn ist bereits bekannt. In dieser prospektiven klinischen Studie soll die Wirkung von etwa viermonatigem Training mit einem speziellen Duftspender untersucht werden. Anders als in früheren Untersuchungen werden komplexe Düfte verwendet, wie z.B.: Zitronengras, Lavendel und Yang-Yang, die zusätzlich zur olfaktorischen eine leicht trigeminal- stimulierende Komponente aufweisen.  Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob häufigeres Training (4x täglich vs. 2x täglich) einen größeren Einfluss auf die Regeneration des Geruchssinns hat. Es werden 60 Patienten und eine Kontrollgruppe von 30 gesunden Probanden eingeschlossen. Diese werden in zwei Gruppen mit verschiedenen Trainingsbedingungen eingeteilt. Die Wirkung soll durch verschiedene Tests und Fragebögen vor und nach der Trainingsperiode gemessen werden.

Cornelius Brückner

Untersuchung des Einflusses von G-CSF auf Riechen und Schmecken bei Patienten mit vorangegangener Chemotherapie.

Bei Patienten, die im Rahmen ihrer Tumortherapie Chemotherapeutika erhalten haben, zeigt sich eine Abnahme des Riechens und Schmeckens. Mit der klinischen Studie soll untersucht werden, ob die Behandlung solcher Patienten mit G-CSF zu einer Verbesserung beim Riechen und Schmecken führt, im Vergleich zur Ausgangssituation nach der Tumortherapie und im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Tumorleiden.

Sophie Burghardt

Beeinflussung der Nahrungswahrnehmung durch Riech- und Schmeckstörungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Ziel der Studie ist es, die Auswirkung von Riech- und Schmeckstörungen auf die subjektive Wahrnehmung von Speisen zu untersuchen. Bei Personen mit einer Beeinträchtigung der chemischen Sinne kommt es zur Beeinflussung des Zusammenspiels von Geschmack und Geruch, sodass Speisen abweichend und in anderer Qualität wahrgenommen werden. Im Fokus der Untersuchung liegen die vier Geschmackrichtungen süß, sauer, salzig und bitter. Eine Messung der Speichelproduktion vor und nach Stimulation durch verschiedene Essensgerüche, sowie die Einschätzung von Speisen bezüglich ihrer Vertrautheit, Anregung zum Verzehr und Intensität werden bei Patienten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe untersucht.

D

Janina Dimow

Olfaktorische Funktion bei Patienten vor und nach chirurgischer Gaumennahterweiterung

Die chirurgische Gaumennahterweiterung ist ein unverzichtbares chirurgisch-kieferorthopädisches Verfahren bei transversaler Hypoplasie des Oberkiefers. Mit dieser prospektiven klinischen Studie soll die Frage beantwortet werden, inwieweit durch die chirurgisch unterstützte forcierte Gaumennahterweiterung eine psychophysisch messbare Änderung der olfaktorischen Funktion und ob eine messbare Veränderung des Nasenvolumens bei den betreffenden Patienten auftritt.

Gesine Dölz

Der Effekt von Riechtraining mit einfachen und komplexen Düften in Verbindung mit und ohne visuellen Reizen bei über 50-Jährigen

Es ist bekannt, dass sich das Riechvermögen mit steigendem Alter vermindert. Da ein gezieltes Riechtraining das Riechvermögen positiv beeinflussen kann, wird untersucht in wie weit sich ein tägliches, teilweise gekoppeltes Training mit einfachen bzw. komplexen Düften auf das Riechvermögen aber auch auf die Kognition auswirken kann. Hierzu werden bei einem Teil der Untersuchten zusätzlich zu Geruchsreizen visuelle Reize in Form von Bildern appliziert und untersucht, wie sich das gleichzeitige Betrachten von Bildern (also olfaktorische und visuelle Reize zur selben Zeit) auf die kognitiven Fähigkeiten von über 50-Jährigen auswirkt.

Julia Draf

Aufmerksamkeit auf Düfte in der Schwangerschaft

Über ein besonderes Riechvermögen während der Schwangerschaft gibt es viele Berichte. In bisherigen Studien, in denen z.B. die Riechschwelle, die Identifikationsleistung oder die Hirnaktivität beim Riechen bestimmt wurden, fand dies keine Bestätigung.  Wir vermuten, dass schwangere Frauen vielleicht eine andere Aufmerksamkeit gegenüber Gerüchen haben. Es soll daher untersucht werden, wie aufmerksam schwangere Frauen auf Änderungen in der Geruchsumgebung sind und ob sich Unterschiede zu nicht-schwangeren Frauen feststellen lassen.

E

Rosa Emrich

Untersuchung der peripheren und zentralen trigeminalen Aktivität bei Patienten mit Riechstörungen unterschiedlicher Genese und Gesunden nach intranasaler Reizung (Datenerhebung abgeschlossen).

In der Studie wird untersucht, inwieweit bei Patienten mit Riechstörungen unterschiedlicher Genese (idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS), postvirale Riechstörung) im Vergleich zu Gesunden ohne Riechstörung eine Beeinträchtigung der peripheren und zentralen Verarbeitung intranasaler trigeminaler Reize vorliegt. Dazu wird sowohl das periphere (durch die Ableitung des Negativen Mucosapotentials, NMP) als auch das zentrale (über EEG) trigeminale System untersucht. Basierend auf bisherigen Untersuchungen der zentralen trigeminalen Funktion gehen wir davon aus, dass bei Riechstörungen nicht-neurodegenerativer Genese (postviral) eine verminderte periphere und zentrale Aktivität vorliegt, während IPS- Patienten und Gesunde keine Beeinträchtigung der peripheren und zentralen trigeminalen Funktion aufweisen.

Verena Englmaier

Körpergewicht und Riechvermögen - Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Hyposmie/ Anosmie und dem Körpergewicht.

Das Geschmackserlebnis setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Auf der einen Seite der Schmecksinn, auf der anderen Seite der Geruchssinn, welcher das Erlebnis durch die orthonasale und retronasale Komponente beeinflusst. Aber wie verändert sich das Geschmackserlebnis, wenn eine dieser Komponenten wegfällt, oder an Intensität abnimmt?

Die Daten, die zur Beantwortung dieser Frage verwendet werden, sind gesammelte Daten aus der HNO-Klinik. Dabei wird differenziert zwischen  Störungen des Riechens oder des Schmeckens.

Um festzustellen, ob bei den Personen eine Hyp-/Anosmie, oder eine Hyp-/Ageusie vorliegt, wurden verschiedene Testverfahren angewendet, die eine mögliche Riech-, oder Schmeckstörung aufdecken sollen, unter anderem die Sniffin‘-Sticks, eine endoskopische Untersuchung, Schmeckpulver, sowie Schmecksprays, die direkt in den Mund gesprüht werden.

Das Ziel meiner Arbeit liegt darin, festzustellen ob Veränderungen des Geruchssinnes, beziehungsweise des Schmecksinnes, Auswirkungen auf das Körpergewicht haben, ob es eine Gruppe gibt, die mehr unter der jeweiligen Störung leidet und wie sich dies auf das Gewicht der Patienten und auch auf deren Essverhalten auswirkt.

Melanie Espin

Förderung kognitiver Fähigkeiten bei Patienten mit MCI durch olfaktorische Reize – klinische Nutzung der Neuroplastizität

Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit einer strukturierten Exposition mit Düften auf die kognitive Funktion bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) darzustellen. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass bei MCI Patienten eine deutliche Beeinträchtigung der Riechfunktion vorliegt, so dass eine dahingehende Besserung durch das Riechtraining erwartet werden darf. Auf Grundlage der Neuroplastizität darf einhergehend mit der Erholung der olfaktorischen Funktion eine Volumenzunahme derjenigen olfaktorischen Strukturen erwartet werden, in denen eine adulte Neurogenese induziert wird und die ebenfalls in olfaktorische und kognitive Verarbeitungsprozesse involviert sind. Daher führen wir parallel zur prospektiven Untersuchung der olfaktorischen und kognitiven Funktionen eine MR-gestützte Bestimmung des Riechkolben-Volumens sowie des Hippocampus-Volumens und der kortikalen Dicke durch.

F

Franziska Fall

Korrelation zwischen olfaktorischer und trigeminaler Schwelle und dem Nasenvolumen (Datenerhebung abgeschlossen)

In der Untersuchung soll bei gesunden Personen die Frage beantwortet werden, inwieweit die Schwellenempfindung für trigeminale und olfaktorische Reizstoffe mit dem  durch akustische Rhinometrie ermittelten vorderen Nasenvolumen korreliert. Diese Fragestellung soll mithilfe von psychophysischer Verfahren untersucht werden. Die vorhandene Literatur deutet darauf hin, dass olfaktorische Schwellen nur einen geringen Zusammenhang mit der Anatomie der Nase zeigen, wohingegen trigeminale Schwellen sehr wohl  mit der Anatomie korrelieren, dass also eine Veränderung der Nasenanatomie mit einer Veränderung der trigeminalen Sensitivität einhergeht. Dies stellt möglicherweise auch ein bisher unbeobachtetes Problem bei postoperativen Beschwerden von Patienten dar.

Jessica Fischer

Untersuchung des Riechvermögens bei Patienten mit Chronischer Rhinosinusitis (CRS) mit Polypen (Datenerhebung abgeschlossen)

Eine Chronische Rhinusinusitis (CRS) ist eine chronische Entzündung der Schleimhäute in der Nase und den Nasennebenhöhlen. Sie kann mit oder ohne Polypen auftreten. In dieser Studie werden Patienten mit einer polypösen CRS auf ihre Riechfunktion und Nasenatmung hin getestet. Bei allen Patienten wird eine Polypektomie durchgeführt. Alle Testungen finden vor der Operation sowie erneut 3 Monate nach der Operation statt. Die erhobenen Daten werden anschließend mit einer Kontrollgruppe von gesunden Probanden verglichen. Im Detail betrachtet wird hier das Volumen des Bulbus Olfaktorius, welches sich aus den MRT-Aufnahmen gut bestimmen lässt.

Ziel der Studie ist es herauszufinden, inwieweit sich eine Polypektomie auf das Riechvermögen auswirkt. Methoden: Nasenendoskopie, Sniffin Sticks, MRT- Aufnahme (Bulbus Olfaktorius), Fragebögen, Rhinomanometrie.

Laura Fischer

Prädiktoren für das Riechvermögen nach Nasennebenhöhlenoperation bei Patienten mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung mit Polypen

Zu den Hauptbeschwerden bei Patienten mit chronischer, polypöser Nasennebenhöhlenentzündung gehört die Einschränkung des Riechvermögens. Da derzeit die Frage, ob sich das Riechvermögen nach der Nasennebenhöhlenoperation verbessert, nicht ausreichend genau beantwortet werden kann, ist es Ziel der Studie ebengenau diese Fragestellung zu beantworten. Dazu werden die Verlegung der Nasennebenhöhlen und der Riechrinne im Computertomogramm, die Riechschwelle (mittels Sniffin’ Sticks), die endonasalen Verhältnisse und der SNOT-22 Score jeweils einen Tag vor und 3 Monate nach der OP ermittelt und anschließend untersucht, ob diese Tests für die Voraussagbarkeit der Verbesserung des Riechvermögens nach der NNH OP herangezogen werden können. Zusätzlich wird untersucht, ob das verbesserte Riechvermögen unter Kortisongabe, die nicht studienbedingt erfolgt, auch einen Einfluss auf die Vorhersage der Verbesserung des Riechvermögens nach der NNH OP hat.

G

Antonia Gillmeister

Veränderungen der Riechempfindlichkeit in Abhängigkeit von länger dauernder Duftexposition

Androstenon ist ein Metabolit des Sexualhormons Testosteron, welches sowohl im Schweiß als auch im Speichel vorhanden ist. Vorangegangene Studien haben gezeigt, dass Unterschiede im  genetischen Code Einfluss auf die Expression bestimmter olfaktorischer Rezeptoren nehmen und damit die Wahrnehmung des Duftstoffes beeinflussen. Während einige Personen keinen Geruch wahrnehmen, empfinden andere ihn entweder als angenehm-süßlich oder als unangenehm. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie sich die Riechempfindlichkeit gegenüber Androstenon bei länger andauernder Exposition des Duftstoffes verändert. Hierzu trainieren die Probanden über einen Zeitraum von 3 bis 4 Monaten mit Androstenon und 2 weiteren Duftstoffen, bei denen die Effekte des Trainings bereits bekannt sind und die als Vergleich herangezogen werden. Des Weiteren wird in Zusammenarbeit mit der Duke University (North Carolina, USA) untersucht, ob und in wie fern Unterschiede im genetischen Code einen Einfluss auf die Wahrnehmung und die Trainingseffekte nehmen

Gökhan Göktas

Etablierung eines neuartigen Tests zur Untersuchung des retronasalen Riechvermögens

Riech-und Schmeckstörungen schränken die Lebensqualität der betroffenen Patienten ein. Es gibt sehr gute, validierte Testverfahren zur Untersuchung des orthonasalen Riechvermögens, die bislang vorhandenen Testverfahren zur Untersuchung des retronasalen Riechvermögens besitzen allerdings Mängel. Ziel dieser Arbeit ist es, Verfahren zur Untersuchung des retronasalen Riechvermögens zu etablieren, in der die angewendeten oralen Duftproben weitgehend gustatorisch neutral sind.

Insgesamt  sollen 150 Personen getestet werden, 50 Patienten mit Riechstörung sowie 100 normosmische Teilnehmer. Die Probanden füllen einen Anamnesebogen aus sowie Fragebögen zur Geruchswahrnehmung.

Alle Teilnehmer werden mithilfe von definierten 20 Schmeckpulvern getestet. Anschließend erfolgt die Testung mithilfe der „Sniffin´ Sticks“. Beim zweiten Testdurchgang erfolgt die Untersuchung der Test-Retest-Reliabilität des Tests bei den 100 Patienten mit Normosmie mit einem zeitlichen Abstand (Überprüfung der Reproduzierbarkeit des Riechtests). Wir erwarten den Abschluss der Datenerhebung für April 2019.

Oana Grigorescu

Einfluss von Gerüchen auf die Schlafqualitat

Der  Einfluss von Gerüchen auf die Schlafqualität ist nicht genau bekannt. Ziel der Untersuchung ist es, bei 200 gesunden, jungen Probanden den Einfluss von Düften auf die Schlafqualität zu messen, u.a. mithilfe von der Erfassung von Bewegungsmustern im Schlaf oder von Schlafbewertungen. Dazu wenden die Probanden jede Nacht für zwei Wochen einen Duft an, der über einen Nasenclip individuell, ohne Beeinträchtigung der Umgebung angeboten wird.

Lisa Grzeschuchna

Verarbeitung gustatorischer Reize bei Patienten mit Schmeckstörungen im Vergleich zu gesunden Probanden (Kontrollgruppe) mithilfe ereigniskorrelierter Potentiale (Datenerhebung abgeschlossen)

Die objektive Evaluation der Schmeckfunktion stellt eine große Herausforderung für den klinisch tätigen Arzt dar. In der Regel wird die Wahrnehmung von süß, sauer, salzig und bitter bewertet: Erkennungsschwellen und das Identifikationsvermögen von überschwelligen Schmeckstoffen werden bestimmt sowie die Messung der elektrischen Wahrnehmungsschwelle mittels Elektrogustometrie veranlasst.  All diese Tests setzen jedoch die Mitarbeit der Probanden bzw. Patienten voraus, wodurch jene Methoden störanfällig und durchaus manipulierbar sind. Analog zu den olfaktorisch ereigniskorrelierten Potenzialen können gustatorisch ereigniskorrelierte Potenziale aufgezeichnet werden. Dies sind reizkorrelierte Potentialänderungen im Gehirn, deren Ableitung allerdings bisher keinen Stellenwert in der Routinediagnostik hat und weitgehend wissenschaftlichen Fragestellungen vorbehalten ist. Ziel dieser Studie ist daher, zu untersuchen, ob sich die Verarbeitung gustatorischer Reize bei Patienten mit Schmeckstörungen im Vergleich zu gesunden Probanden unterscheidet. Sie soll darüber hinaus der Etablierung normativer Daten für die klinisch, diagnostische Auswertung gustatorisch evozierter Potentiale dienen.

Nadine Gunder

Verbesserung des Riechvermögens durch die nasale Applikation von Zitratpuffer

Unter Annahme der Hypothese, dass die Reduktion von freien Kalzium-Ionen in der menschlichen Nasenschleimhaut zu einer Verbesserung der olfaktorischen Funktion führt, wird in dieser Studie eine Natrium-Zitratpuffer-Lösung zur intranasalen Applikation angewendet. Es wird die Wirksamkeit des Zitratpuffers bei Patienten mit einer postviralen Riechstörungen untersucht. Es soll überprüft werden, in welchem Maß die Anwendung zu einer signifikanten Besserung der Riechfunktion führt. Über einen Zeitraum von 14 Tagen applizieren sich 60 Probanden zweimal täglich eine Natrium-Zitratpuffer-Lösung in ein Nasenloch. Vor und nach Anwendung der Lösung werden eine seitengetrennte Riechtestung, mithilfe der „Sniffin‘ Sticks“, und eine Befragung der Patienten durchgeführt.

H

Rebecca Habel

Untersuchung der Riechschwellen von Probanden verschiedener Kulturen/Länder mittels Sniffin Sticks

Da es zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen unterschiedliche Wahrnehmung von Düften gibt,  soll die Riechempfindlichkeit in 14 verschiedenen Ländern für zwei verschiedene Düfte ermittelt werden.

Franziska Herrmann

Trigeminale Reizung und Quellenlokalisation im EEG bei Migränepatienten (Datenerhebung abgeschlossen)

Es ist bekannt, dass der N. trigeminus eine wichtige Rolle im pathophysiologischen Geschehen der Migräne einnimmt. So wird viel geforscht, welche Hirnareale während einer Migräneattacke involviert sind. Die Studienlage bzgl. der Verarbeitung nicht schmerzhafter trigeminaler Reize von Migränikern zwischen Migräneattacken ist jedoch sehr gering. In dieser Studie gab es deshalb folgende Fragestellung: Gibt es Unterschiede zwischen Migränikern und Gesunden in der Verarbeitung nicht schmerzhafter trigeminaler Reize? Und falls es Unterschiede gibt, ist dann die Art der Migräne (mit Aura und ohne Aura) ausschlaggebend und werden verschiedene Reizarten unterschiedlich verarbeitet?

Theresa Herrmann

Primär zentrale Verarbeitung olfaktorischer Stimuli bei Depressionen


Bei 30 Patienten mit Major Depression als auch 30 gesunden Kontrollprobanden erfolgt nach psychophysischer Überprüfung des Riechvermögens eine fMRT Messung zur Bestimmung der Aktivierung im Bulbus olfactorius (BO). Dabei soll zunächst überprüft werden, ob Gerüche bei gesunden Probanden und bei Depressiven zu einer reliablen Aktivierung des BO führen. Sensitivität und Spezifität der Aktivierungsmuster werden analysiert, sowie weiterführend der Einfluss des BO Volumens auf die Aktivierung im BO untersucht.

Franziska Heyne

Analyse von Emotionen, die durch Düfte hervorgerufen/moduliert werden

Ziel ist es, mittels Video- und Tonaufzeichnungen, sowie geeigneter Software herauszufinden, ob verschiedene Düfte messbare Veränderungen in Mimik und Stimme auslösen und inwiefern Eigenschaften der Düfte, sowie das persönliche Empfinden den Effekt beeinflussen.

Lena Heyne

Anzahl der wahrgenommenen Gerüche im Tagesverlauf

Der positive Effekt eines gezielten Riechtrainings ist bereits erwiesen und findet als Therapiemethode bei Menschen mit Riechstörungen Anwendungen. In dieser prospektiven klinischen Studie werden insgesamt 200 Probanden (100 Personen mit normalem Riechvermögen und 100 Personen mit Riechstörungen) gebeten für den Zeitraum von 2 Wochen Gerüche zu zählen.

Es wird der Fragestellung nachgegangen, ob sich das bewusste Wahrnehmen und Zählen von Gerüchen positiv auf die Geruchswahrnehmung auswirkt und somit eventuell einen ähnlichen Einfluss wie ein Riechtraining hat.

Eileen Hoffmann

Einfluss der Glasform auf die sensorische Wahrnehmung von Cola (Datenerhebung abgeschlossen)

Aufgrund vorangegangener Studien darf angenommen werden, dass die gustatorische und olfaktorische Wahrnehmung von Speisen und Getränken durch eine Vielzahl von Kontextfaktoren beeinflusst wird.  In der Untersuchung soll bei gesunden Probanden festgestellt werden, inwieweit die Form eines Glases Einfluss auf Hedonik, Geruchs- und Geschmacksintensität eines nichtalkoholischen Getränkes hat. Hierzu werden Geruchs- und Geschmacksbewertungen verschiedener Getränke, insbesondere Cola, in unterschiedlichen Gläsern vorgenommen.

Franziska Hösl

Untersuchungen zur Zeit-Frequenz-Analyse olfaktorischer Aktivierungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Die objektive Einschätzung des Riechvermögens mittels olfaktorisch ereigniskorrelierter Potentiale (OEP) ist im klinischen Alltag relevant, aber teilweise fehleranfällig und technikintensiv. Eine EEG-Datenauswertung mittels Zeit-Frequenz-Analyse ist vergleichsweise weniger fehleranfällig und benötigt weniger strikte Reizparameter. Ziel der vorliegenden Studie ist es zu untersuchen, ob die Zeit-Frequenz-Analyse auch mit preisgünstigen, einfachen Mitteln im klinischen Alltag zur Beurteilung des Riechvermögens geeignet ist. Die optimalen Versuchsbedingungen wurden in einer vorangegangenen Studie bereits untersucht und festgelegt.

Folgende Fragestellungen sollen nun genauer untersucht werden:

  • Ist ein einfach zu benutzendes, billiges Olfaktometer im klinischen Alltag nützlich?
  • Mit welcher Spezifität und Sensitivität ist bei vorgegebenen Versuchsbedingungen die Differenzierung zwischen Normosmikern und Hyp- bzw. Ansomikern, möglich?
  • Welche Test-Retest-Reliabilität kann der Versuchsaufbau bei Normosmikern sicherstellen?

Anne Huster

Untersuchung des Riechvermögens von Normosmikern mittels eines angepassten Riechtestverfahrens

Das physiologische Riechvermögen kann individuell stark variieren. Etablierte Riechtestverfahren zielen vor allem darauf ab, pathologische Funktionsstörungen zu detektieren. Daher ist das Ziel der Studie, mittels eines angepassten Riechtestverfahrens und einer gesunden Probandengruppe, das Spektrum des Riechvermögens von Normosmikern näher zu quantifizieren.

J

Anne Junghanns

Einfluss von Riechtraining auf die Kortexdicke von postviral anosmischen Patienten (Datenerhebung abgeschlossen)


Es ist bereits bekannt, dass regelmäßiges Training des Geruchssinns zu morphologischen Veränderungen im Bulbus olfactorius und weiteren Arealen des Hirns führen kann. Diese Studie untersucht die Kortexdicke (cortical thickness) bei Patienten mit postviraler Riechstörung die über 6-9 Monate täglich Riechtraining durchführten und vergleicht diese mit der Kortexdicke gesunder Kontrollprobanden.

K

Marie Klockow

Selbsttestung der Riechfunktion

Obwohl Riechstörungen in der Bevölkerung keine Seltenheit sind, erfolgen in der allgemeinmedizinischen ambulanten Versorgung diesbezüglich oft keine / nicht ausreichende Testungen, welche allerdings, beispielsweise im Hinblick auf neurodegenerative Erkrankungen, einen eigentlich sehr wichtigen diagnostischen Stellenwert haben. Nun besteht die Frage, ob sich bestimmte Testverfahren auch für die Selbsttestung durch die Patienten eignen, um so eine Eingliederung in die Hausarztpraxen ohne größeren Aufwand zu ermöglichen.

Christopher Knauer

Untersuchung des Schmecksinns bei Patienten vor und nach einer Cochlea-Implantat-Operation (Datenerhebung abgeschlossen)

Zielsetzung: Die Cochlea-Implantation (CI), die Standardtherapie zur Wiederherstellung von schwerem bis tiefgreifendem Hörverlust, weist als mögliche postoperative Komplikation eine Schmeckdysfunktion auf. Ziel dieser Studie war es, mögliche postoperative Veränderungen im Schmeckvermögen bei CI-Kandidaten zu untersuchen.

Methodik: Es wurden 61 Patienten (32 Männer, 29 Frauen), die sich einer CI-Operation unterziehen wollten, und 23 gesunde Kontrollpersonen (8 Männer, 15 Frauen) in die Studie aufgenommen. Die Schmeckfunktion wurde unter Verwendung eines chemosensorischen Schwellenwert -Tests ("Taste strips") und Elektrogustometrie (EGM) gemessen. Um mögliche Geruchsbeeinflussungen auszuschließen, wurde die Geruchsfunktion mit dem Geruchsidentifikationstest  ''Sniffin 'Sticks'' getestet. Darüber hinaus wurde die Dichte der fungiformen Papillen (fPAP) analysiert. Messungen wurden vor und 2-4 Wochen nach der Operation vorgenommen.

Ergebnisse: Die präoperative Schmeckfunktion und die fPAP-Dichte waren bei CI-Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe reduziert. Die fPAP-Dichte korrelierte signifikant mit dem Gesamt-Schmeck Ergebnis, den EGM-Werten und dem Alter. Die postoperative Schmeckfunktion nahm signifikant ab (p = 0,023), während sich die EGM-Werte und die fPAP-Dichte nicht signifikant änderten. Auch die Riechfunktion bei CI-Kandidaten war verringert, während nach der Operation keine signifikante Veränderung der Riechfunktion festgestellt wurde.

Fazit: CI-Kandidaten zeigten bereits präoperativ Schmeck- und Riechstörungen. Außerdem wurde eine signifikante Abnahme der Schmeckwerte nach einer CI-Operation festgestellt.

Marie-Elisabeth Krause

Elektrophysiologische Messung bei Stimulation mit HLA assoziierten Peptiden an Gesunden

Es wurden schon in einigen Studien an Tieren und Menschen gezeigt, dass der HLA Typus, der das Immunsystem bestimmt, einen Einfluss auf soziale Interaktion und auch die Partnerwahl haben kann. Die Vermutung ist, dass wir sogenannte HLA assoziierte Peptide riechen können und dadurch Rückschlüsse auf das Immunsystem dieser Person ziehen.

Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, ob bei Reizung mit HLA assoziierten Peptiden ein elektrophysiologisches Signal (Elektro-Olfaktogramm) in der menschlichen Riechschleimhaut abzuleiten ist.

Dorothea Eleonore Kretschmann

Effektivität der Akupunktur bei Nicht-Allergischer-Rhinitis (NAR)

Mit der einfachverblindeten, placebokontrollierten, randomisierten Studie soll erforscht werden, ob Akupunktur die Symptome der NAR verbessert und somit eine weitere Therapiemöglichkeit bei Refrakterität auf medikamentöse Behandlung darstellt. Die Patienten erhalten zwölf Akupunkturbehandlungen (verum oder sham Akupunktur) und drei Sniffin‘ Sticks Tests. Zur Objektivierung der Symptome werden die Patienten weiterhin gebeten, bei vier Visiten folgende Fragebögen: RQLQ; Nasal-Symptom-Score; und BDI (nur 1. Visite) auszufüllen; es wurde ebenfalls im Verlauf mehrfach ein VAS-Score zur Beschwerdesymptomatik erhoben.

Friederike Kunkel

Prä- und postprandialer Vergleich der Geruchsschwelle

Ich vergleiche die Geruchsschwelle mithilfe des PEA Geruchsschwellentests bei 400 Probanden in einer Cafeteria, um eine mögliche Empfindlichkeitsab- oder zunahme nach dem Essen feststellen zu können.  Frühere Studien zeigten, dass Hunger die Geruchsschwelle für Nicht-Lebensmittel steigert, jedoch nicht für Lebensmittel.  Es gilt also nun auch herauszufinden, ob sich die Geruchsschwelle zu Lebensmittel- oder Nicht-Lebensmittelgerüchen verändert.

L

Justus Letzel

Subjektive und objektive Beurteilung der Nasenatmung und des Riechvermögens vor und nach operativer Septumkorrektur

Die Nasenatmung kann infolge verschiedener Ursachen gestört sein. Neben angeborenen Schiefstellungen verschiedener nasaler Strukturen können Nasentraumata, allergische oder andere entzündliche Prozesse der Nasenschleimhaut zu einer Verschlechterung der Nasenatmung führen. Zur Beurteilung der Nasenatmung wurden bisher die Angaben des Patienten, die HNO-ärztliche Untersuchung sowie die Rhinomanometrie in Kombination mit der Rhinoresistometrie und der akustischen Rhinometrie eingesetzt. Die genannten Messmethoden ermöglichen jedoch nur eine Momentaufnahme der Nasenatmung, welche z.B. einer Schwankung durch den Nasenzyklus unterworfen ist. Eine gestörte Nasenatmung, sowie eine begleitende Riechstörung, sind häufig der Grund für eine operative Nasenseptumkorrektur. Bei der Langzeitrhinoflowmetrie handelt es sich um eine neuartige Messmethode, welche zur Evaluation der Nasenatmung zum Einsatz kommt. Dabei wird seitengetrennt der nasale Flow bis zu 24 Stunden aufgezeichnet. Die Messung erfolgt vor sowie 3 Monate nach der Operation. Die Ergebnisse werden anschließend mit validierten Riechtests und Patientenfragebögen korreliert.

Georg Lober

Unterschiede in der Verarbeitung von Duftreizen mit trigeminaler Komponente bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis und allergischer Rhinitis

In Anlehnung an vorherige Studien bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis wird in dieser Studie eine weitere Patientengruppe mit allergischer Rhinitis eingeschlossen. Zur Untersuchung und Differenzierung lokaler Entzündungsmechanismen der Nasenschleimhaut wird zusätzlich zum EEG das sog. Negative Mukosapotential von der Regio respiratoria abgeleitet. Mit der Studie soll untersucht werden, ob Unterschiede in der trigeminalen Sensitivität der Patientengruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe bestehen.

Timo Ludwig

Untersuchung der Wirkung angenehmer und unangenehmer Gerüche auf die lateralisierte Verarbeitung von Sprachreizen (Datenerhebung abgeschlossen)

Üblicherweise findet die Verarbeitung von Sprache hauptsächlich in der sogenannten sprachdominanten Hirnhälfte statt; das ist bei der Mehrheit der Bevölkerung die linke Hemisphäre. Mit dem so genannten DL-Test (englisch „Dichotic Listening“ = dichotisches Hören) kann die seitenbetonte Wahrnehmung akustischer Reize untersucht werden. Dabei werden beiden Ohren über Kopfhörer gleichzeitig unterschiedliche Konsonant-Vokal-Silben dargeboten, und die untersuchte Person gibt in einer Mehrfachauswahl an, welche Silbe wahrgenommen wurde. Da unter verschiedenen Aufmerksamkeitsbedingungen Verschiebungen der Lateralisierung beobachtet werden, soll in der Studie untersucht werden, ob die Darbietung von angenehmem oder unangenehmem Geruch während des DL-Tests die Aufmerksamkeit bezüglich der akustischen Reize und damit die Seitenbetonung der Sprachwahrnehmung verändert.

M

Stephanie Mann

Wahrnehmung von trigeminalen Komponenten von Zingber officinale und Piper nigrum - eine fMRT-Studie (Datenerhebung abgeschlossen)

Ingwer und Pfeffer sind Gewürze, die eine scharf riechende und schmeckende Komponente besitzen. Hauptsächlich wurden dafür die Stoffe Gingerol (Ingwer) und Piperin (Pfeffer) verantwortlich gemacht. Allerdings werden Ingweröl und Pfefferöl, die nicht die Stoffe Gingerol und Piperin enthalten, ebenfalls mit trigeminalen Eigenschaften assoziiert. Es wurde untersucht wie sich Gingerol und Ingweröl bzw. Piperin und Pfefferöl in Ihrer Wahrnehmung und Lateralisierbarkeit unterscheiden. Dabei wurde bei 20 Probanden mittels fMRT untersucht, welche Gehirnareale beim Riechen der Stoffe aktiviert werden. Erfragt wurden Intensität, Irritabilität und Hedonik der Düfte. In einer weiteren Sitzung wurde getestet, ob die Düfte bei einseitiger Präsentation einer Seite zugeordnet werden konnten.

Linda Mehler

Einfluss von Riechstörung auf Sexualität, Partnerschaft und Eltern-Kind Beziehung (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Anhand anonymer Fragebögen wird untersucht, ob und wie Riechstörungen das sexuelle Verlangen sowie die Partnerschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird die Stimmung, sowie die soziale Vernetzung abgefragt, um auch dort Zusammenhänge herauszufinden.

Es wurden 100 Patienten mit Riechstörung aus der Sprechstunde für Riechen und Schmecken im Alter zwischen 18 und 50 Jahren befragt. Zum Thema Sexualität sollten Personen in einer Beziehung sowie Alleinstehende Auskunft geben. Es wird eine Riechananmnese sowie ein Riechtest mit Schwellen-, Diskriminations- und Identifikationstest durchgeführt. Weiterhin gibt es eine gesunde Vergleichsgruppe mit 50 Personen zwischen 18 und 50 Jahren.

Lea Müller

Trigeminale Effekte auf die gustatorische Wahrnehmung

Dass die drei Hirnnerven Facialis, Glossopharyngeus und Vagus an der Wahrnehmung der fünf Grundschmeckqualitäten beteiligt sind, ist bekannt. Wir vermuten, dass die Intensität der Wahrnehmung von süß, sauer, salzig, bitter und umami durch die zusätzliche Reizung des Nervus trigeminus beeinflusst werden kann.  In der Studie wird untersucht, ob die Probanden bei Zusatz von Capsaicin zu einer Geschmacksprobe eine andere Konzentration eines Geschmacksstoffs brauchen, um diesen identifizieren zu können.

Martina Musch

Veränderungen der Hirnstruktur im Laufe der Zeit bei Patienten mit erworbener Riechstörung sowie Vergleich der Hirnstruktur von Patienten mit Choanalatresie und Probanden mit Normosmie.

Ziel des ersten Teils der Arbeit ist es, die Veränderung der Hirnstruktur bei Patienten mit erworbener Riechstörung mit Hilfe von zwei im Abstand von 6-9 Monaten erfolgenden Magnetresonanztomographie-Untersuchungen zu erfassen. Die Probanden erhalten in der Zeit zwischen beiden Terminen ein Riechtraining, wobei zweimal täglich an vier Düften (Rose, Zitrone, Eukalyptus und Gewürznelke) für jeweils 20s pro Duft gerochen werden soll. Außerdem findet im gleichen Abstand die zweimalige Testung mittels "Sniffin´Sticks" statt, um eine Veränderung des Riechvermögens zu beurteilen.

Im zweiten Teil werden Probanden mit angeborener Choanalatresie, welche im frühen Lebensalter behoben wurde, im MRT untersucht. Herausgefunden werden soll, ob die fehlende Exposition mit Düften auf der betroffenen Nasenseite in jungen Jahren das Riechvermögen im Erwachsenenalter beeinflusst und dies auch in der Hirnstruktur nachweisbar ist.

Anne-K. Mutschke

Evozierte Potentiale zur olfaktorischen und sprachlichen Wahrnehmung

Gerüche sind erstaunlich schwierig zu benennen. Die neurophysiologischen Mechanismen für diese einzigartige Beziehung zwischen Sprache und Geruchssinn liegen noch weitestgehend im Dunkeln. In dieser Arbeit soll eine negative Welle im evozierten Potential (EP) gemessen werden, die bei erschwerter versus einfacher semantischer Integration eines Begriffes eine höhere Amplitude aufweist (N400-Effekt). Es sollen der olfaktorisch gebahnte N400-Effekt und dessen räumliche Verteilung auf der Kopfoberfläche bei verschiedenen Sinnes-Modalitäten verglichen werden.

N

Luisa Niedenzu

Ausprägung depressiver Symptome bei Riechstörungen

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit einer Depression das subjektive Sinnesempfinden reversibel beeinträchtigt sein kann. Beim Geruchssinn äußert sich dies u.a. in der Variation der Wahrnehmungsschwelle und der Veränderung der hedonischen Komponente des Riechempfindens. In dieser Studie soll im Gegensatz dazu analysiert werden, ob und wie sich das Riechvermögen auf die depressiven Symptome auswirkt. Dazu absolvieren Patienten mit leichter bis mittelschwerer Depression über mehrere Monate ein Riechtraining, welches den Geruchssinn verbessern soll. Diese werden anschließend daraufhin untersucht, ob sich korrelativ die Krankheitssymptomatik verändert hat.

Jan Noltus

Riechvermögen vor und nach Nasenoperation bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen - eine fMRT Studie (Datenerhebung abgeschlossen)

Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen beeinträchtigen das Riechvermögen durch Obstruktion des nasalen Lumens und durch chronisch inflammatorische Prozesse, die das Riechepithel schädigen. Nach erfolgloser konservativer Therapie verspricht eine Operation Abhilfe. Ziel dieser Studie ist es die Auswirkung dieser Operation auf das Riechvermögen zu evaluieren. Dies geschah mittels Sniffing Sticks und Fragebögen sowohl prä-, als auch 3 Monate postoperativ. Zusätzlich wurden den Patienten im fMRT verschiedene Düfte angeboten um die möglichen Auswirkungen der Operation auf die neurophysiologische Duftverarbeitung zu messen.

O

Annegret Oelschlägel

Einfluss einer Nasenclip-Beduftung auf die intranasale Empfindlichkeit bei Patienten mit sinunasalen Riechstörungen (Datenerhebung abgeschlossen)

Getestet werden 60 Patienten, welche sich aus 30 Patienten mit sinunasaler Riechstörung und 30 Patienten mit idiopathischer Riechstörung zusammensetzen. Untersucht werden der Einfluss von Pfefferminz- und Eukalyptusöl auf die olfaktorische und trigeminale Wahrnehmung, sowie deren Auswirkung auf das Nasenvolumen. Dazu tragen die Patienten für 30 Tage je 3 Stunden einen Nasenclip, der diese Öle enthält. Folgende Methoden kommen dabei zur Anwendung: Sniffin‘ Sticks (SDI), CO 2 -Schwelle, akustische Rhinometrie.

Elisabeth Oehmichen

Olfaktorische Funktion bei Patienten mit Morbus Hirschsprung

Morbus Hirschsprung ist gekennzeichnet durch das konnatale Fehlen der von Neuronen im Bereich des Dickdarms (Aganglionose) mit unterschiedlicher klinischen Ausprägung. Bei etwa 80% der betroffenen Patienten liegt eine Mutation des RET-Gens vor. RET ist sowohl präpartal für die Entwicklung peripherer Neurone relevant, besitzt jedoch auch postpartal eine regulatorische Funktion u.a. gegenüber dopaminergen Neuronen. Das GDNF-Gen gilt dabei als funktioneller Ligand des RET, wobei GDNF als der wichtigste (neurotrophe) Wachstumsfaktor für Dopamin-produzierende Neurone angesehen wird.

In Anlehnung an den Zusammenhang eines reduzierten Riechvermögens bei dopaminergen (Stoffwechsel-)Störungen soll in dieser Arbeit mittels Sniffin‘-Sticks und RET-Gen-Analyse ein Zusammenhang zwischen Hirschsprung-Patienten mit RET-Gen-Mutation und  deren olfaktorischer Funktion ermittelt werden.

P

Max Penzler

Untersuchung von cerebralen Antworten auf die Darbietung von Minzgerüchen mittels fMRT. (Datenerhebung abgeschlossen)

In dieser Studie wird untersucht, inwieweit ein Duftreiz anders wahrgenommen wird, wenn er eine trigeminale Komponente besitzt (diese Gerüche werden dann nicht „nur“ als Geruch wahrgenommen, sondern können auch gefühlt werden, wie im Beispiel des Kältgefühls, das uns ein Mentholkaugummi vermittelt). Genauer wird untersucht, ob es hierbei Unterschiede zwischen Personengruppen gibt, die diesen Reizen häufiger bzw. seltener ausgesetzt sind. Dazu werden neben psychophysischen Verfahren auch bildgebende Verfahren verwendet.

Peter Petridis

Riechvermögen bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis mit Polyposis nasi

Patienten mit CRSwNP weisen eine Störung des Riechvermögen auf. Nach erfolgloser konservativer Kortisontherapie ist eine NNH OP indiziert, jedoch nicht immer mit Verbesserung des Riechvermögen verbunden. Ziel der vorliegenden Studie ist es herauszufinden, welche Faktoren uns helfen vorherzusehen, ob eine postoperative Verbesserung des Riechvermögens  zu erwarten ist. Im Rahmen dieser Studie werden die Verlegung der Nasennebenhöhlen, der Riechrinne im Computertomogramm, die Riechschwelle (mittels „Sniffin’ Sticks“), die endonasalen Verhältnisse und der SNOT-22  sowie der SF -36 präoperativ und 3 Monate postoperativ untersucht.

R

Laura Rambacher

Modulation der Ergebnisse von Riechtests (Datenerhebung abgeschlossen)

Der Riechschwellentest ist aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Die sogenannten Sniffin´ Sticks fidnen in der Diagnostik und Forschung alltägliche Anwendung.

Was wäre jedoch, wenn der Schwellentest durch andere Variablen wie etwa die Umgebungsgerüche beeinträchtigt und in seinen Ergebnissen beeinflusst werden würde? In der Arbeit sollte deshalb die mögliche Beeinflussbarkeit des Schwellentestes durch Umgebungsdüfte untersucht werden.

Hierfür wird die Prüfung des Geruchssinnes in einem klimatisierten, stetig durchlüfteten Raum durchgeführt. Die mit Duftstoffen angereicherte Umgebungsluft wird dabei mit Baumwollhandschuhen, die mit verschiedenen Duftstoffen versetzt sind, simuliert. Der Schwellentest wird mit jedem Studienteilnehmer in drei Versuchsanordnungen durchgeführt:

a) der Testgeruch stimmt mit dem Umgebungsgeruch überein,

b) der Testgeruch unterscheidet sich vom Umgebungsgeruch,

c) der Testgeruch wird ohne Umgebungsgeruch dargeboten.

Die Ergebnisse dieser drei Versuchsabläufe werden verglichen, um so einen möglichen Einfluss der Umgebungsluft auf das Testergebnis des Schwellentestes erkennen und bestimmen zu können.

Jule Reinhard

Beeinträchtigung der oralen Texturempfindung bei Patienten mit Riech-und Schmeckstörung

Bei dieser klinischen Arbeit wird anhand von Buchstaben verschiedener Größen (4mm - 8mm), welche auf Kunststoff-Stäbchen gedruckt wurden, untersucht, inwiefern sich die Wahrnehmung der Texturempfindung bei Patienten mit Schmeckstörungen verändert im Vergleich zu Patienten ohne Schmeckstörung.

Felix Riedel

Einfluss der Konditionierung mit negativen Verstärkern auf die Geruchshabituation (Datenerhebung abgeschlossen)

Dass wir uns auch an intensive Gerüche gewöhnen, verdanken wir auch unserem Gehirn. Diese Studie beleuchtet das Habituationsphänomen bei unterschiedlichen Geruchsreizen, basierend auf der EEG-basierten Messung olfaktorisch-ereigniskorrelierter Potentiale (OERP) und hat zum Ziel, Unterschiede der Habituation zwischen einfachen und negativ konditionierten Gerüche zu untersuchen.

Clemens Roitzsch

Zusammenhang von Geruchswahrnehmung, Essverhalten, Volumen des Bulbus Olfaktorius sowie hirnfunktionelle Besonderheiten bei Adipositas im Vergleich zu Normalgewicht

Adipositas ist ein vielschichtiges und multikausales Krankheitsbild, welches mit massiven Einschränkungen der Lebensqualität und Lebenserwartung einhergeht, hervorgerufen durch Erkrankungen infolge des metabolischen Syndroms. Neben medikamentöser Einstellung und Bewegung spielen Abnehmtechniken eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Adipositas. Im Rahmen der Studie werden die hirnanatomischen und -funktionellen Besonderheiten bei Adipositas sowie Essverhalten und Geruchswahrnehmung, anhand von verschiedenen Riech- und Schmecktests, einer MRT-Darstellung des Bulbus Olfaktorius und der Ableitung olfaktorisch ereignis-korrelierter Potentiale aus dem EEG untersucht.  Ziel ist es die Grundlage für ein späteres olfaktorisches Training zu legen, das Patienten die Zuwendung zu gesunden Nahrungsmitteln und damit die Gewichtsreduktion erleichtern soll.

S

Babette Schaab

Untersuchung zur unterschiedlichen Reizverarbeitung und -weiterleitung bei Patienten mit Schmeckstörung im Vergleich zu gesunden Probanden

Bei 15 Patienten mit Schmeckstörung (überwiegend Dysgeusien) und 15 gesunden Probanden soll nach Durchführung orientierender Schmecktestungen eine fMRT-Messung erfolgen, in welcher den Teilnehmern abwechselnd verschiedene Schmeckreize (süß, salzig, bitter) appliziert werden. Anschließend soll analysiert werden, ob ein Unterschied zwischen Patienten mit Schmeckstörung und gesunden Probanden in Bezug auf die aktivierten Hirnareale festgestellt werden kann.​

Patricia Schmidt

Sensorische Kompensation bei funktioneller Anosmie

Die dieser Studie zugrundeliegende Überlegung ist, dass es bei Verlust einer Sinnesfunktion zu einer kompensatorischen Verbesserung der übrigen Sinne kommen kann. Der Ausgleich dieses Defizits soll es Patienten ermöglichen, soziale Beziehungen auszubilden, welche denen gesunder Personen entsprechen.

Ziel ist es herauszufinden, inwieweit Personen mit fehlendem Riechvermögen (Anosmie) diesen Sinnesverlust durch die Verbesserung der übrigen sensorischen Fähigkeiten ausgleichen können.

Hierzu werden 100 Patienten mit funktioneller Anosmie (SDI < 16,5) und 100 gesunde Kontrollprobanden auf ihre Hörfunktion sowie Berührungsempfindlichkeit (mittels J.V.P. Domes) untersucht. Zudem erfolgt eine Befragung über das soziale Beziehungsmuster beider Gruppen.  Anschließend werden die erhobenen Daten der Anosmiker mit denen der gesunden Kontrollgruppe verglichen.

Anica Schunke (Datenerhebung und- auswertung abgeschlossen)

Messung der olfaktorischen Adaption an monomolekulare Düfte mit Hilfe des Elektroolfaktogramms

Vielen ist aus eigener Erfahrung bekannt, dass Gerüche mit zunehmender Zeit an Intensität verlieren. Betritt man einen Raum, in dem es z.B. nach Schweiß riecht, nimmt man diesen nach einer Weile nicht mehr wahr. Das ist ein typischer Prozess unseres Riechsystems, welcher dafür sorgt, dass wir uns nicht auf Reize (Gerüche) fokussieren, die für uns keinen Informationsgehalt haben.  Die neuronalen Prozesse, die diesem Phänomen zugrunde liegen sind bisher jedoch nur wenig erforscht.
Es gibt zwei Ebenen auf denen es zu solchen Veränderungen kommen kann. Zum einen in Form der Gewöhnung „Habituation“ auf der Ebene des zentralen Nervensystems und zum anderen im peripheren Nervensystem (Riechsinneszellen) in Form der Anpassung „Adaption“.
In dieser Studie wird mit Hilfe des EOGs geschaut, ob es auf der Ebene der Riechsinneszellen bei zunehmender Stimulation zur olfaktorischen Adaption in Form einer Veränderung der evozierten olfaktorischen Oberflächenpotentiale kommt (abnehmende Amplitude, zunehmende Latenz). Dabei werden 30 Probanden 3 verschiedene Düfte angeboten, bei denen in einer früheren Studie ein unterschiedlich stark ausgeprägtes Gewöhnungsverhalten ermittelt wurde (keine Gewöhnung, schwache Gewöhnung, starke Gewöhnung).

Georg Stupka

Elektrophysiologische Untersuchung des Potentials an der Riechschleimhaut bei Patienten mit Riechstörungen und Gesunden (Datenerhebung abgeschlossen)

Rim Salloum

Olfaktorisch ereigniskorrelierte Potentiale bei Patienten mit Riechstörungen

In der Untersuchung soll geprüft werden, ob die (Rest-) Riechfunktion bei Hyposmikern aller Ursachen anhand chemosensorisch evozierter Potentiale objektiviert werden kann. Klinisch lässt sich häufig beobachten, dass Patienten mit einer Riechverminderung von sogenannten "olfaktorischen Flashs" berichten: Die Patienten riechen im ersten Atemzug (fast) normal, können dies aber beim zweiten riechen nicht reproduzieren. Dieses Phänomen soll elektrophysiologisch untersucht werden. Außerdem soll die klinisch und elektrophysiologisch gut dokumentierte Interaktion zwischen trigeminalen und olfaktivem System auf Ihre Verwendbarkeit als Quantifikationsinstrument der Hyposmie getestet werden.

Elena Schäfer

Mediale Geruchsräume: Präsenzerleben und Emotionsinduktion durch die Kombination audiovisueller und olfaktorischer Reize

Forschungsfrage: Wie verändert sich die Rezeption audiovisueller Medien durch die Zugabe olfaktorischer Stimuli?

Hintergrund: Gerüche spielen für Medien im Normalfall kaum eine Rolle. Allerdings gibt es historisch betrachtet diverse Versuche, Gerüche in Medien zu implementieren und damit das mediale Erleben zu erweitern (Stichwort "Geruchskino").

Eine Studie mit 200 Probanden soll Erkenntnisse über die mediale Rezeption von Gerüchen und deren Auswirkung auf das Präsenzerleben sowie auf die emotionale Wirkweise geben.

Die Arbeit ist interdisziplinär angelegt und wird ebenfalls durch den Medienpsychologen Herrn Prof. Ohler der TU Chemnitz betreut und mit Hilfe des Fraunhofer Instituts Erlangen umgesetzt.

Timo Schultheiss

Auswirkungen eines trigeminalen Trainings auf die Funktion des  Nervus Trigeminus und der subjektiv empfundenen Nasendurchgängigkeit (Datenerhebung abgeschlossen)

Der Nervus Trigeminus ist einer von zwei Nerven, welcher die Funktion der Nase maßgeblich bestimmen. Neben einer, etwas spezialisierten „Riechfunktion“ für vorwiegend "scharfe" Gerüche, dient der Trigeminus unter anderem als "Drehzahlmesser" in der Nase. Das heißt, er sendet Informationen in das Gehirn über den gefühlten Luftdurchstrom der Nase. Dabei korreliert der subjektiv empfundene Luftstrom nicht zwingend mit dem objektiv messbaren. Die vorliegende klinische Studie beschäftigt sich mit der Frage ob es möglich ist, den Nervus Trigeminus durch eine wiederholte, gezielte Exposition zu Trigeminusreizstoffen (Trigeminales Training) über einen Zeitraum von zwei Monaten zu sensibilisieren (trainieren). Außerdem wird untersucht ob das Training zu einem erhöhten subjektiven Nasendurchfluß führt. An der Studie nehmen Patienten und eine gesunde Kontrollgruppe teil. In der Konsequenz könnten sich neue, nicht invasive Therapiemöglichkeiten für Menschen mit subjektiv, oder auch objektiv behinderter Nasenatmung ergeben.

Anne-Kathrin Schulz

Erfassung des Riechvermögens bei Patienten nach operativer Entfernung eines Olfaktoriusmeningeoms

Nach der operativen Entfernung des olfaktorischen Meningeoms ist zumeist eine deutliche Beeinträchtigung des Riech- und teils auch des Schemckvermögens zu verzeichnen.

Viele Patienten erleiden bereits schon vor der Operation einen Riechverlust. In der Studie soll die Frage geklärt werden, inwieweit sich diese Riechstörung im Verlauf ändert. Hierfür soll anhand von Riechstiften (,,Sniffin Sticks“) die Riechschwelle, Unterscheidung und Identifizierung von Gerüchen getestet werden. Zusätzlich werde die präoperativen MRT- Bilder ausgewertet, um eine evtl. Korrelation zwischen Meningeomgröße, -lage, etc. und dem Verlauf der Riechstörung zu analysieren.

Sebastian Seurig

Die Wirkung der Akupunktur auf Patienten mit Phantosmie

Ziel der Studie ist es zu testen, ob sich eine Akupunkturbehanldung (Vergleich zwischen traditionell-chinesischer Akupunktur, Yamamotos neuer Schädelakupunktur, Ohrakupunktur nach Nogier und  Scheinakupunktur) bei Patienten, die an einem Phantomgeruch leiden, positiv auswirkt, um das Behandlungsspektrum für Patienten mit Riechstörungen bestenfalls um eine nebenwirkungsarme Therapiemethode erweitern zu können.

Lisa-Marie Sparing-Paschke (Datenerhebung und -auswertung abgeschlossen)

Einfluss kognitiver und psychologischer Parameter auf die olfaktorische Testung im Kindes- und Jugendalter

Die Leistung in olfaktorischen Tests steigt von der Kindheit bis zum Jugendalter. Geht man von einer frühen Entwicklung der Riechfunktion aus, stellt sich die Frage, ob diese Steigerung der Testleistung auf eine Zunahme der Riechfunktion oder auf andere Faktoren zurückzuführen ist. Die nun vorgestellte Studie zielt darauf ab, einen Einfluss kognitiver und psychologischer Parameter auf das Riechvermögen von Kindern und Jugendlichen auszumachen.

T

Ramona Theilen

Dishabituation des Riechsystems durch olfaktorisch – trigeminale Mischreize (Datenerhebung abgeschlossen)

An gleichartige, aufeinander folgende Reize gewöhnen wir uns schnell. Ändern sich diese Reize nicht, werden diese nicht mehr richtig wahrgenommen. So verhält es sich auch mit unserem Geruchssystem. Ein Beispiel dafür ist in unserem Alltag zu finden. Sprühen wir uns mit unserem Lieblingsparfüm ein ist der Duft zunächst intensiv. Nach wenigen Minuten nimmt man den Duft jedoch nicht mehr wahr, da sich unser Geruchssystem an diesen Duft gewöhnt hat. Diesen Gewöhnungseffekt nennt man Habituation. Der Prozess der Habituation kann durch das Auftreten neuer - die Langeweile durchbrechende - Reize aufgehoben werden. Diese „Entwöhnung“ bezeichnet man als Dishabituation.

In der Studie „Dishabituation des Riechsystems durch olfaktorisch-trigeminale Mischreize“ sollen verschiedene Zusammensetzungen von bestimmten Geruchsmixturen im Hinblick auf ihre „entwöhnende“ Eigenschaft untersucht werden. Dazu werden einerseits direkte Beurteilungen der Riechreize durch den Probanden herangezogen und andererseits Reaktionen des Gehirns auf die Riechreize, die aus dem EEG abgeleitet werden. Insgesamt werden 30 Probanden an der Studie teilnehmen.

Khang Tran

Einfluss verschiedener Therapieansätze auf die olfaktorische und gustatorische Funktion bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (Datenerhebung abgeschlossen)

In dieser Querschnittstudie soll an etwa 200 Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) untersucht werden, inwieweit die Riech- und Schmeckfunktion einerseits durch die RA als eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis selbst beeinflusst wird. Andererseits soll untersucht werden, ob die langzeitige Einnahme verschiedener Antirheumatika wie Methotrexat, Glucocorticoide, TNF-Blocker und NSAR ebenfalls Einfluss auf den Geruchs- und Geschmackssinn ausüben. Bereits in vergangenen Studien wurde dargestellt, dass Patienten mit systemischen Autoimmunerkrankungen wie z.B. dem systemischen Lupus Erythematodes oder der Granulomatose mit Polyangiitis (Morbus Wegener) eine verminderte olfaktorische und gustatorische Funktion aufweisen. Dieser Zusammenhang soll anhand dieser Studie nochmals genauer beleuchtet werden."

V

Marvin Verhees

Elektrophysiologische Untersuchung der Nasenscheidewand und EEG-Aufzeichnung bei Stimulation mit Pfefferdüften an Gesunden. (Datenerhebung abgeschlossen)

In meiner Studie wird anhand von Pfefferdüften der Frage nachgegangen, inwieweit sich die Verarbeitung von Düften, die eine sogenannte „trigeminale“ Komponente besitzen oder nicht (d.h., ob ein Duft nicht nur das Riechsystem aktiviert, sondern auch das Fühlsystem in der Nase, den sogenannten Nervus trigeminus, der Empfindungen wie Bitzeln, Kribbeln und Stechen vermittelt) durch Assoziation mit den trigeminalen Empfindungen verändern lässt. Dazu sollen neben der Bewertung von Gerüchen elektrophysiologische Verfahren verwendet werden.

Olivia Vogt

Spezifische Anosmie bei Kindern (Datenerhebung abgeschlossen)

Untersucht werden soll das Vorkommen der spezifischen Anosmien bei Kindern in unterschiedlichen Altersstufen. Der Begriff „Spezifische Anosmie“ beschreibt das Fehlen bestimmter Geruchseindrücke.  Die Studie wird in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum durchgeführt.

W

Luise Wacker

Benutzerunabhängig Erfassung von Riechstörungen mit Hilfe von EEG Parametern (Datenerhebung abgeschlossen)

Für diese Arbeit wurden ungefähr 650 EEGs von hyposmischen und anosmischen Patienten mit MATLAB analysiert. Von ca. 200 verbleienden nutzbaren Daten wird nun folgend ein Computerprogramm erstellt, was basierend auf der vorangegangen Datenanalyse, die EEGs benutzerunabhängig hinsichtlich der Aussage  bewerten kann, ob eien Riechfunktion vorhanden ist oder nicht.

Antjke Walke

Wirksamkeit der sublingualen Immuntherapie bei allergischer Rhinokonjunktivitis

Retrospektive Studie zu Daten von Probanden, die im Zeitraum von 2003 bis 2006 eine Hyposensibilierung mittels sublingualer Immuntherapie erhielten. Zusätzlich bekommen die Probanden Fragebögen zugesandt, die das Befinden direkt nach der Therapie und heute, 10 Jahre später, erfassen sollen.

Frederike Weitkamp

Riech- und Schmeckvermögen bei Trigeminusneuralgie

Neben dem olfaktorischen System beeinflusst auch das Trigeminale System unser Riech- und Schmeckvermögen - zwischen beiden besteht eine enge Interaktion. Die meisten Düfte führen zu einer trigeminalen Aktivierung.

Die klinisch prospektive Studie befasst sich mit dem Einfluss der Trigeminusneuralgie auf die chemosensorische Wahrnehmung. In der Studie sollen 50 Patienten mit Trigeminusneuralgie aus der Neurochirurgie und der Schmerzambulanz untersucht werden. Diese werden hinsichtlich ihres Riech- und Schmeckvermögens sowie ihrer trigeminalen Sensitivität im Vergleich zu Gesunden getestet.

Vivien Willgeroth (Datenerhebung abgeschlossen)

Charakterisierung von olfaktorischen und trigeminalen Dimensionen der Wahrnehmung bei Gerüchen mit unterschiedlichen chemischen Eigenschaften

Als Teilabschnitt des DFG-Projektes MEROD ging es in dieser Riechstudie darum, eine Auswahl von 40 Duftstoffen mit bekannten chemischen Eigenschaften hinsichtlich 8 perzeptuellen Kriterien zu beurteilen: Hedonik, Wärme, Kühle, Intensität, Essbarkeit, Reizung, Schmerz und Vertrautheit. Ca. 100 Probanden und 65 Patienten haben jeweils ein Set von 10 Gerüchen in diesen trigeminalen und olfaktorischen Dimensionen mit Hilfe einer visuellen Analogskala charakterisiert. In der noch ausstehenden Auswertung wird untersucht, ob und inwieweit festgelegte physikochemischen Eigenschaften einen Einfluss auf die Perzeption nehmen.

Florian Wrage

Determinanten der Unterscheidung von Düften

Z

Yunpeng Zang

Olfactory loss: consequences for patients in terms of brain functions and quality of life

Laura Zaranek

Einfluss eines Riechtrainings bei Kindern und Jugendlichen mit Kopfschmerzen (Datenerhebung abgeschlossen)

In der Studie wird geprüft, ob bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Kopfschmerzen ein regelmäßiges Riechtraining mit angenehmen Düften einen Einfluss auf die Intensität und Häufigkeit ihrer Kopfschmerzen hat. Begleitend wird der Effekt auf ihre Riechfunktion überprüft.

Dafür werden 80 Kinder und Jugendliche mit chronischer Migräne und Spannungskopfschmerzen im Rahmen der Kopfschmerzsprechstunde des UniversitätsSchmerzCentrums Dresden in die Studie aufgenommen. Bei 40 Kindern wird ein regelmäßiges Riechtraining für mindestens 3 Monate durchgeführt und weitere 40 Kinder werden ohne Riechtraining nach 3 Monaten noch einmal einbestellt, um die Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung und dem Kopfschmerzverlauf in dieser Zeit zu kontrollieren.

Stefanie Zelder

Untersuchung der "Contigent Negative Variation" bei akustischen Reizpaaren unter verschiedenen Bedingungen olfaktorischer Stimulation

In der Studie soll gestetet werden, ob die durch gepaarte Tonreize ausgelöste CNV durch Begleitreizung mit anregenden und beunruhigenden Düften beeinflusst werden kann. Dabei soll die Alters- und Geschlechtsabhängigkeit geprüft werden.

Henriette Zimmeck

Altersabhängige Veränderungen der elektrophysiologischen Reagibilität der Riechschleimhaut

Die Abnahme der Riechfähigkeit in Abhängigkeit des Alters ist ein seit langem bekanntes und teilweise bereits erforschtes Phänomen. Ergänzend zu diesen vorangegangenen Forschungsergebnissen soll die elektrophysiologische Reagibilität der Riechschleimhaut bei zwei Gruppen à 40 Probanden unterschiedlicher Altersklasse (<30 Jahre und >55 Jahre) verglichen werden.