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Presseinformationen

Medizin l Urologie l Entscheidungshilfe Prostatakrebs l Versorgungsforschung

Podcast: Prof. Dr. Dr. Johannes Huber im Gespräch mit Dr. Marcus Mau zum Thema Entscheidungshilfe Prostatakrebs und EvEnt-PCA.
Mit freundlicher Genehmigung von www.esanum.de .

https://www.esanum.de/backend/media/documents/2019/5/16/99e1c92d-df7d-4f2f-8ac5-44be855f1650/podcast_12.mp3


Urologen Vorreiter bei patientenorientierter Behandlungsentscheidung: Evaluationsstudie zur Entscheidungshilfe Prostatakrebs läuft auf Hochtouren

Urologische Praxen und Kliniken können noch teilnehmen

Dresden, 23.04.2019. Über 7.000 Patienten haben die Entscheidungshilfe Prostatakrebs seit 2016 dafür genutzt, sich online auf ihr Beratungsgespräch beim Urologen vorzubereiten. Und jede Woche kommen 60 neue Betroffene hinzu. „Die positive Resonanz auf dieses kostenlose Angebot der PatientenAkademie der Deutschen Urologen zeigt, dass multimediale Angebote reif für den Alltag sind“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.

Durch die Entscheidungshilfe Prostatakrebs lässt sich das Beratungsgespräch beim nicht metastasierten Prostatakarzinom für den Patienten und seinen Urologen standardisiert vorbereiten und erleichtern. Neben den hohen Nutzerzahlen und der gleichmäßigen Verbreitung im gesamten Bundesgebiet belegen auch die Evaluationsergebnisse den Mehrwert für eine moderne Patientenaufklärung.  Ein Drittel der Nutzer war über 70 Jahre alt. Die Mehrheit von 58% nutzte die Entscheidungshilfe zusammen mit ihrer Partnerin und die Gesamtzufriedenheit der Patienten lag bei 91%. Auch die Urologen sind mit dem Angebot sehr zufrieden. Sie berichten von Vorteilen bei der Patienteninformation, bei der Zufriedenheit, der Beteiligung von Angehörigen und der Dokumentation.

Prof. Dr. Dr. Johannes Huber ist Vorsitzender der PatientenAkademie und leitet das Projekt von Anfang an. Er betont besonders den leitlinienbasierten hohen Standard der vermittelten Information: „Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs erleichtert es im Alltag, unsere hohen Ansprüche an die optimale Diagnostik und Behandlung auch bei der Patientenberatung umzusetzen. Besonders das Konzept der aktiven Überwachung stellt beim nicht metastasierten Prostatakarzinom hohe Anforderungen an die Betreuung der Betroffenen. Um den Mehrwert hierfür zu belegen, konnten wir die öffentliche Förderung einer deutschlandweiten Evaluationsstudie erreichen.“

In dieser multizentrischen randomisierten Evaluationsstudie (EvEnt-PCA) werden die Patienten zufällig zur Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zugewiesen oder sie erhalten die gedruckte Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie. Gefördert wird das Projekt mit ca. 800.000 Euro durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. Weitere Unterstützer sind die urologischen Fachgesellschaften sowie die AOK Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse.

Seit dem erfolgreichen Studienbeginn im Juli 2018 haben sich über 100 urologische Praxen und Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt und es konnten bereits über 10% der vorgesehenen 1.500 Patienten eingeschlossen werden. Eine Teilnahme weiterer urologischer Praxen und Kliniken ist jederzeit möglich! Die aktuellen Studienzentren sowie weitere Informationen finden sich auf der Studienhomepage ( www.uniklinikum-dresden.de/event-pca ). An der Studienteilnahme interessierte Urologinnen und Urologen können sich beim Studienbüro melden (Elke.Hempel(at)smgf.de; Telefon: +49 30 284 450 00). Für fachliche Rückfragen steht auch gerne der Studienleiter Prof. Dr. Dr. Johannes Huber zur Verfügung (johannes.huber(at)uniklinikum-dresden.de).

Ziel der Studie ist, den möglichen Nutzen der multimedialen Patienteninformation mit Level I-Evidenz zu belegen. Darauf könnte eine Leitlinienempfehlung aufbauen und so diesen modernen Standard in der künftigen Versorgung verankern.


Engagieren Sie sich für Patientenorientierung und Versorgungsforschung!

(04.09.2018) Seit Juli 2018 läuft die Rekrutierung für die Evaluationsstudie zur Entscheidungshilfe Prostatakrebs (EvEnt-PCA). Bundesweit sollen innerhalb eines Jahres 1500 Patienten in 150 urologischen Praxen und Kliniken eingeschlossen werden.

Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs der PatientenAkademie der Deutschen Urologen hat sich als Alternative zu herkömmlichen Broschüren etabliert. Als multimediale Online-Information zum nicht metastasierten Prostatakarzinom kann sie vielleicht besser bei der leitliniengerechten Behandlungsentscheidung unterstützen. Auch Patienten mit wenig EDV-Erfahrung können sich hier mit etwas Hilfe informieren – viele nutzen das Angebot z.B. gemeinsam mit ihrer Partnerin.

Der Studienablauf fügt sich reibungslos in die alltägliche Routineversorgung ein: Nach der Erstdiagnose werden die Patienten zufällig zur Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zugeteilt oder sie erhalten die gedruckte Patientenleitlinie Prostatakrebs (Kontrollgruppe). Für Ärzte sind zwei, für Patienten drei Erhebungszeitpunkte vorgesehen. Die Aufwandsentschädigung für Ärzte beträgt 120 Euro pro Proband. Primärer Endpunkt ist der leitliniengerechte Einsatz eines zuwartenden Vorgehens. Weitere Informationen und zwei kurze Videos zum Studienablauf finden Sie hier: https://www.uniklinikum-dresden.de/event-pca

Interessierte Studienärzte können sich gerne beim Studienbüro melden: SMG Forschungsgesellschaft, Tel: 030-28445000, Mail: Elke.Hempel@smgf.de


Gemeinsamer Bundesausschuss fördert bundesweite Evaluationsstudie zur Entscheidungshilfe Prostatakrebs

Gesucht: Studienärztinnen und -ärzte aus urologische Praxen und Kliniken zur Evaluation einer patientenorientierten Online-Entscheidungshilfe bei nicht metastasiertem Prostatakarzinom (EvEnt-PCA)

Dresden . Zum 1. April 2018 hat die Projektarbeit zu einer groß angelegten randomisierten Evaluationsstudie der Entscheidungshilfe Prostatakrebs begonnen. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses fördert das Projekt über drei Jahre mit ca. 800.000 Euro und ermöglicht so einen validen Vergleich zum bisherigen Standard. Ziel ist es, den möglichen Nutzen der multimedialen Patienteninformation mit Level I-Evidenz zu belegen. Darauf könnte eine Leitlinienempfehlung aufbauen und auch die zusätzliche Vergütung der Bemühungen um eine geteilte Entscheidungsfindung könnte sich objektiv begründen lassen. „Dieser Schritt zu einer evidenzbasierten modernen Patienteninformation ist ein wichtiger Erfolg für die ganze urologische Community“, sagt Prof. Dr. med. Christian Wülfing, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU).

Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs soll das Beratungsgespräch beim nicht metastasierten Prostatakarzinom für den Patienten und seinen Urologen standardisiert vorbereiten und erleichtern. Sie ist in der PatientenAkademie als gemeinsame Initiative der DGU und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BvDU) entstanden und hat sich in den vergangenen zwei Jahren fest in der deutschen Urologie etabliert. Ende März 2018 hatten bereits 4.600 Betroffene das Angebot genutzt, alleine im letzten Monat kamen 300 Neubetroffene hinzu. „Viele Patienten und Urologen nehmen das Angebot sehr gut an, wie unsere ersten Auswertungen gezeigt haben. Dabei war uns stets wichtig, dass die Entscheidungshilfe Prostatakrebs fest in den Arzt-Patienten-Kontakt eingebunden ist. Der Betroffene erhält einen persönlichen Zugang von seinem Urologen. Danach kann er das Informationsangebot der Entscheidungshilfe nutzen und kommt gut vorbereitet in das folgende Beratungsgespräch zurück“, sagt Projekt- und Studienleiter PD Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber.

In der randomisierten Studie zur „Evaluation einer patientenorientierten Online-Entscheidungshilfe bei nicht metastasiertem Prostatakarzinom“ (EvEnt-PCA) soll die Entscheidungshilfe mit der „Patientenleitlinie Prostatakrebs“ als aktuellem Standard verglichen werden. Der Studienablauf fügt sich dabei problemlos in die Routineversorgung ein: Nach der Erstdiagnose bietet der betreuende Arzt die Studienteilnahme an. Hierbei werden jeweils 750 Patienten zufällig entweder zur Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zugewiesen oder sie erhalten die Print-Broschüre. Primärer Endpunkt ist der leitliniengerechte Einsatz eines zuwartenden Vorgehens. Darüber hinaus soll die Intervention auch andere Qualitäten der Entscheidungsfindung verbessern. Ergänzend wird im Rahmen der Studie auch die ärztliche Sicht erfasst.

Insgesamt sollen innerhalb eines Jahres 1.500 Patienten in die zweiarmige randomisierte Evaluationsstudie eingeschlossen werden. Auf Patientenseite sind drei Erhebungszeitpunkte vorgesehen (Intervention und Follow up nach einem sowie 14 Monaten). Für die Studienärzte umfasst der Arbeitsumfang zwei Erhebungszeitpunkte (Studieneinschluss und Follow up nach 14 Monaten). Weitere Informationen zur Studie finden sich hier: https://www.uniklinikum-dresden.de/event-pca

Der Patienteneinschluss beginnt ab dem 2. Juli 2018. Teilnehmende Studienärzte erhalten vorab einen Studienordner mit allen Studienunterlagen für zunächst zehn Patienten. Die Aufwandsentschädigung beträgt pro Proband 120 Euro. An der Studienteilnahme interessierte UrologInnen können sich ab sofort bei der SMG Forschungsgesellschaft mbH melden ( ) Telefon: +49 (0)30 284 450 00). Für fachliche Rückfragen steht auch gerne der Studienleiter PD Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber zur Verfügung ( ).