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Klinikum initiiert zukunftsweisendes Mitarbeiter-Gesundheitsprogramm
27. August 2009

Klinikum initiiert zukunftsweisendes Mitarbeiter-Gesundheitsprogramm

27. August: Umfassendes Angebot an Beratungen, Fitnesskursen und Seminaren gestartet / Drei Krankenkassen unterstützen die Initiative / Eigenes Zentrum am Donnerstag eingeweiht

Für seine rund 4.700 Mitarbeiter hat das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden ein eigenes Gesundheitszentrum aufgebaut. „Carus Vital“ heißt das innerbetriebliche, in fünf Schwerpunkte unterteilte Angebot, für das ein komplettes Gebäude saniert und neu eingerichtet wurde. Mit Kursen, Vorträgen und Seminaren zu den Themen Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung, Entspannung sowie Sucht- und Krebsprävention bietet das Klinikum seinen Mitarbeitern einen Ausgleich von der physisch wie psychisch schweren Arbeit. Zudem liefert das Programm auf vielfältige Weise Anstöße, sich intensiv mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen. Für die Grundkonzeption dieser Angebote sind die Experten des Klinikums verantwortlich – unter anderem die ärztliche Psychotherapeutin PD Dr. Kerstin Weidner, der Gastroenterologe Prof. Stephan Miehlke und der Diabetologe Prof. Peter Schwarz. Das innovative Projekt stieß bei den Krankenkassen und der Sächsischen Staatsministerin für Soziales, Christine Clauß, auf großes Interesse. Dies zeigt sich auch in der finanziellen Unterstützung des Vorhabens durch die AOK Plus sowie der Partnerschaften mit der Barmer Ersatzkasse und der IKK. Am heutigen Donnerstag (27. August) weihen der Vorstand, die Staatsministerin für Soziales sowie Vertreter der AOK Plus und der Partnerkrankenkassen das neue Zentrum ein.

„Unsere Mitarbeiter mit ihrer großen Erfahrung und hohen Leistungsbereitschaft sind unser wichtigstes Kapital“, sagt Prof. Michael Albrecht. Krankheitsbedingte Ausfälle ließen sich nicht leicht ausgleichen, so der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums weiter. Deshalb entschloss sich das Management, ein umfassendes Angebot auf dem Klinikumsgelände aufzubauen, mit der die Belegschaft etwas für die eigene Gesundheit tun kann. Mit dem historischen Gebäude der Krankenhausküche, das seit dem Sommer vergangenen Jahres leer stand, fand sich schnell ein idealer Ort. Wo vor gut einem Jahr noch das Essen für die Patienten dampfte, stehen heute hochmoderne Trainingsgeräte im Kreis: In der Mitte eine futuristisch anmutende Ampel, die den Gästen anzeigt, wann sie beim Zirkeltraining zum nächsten Gerät wechseln sollen. Über ein halbes Jahr wurde dafür das Innere der ehemaligen Küche auf den Kopf gestellt: Es entstanden Umkleideräume mit abgetrennten Duschen, zwei mit Trainingsgeräten ausgestattete Räume, ein Gymnastiksaal sowie mehrere Seminarräume.

Nicht allein mit dem Bau des Zentrums setzt das Klinikum Maßstäbe. Auch die Kooperation mit der AOK Plus, der Barmer Ersatzkasse und der IKK, die den laufenden Betrieb unterstützen, betreten alle Beteiligten Neuland. „Bei diesem Angebot gibt es nur Gewinner“, sagt Prof. Michael Albrecht: „Der Mitarbeiter hat die Chance, hier einen Ausgleich von der physisch wie psychisch schweren Arbeit zu finden und auf vielfältige Weise etwas für die persönliche Gesundheit zu tun. Das Klinikum dagegen hofft auf zufriedene und auch weiterhin leistungsbereite Mitarbeiter.“ Ein weiteres Anliegen ist es „dass wir als Arbeitgeber noch attraktiver werden, um Mitarbeiter halten zu können und neue zu gewinnen. Denn mit ‚Carus Vital‘ bieten wir ein Programm, das nicht nur im Bereich der Gesundheitswirtschaft Maßstäbe setzt“, sagt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums.

Staatsministerin Clauß: „Aus gesundheitspolitischer Sicht ein Gewinn“
Carus Vital ist auch aus gesundheitspolitischer Sicht ein Gewinn, betont die Sächsische Gesundheitsministerin Christine Clauß anlässlich der Eröffnung des betrieblichen Gesundheitsprogramms: „Prävention und Gesundheitsförderung sind die vierte Säule in unserem Gesundheitssystem. Nach wie vor bekämpfen wir Krankheiten, statt Gesundheit zu fördern, obwohl uns bewusst ist, dass wir wegen des Ansteigens chronischer Krankheiten vor enormen Herausforderungen stehen. Mehr Pragmatismus statt dem Verharren in ideologischen Glaubenskämpfen würde der Gesundheitsförderung sehr nutzen! Die Idee und Umsetzung von ‚Carus Vital‘ zeigt beispielhaft: auf jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter kommt es an!“, erklärt die Gesundheitsministerin.

AOK Plus-Geschäftsführer Dr. Knupfer: „Kooperation ist etwas Besonderes“

Für Dr. Stefan Knupfer, Geschäftsführer der AOK Plus, gehört das gesundheitsfördernde Engagement in den sächsischen und Thüringer Unternehmen zur Philosophie der Gesundheitskasse. „Gesundheit am Arbeitsplatz ist unbestritten ein wesentlicher Produktivitätsfaktor. Gesunde Mitarbeiter gehen in der Regel motiviert und kreativ auch mit hohen Anforderungen um und beeinflussen das Betriebsklima positiv. Die Fachleute der AOK Plus bieten deshalb maßgeschneiderte Beratungspakete zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement an. Seit Jahresbeginn 2008 haben unsere Experten 900 Firmen kompetent unterstützt. Doch die Kooperation mit dem Dresdner Universitätsklinikum ist  etwas Besonderes. Hier arbeiten Frauen und Männer, die sich tagtäglich um die Gesundheit anderer kümmern. Die Verantwortung für die eigene Gesundheit bleibt im stressigen Alltag dabei nicht selten auf der Strecke. Wir möchten dazu beitragen, die Mitarbeiter fit zu machen und zu halten.“

„Carus Vital“ ist mehr als ein Fitnessprogramm
Das Angebot des Gesundheitszentrums „Carus Vital“ geht weit über das hinaus, was gängige Fitnesscenter bieten. Im Themenbereich Bewegung gibt es neben dem individuellen Training an Geräten auch Gruppenangebote wie Wirbelsäulengymnastik und Herz-/Kreislauftraining. Hinzu kommen Kurse in deren Mittelpunkt Autogenes Training, Yoga, Rückenschule, Progressive Muskelentspannung und allgemeine Fitness stehen. Auch eine Lauf- und eine Wandergruppe sind geplant. Diese und weitere Angebote wurden von den Experten des Klinikums entwickelt. Die rund 20 Hochschulmediziner sorgen dafür, dass die Qualität der Angebote dem Stand der Wissenschaft entspricht. Zusätzlich engagieren sie sich als Berater, Referenten und Kursleiter für das innerbetriebliche Gesundheitsprogramm.

Im Rahmen der Angebote zur Stressbewältigung gibt es Vorträge sowie Seminare zum praktischen Stressmanagement am Arbeitsplatz, zu Schlafstörungen, Erschöpfung und Burnout sowie Prävention von Mobbing. Weitere Themen im „Carus Vital“-Programm sind Sucht- und Krebsprävention sowie die Ernährungsberatung. Hierzu sind neben Informationsveranstaltungen, Kochkursen und Kursen zur Prävention des Diabetes auch Beratungen zu persönlichen Lebens- und Essgewohnheiten geplant.