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Zertifizierung

Im April 2014 wurden die damals eigenständigen Zentren für Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs erstmals nach den hohen Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Sie wurden 2015 zum Viszeralonkologischen Zentrum zusammengefasst, um einerseits die Expertise für die Tumoren des Verdauungstraktes in einem Zentrum zu konzentrieren, aber auch um die Zertifizierung weiterer Tumorarten zu ermöglichen. So konnte bis 2018 für folgende Krebserkrankungen eine Zertifizierung erreicht werden:

  •   Darmkrebs 
  •   Bauchspeicheldrüsenkrebs 
  •   Magenkrebs 
  •   Leberkrebs 
  •   Speiseröhrenkrebs

Vorteile eines zertifizierten Zentrums

 Zentrum als Netzwerk

Hauptmerkmal eines zertifizierten Zentrums ist ein qualitätsüberprüftes Netzwerk, in dem die gesamte Behandlungskette für einen Patienten abgebildet ist und das hohen Qualitätsanforderungen genügt. So ist sichergestellt, dass die Patienten von der Diagnose über die Behandlung, stationär und ambulant, bis zur Nachsorge bestmöglich nach modernsten wissenschaftlichen Kriterien versorgt werden. Sichtbar ist die Zusammenarbeit des Netzwerks beispielsweise in den interdisziplinären Tumorkonferenzen, in denen die Patienten vorgestellt und mit allen Behandlungspartnern besprochen werden.

Leitlinien

Die Implementierung der S3-Leitlinien in die Anforderungskataloge der zertifizierten Zentren ist ein zentraler Bestandteil des Zertifizierungssystems der Deutschen Krebsgesellschaft: Die aktuellen evidenzbasierten Behandlungsempfehlungen aus den Leitlinien sind in den Anforderungskatalogen für die Zentren integriert. Ihre Anwendung wird in den jährlichen Audits kontrolliert.  

Qualitätsmanagement/Audits

Jedes Jahr besuchen qualifizierte Fachexperten das Zentrum und überprüfen vor Ort die Einhaltung der Qualitätsanforderungen. Die kontinuierliche Überprüfung der Zentren und die Rückmeldungen aus dem Dialog mit den Auditoren machen eine stetige freiwillige Qualitätsverbesserung für das Zentrum möglich.

Entscheidungshilfe für Patienten

Als Patient müssen Sie Entscheidungen über Ihre Behandlungsmöglichkeiten nach ausführlicher Information durch die behandelnden Ärzte mittreffen. Die klare und transparente Darstellung eines zertifizierten Zentrums kann Ihnen dabei helfen: Als Patient steht Ihnen ein Netzwerk von Behandlungspartnern zur Verfügung, in dem sich alle Beteiligten den Qualitätsanforderungen an das zertifizierte Zentrum verpflichtet haben. Als Patient wissen Sie, dass mit dem Qualitätssiegel „zertifiziertes Zentrum“ eine hohe Behandlungsqualität gewährleistet wird und haben einen Zugang zu qualifizierten konkreten Ansprechpartnern.

 konkret

  • zertifizierte Zentren bieten Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge unter einem Dach
  • zertifizierte Zentren arbeiten sektor-, fachdisziplinen- und berufsgruppenübergreifend zusammen
  • messbare Qualität anhand von festgelegten Kennzahlen und Indikatoren von Seiten der Deutschen Krebsgesellschaft
  • jährliche Überprüfung der Erfüllung der fachlichen Anforderungen durch externe unabhängige Begutachtungen
  • Vorgaben aus den medizinischen Leitlinien sind die Grundlage für die Festlegung der Kennzahlen und Qualitätsindikatoren  
  • optimale Gestaltung von Übergängen und Arbeitsabläufen zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und Fachdisziplinen
  • Festlegung gemeinsamer klar definierter lang- und kurzfristiger Ziele, die regelmäßig überprüft werden
  • transparente und systematische Darstellung sämtlicher Arbeitsabläufe und Verantwortlichkeiten in einem Managementhandbuch
  • das Managementhandbuch ist die verbindliche Arbeitsgrundlage für alle Mitarbeiter und regelt die Zusammenarbeit mit den beteiligten Einrichtungen
  • Durchführung jährlicher interner Audits mit allen Kooperationspartnern zur stetigen Weiterentwicklung des Zentrums