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09. März 2010

Glaukom – schleichende Gefahr fürs Augenlicht

9. März 2010: Universitäts-Augenklinik informiert am 12. März anlässlich des Weltglaukomtags über Früherkennung und Therapie des „Grünen Stars“

Anlässlich des 3. Weltglaukomtags veranstaltet die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus am 12. März 2010 einen Tag der offenen Tür. Von 10 bis 14 Uhr bieten die Experten Vorträge und Informationen zu der früher als „Grünen Star“ bezeichneten Augenerkrankung. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen das Alter, die Höhe des Augeninnendruckes sowie eine familiäre Belastung. Auch Menschen, die kurzsichtig oder weitsichtig sind beziehungsweise an anderen Augenerkrankungen leiden, können gefährdet sein. Zusätzlich spielen Durchblutungsstörungen eine wesentliche Rolle. In Europa ist das Glaukom die zweithäufigste Erblindungsursache – allein in Deutschland wurde die Erkrankung bei rund 800.000 Menschen diagnostiziert, etwas weniger als die Hälfte davon leidet bereits unter einer Sehbehinderung.

„In Deutschland wissen etwa eine Million Menschen nicht einmal, dass sie am Glaukom erkrankt sind", sagt Prof. Lutz Pillunat. „Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt und dann kontinuierlich behandelt, können wir sie aufhalten und das Erblinden in den meisten Fällen vermeiden", so der Direktor der Augenklinik des Universitätsklinikums weiter. Deshalb empfiehlt er eine jährliche Kontrolluntersuchung beim Augenarzt. Über Diagnose und Therapie des Glaukoms informieren die Experten der Augenklinik anlässlich des Weltglaukomtags. Hierzu laden sie zu einem Tag der offenen Tür ein am

Freitag, dem 12. März, von 10 bis 14 Uhr, in den Räumen
der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Haus 33)
Fetscherstraße 74, 01307 Dresden.

Früher charakterisierte die Augenheilkunden das Glaukom ausschließlich über den erhöhten Augeninnendruck. Heute wird es als eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs definiert, die unter anderem zu einem sich verringernden Gesichtsfeld des Patienten führt. Der Augeninnendruck ist zwar nach wie vor der wichtigste Risikofaktor, gilt nach dem heutigen Stand der Wissenschaft aber nicht mehr als Ausdruck der Erkrankung selbst.

Beim akuten Glaukom treten plötzlich Augen- und Stirnkopfschmerzen auf, oft begleitet von Übelkeit, Schüttelfrost und Fieber. Das Sehvermögen schwindet, die Pupille weitet sich. Das weitaus häufiger auftretende chronische Glaukom dagegen bleibt in der Regel lange Zeit unbemerkt. Manchmal sehen Betroffene verschwommen, haben Kopfschmerzen oder brauchen öfter eine neue Brille. Erst bei schweren Schäden des Sehnervs kommt es zu Einengungen oder sogar zum Ausfall des Gesichtsfeldes. „Aufgrund des schleichenden Verlaufs der Erkrankung spielt die Früherkennung eine wichtige Rolle“, sagt Prof. Pillunat, der Ende 2009 zum Sprecher der Sektion „Glaukom“ in der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft e.V. gewählt wurde. Bei den schmerzlosen Untersuchungen werden neben der Bestimmung der Sehschärfe der Augeninnendruck gemessen, das Gesichtsfeld geprüft und der Sehnerv kontrolliert.

Ein erhöhtes Glaukom-Risiko haben Menschen, die älter als 40 Jahre sind, in deren Familien diese Augenerkrankung bereits aufgetreten ist, die stark kurz- oder weitsichtig sind, unter der Diabetes mellitus leiden, bei denen bereits Verschlüsse der Blutgefäße aufgetreten sind, die längere Zeit mit Kortison behandelt wurden, ernstere Augenverletzungen beziehungsweise -entzündungen erlitten haben oder sich bereits einer Augenoperation unterziehen mussten.

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde
Direktor: Prof. Lutz Pillunat
Tel.:0351 458 3381
E-Mail: augendirektion@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de
http://augen.uniklinikum-dresden.de