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Deutsche Krebshilfe bestätigt Spitzenstellung des Universitäts KrebsCentrums
06. Juli 2011

Deutsche Krebshilfe bestätigt Spitzenstellung des Universitäts KrebsCentrums

6. Juli 2011: Dresdner Einrichtung wird auch in den kommenden Jahren als "Onkologisches Spitzenzentren" mit einem Millionenbeitrag gefördert

Die Deutsche Krebshilfe hat heute, am 6. Juli 2011, in Berlin die Ergebnisse der Begutachtung von Onkologischen Spitzenzentren vorgestellt. Die gemeinnützige Organisation unterstützt mit ihrem Förderschwerpunkt-Programm die Zentrums-/Netzwerkbildung für eine Krebsmedizin auf höchstem Niveau. Das Votum bestätigt die Spitzenstellung des Universitäts KrebsCentrums Dresden (UCC) und  ist verbunden mit einer Förderzusage für weitere drei Jahre. Das Team um die Professoren Michael Baumann und Gerhard Ehninger – die beiden Direktoren des Zentrums – konnte die internationalen Gutachter und Experten der Deutschen Krebshilfe davon überzeugen, dass die interdisziplinäre Patientenversorgung auf höchstem Niveau in Dresden in den letzten drei Jahren gelungen ist. Insgesamt fördert die Deutsche Krebshilfe jetzt bundesweit elf Onkologische Spitzenzentren. Das am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden angesiedelte UCC ist das einzige Onkologische Spitzenzentrum der neuen Bundesländer.

„Mit dem erneut sehr positiven Votum der Gutachter sehen wir uns auf unserem bereits 2003 eingeschlagenen Weg bestätigt, mit innovativen Konzepten eine über bisherige Fachgrenzen hinausgehende Versorgung unserer Krebspatienten deutlich zu verbessern“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums:„Die im Universitäts KrebsCentrum täglich gelebte enge Verzahnung von Krebsforschung und Krankenversorgung führt dazu, dass den Patienten ohne Zeitverzug modernste Strategien der Diagnostik und Behandlung angeboten werden können. Gleichzeitig treiben die Ärzte und Wissenschaftler die Krebsforschung besonders zielgerichtet voran.“

Um die Krebsmedizin bundesweit zu verbessern und auf ein Spitzen-Niveau zu bringen, fördert die Deutsche Krebshilfe bereits seit 2007 im Rahmen eines Schwerpunkt-Programms so genannte „Onkologische Spitzenzentren“. In diesen Zentren werden alle Tumorpatienten interdisziplinär versorgt und psychosozial begleitet, unter Einbeziehung des ambulanten Bereiches. Auch die Krebsforschung ist ein wesentliches Aufgabenfeld von Onkologischen Spitzenzentren. Jedes Zentrum wird von der Deutschen Krebshilfe mit jeweils einer Million Euro pro Jahr für zunächst drei Jahre gefördert.

„Diese Zentren sind regional vernetzt mit den Kliniken und niedergelassenen Ärzten der Umgebung und haben die Versorgung von krebskranken Menschen in Deutschland erheblich verbessert“, sagte Dr. h.c. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. Ein gerade abgeschlossener Evaluierungsprozess eines Teils der Zentren hat deutlich gemacht, welche Entwicklung die Deutsche Krebshilfe mit ihrem Förderprogramm vor vier Jahren angestoßen hat. Die Spitzenzentren sowie die von der Deutschen Krebsgesellschaft initiierten Organkrebszentren und Onkologischen Zentren ergänzen sich in hervorragender Weise und tragen dazu bei, dass Krebs-Patienten überall in Deutschland nach einheitlichen hohen Qualitätsstandards behandelt werden. „Wir sind der Deutschen Krebshilfe sehr dankbar für diese überaus wichtige Initiative für die Krebs-Patienten“, sagt Professor Dr. Gerhard Ehninger.
 
Das Universitäts KrebsCentrum (UCC) kann damit seinen Weg fortsetzen, die Versorgung von Tumorpatienten eng mit der Krebsforschung zu verzahnen. Ziel der kommenden Jahre ist es, die derzeitigen Bereiche in der Krankenversorgung und Forschungsbereiche auf höchstem Niveau weiter auszubauen. „Der nach einem harten internationalen Wettbewerb erfolgte Zuschlag für eine weitere Förderphase bestätigt, dass das UCC im bundesweiten Vergleich seine Top-Position als Krebszentrum weiter ausbauen konnte“, sagt Professor Dr. Michael Baumann.
 
Weitere Informationen
www.krebshilfe.de und www.krebscentrum.de.
 
Kontakte
Deutsche Krebshilfe e.V.
Pressesprecherin / Bereichsleiterin
Öffentlichkeitsarbeit: Dr. med. Eva Kalbheim
Tel.: 0228 / 72990-270
E-Mail: kalbheim@krebshilfe.de

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Universitäts KrebsCentrum
Geschäftsführender Direktor: Prof. Gerhard Ehninger
Tel.: 0351/ 4 58 41 90
E-Mail: gerhard.ehninger@uniklinikum-dresden.de
 
Hintergrund-Informationen: Krebs in Deutschland
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich 450.000 Menschen neu an Krebs, 216.010 starben im Jahr 2009 an den Folgen dieser Erkrankung. Brustkrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs sind die häufigsten Krebsarten bei Frauen. Männer erkranken besonders häufig an Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs. Experten schätzen, dass rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten durch Verzicht auf das Rauchen, gesunde Ernährung, Sport und einen vorsichtigen Umgang mit der Sonne vermieden werden könnten. Früh erkannt, haben viele Krebserkrankungen eine große Heilungschance. 
 
Onkologische Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe
Die von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren an den elf universitären Standorten:
•         Berlin
•         Dresden
•         Erlangen/Nürnberg
•         Essen
•         Frankfurt
•         Hamburg
•         Heidelberg
•         Köln/Bonn
•         Tübingen
•         Ulm
•         Würzburg