Benutzerspezifische Werkzeuge

Poststationäre Suizidprävention (PSSP-Studie)

Psychische Erkrankungen stellen einen Risikofaktor für Suizidalität dar. Ungefähr 90% der Personen, die infolge eines Suizids versterben, hatten zu diesem Zeitpunkt eine psychiatrische Erkrankung. Durch Studien konnte gezeigt werden, dass die Zeit nach der stationären Behandlung eine sensible Phase darstellt. Das Risiko suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten nach der Entlassung zu erleben ist deutlich erhöht. Über den weiteren Zeitverlauf verringert sich das Risiko.

Ziel dieser Studie ist zu untersuchen, ob ein spezifisches Betreuungsangebot für psychiatrisch erkrankte Personen nach der stationären Behandlung zu einer Abnahme des suizidalen Risikos führt. Die Patienten werden im Rahmen der Studie in zwei Gruppen eingeteilt. Mit einer Gruppe werden im Zeitraum von 18 Monaten regelmäßige persönliche Gespräche geführt. Diese erfolgen zunächst monatlich und nach dem ersten halben Jahr im Abstand von zwei Monaten. Zu den Terminen wird über das aktuelle Befinden gesprochen und es erfolgt eine Skalenerhebung. Für die Vergleichsgruppe reduziert sich der Kontakt auf insgesamt vier Termine. Die Studie wird durch das BMG gefördert und an weiteren drei Standorten durchgeführt (Städtisches Klinikum Dresden, Halle und Stuttgart.

Projektleitung:
PD Dr. med. Ute Lewitzka

Projektpartner:
Prof. Dr. med. Burkhard Jabs
Dr. med. Tim Krause
Prof. Dr. med. Elmar Etzersdorfer

Mitarbeiterinnen:
Dipl-Psychologin Jasmin Schneider (Stuttgart)
M. Sc. Magdalena Rossing/ Sauer (Dresden Neustadt) Annette Lederer M.Sc. Psychologie (Halle/Saale)

Studentische Hilfskräfte:
Susann Richter
Pauline Baumann
Anna Lösner

BMG-Förderkennzeichen: 
ZMVI-2517FSB135

Mit dem Projekt verbundene Promotionsarbeiten:

A)  Der Einfluss der Faktoren Resilienz und Impulsivität bezugnehmend auf die Suizidalität von psychiatrischen Patienten nach stationärer Entlassung

Verantwortliche: PD Dr. med. habil. Ute Lewitzka

Abb.: Doktorandin:  B. Sc. Biotech Susann Richter


B) Persönlichkeit und Suizidalität – welche Patienten profitieren von einem poststationären Suizidpräventionsprogramm

Verantwortliche: PD Dr. med. habil. Ute Lewitzka

Doktorandin:  M.Sc. Psych. Magdalena Sauer


C)  Perfektionismus, psychische Erkrankung und Suizidalität

Verantwortliche: Prof. Dr. Glombiewski der Universität Landau

Doktorandin:  M.Sc. Psych. Jasmin Schneider