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28.04.2009: Dresdner Professoren arbeiten an gemeinsamem Dach für Orthopädie und Unfallchirurgie

Doppelspitze aus dem Uniklinikum übernimmt die Präsidentschaft für den 2009-er Kongress in Berlin und richtet im Vorfeld interdisziplinäre Workshops aus

Zwei Klinikdirektoren des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus stehen in diesem Jahr an der Spitze der deutschen Fachgesellschaften für Ortho-pädie beziehungsweise Unfallchirurgie. Als deren Präsidenten sind Prof. Klaus-Peter Günther und Prof. Hans Zwipp zudem für die Organisation des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie verantwortlich. Zu dieser Veranstaltung kommen im Oktober rund 10.000 Mediziner beider Fächer nach Berlin. Die enge Zusammenarbeit der Dresdner Klinikdirektoren ist ein weiterer Schritt in die Richtung einer gemeinsamen Organisation – der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Diese Fusion trägt dem neu eingeführten Berufsbild „Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie“ Rechnung. Auch um Orthopäden und Unfallchirurgen für diese Neuerung und die DGOU zu gewinnen, richten die beiden Professoren Workshops in München und Dresden aus.


„Mit Herausforderungen leben“ – das Motto des Berliner Kongresses passt zur aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage. Doch als die beiden Fachgesell-schaften die Grundidee der Jahresveranstaltung entwickelten, ging es ihnen in erster Linie um medizinische und berufspolitische Themen. Unter anderem soll in Berlin über die Versorgung von Schwerverletzten und Schwerbehinderten sowie den Berufsnachwuchs diskutiert werden. Da sich immer weniger Studenten und junge Mediziner für die Arbeit in einer Praxis oder einem Krankenhaus entscheiden, verschärft sich der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs auch in diesen beiden Fachgebieten weiter. Hinzu kommt eine Gesundheitspolitik, die Ärzten wie Patienten eine Rationierung medizinischer Leistungen aufbürdet. – Kein gutes Klima, um den Wandel bei der Ausbildung zum neu geschaffenen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie erfolgreich voranzutreiben. „Den-noch setzten wir auf die typischen Eigenschaften der Ärzteschaft sowie vieler anderer Partner im Gesundheitswesen – die Neugier und Freude daran, sich immer wieder neuen Situationen zu stellen, die Lust an Wissenserwerb und Qualifikation, Einsatzbereitschaft und Engagement“, betonen Prof. Klaus-Peter Günther und Prof. Hans Zwipp. Als mittlerweile größte Veranstaltung in diesem Bereich bietet der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie den Teilnehmern die Gelegenheit, diese wichtigen Eigenschaften über einige Tage zu leben.

Neben den berufspolitischen Fragen spielen wissenschaftliche Themen auf dem Kongress wie in der Arbeit der Fachgesellschaften eine große Rolle. Um auch hier Akzente zu setzen, richten die beiden Dresdner Professoren in den nächsten Tagen zwei Symposien für Orthopäden und Unfallchirurgen aus. Den Anfang macht am Mittwoch, dem 29. April in München der Expertenworkshop zum Thema „Stammzellbasierte Therapie am Bewegungsapparat – Perspektive kli-nischer Studien in Deutschland“. Am darauf folgenden Montag (4. Mai) findet der Konsens-Workshop „Umsetzung der Osteoporose-Leitlinien in Orthopädie und Unfallchirurgie“ in Dresden statt.