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Studien Highlights und Publikationen

DREAM

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Eltern eine besondere Herausforderung. Zahlreiche strukturelle und kulturelle Einflüsse wie beispielsweise das deutsche Steuersystem, die Familienkrankenversicherung, das Elterngeld und die Verfügbarkeit der Kindertagesstätten haben Einfluss auf diese Aufgabe. Auch die Rollenverteilung zwischen Mutter und Vater und die psychische und somatische Gesundheit der Eltern wirken auf diesen Prozess. Durch zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse und berufliches Pendeln sind auch diese Faktoren als Belastung nicht zu vernachlässigen. Die Rolle der Erwerbstätigkeit und der Arbeitsbedingungen für die psychische und somatische Gesundheit der zukünftigen Eltern und Familien ist in Deutschland jedoch so gut wie nicht beforscht!

Somit ist das Ziel unserer Studie „DREAM“ ( DR esdener Studie zu E lternschaft, A rbeit und M entaler Gesundheit) die Beziehung zwischen Schwangerschaft, Elternschaft, Beruf und Gesundheit der gesamten Familie vorrausschauend zu betrachten und mögliche Zusammenhänge zu ermitteln.

Über einen Zeitraum von 2 Jahren werden Schwangere (und deren PartnerInnen) mittels schriftlichen und später teilweise mündlichen Befragungen zur Arbeitsbeteiligung und -bedingungen, zur Beziehungszufriedenheit, zur Haus- und Erziehungsarbeit sowie auch zu gesundheitsbezogenen Faktoren befragt.

Medienbeiträge zur Studie:

Interview mit der Studienleiterin Frau Ph.D. Dipl.-Psych. Susan Garthus-Niegel: MDR aktuell am 20.03.2018

Beitrag in der Sächsischen Zeitung vom 19.03.2018: "Zwischen Baby und Büro"

Kontaktinformationen:

E-Mail: dream@ukdd.de

Telefon: 0351 458-18939 (erreichbar Dienstag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr)

Tele-NePS - Telemedizinisches Netzwerk Psychotraumatologie Sachsen

EFRE - Förderung innovativer Ansätze im Bereich der Gesundheits- und Pflegewirtschaft

Schwere seelische Erschütterungen können nachhaltig verletzen. Belastende Erlebnisse, wie schwerwiegende Unfälle, Naturkatastrophen, körperliche und sexuelle Gewalt, Krieg, Folter oder Flucht, können psychisch verwunden und Traumafolgestörungen verursachen. Belastung ist nicht gleich „Trauma". Nicht immer entsteht nach einem potentiell traumatisierenden Erlebnis eine Posttraumatische Belastungsstörung, doch treten Wiedererleben, hohe Anspannung und intensive Vermeidung traumanaher Reize auf, sind sie sehr quälend. Die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens wegen körperlicher Beschwerden und anderer psychischer Erkrankungen, wie Angst, Depression und Suchterkrankungen ist bei Traumatisierten deutlich erhöht. Aufgrund ihrer Vielschichtigkeit und hohen Chronifizierungsrate verursachen Traumafolgestörungen einen gesteigerten Versorgungsaufwand. Inhaltlich oft nicht aufeinander abgestimmte Hilfeleistungen erschweren leitlinien-gerechte Diagnostik und Behandlung und bedingen nicht selten Fehlversorgung. Die ohnehin vorhandene Versorgungslücke in der psychotherapeutischen Behandlung führt zu hohen Wartezeiten für Patienten.

Das „Telemedizinische Netzwerk Psychotraumatologie Sachsen" soll die integrierte Behandlungskette bei Traumafolgestörungen nachhaltig verbessern und durch eMental-Health Interventionen flankieren. Telematische Kommunikation und Interoperabilität sollen frühzeitig und vor allem passgenau Beratung und Therapie unterstützen. Das TeleMedizinische TraumaZentrum Seelische Gesundheit (TMTZ- SG ) und deren regionale Partner sowie die bestehende Telemedizin-Infrastruktur CCS Telehealth Ostsachsen (CCS-THOS) leisten hier einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau eines sicheren integrierten Behandlungsnetzwerkes. Ziel ist es, Betroffenen niedrigschwelligen und ortsunabhängigen Zugang zum Behandlungsnetz zu ermöglichen, Fachwissen flächendeckend verfügbar zu machen sowie eine institutionsübergreifende Dokumentation und Koordinierung des Versorgungsprozesses zu garantieren.

Körpergerüche als Modertoren der Eltern-Kind Beziehung

Es ist bekannt, dass Eltern den Geruch ihrer Babys ausgesprochen positiv und belohnend bewerten. Wissenschaftler vermuten, dass dies zur Bindung zwischen Eltern und Kindern beiträgt. Wir als Neuromarker-Team erforschen, wie sich die Wahrnehmung der Gerüche von Kindern durch ihre Eltern über das Alter hinweg verändert und welche genetischen, hormonellen und neuronalen Prozesse diesen Veränderungen zugrunde liegen. Für unsere spannenden Geruchsexperimente stellen wir beispielsweise Geruchsproben unserer Probanden her um herauszufinden, ob bestimmte Gerüche besser als andere erkannt werden können. Darüber hinaus nutzen wir auch bildgebende Verfahren wie das fMRT (funktionelle Magnetresonanztomographie) um sehen zu können, welche Bereiche des Gehirns bei der Verarbeitung von verschiedenen Gerüchen aktiviert sind. Wir untersuchen Familien mit Kindern verschiedener Altersstufen, um Unterschiede in der Geruchsverarbeitung in den einzelnen Entwicklungsstufen ausmachen zu können.

Interessierte Teilnehmer können gern mit Ihrer Familie an unserer Studie teilzunehmen und uns so unsere Forschung zu unterstützen. Melden Sie sich dafür gerne an: riechstudie@uniklinikum-dresden.de

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Mit freundlichen Grüßen,


Jun.-Prof. Dr. Ilona Croy
Laura Donner, M. Sc.
Ria Beßler, B.Sc.




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