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Das Prostatakarzinom stellt in Deutschland mit 26,1 % den häufigsten Tumor des Mannes dar (Robert Koch-Institut, 2013). Zur Behandlung von Prostatakrebs gibt es verschiedene Methoden, beispielsweise mittels eines operativen Eingriffes, einer Bestrahlung, der Gabe von Hormonen oder auch zunächst über eine überwachte Beobachtung. Nicht jede Behandlungsmethode ist für jede Form von Prostatakrebs und für jeden Patienten geeignet. Dies ist unter anderem von medizinischen Faktoren, wie zum Beispiel der Aggressivität der festgestellten Krebsform, abhängig. Bei der Wahl der richtigen Behandlungsstrategie spielen zusätzlich auch persönliche Präferenzen und Erwartungen eine große Rolle, da beispielsweise einige Behandlungsmethoden ein erhöhtes Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen nach sich ziehen können. Deshalb führen Arzt und Patient ein ausgiebiges, persönliches Beratungsgespräch, in dem Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Abläufe erklärt werden.  Am Ende wird gemeinsam mit dem Patienten die am beste geeignete Therapiemethode gefunden.

Damit sich der Patient bereits vor dem Beratungsgespräch mit seinem Urologen einen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten verschaffen kann, wird ihm hierzu Informationsmaterial ausgehändigt. Üblicherweise handelt es sich hierbei um die sogenannte „Patientenleitlinie“ aus dem „Leitlinienprogramm Onkologie". Dies ist eine bebilderte Broschüre aus Papier. Die PatientenAkademie der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. hat nun seit 2016 eine Alternative zu dieser Broschüre entwickelt, die sogenannte „Entscheidungshilfe Prostatakrebs". Bei dieser „Entscheidungshilfe" handelt es sich um ein interaktives Online-Informationsmittel in dem dieselben Informationen aus der Broschüre in Form von Videos erläutert werden.

In der EvEnt-PCA-Studie soll nun untersucht werden, ob die neue videobasierte Entscheidungshilfe möglicherweise einen Mehrwert gegenüber der klassischen papierbasierten „Patientenleitlinie" birgt. Außerdem können die in dieser Studie erhobenen Daten wichtige Erkenntnisse über die Versorgungsstrukturen für Patienten mit Prostatakrebs in Deutschland liefern.

Innerhalb der EvEnt-PCA- Studie geht es nicht darum, eine bestimmte Behandlungsmöglichkeit vorzuschreiben, sondern es sollen lediglich verschiedene Möglichkeiten untersucht werden, sich über Prostatakrebs und dessen Behandlung zu informieren. Das eigentliche Beratungsgespräch zur Findung der besten Behandlungsmöglichkeit bleibt voll und ganz Sache zwischen Patient und dem behandelnden Arzt.

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