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Ambulanz für Abhängigkeitserkrankungen

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie ein Problem mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln haben und was Sie gegebenenfalls dagegen tun sollen, beraten wir Sie hierzu gerne und unverbindlich. Als Ergebnis vereinbaren wir gegebenenfalls ein Ziel, z.B. den Konsum zu reduzieren oder ganz auf-zuhören. Im ersten Fall geben wir Ihnen Tipps wie das geht und stellen in weiteren Terminen fest, ob es geklappt hat. Falls Sie sich entscheiden, abstinent werden zu wollen, bieten wir eine Entgiftungsbehandlung an, die meistens einen stationären Aufenthalt erfordert, in Ausnahmefällen jedoch auch ambulant möglich ist.
Zur dauerhaften ambulanten Behandlung bieten wir mehrere Spezialangebote an, zum Beispiel für alkoholabhängige Patienten, die in der Vergangenheit bereits Rückfälle erlebt haben. Dazu gehören anfangs meist auch rückfallschützende Medikamente wie z.B. Naltrexon, Campral oder Selincro, die das Trinkverlangen vermindern. Bei hoher Rückfallgefahr bieten wir auch eine Behandlung mit dem Medikament Disulfiram (Antabus) an, das eine sehr unangenehme Unverträglichkeitsreaktion auslöst, wenn Sie Alkohol trinken würden. Dazu müssen Sie dreimal wöchentlich zur Medikamenteneinnahme  zu uns kommen.
Auch bei Problemen mit Metamphetamin („Crystal Meth“) bieten wir eine ambulante Akuttherapie an. Unser Angebot hierzu umfasst häufige ärztliche und psychotherapeutische Gespräche (wenn nötig täglich),  Untersuchung auf körperliche Folgeschäden, Unterstützung durch Sozialarbeiter, unregelmäßige Drogentests zum Abstinenznachweis sowie psychoedukative Therapiegruppen. Falls damit nach einigen Wochen keine stabile Abstinenz erreicht werden kann, empfehlen und vermitteln wir eine stationäre Entgiftung. Falls Sie ein Kind bekommen wollen, schwanger sind oder ein kleines Kind haben unterstützen wir sie dabei in Zusammenarbeit mit dem nebenan gelegenen Frauen- und Kinderzentrum des Universitätsklinikums („Mama denk an mich“).
Faltblätter mit einer näheren Beschreibung unserer Suchthilfeangebote zum Ausdrucken können Sie hier abrufen:

Leitung:

PD Dr. med. M. Pilhatsch