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UniversitätsCentrum für Autoimmun- und Rheumatische Erkrankungen (UCARE)

Das Immunsystem, unsere Körperabwehr, schützt uns normalerweise zuverlässig vor Bakterien, Viren, Pilzen, Würmern und anderen Krankheitserregern. Das Immunsystem kann aber auch Fehler machen. Dann können Erkrankungen entstehen, die in den Bereich der Allergieerkrankungen und/oder der Autoimmunerkrankungen fallen können.

Um Patienten mit allergischen Erkrankungen kümmert sich das UniversitätsAllergieCentrum . Patienten mit Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fehlerhaft eine Entzündung verursacht, werden in ganz unterschiedlichen Fachbereichen behandelt. Die Hauptaufgabe des interdisziplinären UniversitätsCentrums für Autoimmun- und Rheumatische Erkrankungen (UCARE) ist es, die Zusammenarbeit dieser verschiedenen Fächer zu optimieren.

Zum Beispiel können Patientinnen und Patienten mit Autoimmun-Haut- oder Autoimmun-Darm-Erkrankungen gleichzeitig eine Gelenk- oder Wirbelsäulenentzündung bekommen, oder Patientinnen und Patienten mit systemischen Autoimmunerkrankungen wie Kollagenosen oder Vaskulitiden eine Haut-, Nieren-, Gelenk-, Lungen- oder Nervenentzündung entwickeln.

Da das Immunsystem nicht vergisst, sind Autoimmunerkrankungen in aller Regel chronische Erkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass im Verlauf einer oft Jahrzehnte vorhandenen Erkrankung zusätzliche Spezialisten für eine optimale Behandlung gebraucht werden, ist relativ hoch. Daher finden im Rahmen von UCARE jeweils wöchentlich oder monatlich eine ganze Reihe von interdisziplinären Boards, Konferenzen und Sprechstunden statt, in denen schwierige Situationen über Fachgrenzen hinweg diskutiert werden.

Das setzt voraus, dass die Patienten in einer Spezialambulanz des Universitätsklinikums oder bei einem niedergelassene Autoimmunspezialisten in Behandlung sind. Die jeweils primär behandelnden Fachärzte stellen die oft lange und komplizierte Patientengeschichte auch persönlich vor, denn nur so ist eine Entscheidung auf einer ausreichenden Informationsbasis möglich. Für Patienten ist daher nie UCARE der Ansprechpartner, sondern die jeweilige Spezialambulanz oder der jeweilige niedergelassene Facharzt.