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Lithium und Suizidalität

Für Lithium als eine der ältesten in der Psychiatrie verwendeten psychotropen Substanzen wurde seit Anfang der 90iger Jahre ein eigenständiger, im Vergleich zu anderen Psychopharmaka wahrscheinlich spezifischer anti-suizidaler Effekt nachgewiesen (Lewitzka et al. 2015a). Derzeit leitet unsere Klinik ein multizentrisches Forschungsprojekt (BMBF und AFSP gefördert), welches untersucht, wie schnell der anti-suizidale Effekt einsetzt. Dazu wurde eine randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Studie konzipiert, bei der Patienten mit Depressionen zusätzlich zur adäquaten und leitliniengereichten Standardtherapie entweder Lithium oder Plazebo über 5 Wochen erhalten. Innerhalb dieser Zeit wird anhand standardisierter Tests sowie den regelmäßigen studienärztlichen Visiten überprüft, ob sich Suizidgedanken/suizidales Verhalten verringern (Lewitzka et al. 2015b).

Abbildung: Ablauf der Lithiumstudie

Verantwortlich:
Dr. med. Ute Lewitzka 

Dr. med. Robert Haußmann 

BMBF-Förderkennzeichen:
01KG1307

AFSP Grant-ID:
SRG_0-071_11