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Presseinformationen

03.09.2021 DGU Mitglieder-Mail: "5 Jahre Entscheidungshilfe Prostatakrebs: Relaunch als Medizinprodukt"

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

über 14.000 Patienten und über 800 Urologinnen und Urologen haben die Entscheidungshilfe Prostatakrebs seit ihrem Start 2016 bundesweit genutzt. Pünktlich zum 73. DGU-Kongress und zum fünfjährigen Jubiläum des Portals steht Ihnen nun die komplett überarbeitete neue Version der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zur Verfügung. Die digitale Informationsplattform der PatientenAkademie der DGU ist jetzt als Medizinprodukt registriert und erfüllt damit hohe Qualitätsanforderungen.

Wir freuen uns sehr, dass sich unser kostenfreies personalisiertes Informationsangebot zu einem Standard im ärztlichen Beratungsgespräch für Patienten mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms vor lokaler Therapie entwickelt hat. Mit dem Relaunch leistet die Fachgesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssteigerung der Patientenversorgung in der deutschen Urologie und unterstützt Sie in Klinik und Praxis bestmöglich bei der individuellen leitliniengerechten Beratung Ihrer Patienten.

Inhaltlich ist die neue Version auf dem Stand der aktuellen S3-Leitlinie Prostatakarzinom und bietet Ihnen neben vielen anderen Verbesserungen zusätzlich eine Zusammenfassung zur erweiterten Diagnostik. Dabei werden alle relevanten validierten Messinstrumente miterfasst: Sie erhalten Angaben zur Komorbidität, zur Miktion und Sexualität, zur seelischen Belastung und zu persönlichen Präferenzen Ihrer Patienten. So profitieren Sie von einer effektiven und qualitativ hochwertigen Patientenaufklärung, können die Beratung verbessern und im Alltag sogar Zeit sparen. Technisch ermöglicht der Relaunch jetzt auch eine optimierte Darstellung für mobile Endgeräte. Seit Projektbeginn übernimmt die Firma ASD Concepts als Institut für neue patientenzentrierte Versorgungsformen die Umsetzung und ist Hersteller des Medizinproduktes.

Auf dem 73. DGU-Kongress im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) stellen wir Ihnen die neue Version der Entscheidungshilfe Prostatakrebs im Rahmen der Themensitzung „Der Einfluss von Digital Health auf den urologischen Alltag" am 17. September 2021, ICS, 15:30 - 17:00 Uhr vor.

Alles, was Sie für die Nutzung der Informationsplattform benötigen, erhalten Sie am DGU-Stand im ICS. Dort sind auch kostenfreie Zugangskarten für Ihre Patienten verfügbar.

Nach dem DGU-Kongress können Sie die Zugangsboxen mit 30 Zugangskarten, ebenfalls kostenfrei, über die Homepage der Entscheidungshilfe Prostatakrebs oder per bestellen.

Herzliche Grüße und bis bald in Stuttgart

Ihr
Prof. Dr. Maurice Stephan Michel
DGU-Generalsekretär und Sprecher des Vorstandes

Ihr
Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber
Vorsitzender der PatientenAkademie und
Projektleiter der Entscheidungshilfe Prostatakrebs

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., http://newsletter.dgu.de/news2021/mitgliederinfo09_2021.html (letzter Zugriff: 03.09.2021)


11.08.2021 Artikel: "Darum brauchen Sie PROMs im Alltag!"

Harninkontinenz und erektile Dysfunktion aus der Sicht von Patienten und UrologInnen

Differenzen zwischen subjektiven Beschwerden von Patienten und ihrer ärztlichen Wahrnehmung können die Versorgungsqualität verschlechtern. Patient-reported outcome measures (PROMs) helfen dabei, die subjektive Sicht messbar zu machen.

Um einen möglichen Unterschied von ärztlicher Einschätzung und Patientensicht zu erfassen, befragten wir beide Seiten etwa ein Jahr nach der ersten Behandlungsentscheidung bei nicht-metastasiertem Prostatakarzinom. Hierzu nutzten wir die multizentrische randomisierte kontrollierte EvEnt-PCA-Studie (n=1115), die als Hauptfragestellung die Entscheidungshilfe Prostatakrebs mit der gedruckten Patientenbroschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie vergleicht. Wir analysierten die Parameter Harninkontinenz und erektile Dysfunktion mithilfe des EPIC-26-Fragebogens aus ärztlicher und Patientensicht.

Von n=356 Patienten mit einem abgeschlossenen Ein-Jahres-Follow-up hatten 63% eine radikale Prostatektomie, 17% eine Strahlentherapie, und 19% ein zuwartendes Vorgehen gewählt. Die tägliche Vorlagenzahl gaben die Patienten mit „keiner“ in 67%, „einer“ in 21%, „zwei“ in 8% und „>2“ in 5% an. Die ärztliche Einschätzung stimmte in 69% mit diesen Angaben überein, überschätzte die Harninkontinenz in 23% und unterschätzte sie in 8%. Die Belastung durch die Harninkontinenz wurde in 43% richtig eingeschätzt, in 21% überschätzt und in 37% unterschätzt. Die von den Patienten angegebene erektile Dysfunktion war in 75% schwer oder sehr schwer. Die ärztliche Einschätzung stimmte in 56% hiermit überein, überschätzte die erektile Dysfunktion in 12 % und unterschätzte sie in 32%. Die Belastung durch die erektile Dysfunktion wurde in 32% korrekt eingeschätzt, in 27% überschätzt und in 41% unterschätzt.

Damit wurde die Belastung der Patienten durch Harninkontinenz und erektile Dysfunktion bei vier von zehn Patienten von UrologInnen unterschätzt. Der konsequente Einsatz von PROMs sollte UrologInnen helfen, den Behandlungsbedarf ihrer Patienten besser zu erkennen. Insbesondere die Belastung durch eine bestimmte Symptomatik lässt sich naturgemäß nur aus der Patientenperspektive beurteilen.

Um die Erfassung der relevanten PROMs bei Patienten mit der Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms zu erleichtern, bietet sich der routinemäßige Einsatz der Entscheidungshilfe Prostatakrebs der PatientenAkademie der Deutschen Urologen an. Seit ihrer Etablierung im Juni 2016 hat sie sich zu einem Standard im ärztlichen Beratungsgespräch entwickelt. Bei diesem kostenlosen Angebot werden leitlinienkonforme Informationen in Form von Videos erläutert. Mittlerweile haben mehr als 14.000 Betroffene das Informationsangebot genutzt, d.h. etwa 60 neue Nutzer pro Woche. Nach einer kompletten Überarbeitung im Jahr 2021 ist die Entscheidungshilfe Prostatakrebs als Medizinprodukt registriert. Die Weiterentwicklung bietet neben vielen anderen Verbesserungen auch eine Zusammenfassung für UrologInnen zur erweiterten Diagnostik. Dabei werden alle relevanten PROMs für Sie miterfasst. Sie erhalten Angaben zur Komorbidität, zur Miktion und Sexualität, zur seelischen Belastung und zu persönlichen Präferenzen Ihrer Patienten.

Weitere Informationen zur neuen Version der Entscheidungshilfe Prostatakrebs als Medizinprodukt erhalten Sie an den Kongress-Ständen der unterstützenden Firmen Takeda und Janssen sowie am DGU-Stand auf dem 73. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. in Stuttgart vom 15.-18. September 2021. Dort erhalten Sie auch kostenlose Zugangskarten für Ihre Patienten! Nach dem DGU-Kongress können Sie diese auch kostenlos anfordern.

Autor:

Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber

Stellvertretender Klinikdirektor und Leitender Oberarzt

Klinik und Poliklinik für Urologie

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus

an der TU Dresden


24.02.2020. Artikel: Entscheidungshilfe Prostatakrebs. In der deutschen Urologie etabliert und mit laufender Evaluationsstudie

Quelle: QuiP - Qualitätsinitiative Prostatakarzinom, Ausgabe 1/2020


Prostatakrebs: Teilnehmer für Prostata-Ca-Studie gesucht

27.11.2019. Wie wirkt die Online-Entscheidungshilfe Prostatakrebs der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) im Vergleich zur gedruckten Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie? Das untersucht die vom Innovationsfonds geförderte EvEnt-PCA-Studie. Bislang konnten 86 Studienzentren deutschlandweit 445 Patienten rekrutieren. Das entspricht 37 Prozent der geplanten 1200 Patienten. Die AOK Baden-Württemberg gehört zu den Unterstützern der Studie, für die noch bis Ende des Jahres weitere engagierte Urologen gesucht werden, die mitmachen (eb)

Info unter: www.uniklinikum-dresden.de/event-pca.

Quelle: Ärzte-Zeitung, veröffentlicht unter: https://www.aerztezeitung.de/Kooperationen/Teilnehmer-fuer-Prostat-Ca-Studie-gesucht-404294.html [letzter Zugriff: 27.04.2020].


Entscheidungshilfe Prostatakrebs auf 71. DGU-Kongress prämiert: Evaluationsstudie noch bis Ende 2019 für neue urologische Praxen und Kliniken offen

Dresden, 21.10.2019. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) setzt sich mit Nachdruck für Patientenorientierung und Digitalisierung ein: In den letzten drei Jahren haben über 8.000 neu betroffene Männer die Online-Entscheidungshilfe Prostatakrebs der DGU genutzt und pro Woche kommen 60 neue hinzu. Durch das interaktive Online-Tool lässt sich das Beratungsgespräch beim nicht metastasierten Prostatakarzinom für den Patienten und seinen Urologen standardisiert vorbereiten und erleichtern (www.entscheidungshilfe-prostatakrebs.info). „Mit diesem kostenlosen Angebot sind die deutschen Urologinnen und Urologen Vorreiter bei der patientenorientierten Behandlungsentscheidung. Entsprechend wurde dieses Projekt der PatientenAkademie vor wenigen Wochen auf unserem Jahreskongress mit dem 1. klinischen Vortragspreis ausgezeichnet. Die laufende randomisierte Evaluationsstudie ist der konsequente nächste Schritt, den unsere Fachgesellschaft nach Kräften unterstützt“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.

Gefördert aus dem Innovationsfonds des G-BA, wird die Entscheidungshilfe Prostatakrebs aktuell in der randomisierten EvEnt-PCA-Studie mit der gedruckten Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie als aktuellem Standard verglichen. Weitere Unterstützer sind der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V., die AOK Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse. Bislang konnten 86 Studienzentren deutschlandweit 445 Patienten rekrutieren. Das entspricht 37% der geplanten 1200 Patienten. Das Studiendesign ist bewusst einfach gehalten und der Studienablauf fügt sich problemlos in die Routineversorgung ein. Nach dem Einschluss werden die Patienten zufällig zur Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zugewiesen oder sie erhalten die gedruckte Broschüre. Für die Studienärzte umfasst der Arbeitsumfang zwei Erhebungszeitpunkte. Auf Patientenseite sind drei Erhebungszeitpunkte vorgesehen. Primärer Endpunkt ist der leitliniengerechte Einsatz eines zuwartenden Vorgehens. Ziel der Studie ist, den möglichen Nutzen der multimedialen Patienteninformation mit Level I-Evidenz zu belegen. Darauf könnte eine Leitlinienempfehlung aufbauen und so diesen modernen Standard in der künftigen Versorgung fest verankern.

Erste Zwischenergebnisse zeigen vielversprechende Effekte der Online-Entscheidungshilfe Prostatakrebs: Nach Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs wurden der eigene Gesundheitszustand und die Lebensqualität besser bewertet. Außerdem sucht ein höherer Anteil der Nutzer der Entscheidungshilfe Prostatakrebs eine zweite Meinung. Bei den Behandlungsentscheidungen zeichnet sich eine leichte Tendenz zum stärkeren Einsatz der aktiven Überwachung ab. Ausführlicher präsentiert Projekt- und Studienleiter Prof. Dr. Dr. Johannes Huber diese Ergebnisse in einem Webinar am 27. November 2019 von 18:00-19:15 Uhr auf www.uro-tube.de mit dem Titel „Entscheidungshilfe Prostatakrebs und weitere praxisrelevante Themen aus der Versorgungsforschung“.

Prof. Huber freut sich über den bisherigen Verlauf der Studie, wünscht sich aber noch mehr aktive Studienzentren: „Wenn wir die Rekrutierung noch weiter steigern können, erscheint das ambitionierte Ziel von 1200 Patienten in den verbleibenden acht Monaten Rekrutierungszeit erreichbar. Hierzu brauchen wir aber noch einige weitere motivierte Urologinnen und Urologen in Praxis oder Klinik. Der Mehraufwand wird dem Studienarzt mit 120 Euro pro Patient erstattet. Bis Ende des Jahres können wir noch neue Studienzentren eröffnen.“

An der Studienteilnahme interessierte Urologinnen und Urologen können sich beim Studienbüro melden (Elke.Hempel(at)smgf.de; Telefon: +49 30 284 450 00). Für fachliche Rückfragen steht auch Studienleiter Prof. Dr. Dr. Johannes Huber zur Verfügung (Johannes.Huber(at)uniklinikum-dresden.de). Die aktuellen Studienzentren sowie weitere Informationen finden sich auf der Studienhomepage (www.uniklinikum-dresden.de/event-pca).

Quelle: Urologenportal, veröffentlicht unter: https://www.urologenportal.de/pressebereich/pressemitteilungen/presse-aktuell/presse-archiv/pressemitteilungen-aus-dem-jahr-2019/entscheidungshilfe-prostatakrebs-auf-71-dgu-kongress-praemiert-evaluationsstudie-noch-bis-ende-2019-fuer-neue-urologische-praxen-und-kliniken-offen-23102019.html [letzter Zugriff: 27.04.2020]


Vorträge & Interviews

(Stand: 09/2019) Interview mit Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber zu den Themen Versorgungsforschung, Entscheidungshilfe Prostatakrebs und EvEnt-PCA auf dem DGU-Jahreskongress 2019, mit freundlicher Genehmigung von Uro-Tube.

Vortrag Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber: "Evaluation der Entscheidungshilfe Prostatakrebs aus der Sicht von Patienten und Urologen: ein bundesweites Projekt mit über 6.000 Nutzern in zwei Jahren", DGU-Jahreskongress 2019.

Vortrag Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber: "EvEnt-PCA - eine große randomisierte Versorgungsforschungsstudie in der deutschen Urologie", DGU-Jahreskongress 2019.

Podcast: Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber im Gespräch mit Dr. Marcus Mau zur Entscheidungshilfe Prostatakrebs & EvEnt-PCA:  https://www.esanum.de/backend/media/documents/2019/5/16/99e1c92d-df7d-4f2f-8ac5-44be855f1650/podcast_12.mp3, mit freundlicher Genehmigung von www.esanum.de.
 


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