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MRT - Magnetresonanztomographie

Informationen zur Magnetresonanztomographie (MRT) sowie in Kombination mit dem Positronen-Emissions-Tomographie (PET-MR)
  • Was ist eine Magnetresonanz-/ Kernspintomographie (MRT)?

MRTEs ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe, Gewebe und Gelenke. Es werden in relativ kurzer Zeit Schnittbilder des menschlichen Körpers in beliebigem Winkel und Richtung erzeugt.

Unser Institut und unsere Poliklinik verfügen über drei 3T Siemens Magnetom Verio,  Siemens Magnetom Vida und Siemens Magnetom Prisma (in Kooperation mit dem Institut und der Poliklinik für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie) sowie einen 1.5T Siemens Magnetom Avanto MRT Scanner.

  • Wie funktioniert MRT?

Wasserstoffkerne (Protonen) im Gewebe besitzen eine physikalische Eigenschaft, die als Kernspin bezeichnet wird. Jedes Proton kann man sich als kleinen Kreisel vorstellen, der sich in beliebige Richtungen drehen kann und magnetische Eigenschaften besitzt. Zunächst werden im MRT-Gerät die Drehachsen der Protonen durch ein sehr starkes Magnetfeld ausgerichtet. Danach werden Radiowellen mit einer genau definierten (Resonanz-) Frequenz eingestrahlt, was die Protonen in Schwingung versetzt. Nachdem Ausschalten des Radioimpulses kehren die Protonen in ihre Ausgangsstellung zurück und geben dabei Energie und Radiowellen ab. Diese werden mit Empfangsspulen gemessen und per Computer in Bildinformationen umgerechnet.

 MRT_Gehirn MRT_Gefaesse

(MRT-Aufnahmen: Gehirn li., Bauchgefäße re.)

MRT_Schwangerschaft

(MRT-Aufnahme einer schwangeren Frau mit Fötus)

  • Warum müssen vor der Untersuchung alle Metallgegenstände abgelegt werden?

Sie werden in das Magnetfeld herein gezogen und könnten durch die Beschleunigung zu Verletzungen von Patienten führen. Metallische Fremdkörper innerhalb des Körpers stellen normalerweise keine Gefährdung dar.

 

  • Wie läuft die Untersuchung ab?

Der Patient wird auf einer Liege langsam in den Magneten hinein bewegt. Davor wird eine Empfangsspule über der untersuchten Körperpartie befestigt. Das Gerät weist an beiden Seiten ca. 70 cm große Öffnungen auf. Während der Untersuchung liegt der Patient ganz, oder teilweise (z.B. bei einer Untersuchung des Kniegelenks) im Gerät. Der Patient erhält einen Ball in die Hand, über den Alarm ausgelöst werden kann. Ggf. ist eine Kontrastmittelinjektion notwendig. Bei der Aufnahme der Bilder werden laute, klopfende Geräusche erzeugt, darum erhält der Patient Gehörschutz.

 

  • Gibt es Gegenanzeigen für die Untersuchung?

Da bei der Untersuchung nur Magnetfelder und Radiowellen zum Einsatz kommen, ist nach aktuellem Kenntnisstand eine gesundheitliche Gefährdung nicht zu erwarten. Allerdings kann es bei Herzschrittmachern im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen, so dass Patienten mit Herzschrittmachern in der Regel von der Untersuchung ausgeschlossen sind.

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