Benutzerspezifische Werkzeuge

EVaSIMST

Entwicklung und Evaluation eines biopsychosozialen Messinstruments zur Anwendung bei chronischen Schmerzen im Rahmen der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie

Über das Projekt

Im Rahmen des EVaSIMST-Projekts (Folgeprojekt von VAPAIN) [link] soll ein Fragebogenset entwickelt werden, das zukünftig in klinischen Studien eingesetzt werden kann um die Effektivität von interdisziplinärer multimodaler Schmerztherapie (IMST) zu überprüfen.

Bei der Entwicklung des Fragebogensets werden von Beginn an Patienten als Experten für ihre Erkrankung – und damit auch Experten zur Beurteilung ihrer Behandlung -  einbezogen. Auch Interessenvertreter aus der IMST (Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen, Pflege u.a.) wirken bei Fragebogenentwicklung mit.

Hintergrund

Fast jeder fünfte Deutsche leidet unter chronischen Schmerzen, die häufig die Lebensqualität und berufliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen deutlich einschränken. Zur Behandlung chronifizierter Schmerzen wurde die IMST entwickelt, deren Effektivität als belegt gilt.

Dennoch sind die Ergebnisse der entsprechenden Studien uneinheitlich. Problematisch ist dabei die Verwendung unterschiedlicher Messinstrumente (Fragebögen). So werden z.B. verschiedene Kriterien als Kenngrößen zur Darstellung von Therapieeffektivität herangezogen. Häufig werden auch ganz verschiedene Aspekte ein und desselben Begriffes erfasst. Somit sind die Ergebnisse der aktuell verwendeten Fragebögen nicht gut miteinander vergleichbar und eine Beurteilung, welche Behandlungsaspekte der IMST als hilfreich eingeschätzt werden, ist nicht gut möglich.

Es liegen derzeit weder Empfehlungen für Instrumente zur Erfassung der Therapieeffektivität vor, noch ist klar, welche konkreten Kriterien für die Messung von Therapieeffektivität herangezogen werden sollen. 

Demnach stellen sich gegenwärtig folgende Aufgaben:

  • Festlegen von Kriterien (sog. „Outcomes“), die die Therapieeffektivität abbilden (WAS soll gemessen werden), und 
  • Entwicklung eines Messinstrumentes, dass eben diese Outcomes erfasst (WIE soll gemessen werden).

 Der ersten Aufgabe hat sich bereits das VAPAIN-Projekt angenommen und mittels eines Konsensusprozesses unter Beteiligung von Patienten 8 relevante Inhaltsbereiche („Outcomedomänen“) und deren Definitionen festgelegt.

Weiterführend sollen nun diese Outcomedomänen konkreter beschrieben und letztlich messbar gemacht werden, d.h. es sollen Fragen dafür entwickelt werden.  Diesem Vorhaben widmet sich nun das EVaSIMST-Projekt.

Was und Warum?

Der Weg von der theoretischen Domäne (Was?) zum fertigen Fragebogen (Wie?) in der Praxis ist lang und steinig. In diesem mehrstufigen, komplexen Prozess helfen uns Forschern die verschiedenen Interessenvertreter (allen voran Patienten, sowie Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen, Pflege und andere an der IMST beteiligten Professionen) Klarheit über die Inhalte zu gewinnen, welche gemessen werden sollen.

In Telefonkonferenzen, Workshops und Fokusgruppenformaten werden dazu die Definitionen und Modelle zu den Outcomedomänen aus dem VAPAIN-Projekt diskutiert. Ziel ist es dabei, ein besseres Verständnis für Inhalte, die für die Betroffenen tatsächlich relevant für eine effektive Therapie sind, zu erlangen.

Auf dieser Grundlage werden dann verschiedene Items (Fragen/Aussagen und deren Antwortmöglichkeiten im Fragebogen) entwickelt, statistisch analysiert und von Patienten in Bezug auf ihre Verständlichkeit und Handhabbarkeit beurteilt.  Eine erste Testversion soll final an deutschen IMST-Einrichtungen eine Pilottestung durchlaufen und beurteilt werden.

Leitideen von EVaSIMST in dieser Arbeit:

Wir sind überzeugt von der Gleichwertigkeit unterschiedlicher Perspektiven: Unser Vorgehen ist immer auf den Patienten und den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren (Berufsgruppen, Standorte, unterschiedliche Nationen) orientiert. Diese „Mehrarbeit“ im ständigen zwischenmenschlichen Austausch ist unser Antrieb.

Wir betreiben hochwertige, innovative Methodenwissenschaft im Dienste klinischer Forschung: Da unser Vorgehen in Deutschland erstmalig in dieser Größenordnung eingesetzt wird, stehen wir häufig vor neuen methodischen und inhaltstheoretischen Problemen. Oft braucht es den Einsatz des ganzen Teams und unserer Kooperationspartner um effektive Lösungen zu finden.

Mitarbeiter

Platzhalter Bild

Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Ulrike Kaiser

Projektleitung Domäne Pain Intensity

  • ##Aufgabengebiete##
  • ##Aufgabengebiete##

##Telefon## ##FAX##


Platzhalter Bild

Dipl.-Psych. Anja Küchler

Projektkoordination Domäne Produktivität

 

  • ##Aufgabengebiete##
  • ##Aufgabengebiete##

##Telefon## ##FAX##


Platzhalter Bild

Dipl.Psych. Birgit Burkhardt

Domäne Therapiezielerreichung

  • ##Aufgabengebiete##
  • ##Aufgabengebiete##

##Telefon## ##FAX##


Platzhalter Bild

Cand.Psych. Toni Blümel

Domäne Zufriedenheit mit sozialen Rollen und sozialen Aktivitäten

  • ##Aufgabengebiete##
  • ##Aufgabengebiete##

##Telefon## ##FAX##


  • Stefan Hager
  • Sylvia Wand

Kontakt

Projektbüro EVaSIMST
+49 (0) 351 1234567
+49 (0) 351 7654321