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Hufeland-Preis ehrt Initiatoren eines bundesweiten Kita-Sonnenschutzprojekts zur KrebspräventionVerleihung Hufeland-Preis, v.l.n.r. Timmy Klebb (Dt. Ärzteversicherung), Prof. Eckhard Breitbart (ADP), Dr. Nadja Seidel, Dr. Friederike Stölzel (NCT/UCC), Prof. Erland Erdmann (Stiftung Hufeland-Preis) (c) Stiftung Hufeland-Preis
29. Oktober 2019

Hufeland-Preis ehrt Initiatoren eines bundesweiten Kita-Sonnenschutzprojekts zur Krebsprävention

Prof. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Prävention e.V. (ADP), Dr. Nadja Seidel und Dr. Friederike Stölzel, Leiterinnen des Präventionszentrums des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) sind mit dem Hufeland-Preis des Kuratoriums der Stiftung Hufeland-Preis ausgezeichnet worden. Sie erhielten den mit 20.000 Euro dotierten Preis für Präventivmedizin für ihr bundesweites Sonnenschutz-Projekt „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN für Kitas“, das vom Präventionszentrum des NCT/UCC Dresden in Kooperation mit der Deutschen Krebshilfe, der ADP und der Universität zu Köln/Uniklinik Köln entwickelt wurde. Das Preisgeld nutzen die Initiatoren, um künftig eine erweiterte Zielgruppe für einen adäquaten UV-Schutz zu sensibilisieren.

Mehr als 3.000 kostenfreie Projekt-Pakete haben die Verantwortlichen in den vergangenen zwei Jahren an Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland versandt. Darin enthalten: Materialien zur interaktiven Weiterbildung für Kita-Erzieher und zur Erarbeitung einer individuellen Sonnenschutzstrategie sowie kindgerechte Lied-, Film- und Bastelvorlagen zur Gestaltung einer Projektwoche für Drei- bis Sechsjährige und eines Elternnachmittags zum
Thema Sonnenschutz. „Zentrales Anliegen unseres Projekts ist es, Sonnenschutz nachhaltig im Kita-Alltag zu verankern und Kindern spielerisch das richtige Sonnenschutzverhalten zu vermitteln. Hierzu trägt auch die Figur des SonnenschutzClowns Zitzewitz bei, die als kindgerechter Botschafter fungiert“, erklären Dr. Nadja Seidel und Dr. Friederike Stölzel, Leiterinnen des Präventionszentrums des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) und Psychologinnen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Finanziert wird das Sonnenschutz-Projekt maßgeblich durch die Deutsche Krebshilfe.

„UV-Schäden der Haut in der Kindheit und Jugend sind wesentlich für die Entstehung von Hautkrebs in späteren Lebensjahren verantwortlich“, sagt Prof. Eckhardt Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Prävention e.V. (ADP). Hautkrebs zählt bundesweit zu den häufigsten Krebserkrankungen. Rund 272.000 Menschen erkranken in Deutschland pro Jahr neu an dieser Krankheit, etwa 37.000 von ihnen an der besonders gefährlichen Form des malignen Melanoms, dem so genannten schwarzen Hautkrebs. „Wir sind überzeugt, dass diese Zahlen durch Präventionsmaßnahmen deutlich gesenkt werden können“, so Breitbart.

Eine umfangreiche projektbegleitende Evaluation zeigt, dass das nun ausgezeichnete Projekt die Erzieher nachhaltig darin bestärkt, für besseren UV-Schutz der Kinder zu sorgen und Vorbild für richtiges Sonnenschutz-Verhalten zu sein. Viele Teilnehmer sind stolz auf das Erreichte: Gut sichtbar prangt an zahlreichen Kitas, die das Programm erfolgreich durchlaufen haben, die Auszeichnung „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN-KITA“.

„Das Preisgeld möchten wir nutzen, um das Programm weiter zu verbreiten und noch bekannter zu machen“, sagt Dr. Nadja Seidel vom NCT/UCC. „Wir stehen bereits in den Startlöchern, die Zielgruppe zu erweitern: Aktuell erstellen wir beispielsweise Materialien zum Thema Sonnenschutz für Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen.
2020 werden wir zudem mit einem speziellen Programm an Sportschulen in Deutschland herantreten. Denn die hier lernenden Kinder und Jugendlichen halten sich besonders viel im Freien auf“, erklärt Dr. Friederike Stölzel vom NCT/UCC.

„Wir freuen uns, in diesem Jahr ein erfolgreiches Projekt zum Thema Sonnenschutz auszeichnen zu können und damit der prophylaktischen Aufgabe in der Medizin erneut wichtige Impulse zu verleihen. Seit der ersten Preisverleihung im Jahr 1960 sind bis heute über 80 Wissenschaftler geehrt worden“, sagt Timmy Klebb, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Ärzteversicherung.

Der Hufeland-Preis wird durch die Deutsche Ärzteversicherung gestiftet und zählt zu den bedeutendsten deutschen Medizinpreisen. Förderer der Stiftung sind die Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheit e.V. Der Preis wird an Mediziner für richtungsweisende Leistungen und herausragende Forschungsergebnisse in der Präventivmedizin verliehen und ist mit 20.000 Euro
dotiert.

Zur Pressemitteilung stehen zwei Bilder in druckfähiger Auflösung zur Verfügung:

https://www.nct-dresden.de/fileadmin/media/nct-dresden/das - nct/newsroom/Sonnenschutz_Clown_1.jpg BU Bild 1: Mehr als 3.000 Sonnenschutz-Projekt-Pakete wurden bereits an Kindertageseinrichtungen versandt, Clown Zitzewitz fungiert als kindgerechter Botschafter.

https://www.nct-dresden.de/fileadmin/media/nct-dresden/das-nct/newsroom/Verleihung - Hufeland-Preis.jpg BU Bild 2: Verleihung Hufeland-Preis, v.l.n.r. Timmy  Klebb (Dt. Ärzteversicherung), Prof. Eckhard Breitbart (ADP), Dr. Nadja Seidel, Dr. Friederike Stölzel (NCT/UCC), Prof. Erland Erdmann (Stiftung Hufeland-Preis)

Nutzungshinweis für Bildmaterial zu Pressemitteilungen
Die Nutzung ist kostenlos. Das NCT/UCC Dresden gestattet die einmalige Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Thema der Pressemitteilung. Bitte geben Sie als Bildnachweis an: „Quelle Bild 1: NCT/UCC 2018“ „Quelle Bild 2: Stiftung Hufeland-Preis“. Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist nur nach vorheriger Rücksprache mit der NCT/UCC-Pressestelle (Tel. 0351 458 5548, E-Mail: anna.kraft@nct-dresden.de ) gestattet. Eine Nutzung zu kommerziellen Zwecken ist untersagt.

Ansprechpartner für die Presse:
Dr. Anna Kraft
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)351 458-5548
E-Mail: anna.kraft@nct-dresden.de
www.nct-dresden.de

Christiana Tschoepe
Deutsche Krebshilfe
Leiterin Kommunikation
Tel.: + 49 228 72990-273
E-Mail: tschoepe@krebshilfe.de
www.krebshilfe.de

Henriette Bunde
Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V.
Tel.: + 49 40 20913-134
E-Mail: bunde@unserehaut.de
www.unserehaut.de

NCT/UCC Dresden
Dresden ist seit 2015 neben Heidelberg der zweite Standort des Nationalen Centrums für Tumor- erkrankungen (NCT). Das Dresdner Zentrum ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebs- forschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). Das NCT hat es sich zur Aufgabe gemacht, Forschung und Krankenversorgung so eng wie möglich zu verknüpfen. Damit können Krebspatienten in Dresden und Heidelberg auf dem jeweils neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse behandelt werden. Gleichzeitig erhalten die Wissenschaftler durch die Nähe von Labor und Klinik wichtige Impulse für ihre praxisnahe Forschung. Gemeinsamer Anspruch beider Standorte ist es, das NCT zu einem internationalen Spitzenzentrum der patientennahen Krebsforschung zu entwickeln. Das Dresdner Zentrum baut auf den Strukturen des Universitäts KrebsCentrums Dresden (UCC) auf, das 2003 als eines der ersten Comprehensive Cancer Center (CCC) in Deutschland gegründet wurde. Seit 2007 wurde das UCC von der Deutschen Krebshilfe e.V. (DKH) kontinuierlich als „Onkologisches Spitzenzentrum“ ausgezeichnet.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte
biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die
verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser
diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit
Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für
Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in
die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der
sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern.
Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land
Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden bietet medizinische Betreuung auf höchstem
Versorgungsniveau. Als Krankenhaus der Maximalversorgung deckt es das gesamte Spektrum der
modernen Medizin ab. Das Universitätsklinikum vereint 20 Kliniken und Polikliniken, vier Institute und zehn
interdisziplinäre Zentren, die eng mit den klinischen und theoretischen Instituten der Medizinischen
Fakultät zusammenarbeiten.
Mit 1.295 Betten und 160 Plätzen für die tagesklinische Behandlung von Patienten ist das Dresdner
Uniklinikum das größte Krankenhaus der Stadt und zugleich das einzige Krankenhaus der
Maximalversorgung in Ostsachsen. Rund 860 Ärzte decken das gesamte Spektrum der modernen Medizin
ab. 1.860 Schwestern und Pfleger kümmern sich um das Wohl der Patienten. Wichtige
Behandlungsschwerpunkte des Uniklinikums sind die Versorgung von Patienten, die an Krebs, an
Stoffwechsel- und an neurodegenerativen Erkrankungen.
Deutschlands größter Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem
Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden eine hervorragende Behandlungsqualität. Die Dresdner
Hochschulmedizin belegt deshalb Platz zwei im deutschlandweiten Ranking.

Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden
Die Hochschulmedizin Dresden, bestehend aus der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus und dem
gleichnamigen Universitätsklinikum, hat sich in der Forschung auf die Bereiche Onkologie, metabolische sowie
neurologische und psychiatrische Erkrankungen spezialisiert. Bei diesen Schwerpunkten sind übergreifend die
Themenkomplexe Degeneration und Regeneration, Imaging und Technologieentwicklung, Immunologie und
Inflammation sowie Prävention und Versorgungsforschung von besonderem Interesse. Internationaler Austausch ist Voraussetzung für Spitzenforschung – die Hochschulmedizin Dresden lebt diesen Gedanken mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 73 Nationen sowie zahlreichen Kooperationen mit Forschern und Teams in aller Welt.

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Energie, Gesundheit und Materie. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:
• Wie nutzt man Energie und Ressourcen effizient, sicher und nachhaltig?
• Wie können Krebserkrankungen besser visualisiert, charakterisiert und wirksam behandelt werden?
• Wie verhalten sich Materie und Materialien unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
Zur Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragen betreibt das HZDR große Infrastrukturen, die auch von externen Messgästen genutzt werden: Ionenstrahlzentrum, Hochfeld-Magnetlabor Dresden und ELBE-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen. Das HZDR ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, hat fünf Standorte (Dresden, Freiberg, Grenoble, Leipzig, Schenefeld bei Hamburg) und beschäftigt knapp 1.200 Mitarbeiter – davon etwa 500 Wissenschaftler inklusive 170 Doktoranden.